Beiträge von CDL

    Wieso sollte man jemanden mögen, der sich einem gegenüber scheiße verhält.

    Musst du nicht, aber Rollenkonflikte zwischen mir als Privatperson und mir als Lehrkraft muss ich lösen, ohne meine Schützlinge in Mitleidenschaft zu ziehen. Als Privatperson finde ich Schüler x vielleicht arg bescheiden, als Lehrkraft muss ich trotzdem mit ihm zusammenarbeiten und sorge insofern für ein Arbeitsumfeld mit klaren Regeln und dem Maß an Verbindlichkeit, das alle unsere SuS von uns als Lehrkräfte erwarten dürfen. Genau diese Trennung von Beruf und Arbeit *Privatleben müssen die nämlich später auch mal leisten können bei Bedarf und lernen das teilweise zumindest zuhause nicht, sondern wenn, dann nur in der Schule.

    Bei uns ist noch alles zu, auch Abschlussklassen. Die Schule neben unserer hat aber schon seit Ende der Weihnachtsferien wieder ihre Abschlussklassen in Präsenz, das sorgt für Druck bei allen Beteiligten. Bei uns scharren einige KuK mit den Hufen und wollen gefühlt um jeden Preis in Präsenz, andere gehen aktuell davon aus, dass wir womöglich erst nach Ostern wieder in voller Präsenz an den Schulen sein werden. Ich bin erstmal froh angesichts der Zahlen hier bei uns (die längst nicht so schnell runtergehen, wie im Rest von BW) dass wir wohl bis nach der Fasnachtswoche noch in vollem Fernunterricht bleiben werden. Mir wäre es aktuell gar nicht wohl bei dem Gedanken wieder in Präsenz einzusteigen und zwar zuallererst um meiner SuS und ihrer Familien willen, denn die meisten tragen die letzten Lummelmasken und sitzen doch eng an eng mit rund 30 SuS den ganzen Tag. Dies geschrieben mache ich mir aber auch einige Sorgen um meine SuS. Ich habe diese Woche einige Gespräche geführt mit SuS, die grad komplett abbauen, weil es ihnen psychisch so schlecht geht und sie überhaupt nicht klarkommen mit der Situationen. Das bereitet mir tiefe Sorge und lässt mich- trotz allem- hoffen, dass es rechtfertigbar sein wird (denn "möglich" ist im Hinblick auf BW die falsche Formulierung angesichts des verschärften Wahlkampfs rund um Schulöffnungen zwischen CDU und Grünen), ab Ende Februar zumindest mit dem Hybridunterricht zu starten. Ob es rechtfertigbar sein wird bleibt abzuwarten.

    soll ich sie dann erziehen? und dann wieder zurück schicken?

    Wenn du das schaffst, dann schlage ich dich 1. für den Friedensnobelpreis vor (denn die Bande zu erziehen könnte akute Mordlust auslösen :haudrauf:) und ernenne dich 2. zur Lehrerin des Kontinents.:respekt: Falls das in der Schweiz erlaubt wäre, könntest du ja ab und an mal einen von denen aus pädagogischen Gründen aus dem Fenster an die frische Luft hängen. :engel:Zum Auslüften quasi. Das soll ja bekanntlich sehr gesund und auch im Winter gar kein Problem sein.:eisig: Bitte unbedingt per Video aufzeichnen, damit wir anderen lernen können, wie man bei denen vorgehen muss.:teufel:

    Falls jemand von denen behauptet Julia zu sein: Verpixel das Gesicht und arbeite mit Stimmverzerrer. Plan eine Feier zum 100.Geburtstag ein, geh von ungeplanten Gästen in Form wahlweise liebestoller oder auch paragraphengeiler Schulleiterromeos aus und sorge sicherheitshalber dafür, dass du einen unterrichtlichen Rahmen wie aus dem sagen wir 18.Jahrhundert anbieten kannst, um die ganze böse digitale Technik so weit als möglich auszuschließen. (In diesem Ambiente dürfte es dann auch problemlos möglich sein Zöglinge- endlich passt das Wort mal zum Jahrhundert und pädagogischen Ziel- aus dem Fenster zu hängen. :sofa:)

    "Verrechnung von Freistunden im Deputat"- und im Umkehrschluss erhöht das Land dann die Deputatsstunden jährlich um z.B. 4 Stunden. Wer dann Glück hat, hat da Freistunden (und findet die plötzlich gar nicht mehr so schlimm), wer Pech hat muss diese vier weitere Stunden voll unterrichten. Wer sowas fordert muss sich darüber im Klaren sein, was das Land dafür umgekehrt fordern könnte/würde als Dienstherr. Das relevantere Thema an dieser Stelle sind meines Erachtens vernünftige Arbeitsplätze in der Schule (und ausreichend Rückzugsbereiche), um solche Stunden sinnvoll nutzen zu können für Korrekturen/Vorbereitungen oder sich eben auch mal kurz ausruhen zu können. So ein klitzekleines Lernlabor quasi pro Lehrkraft mit einem Tisch und Stuhl drinnen und am Boden grad genug Platz, um sich bei Bedarf unterm Tisch und bis zur Tür einmal lang machen zu können.

    Die Lösung fürs Pendeln könnte auch lauten "ich ziehe in die Nähe meines Schulorts". Falls es also nur darum ginge, wäre das leicht zu lösen.

    Nachdem du aktuell als Beamter auf Probe tätig bist kannst du dich vermutlich (Gewerkschaft fragen!) nicht im Stellenversetzungsverfahren für Neubewerber bewerben, denn aufgrund deines aktuellen Status´wäre das ja faktisch ein Versetzungsgesuch. Eine neue Stellenzusage wirst du vom Land sicherlich auch nicht erhalten solange du noch nicht einmal gekündigt hast. Für die bist du ja schon "im Team".

    Wenn dich schon empfindlich stört, was ich geschrieben habe, dann sei darauf vorbereitet, dass Schulleitungen das noch deutlich kritischer betrachten werden, wenn du keine schwerwiegenden Gründe für deinen Versetzungswunsch hast. Ja, Miete zahlen müssen wir alle, aber man kann sich auch mit einer KV-Stelle aus der finanziellen Not helfen, wenn man ansonsten nur einen faulen Kompromiss eingehen würde. Sich als Beamter einstellen zu lassen sollte angesichts der beamtenrechtlichen Implikationen weise durchdacht sein. Ich unterstelle dir persönlich keine Unzuverlässigkeit, ich kenne dich schließlich nicht. Ich sage nur, worüber ich mir Gedanken machen würde bei einem Bewerber, der offenbar ohne erkennbare Gründe nach einem Jahr eine Stelle wieder aufgibt, die er gerade erst als Beamter auf Probe angetreten hatte. Solche Ungereimtheiten im Lebenslauf muss man auch im Schuldienst vernünftig erklären können (denn ein absolutes Mangelfach wirst du wohl nicht im Angebot haben, wenn du nur ein Stellenangebot hattest). Nachdem bei dir Sek.I + Sek.II steht: Prüf zuallererst einmal, ob du überhaupt eine Fächerkombination hast, bei der du realistisch bei einer Neubewerbung damit rechnen könntest ein Angebot für eine Schule in der Nähe deines aktuellen Wohnorts (da offensichtlich keinerlei Umzugsbereitsschaft besteht) zu erhalten. Dein "Marktpreis" sinkt bei schlechter Fächerkombi, fehlender örtlicher Flexibilität und dem Versetzungswunsch ohne nachvollziehbaren Grund in der Probezeit bzw. der Entlassung und Neubewerbung sowieso erheblich, als Gym-Lehrkraft ohne Mangelfach aber umso schneller, denn davon gibt es Kandidaten wie Sand am Meer...

    Es gibt auch wirklich gute Steuersoftware für den PC. Ich habe damit schon mit 16 meine erste Steuererklärung gemacht. Programm war selbsterklärend, weil ich alles, was ich nicht direkt verstanden habe über die Hilfefunktionen nachlesen konnte (das Programm nutze ich über 20 Jahre später immer noch- natürlich die jährlich aktualisierte Fassung). Empfehle ich meinen SuS, wenn wir über den Unterschied zwischen Bruttolohn und Nettolohn sprechen, in dem Zug ganz kurz (und über den Bildungsplan hinausgehend) Steuerklassen ansprechen und ich ihnen eben auch die Angst nehmen möchte, dass das so schrecklich kompliziert und nicht zu schaffen sei als Haupt- oder Realschüler. Ansonsten kann ich Veronica Mars nur zustimmen: Hoch individualisierte Anträge (Bafög/Steuer/ALG II...) kann man in der Schule nur so allgemein betrachten, dass das kaum etwas bringen würde, selbst wenn man die Zeit hätte (die wir in der Sek.I im Wirtschaftsunterricht keinesfalls haben und an die Beruflichen Schulen geht danach nur ein Teil der SuS). Es gibt aber für all solche Anträge hervorragende Beratungsstellen, die teilweise sogar kostenfrei Hilfestellung geben.

    Nein wird es nicht unbedingt. Wieso das in die beruflichen Schulen gehört verstehe ich allerdings nicht.

    Vorstellungen eines Lehramtsstudenten (angehenden Anwärters?) namens Lindbergh über Schulformen, die er weder studiert (hat), noch an denen er je unterrichten wird? :essen:

    Ich nein (auch im Ref nicht). Ich kann eine überschaubare Zahl an Freistunden sehr effektiv nutzen. Wenn es aber zu viele werden, fehlen mir dadurch wichtige Erholungszeiten zuhause, was sich gesundheitlich bemerkbar macht. Dieses Jahr habe ich 5 Hohlstnden, einmal drei (da fahre ich immer nachhause, esse etwas, weil es danach bis kurz vor zwei geht, trinke einen Espresso, geh mit dem Hund spazieren,...), zweimal eine (Spaziergang mit dem Hund an Hundschultagen, sonst Korrekturen, Tee trinken, schnacken mit KuK, kopieren für die nächste Woche). Die liegen für mich super und stellen keine Be- sondern eine Entlastung dar.

    Auch wenn ich das Recht auf Abtreibung (und damit auf Selbstbestimmung der Frau) immer vertreten würde, finde ich es ethisch schwierig, um nicht zu sagen schmerzhaft, abgetriebene Föten als "Material" zu bezeichnen. Aber gut, wie war das noch gleich mit dem Öl und dem Feuer... Ich geh vielleicht lieber woanders spielen, ehe hier die scharfen Geschütze der üblichen Gegenparteien ihre üblichen Argumente auspacken und sich bis aufs Blut befehden.

    Habe bereits meine Kernseminarleitung angeschrieben, da ich mich vor einem Gespräch mit meiner SL erstmal über das was kommen könnte informieren wollte.

    Das verstehe ich sehr gut. Ich habe ähnliche Ängste wie du ausgestanden im Ref, nachdem ich im ersten Halbjahr so lange krank war. Ich finde aber, dass das, was dir deine Schulleitung geschrieben hat, sehr vernünftig, menschlich, konstruktiv und anständig klingt und überhaupt nicht nach irgendwelchen versteckten Stolpferfallen, die du jetzt befürchten müsstest. Offensichtlich möchte man einfach, dass du dir wirklich die Zeit nimmst gesund zu werden und hat Sorge, dass du genau das machst, was du gerade machst: Dir wahnsinnig viele Sorgen und Gedanken zu machen, statt dir zu erlauben zur Ruhe zu kommen, die du offenbar gerade dringend benötigst.

    Viele Anwärter sind im Ref häufiger krank als sonst, umso mehr, wenn zu dem Grundstress, dem man im Ref ausgesetzt ist noch weitere Stressoren dazukommen (schwierige Schule, schwierige private Situation, bestehende Grunderkrankung die durch den Stress größere Probleme verursacht,...). Ich habe mir da auch oft einen Kopf gemacht im Ref, weil ich den Eindruck hatte, ich wäre viel öfter krank, als alle anderen. Tatsächlich hatten andere aber einfach nur andere Krankheitstage. Die waren dann immer mal wieder hier 2 Tage weg, dort 3 Tage, mal vielleicht eine Woche, meist aber nur einzelne Tage, die aber dafür sehr häufig, nicht zuletzt auch, weil sie es sich eben nie erlaubt haben richtig gesund zu werden. Ich hatte dafür längere Fehlzeiten am Stück infolge schwerer Erkrankung (im ersten Halbjahr 6 Wochen am Stück, da habe ich an der gesamten Ausbildungssituation zu zweifeln begonnen). Letztlich belastet das Ref alle und jetzt durch Corona noch viel mehr.

    Nimm dir bitte jetzt erstmal kurz Zeit, um wieder auf den Damm zu kommen. Wenn dein Körper dich quasi schon anbrüllt, dass er grad nicht mehr kann, dann solltest du ihm eine echte Auszeit erlauben (und das ist nicht nur ein Tag, denn ein Tag" frei" bedeutet im Ref nur, dass man zuhause sitzt und Unterricht für den nächsten Tag vorbereitet, weil man noch nichts in petto hat für solche Momente). Ich verstehe, dass es sehr schwer fällt, sich das zu erlauben, das verstehen alle hier, denn das ist ein Grundproblem unseres Berufs, im Ref aber umso mehr, infolge des konstanten Bewertungsdrucks. Du kannst nur zeigen, was du kannst, wenn du gut auch dich achtest jetzt im Ref. Lernst du jetzt nur ständig über alle Grenzen zu gehen, dann ist das auch für dein weiteres Berufsleben extrem ungesund. Also versuch den Teil mit der gesunden Selbstfürsorge (und ich arbeite daran auch noch) mit als wesentliche Lernaufgabe für dich jetzt während des Refs zu betrachten. Geh zum Arzt. :rose:

    Kannst gerne Frau Gebauer nehmen, die macht ihren Job auch nicht schlechter.

    Ich hab´s befürchtet. Nee, nee, nee :neenee:die nehmen wir nicht mal geschenkt. Da kämen wir ja vom Regen in die Traufe. Ich hätte gerne jemanden der/die aktuell gar nicht dieses Amt bekleidet, quasi eine graue Eminenz aus dem KuMi-Schattenkabinett. Ich glaub, ich will Herrn Lauterbach für den Übergang bis nach Corona. Der wird mich zwar mindestens so sehr nerven, wie Frau Eisenmann, aber zumindest steht bei ihm nicht die Wahltaktik über allem anderen :pfui::klo::pfui:und noch unfähiger oder ignoranter wird es wohl kaum werden...

    Suuuuper! Krieg* ich jetzt meine 1?!?:dollar:

    Du bist soooo fies!!! Mit dir spiele ich nicht mehr :nein:...

    Klar, das "sehr gut" des Bananas-Fanblocks ist dir gewiss. (Stell dir das Objekt der Begierde aufrecht vor, sprich im Geiste "Bananas" und ruf nach Kevin, falls nicht direkt das Objekt der Begierde vor dir erscheint.)

    verstehe ich nicht, Hummelchen hat doch hereingerufen (genau wie meine Kleinen auch), während sie die Hand hob (und dafür gibt es Lob)?;)

    Nä, erst ging ganz bestimmt der Danke-Emoji hoch und damit das Handzeichen. Danach kam die überbordende Begeisterung, aber mal ehrlich: Hast du die riesen Maske gesehen, die das Hummelchen quer über den halben Kopf und das gesamte Gesicht trägt? Damit hört es sich ganz bestimmt verdammt schlecht und noch schlechter, wenn man ständig im Blindflug gegen den Bildschirm knallt. Ich kann da empathisch bleiben (und nur leise kichern :stumm::teufel:).:zungeraus:

    Wir wollen einfach nur schauen, wie Lehrkräfte zu Noten stehen (also ob es eurer Meinung nach schon eine ausreichend förderliche Rückmeldung für die Schüler darstellt) bzw. wenn ihr mit dem Notensystem nicht zufrieden seid, welche anderen Formen der Leistungsbeurteilung ihr euch dann vorstellen könntet oder ihr vielleicht auch schon einmal gehört habt. Formen, die den Kindern vielleicht mehr am Ende eines Schuljahres bringen können, wodurch sie vielleicht dann eher wissen, wo ihre Baustellen sind und wie sie in ihrem Lernprozess weiter vorgehen sollten.

    Na ja, die Frage wird euch wohl jede Lehrkraft sehr eindeutig beantworten: Nein, Noten sind natürlich isoliert betrachtet nicht ausreichend als Rückmeldung. Gerade wenn es um förderliche Rückmeldung und damit den Aspekt der individuellen Förderung geht, bedarf es natürlich immer ergänzender Mittel (ein schriftlicher Hinweis unter der Klassenarbeit, das direkte Gespräch mit einer Schülerin unter vier Augen mit Hinweisen, wie individuelle Schwierigkeiten angegangen werden können etc.). In manchen Schulformen und Ländern sind diese sowieso vorgeschrieben, ansonsten in jedem Fall Teil des Berufsalltags. Die kriteriale Norm- Basis meiner Noten- ist der eine Aspekt von Rückmeldung, der andere sind immer die individuellen Lernvoraussetzungen Lernfortschritte, Lernaufgaben und Lernziele. Ich bezweifel sehr, dass das irgendjemand gar nicht mit einbezieht, auch wenn es natürlich immer individuelle Unterschiede in der Art und Weise oder auch dem Umfang gibt.

    Irgenwie sehe ich gerade noch nicht so ganz auf welche Forschungsfrage/Projektfrage das hinauslaufen soll. Könntest du das vielleicht darlegen? Vielleicht wird dann besser verständlich, um welchen Aspekt oder welches Grundproblem es gehen könnte, so dass es möglich ist zielschärfer zu antworten.

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