Ich hatte darum gebeten- war heute früh nur am Handy- den Beitrag nicht einfach im Faktenthread zu belassen, weil ich es als sehr schwierig empfinde, eine solche Aufforderung, die eindeutig Diskussionen auslöst ausgerechnet in einem Thread zu posten, in dem diese Diskussionen nicht möglich sind. Das war vielleicht gar nicht so von dir intendiert Ibolya , löst aber den Eindruck eines "Maulkorbs" aus, insofern finde ich es passender, das zumindest flankierend hier zu posten und zu diskutieren. Danke chilipaprika für die Unterstützung beim Zitieren hier im Thread.
Hier in BW haben SuS bereits ein Recht auf Distanzunterricht.
Von regelmäßigen Schnelltests für SuS/Lehrkräfte/Erzieher_innen halte ich persönlich nichts. Zum Einen sind die in der Masse (wir reden allein von rund 11 Millionen SuS bundesweit!) nicht mal eben zu beschaffen, um solche Tests regelmäßig durchzuführen und sollten andererseits regelmäßig vor allem Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hospizen mit Bewohnern/Patienten und natürlich dem Personal im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen. Dort werden sie eindeutig dringender benötigt. Etwas anderes zu fordern halte ich für ebenso kurzsichtig, wie selbstbezogen.
Digitalisierung voranzubringen ist auf jeden Fall vernünftig, denn die Lücken zeigen sich durch Corona besonders nachdrücklich, aber Unterricht wird nicht einfach "moderner", nur weil er über ein paar digitale Effekte verfügt. Umgekehrt kann man auch ganz ohne irgendwelche "digitalen Spielreien" einen sehr modernen Unterricht gestalten, der eben dort, wo pädagogisch und didaktisch sinnvoll digital unterstützt wird. Das sollte man inhaltlich sauber trennen voneinander und vor allem trennen von Corona. Das liest sich für mich danach, als wolle man Stimmenfang betreiben, indem man etwas so formuliert, wie sich das gerne auch in den Medien lesen lässt, was zumindest wir als Lehrkräfte aber differenzierter wissen und ausdrücken dürften. Das ist meines Erachtens die intellektuelle Variante eines polemischen Rundumschlags, um eine möglichst breite Zielgruppe qua Bauchgefühl anzusprechen und "mitzunehmen".
Die einzige Forderung, die ich nachvollziehen kann, ist es die vom RKI empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Auch wenn ich das ebenfalls differenziert sehe (bei uns auch nicht für unbedingt erforderlich halte), würde ich mir letztlich nicht anmaßen wollen, es besser zu wissen als das RKI und insofern eine derartige Umsetzung natürlich mittragen und unterstützen.