Beiträge von CDL

    Vogelbeere , weißt du, warum FFP2-Masken nicht für Schwangere zugelassen sind? Hat man die einfach nicht an diesen getestet und deshalb keine spezifische Zulassung für diese Gruppe oder gibt es ernsthafte Ergebnisse, die zeigen, dass FFP2-Masken ein Risiko für schwangere Frauen darstellen? In letzterem Fall: Welche Risiken wären das denn?

    Spontan fällt es mir schwer zu glauben, dass Schwangere keine FFP2-Masken problemlos tragen sollen können, aber ich gehe dabei natürlich nur von Überlegungen zur Lungenfunktion aus und denke mir, wenn ich das mit meiner defekten Lunge packe, kann eine gesunde schwangere Frau das im Regelfall auch gut schaffen. Vermutlich ist die Lungenfunktion aber gar nicht der Grund ist, warum die Masken für Schwangere nicht zugelassen sind.

    Ich hatte darum gebeten- war heute früh nur am Handy- den Beitrag nicht einfach im Faktenthread zu belassen, weil ich es als sehr schwierig empfinde, eine solche Aufforderung, die eindeutig Diskussionen auslöst ausgerechnet in einem Thread zu posten, in dem diese Diskussionen nicht möglich sind. Das war vielleicht gar nicht so von dir intendiert Ibolya , löst aber den Eindruck eines "Maulkorbs" aus, insofern finde ich es passender, das zumindest flankierend hier zu posten und zu diskutieren. Danke chilipaprika für die Unterstützung beim Zitieren hier im Thread.

    Hier in BW haben SuS bereits ein Recht auf Distanzunterricht.

    Von regelmäßigen Schnelltests für SuS/Lehrkräfte/Erzieher_innen halte ich persönlich nichts. Zum Einen sind die in der Masse (wir reden allein von rund 11 Millionen SuS bundesweit!) nicht mal eben zu beschaffen, um solche Tests regelmäßig durchzuführen und sollten andererseits regelmäßig vor allem Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hospizen mit Bewohnern/Patienten und natürlich dem Personal im Gesundheitswesen zur Verfügung stehen. Dort werden sie eindeutig dringender benötigt. Etwas anderes zu fordern halte ich für ebenso kurzsichtig, wie selbstbezogen.

    Digitalisierung voranzubringen ist auf jeden Fall vernünftig, denn die Lücken zeigen sich durch Corona besonders nachdrücklich, aber Unterricht wird nicht einfach "moderner", nur weil er über ein paar digitale Effekte verfügt. Umgekehrt kann man auch ganz ohne irgendwelche "digitalen Spielreien" einen sehr modernen Unterricht gestalten, der eben dort, wo pädagogisch und didaktisch sinnvoll digital unterstützt wird. Das sollte man inhaltlich sauber trennen voneinander und vor allem trennen von Corona. Das liest sich für mich danach, als wolle man Stimmenfang betreiben, indem man etwas so formuliert, wie sich das gerne auch in den Medien lesen lässt, was zumindest wir als Lehrkräfte aber differenzierter wissen und ausdrücken dürften. Das ist meines Erachtens die intellektuelle Variante eines polemischen Rundumschlags, um eine möglichst breite Zielgruppe qua Bauchgefühl anzusprechen und "mitzunehmen".

    Die einzige Forderung, die ich nachvollziehen kann, ist es die vom RKI empfohlenen Maßnahmen umzusetzen. Auch wenn ich das ebenfalls differenziert sehe (bei uns auch nicht für unbedingt erforderlich halte), würde ich mir letztlich nicht anmaßen wollen, es besser zu wissen als das RKI und insofern eine derartige Umsetzung natürlich mittragen und unterstützen.

    Erstens bin ich (noch) nicht Lehrer. Ich habe ganz sicher nicht ausgesorgt. Zweitens habe ich auch nichts mit hohen Mieten zu tun (die entstehen aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage). Drittens können Ketten oft günstigere Preise anbieten und setzen sich deshalb durch. Kaum ein Mensch braucht heutzutage noch kleine Läden, in denen es eine geringe Auswahl, keine Beratung und hohe Preise gibt.

    Keine Beratunz zu hohen Preisen braucht man auch in großen Läden nicht, gerade viele kleine Läden gibt es aber deshalb, weil sie gute Beratung bieten, bei einem hochwertigen Sortiment, dass sich vom Angebot "der Großen" abzugrenzen versteht. Ich möchte auf solche wunderbaren Läden auf gar keinen Fall verzichten müssen, denn 0815 ist nur selten interessant für mich. Ich bin froh, dass viele wunderbare Restaurants, die auch schon im Frühjahr kein to go anbieten konnten jetzt zumindest finanziell mehr Unterstützung erhalten, damit sie auch noch im nächsten Jahr da sein werden. Ja, die Leute haben sich freiwillig für diesen Weg entschieden, aber mein Leben wird bereichert dadurch, dass sich Menschen für die berufliche Selbständigkeit als Restaurantbetreiber, Ladenbesitzer, Musiker, Tänzer, Sänger, Schauspieler, kleiner Handwerker etc. entscheiden. Ich möchte nicht, dass viele dieser Menschen ob der Coronalage gezwungen sind ihren Lebensweg entscheidend zu ändern. Ich habe im Freundes-/ Familien- und Bekanntenkreis diverse Selbständige (Musiker, Schauspieler, Restaurantbetreiber, kleine Handwerker), die finanziell auf dem letzten Loch pfeifen.

    Um mich ging es natürlich nicht, sondern um den Berufsstand. Kann auch sein, dass die Moderatoren sagen: "Alles im Rahmen!", was ja OK wäre. Ich wollte es aber dennoch abgeklärt haben, weil es mir persönlich stellenweise etwas zu weit ging.

    Ohne inhaltlich Partei zu beziehen: Das Wort `übergriffig" passt eindeutig nicht in diesen Kontext. Lies nochmal nach, in welchen Kontexten man das Wort wie verwendet. Vielleicht passt "respektlos" besser für das, was du ausdrücken wolltest.

    Vielen Dank für die sehr substanziellen und hilfreichen Antworten! Wie sieht es Eurer Erfahrung nach mit Versetzungen an eine andere GMS (etwa eine der wenigen mit Oberstufe) aus? Sind Versetzungen innerhalb der Schulart weniger problematisch, weil das RP dann keinen Lehrer an ein GYM verlöre?

    Innerhalb der ersten drei Jahre (Probezeit) sind Versetzungen nur aus schwerwiegenden Gründen möglich, insofern wirst du diese vermutlich auf jeden Fall "absitzen" müssen (oder sonst die Beratung deiner Gewerkschaft bzw. den PR am Schulamt hinzuziehen müssen). Danach kommt es ehrlich gesagt darauf an, von wo nach wo du möchtest. Wenn du tatsächlich in Freiburg selbst oder seinem Speckgürtel sein solltest, stehen deine Chancen auf eine erfolgreiche Versetzung nach den ersten drei Jahren recht gut, wenn du z.B. bereit wärst dafür in einen schlechter versorgten Bereich im Schwarzwald zu gehen (oder sogar das RP Freiburg komplett zu verlassen zugunsten einer schlechter versorgten Region in einem weniger gut versorgten RP). Die wenigen GMS mit gymnasialer Oberstufe sind vermutlich so "unterversorgt" wie Freiburg selbst. Erkundige dich nochmal bei Gewerkschaft und PR, nimm ruhig auch Kontakt zu den Schulen selbst auf, aber die Chancen dort eine Stelle zu erlangen dürften auch für Sek.IIler nicht ganz so gut aussehen, weil das natürlich die GMS sind, die sich vor Bewerbungen nicht retten können und die die freie Wahl haben (aber vielleicht hast du ja ein Fach oder eine Zusatzqualifikation, die denen grad zupass käm...). Es gibt aber einige Regionen- auch städtische Regionen- in BW die deutlich weniger gut versorgt sind als Freiburg, das sich dank Uni, PH und diversen Ausbildungsseminaren vor Bewerbern kaum retten kann. Ich würde davon ausgehen, dass deine Chancen dich gerade aus Freiburg heraus später in eine dieser Regionen versetzen zu lassen außerordentlich gut aussehen, denn die Freiburger können dich recht entspannt ziehen lassen, angesichts ihrer Versorgungslage.

    Ich bin auch gerade in der Probezeit und habe sehr bewusst z.B. eine Stelle an einer Schule im ländlichen Raum (Schwarzwald) ausgeschlagen, weil mir klar war, dass ich angesichts der Versorgungslage dort auch nach 10 Jahren nicht wegkommen würde (wurde mir auch sehr ehrlich schon im Bewerbungsgespräch so gesagt, dass man viele Lehrkräfte habe, die eigentlich nach Freiburg wollen würden, die aber vom RP angesichts der Versorgungslage nicht frei gegeben würden ohne äußerst schwerwiegende Gründe, die die meisten von uns - zum Glück- nicht vorzuweisen haben). Überleg dir also sehr gut, was du willst, was du bereit wärst für einen erfolgreichen Wechsel auf dich zu nehmen, wo deine Schmerzgrenze verläuft, lass dich ausführlich beraten und- ganz wichtig- so lange du an deiner aktuellen Schule bist mach für dich das Beste daraus! Ich weiß nicht, welcher Art die Gründe sind, die dich zu einem Wechsel motivieren, aber vielleicht gibt es ja eine Nische dort für dich, die du dir nach und nach "einrichten" kannst, damit diese drei Jahre gute und zufriedenstellende Jahre für dich werden können. Such dir KuK, die ähnlich ticken wie du, finde einen Weg, erfolgreich in und mit deinen Klassen zu arbeiten, such dir ein kleines Projekt, in das du dich einbringen kannst. Wertschätzung der Peers kann dabei helfen "anzukommen" (an der neuen Schule und in der neuen Schulform). Die vielen Herausforderungen dieses Jahres machen es nicht gerade leicht an einer neuen Schule anzukommen, weil man sich kaum begegnet in der Schule und außerhalb der Schule gar nicht, die Gesichter seiner KuK nicht kennt...

    Ich finde Fallen Angel s Aussagen jetzt doch etwas übergriffig und würde mir wünschen, dass die Moderatoren sagen, wie sie zu ihnen stehen.

    Vielleicht habe ich das übersehen, aber wo wurde Fallen Angel dir gegenüber übergriffig? Oder meinst du, dass du die Aussagen über Hotels/Restaurants als unangemessen empfindest oder gar als persönlich verletzend wahrnimmst angesichts deines familiären Hintergrund? Menschlich beides nachvollziehbar, dennoch wäre das dadurch noch keine Übergriffigkeit dir gegenüber.

    Gibt's eigentlich Wollmützen im Coronavirenlook? Also grau mit so roten Noppen dran? Das hätte ich gerne. An die Strickfraktion: was würde sowas als Auftragsarbeit kosten?

    Du meinst, zu Fasching/Fasnet/Karneval/Morgestraich (Morgenstreich) willst du als wandelnder Superspreader durch die Gegend wandeln? ^^

    Wenn also schon einmal klar ist, dass so oder so Grundschullehramt studiert wird, kann wenigstens ein Fach gewählt werden, was stärker gesucht ist als Sachunterricht. Klar hat da jeder Fächer, die für ihn gar nicht infragekommen, aber einen gewissen Kompromiss ist da jeder doch bereit, einzugehen, und da ist im Vergleich zu Lieblingsfach + wenig gesucht, mittelmäßig favorisiertes Fach + mittel gesucht ein annehmbarer Kompromiss, oder?

    Warum sollte man das machen, wenn man weiß, dass man mit der Kombination, die einen selbst am meisten interessiert und/oder am ehesten liegt ebenfalls eingestellt werden wird? Erst einmal geht es als Student doch darum, Fächer zu finden, die einen interessieren, motivieren, begeistern und die man erfolgreich absolvieren kann, so dass man auch tatsächlich so ein Studium erfolgreich bestehen kann und dieses Studium auch "durchzieht". Einstellungsaussichten haben viele noch gar nicht im Blick zu Studienbeginn, sind aber in diesem Fall völlig unproblematisch. Was du oder andere GS-Lehrkräfte sich an Fachwissen künftiger KuK wünschen würden ist eindeutig irrelevant für die Studienwahlentscheidung junger Menschen, auch wenn es legitim ist, dies ebenfalls anzusprechen. Dennoch solltest du an dieser Stelle sehr deutlich machen, dass es einzig um Wünsche aus der Praxis geht bei deiner Empfehlung, die zumindest aktuell überhaupt nichts mit Einstellungsaussichten zu tun haben.

    Ich hätte eindeutig meine Studienwahlentscheidung niemals davon abhängig gemacht, was man aber bitte in der Praxis gerne an Fächerkombination hätte. Ich habe auch nicht nach Einstellungsbedarfen studiert (auch wenn ich letztlich ein Mangelfach mit im Angebot hatte), sondern ausschließlich nach Interesse. Ein wenig nach Einstellungsbedarfen zu schauen halte ich nicht für völlig verkehrt. Wo das keine Rolle spielt möge man aber bitte interessengeleitet studieren und damit die Studienzeit für sich persönlich bestmöglich nutzen.

    Baden-Württemberg hat heute die Standorte veröffentlicht. Bei 800 pro Tag wäre unser Landkreis in 300 Tagen zu 100 % geimpft (es gibt aber zusätzliche mobile Einheiten für Altenheime und vorher bereits 9 zentrale Standorte.) Hoffentlich klappt alles.

    https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/pre…ord=coronavirus

    Wobei nach aktuellem Stand zumindest das Land plant nur bis Jahresmitte die Impfzentren zu betreiben, danach sollen die Impfungen über niedergelassene Ärzte laufen. Ob das so klappt in der Realität muss sich natürlich erst noch zeigen. Ich bin trotzdem froh, dass es eine klare Impfstrategie gibt und das Land hier das Heft in die Hand nimmt.

    Und weil alle Jahre wieder die kleinen 6er und 7er im Anfangsunterricht Französisch darüber stolpern, auch diese Woche erst wieder:

    Frau CDL: Où est X aujourd´hui? Wo ist X heute?)

    L: Sie ist krank.

    Frau CDL: Ah, elle est malade. Merci. (Ah, X ist krank. Danke.)

    L: X ist Marmelade?! (Klasse beömmelt sich.)

    Irgendwie niedlich, dass sich das wiederholt.^^

    Ist das wirklich offizielle? Wo steht das?

    Ich finde nur Seiten, auf denen das als mögliche Vorgehensweise angedeutet wird.

    Für BW geht das wohl (habe die jetzt nicht gegengelesen, vertraue dem SWR aber diesbezüglich) letztlich aus der Coronaverordnung des Landes hervor (https://www.swr.de/swraktuell/bad…eln-bw-100.html), insofern würde ich davon uasgehen, dass man auch in den 15 anderen Bundesländern die jeweilige Landesverordnung in der aktuellen Fassung durchwälzen muss um fündig zu werden. Bei uns kam die erst gestern neu heraus, also eventuell, wenn die aktuelle Fassung in Bayern noch nicht veröffentlich sein sollte, noch 1-2 Tage warten, bis diese veröffentlich wurde.

    Was Grundschullehramt angeht, ist es doch eigentlich ganz einfach:

    Alles außer Sachunterricht und Deutsch (wenn zwischen Deutsch und Mathe gewählt werden muss), bietet sehr gute Einstellungschancen.

    Ehrlich, das ist völliger Quatsch. Aktuell werden in allen 16 Bundesländern GS-Lehrkräfte so händeringend gesucht, dass Gym-Leute umgeschult werden oder je nach Verzweiflung und Bundesland auch Direkt-/Quer-/Seiteneinsteigerprogramme aufgelegt werden. Ja, das wird sich auch wieder ändern, aber nicht bundesweit binnen 5 Jahren so sensationell überversorgt sein, dass man es sich ganz plötzlich wieder leisten könnte pingelig zu sein bei der Fächerkombination der voll ausgebildeteten GS-Lehrkräfte. Wenn der Punkt bei der Einstellung mal wieder erreicht ist, werden wir alle das wissen, weil ganz plötzlich keine Seiteneinsteiger für die Grundschulen mehr hier im Forum aufschlagen werden.

    Hmm, da ich beruflich bedingt trotz der privaten Einschränkungen nicht den Eindruck habe, dass es einen "Halblockdown" geben würde ist vielleicht das der entscheidende Tipp: Sich auf das konzentrieren, was man ganz positiv hat und weiter erleben kann, statt den Fokus auf das zu legen, auf das man (bewusst) aktuell verzichtet und das man natürlich auch vermisst. Und, ganz wichtig, öfters mal eine Pause vom Lehrerforum einlegen. Ehrlich, das tut sehr sehr gut, um die Nerven zu bewahren, denn an manchen Tagen dreht das hier Kreise in den Coronathreads und unschöne Auswüchse in anderen Threads, die sowieso niemand braucht, die aktuell aber wie ich finde besonders spürbar Kraft abziehen, die man an anderer Stelle benötigen würde, um psychisch stabil zu bleiben.Besser dann online kommen, wenn man sich wieder ein wenig im Lot fühlt, dann kann das auch hier wieder mehr stärkende Erfahrungen mit sich bringen.

    Ich versuche nicht nur aktuell, sondern prinzipiell, sehr viel Kraft aus der Natur zu ziehen, habe oft Phasen, in denen ich mich privat völlig zurückziehe, um wieder zu Kräften zu kommen, insofern fällt mir das vermutlich leichter als anderen meine privaten Kontakte reduziert zu halten, auch wenn mich das angesichts der vielen Monate auch belastet. Dennoch kann ich nur den Hinweis geben, dass ein achtsames Erleben der Natur unendlich stärkend ist. Geh mit dem Hund raus, sieh die wunderschönen Eisblumen an der Autoscheibe, ehe du am Morgen losfährst, riech die schöne kalte Winterluft, fühle das warme, weiche Fell deines Hundes ganz bewusst, nachdem du die kalte Luft auf der Haut gespürt hast...


    DUUM hat auch noch einen guten Hinweis, was man nicht nur aktuell für sich machen kann, um Achtsamkeit in den eigenen Alltag zu integrieren.

    Jetzt bin ich etwas verwirrt... ich habe mich die letzten Tage so sehr eingelesen, dass ich mir nicht mehr sicher bin, wie die Lage im BW aussieht? Muss man als Schwangere in den Fernlernunterricht? Oder hat man die Wahl? Hat da jemand Ahnung und kann mir genaueres sagen? Ich würde meinem Schulleiter gerne demnächst Bescheid geben und doch gerne mal wissen, was auf mich zukommen wird / könnte...

    Nein, du MUSST als Schwangere nicht in den Fernunterricht hier in BW, du KANNST das aber machen, wenn die Alternative dir wie du beschreibst so viel Stress bereitet. Lass dich bitte von deiner Gewerkschaft und/oder deinem PR beraten, damit du dich vor allem auch nicht so alleine fühlst mit deiner Entscheidung. Deine Probezeit darf (und wird) das natürlich nicht tangieren, wenn du von deinem Recht Gebrauch machst aktuell lieber nicht in Präsenz zu arbeiten. Das macht ein Teil meiner schwangeren Kolleginnen- die zu Schuljahresbeginn zunächst noch in Präsenz gearbeitet haben- aktuell auch so, weil sie sich nicht mehr wohl und sicher fühlen momentan.

    (...)

    Und ihr hättet tatsächlich am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien noch Arbeiten geschrieben?!

    Nein, nicht am letzten Tag vor den Weihnachtsferien. An dem haben zumindest an meiner alten Schule die Klassenlehrer immer irgendwelche Aktionen mit ihren Klassen gemacht (Eislaufbahn, Frühststücken, Film schauen, Backen in der Küche...), wie es an meiner neuen Schule läuft weiß ich noch nicht. Aber am vorletzten Schultag, ja, da wollte ich noch Klassenarbeiten schreiben lassen, um mich nach den Ferien von Korrekturen zu entlasten, die ich entspannt über die Ferien verteilen kann. Jetzt muss ich- mangels Alternativtermin- mit einer Klasse direkt am Montag nach den Weihnachtsferien schreiben, das finde ich für die SuS viel beschissener, selbst wenn ich denen netterweise eine Woche vorher nochmal in Teams eine Erinnerung einstelle, dass sie für die Klassenarbeit lernen müssen. Viele werden aber vergessen reinzusehen, vergessen, dass sie eine KA schreiben, vergessen, dass sie auch nur eine einzige französische Vokabel kennen und entsprechend abschneiden.

    Ja klar, das kann man 1x (!) machen. Aber mein Englischunterricht besteht aus weit mehr als irgendwelche Lieder und Reime auswendig lernen. Was mache ich dann in all den anderen Stunden?

    Ich habe oft nur 2-3 Wochen zwischen den einzelnen Klassenarbeiten. Soll ich dann ein Gedicht aufsagen lassen???

    Und wie bestehen die dann eine Abschlussprüfung, wenn die in jedem Schuljahr wochenlang nur Lieder und Dialoge auswendig lernen?

    Zumindest wenn man das nicht als Corona-Alternative betrachtet, sondern von einzelnen, sinnvollen Stunden im Freien ausgeht, geht es doch gar nicht um wochenlang, sondern um einzelne, gezielte Stunden. Ich halte es auch für völlig unrealistisch jetzt im Winter meinen Unterricht in der Fremdsprache im Freien zu veranstalten, im Sommerhalbjahr habe ich das aber schon mit sehr guten Ergebnissen genutzt für Dinge wie Rollenspiele. In anderen Fächern kann man aber natürlich auch jetzt im Winterhalbjahr produktiv im Freien arbeiten (für einzelne Stunden). In Ethik macht man z.B. einiges zu Mensch-Tier-Beziehungen oder Mensch und Natur. Da bietet sich ein zielgerichteter Aufenthat im Freien durchaus an.

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