Beiträge von CDL

    Man muss immer betonen, gerade bei kleinen Kindern, dass Noten Leistung bewerten und nicht Menschen. Jeder hat immer eine neue Chance und mit jeder Leistungsermittlung sind die Karten neugemischt. Ich finde Noten per se gut und bin der Meinung, dass auch in der (Grund-)Schule die Kinder schon sachte darauf vorbereitet werden sollen, dass Bewertungen Teil des Lebens sind und gute Leistungen honoriert werden, während schlechte Leistungen ein Denkzettel sind, sich das nächste Mal noch stärker anzustrengen.

    (...)

    Aber genau das ist doch die Krux: Für den einen mag eine 3 eine schlechte Note sein, weil er/sie mit etwas Lernen problemlos eine 2 hätte haben können, für den Nebensitzer ist die 3 dagegen ein riesiger Erfolg und eine wirklich gute Leistung, weil er/sie sich maximal motiviert und vorbereitet und sein Bestes gegeben hat. Die Note drückt aber nur aus, wie gut der Fachinhalt beherrscht wird, die Einordnung als gute oder schlechte Leistung ist genau genommen notenunabhängig und sollte von uns Lehrkräften auch so dargestellt werden. Ich versuche gerade in der Unterstufe sehr regelmäßig diese Aspekte mit einzubeziehen bei meinen Rückmeldungen, weil ich viele SuS vor mir sitzen habe an der Realschule, für die gefühlt mit einer 4 der Weltuntergang droht. Heute erst hat mich einer meiner kleinen Franzosen gefragt, ob eine 2 eine schlechte Note sei (ist schließlich keine 1...). Leistungsmessung (ergebnisunabhängig) sehe ich auch nicht als "Denkzettel", sondern vorrangig als Rückmeldung zum Lernstand (auch wenn wir leider ständig noch andere Dinge mit abprüfen, wie Deutsch-Kenntnisse, Belastbarkeit, Stress-Toleranz...)

    Ich habe heute ungelogen von 8.30 bis 15.45 eiskalte Füße gehabt, die erst nach 40 Minuten Autofahrt nach Hause wieder warm wurden.

    Trotz Kniestrümpfen und noch mal Socken drüber.

    Zeit die Thermosocken samt gefütterter Schuhe aus dem Schrank zu holen würde ich sagen. Pass gut auf dich auf!:rose:

    Weißt du, CDL, ich finde Schulhunde, Draußenklassenzimmer und co. als Freizeitbeschäftigung auch toll, pädagogisch wertvoll und so - natürlich. Das Problem ist nur, dass man dann natürlich bei anderen Dingen Abstriche machen muss, da eben der Schultag zeitlich begrenzt ist. Da wir jetzt beim Beispiel Gymnasium sind: Es wird ja immer bemängelt, dass die mathematischen Kompetenzen des Durchschnittsabiturienten deutlich schwächer ausgeprägt sind als früher. Nehmen wir das im Zweifelsfall eher in Kauf, um im Gegenzug sagen zu können, dass die Kids so gut sozialisiert wurden während ihrer Schulzeit?

    Oder- ich weiß, verrückte Idee, man nutzt das Draußen-Klassenzimmer unter anderem für alltags- und/oder anwendungsbezogenen Mathematikunterricht (nicht einfach irgendwelche hypothetischen Kreisradien berechnen und Durchmesser messen, sondern die Baumscheibe vermessen etc.), der SuS womöglich sogar besser zu motivieren vermag. Gerade die tiergestütze Pädagogik ist weit entfernt davon lediglich ein Mittel zu sozialem Lernen zu sein, sondern hilft auch dabei fachliche Ziele oftmals leichter/besser zu erreichen. Die Tiere werden ja nicht nur aus Jux und Dollerei mit in den Fachunterricht genommen und auch nicht nur als Anschauungsobjekte. Es gibt wirklich tolle Ansätze beispielsweise in der Deutschdidaktik, die mit Tieren arbeiten.

    War das nicht nur eine Überlegung? Oder doch schon beschlossen?

    Nach 5 Tagen kann man sich bei Symtomfreiheit über einen negativen Test (der an Tag 5 frühestens vorgenommen werden darf) "freitesten" aus der Quarantäne. Gilt ab heute bis schauen wir mal wie es weitgeht.

    Versuch die Planungsraster, die du im Seminar gelernt hast wirklich anzuwenden. Egal wie verlockend es sein mag gerade seine Vorführstunden rein nach der Vorzeigbarkeit methodischer Ansätzer zu planen: Guten Unterricht (der dir ganz nebenbei auch gute Noten einbringt) planst du von den Zielen her und nicht von den Methoden ausgehend.

    Ich verstehe, dass gerade am Anfang konkrete Umsetzungsideen fehlen und insofern besonders dringend benötigt werden. Gute fachdidaktische Literatur (aktuelle fachdidaktische Zeitschriften deiner Fächer, Veröffentlichungen etc.) solltest du gerade deshalb sehr konstant lesen im Ref. Ich habe viele gute und ganz konkrete Umsetzungsideen dort gefunden für meine Fächer. Das ist die Basis, um auch in so einem Forum tatsächlich zielführende Fragen stellen zu können, weil dir klarer und bewusster ist, wonach du fragen willst und musst, statt ins Blaue hinein Themen für eine Lehrprobe zu erfragen. (Die man bei uns gar nicht so ins Blaue hinein hätte setzen dürfen, wir mussten unsere Lehrpläne einreichen, aus denen klar hervorgehen musste, warum wir in der Lehrprobenstunde genau das Thema bearbeiten, dass dann eben dran war.) Glaub mir, du hilfst dir selbst ganz enorm, wenn du dich nicht "irgendwie" durchwurschtelst, sondern gerade zu Beginn Planungsschemata berücksichtigst, sehr viel Fachdidaktik wälzt und dann im richtigen Moment zielscharfe Fragen "abfeuerst", die dich auch voran bringen.

    Dies geschrieben, muss man denke ich gerade dieses Jahr auch ein wenig Verständnis für die Anwärter haben, für die das letzte Halbjahr auch keine optimale Ausbildung dargestellt hat. Ich weiß bei unseren Referendaren durchaus, was denen aktuell noch fehlt an Routinen und Souveränität, was ich an dem Punkt der Ausbildung bereits hatte, einfach weil ich schon viel mehr Stunden eigenständig hatte unterrichten können ohne Corona und Fernunterricht (teilweise) ohne Konzepte.

    Draußenklassenzimmer an einem Gymnasium? Also ich weiß ja nicht. Ich kann einem Waldkindergarten etwas abgewinnen, genauso wie einem Waldtag in Klasse 1/2 bzw. in der Förderschule. Bei einem Gymnasium empfinde ich das zu sehr als Spielerei und irgendwo stelle ich mir bei Gymnasialunterricht etwas Disziplinierteres und Strengeres vor. Da wären wir aber glaube ich wieder bei dem Thread Menschlichkeit am Gymnasium von letztens.

    Na Gott sei Dank ist die Pädgogik gleich ob am Gymnasium oder an anderen Schularten nicht bei "diszipliniert und streng" stehengeblieben, sondern hat sich seit den 1960ern weiterentwickelt, in denen deine Vorstellungen zu verorten wären. Rohrstöcke dürfen die übrigens auch schon ein paar Jahrzehnte lang nicht mehr einsetzen. Dafür haben andere didaktische Ansätze sich zum Glück ihren Raum geschaffen, egal ob "Draußen-Klassenzimmer", "tiergestützte Pädagogik"/"Schultiere"/"Schulhunde" oder auch so simple Dinge wie Lehrkräfte aller Fächer prinzipiell im DaZ-Bereich auszubilden und zu sensibilisieren während des Vorbereitungsdienstes. Schule ist kein ewig-gestriges Konstrukt, sondern in vieler Hinsicht ein lebender, atmender, sich konstant entwicklender Organismus. Wer ständig stehen bleiben möchte, wie deine Beiträge oft vermuten lassen, kommt schnell ins Stolpern.

    Kann ich bestätigen 😉 Aber leider isser schon wieder Matsch.

    Ja, hier sind auch nur noch Reste in der Stadt, hinten in den Weinbergen bei mir liegt aber noch etwas mehr, auch in meiner Straße (kleine Seitenstraße, wird nicht geräumt) musste ich auch um die Mittagszeit noch vorsichtig um die Kurve fahren. Diesen Teil des Winters liebe ich, wenn es Schnee hat. Dafür nehme ich alte Frostbeule auch gerne Minusgrade in Kauf. Lüften fand ich persönlich heute insofern auch begeisternd, weil jedes mal die kalte Schneeluft reinkam.

    Wir hatten ordentlich Neuschnee über Nacht (heut´ früh um 6 Uhr bin ich mit dem Hund durch rund 10cm dichte Schneedecke durchgestiefelt- das war für uns beide wunderschön). Lüften war heute für die SuS dadurch eine ganz besondere Härte. Was aber SEHR geholfen hat sowohl im Hinblick auf´s Aufwärmen, als auch Laune und Motivation war die Tagesübung aus dem bewegten Adventskalender. Kann ich gerade aktuell ganz unbedingt empfehlen. Meine Franzosen durften heute einfach Zahlen mit den Füßen in die Luft malen und auf Französisch erraten. Danach war allen warm und gestrahlt haben sie auch. Gelüftet habe ich heute bis 10 Uhr statt 5min alle 20 Minuten, 2min alle 10min. Länger am Stück haben sie es zumindest vor 10 Uhr noch nicht ausgehalten. So kalt (frostig) wie es auch nach 2min im Raum war würde ich aber von einer ausreichenden Umwälzung ausgehen.

    In Baden-Württemberg ist der letzte Schultag jetzt doch der 22. Dezember. Eltern ist es aber freigestellt, ihre Kinder am Montag und Dienstag in die Schule zu schicken.

    Ja, das dachte ich vorhin auch, als ich das gelesen habe. Aber man muss wohl schon dankbar sein, überhaupt mal etwas Offizielles vom Land zu dem Thema gehört zu haben. Bisher wurde ja nur mit der Presse darüber gesprochen, was dazu geführt hat, dass die SuS gefühlt täglich 5x nachgefragt haben, wie es denn laufen werde vor den Weihnachtsferien, wir Lehrkräfte inzwischen schon sicherheitshalber den Klassenarbeitsplan komplett umgeschichtet haben, um diese Tage frei zu lassen und ich mich angefangen habe zu fragen, ob wir hier in BW am Ende auch einmal gelaschet (oder gegebauert?) werden sollen mit last minute-Infos à la "Freitag 22 Uhr erhalten, bitte spätestens ab Montag, am Allerliebsten schon seit gestern mit SuS, KuK und Eltern umsetzen".:autsch:

    Gehen wir mal von einer kleinen Grundschule mit 2 Klassen pro Jahrgangsstufe aus. Jeder Lehrer hat eine Klassenleitung, dazu eben noch die Schulleitung. Macht 9 Leute. Wenn mehr als die Hände Sachunterricht als Fach hat, sind das 5 SU-Leute. Im Idealfall hättest du dann noch 1 Englisch-, 1 Kunst- oder Musik-Kraft, 1 Sport- und 1 Relikraft. Diese Person vertritt dann ihren Fachbereich innerhalb der Schulgemeinschaft und ist für alle Aufgaben, die damit einhergehen, zuständig, z.B. auch die Betreuung der Referendare mit dem jeweiligen Fach. Auch Musiklehrer können mal krank, schwanger oder Pensionäre werden und wenn diese eine Kraft fehlt, geht viel didaktisches und Fachwissen verloren, weswegen die Schule selbst in dem Fall mehr von einem Musiklehrer als einem weiteren SU-Lehrer profitiert.

    Das ist tatsächlich völlig nachvollziehbar, aus Perspektive der TE aber aktuell eher irrelevant würde ich sagen, denn eine Stelle wird sie nunmal auch mit Sachunterricht bekommen am Ende, wohingegen ein Fach, das gesamtschulisch praktisch und sinnvoller sein könnte am Ende im worst case dazu führt, dass sie (?) zu den rund 40% Studienanfängern auf GS-Lehramt gehört, die nie an einer Schule landen, weil sie irgendwann auf dem Weg vom ersten Semester bis zum 2.Staatsexamen abbrechen.

    Glaubst du, dass wir in einem Jahr Corona überwunden haben?

    Ich glaube, die aktuelle Impfstoffentwicklung gibt berechtigten Anlass zu Hoffnung und Zuversicht, dass der kommende Winter trotz Corona wieder deutlich leichter werden kann für uns alle. (Und sollte ich kommendes Jahr erkennen müssen, dass ich mit dieser Einschätzung Unrecht hätte, hat sie mir bis dahin zumindest Mut und Kraft gespendet für diesen Winter.)

    Hallo!

    Sachunterricht macht leider gefühlt wirklich fast jeder. Zumindest in meinem Bundesland bedeutet, dass du in deinem Drittfach im Referendariat geprüft wird und dass deine Einstellungschancen im Anschluss damit steigen oder sinken. Ich kann verstehen, dass Musik z.B. nicht jedem liegt, auf der anderen Seite ist es das Mangelfach schlechthin. Kunst käme wirklich gar nicht infrage? Im Vergleich zu Musik könnte ich mir vorstellen, dass man sich hier eher ohne große Vorkenntnisse einarbeiten könnte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sachunterricht kannst du skippen, völlig überbelegt. Wenn überhaupt, dann Englisch. Wobei ich dir dann rate, so viele grundschulspezifische Kurse wie möglich zu belegen, sonst wirst du dich im Ref sehr ärgern.

    Jetzt mal Hand aufs Herz: In welchem Bundesland herrscht aktuell kein akuter Mangel an GS-Lehrkräften? Wenn die TE nicht schon jetzt weiß, dass sie später nur in der völlig überversorgten Unistadt XY leben und arbeiten möchte im besonders begehrten Einzusgebiet Z, dann hat sie (?) doch später die freie Wahl in 16 Bundesländern ganz gleich welche Fächer sie letztlich studiert hat. Und ganz gleich, welche Fächer sie letztlich studiert hat: Unterrichten wird sie im Zweifelsfall (mag sich je nach BL vielleicht unterscheiden, dürfte in weiten Zügen aber bundesweit ähnlich laufen) auch ausnahmslos jedes Fach an der Grundschule. Insofern dürfte es doch nun wirklich völlig wumpe sein, ob sie die X.te Kandidatin mit Sachunterricht ist. :weissnicht:

    Das tun übrigens auch die einfachen OP-Masken!

    Ich lege die Maske inzwischen bereits an, wenn ich aus dem Auto aussteige und über den kleinen Parkplatz zum Schulhof laufe - und bereits da ist mir aufgefallen, dass ich den eisigen Wind als etwas weniger unangenehm empfinde! :_o_D

    Ja, mache ich im Moment morgens durchaus auch: Raus aus dem Auto und direkt die Maske an, statt wie sonst durch den Schal zu atmen, damit die eisige Luft ein wenig vorgewärmt ankommt. Ist doch schön, wenn das auch einen spürbar angenehmen Effekt hat- wenn man die sonst eher lästigen Dinger eh tragen muss.

    Die Vorstellung, im privaten Raum gefilmt zu werden, behagt mir nicht. Sensibler Umgang mit dem Recht am eigenen Bild und so...

    Es geht aber an der Stelle gar nicht um uns Lehrkräfte, sondern um SuS, die begründet im reinen Fernunterricht und oft dankbar sind, wenn es auch für Klassenarbeitssituationen Sonderlösungen gibt, die dem persönlichen Risiko (oder auch einfach nur den persönlichen Ängsten und Sorgen bzw. denen der Eltern) gerecht werden. Aktuell läuft halt vieles sehr anders als sonst, auch solche Leistungssituationen. Hoffentlich normalisiert sich das bis kommenden Herbst wieder und kann dann wieder anders weitergehen.

    Das liest sich ja spannend. Bin ich mal gespannt, ob das hier in BW auch dabei stehen wird bei den FFP2-Masken, die wir bekommen sollen. Was machen die, wenn wir die Ruhezeiten einfordern? Neue Pausenregelung? Unterricht im Freien alle 75min unter Einhaltung des Abstandsgebots? (Ich will bitte ein paar Heizpilze für den Schulhof für diesen Winterunterricht im Freien. Die könnten sich als hilfreicher erweisen, als es Luftfilter am Ende sein könnten.)

    Nein leider.

    Der User unter mir macht seinen Glühwein immer selbst.

    Haha, total OT, aber ich habe gerade im ersten Anlauf "Glühwurm" gelesen und dachte so "WTF, was machen macht man bitte mit selbstgemachten Glühwürmern?!" :rotfl:

    On-topic: Ab Sonnenaufgang ging es von -9 Grad stetig aufwärts und gegen 15 Uhr war es sogar sonnig, ja.

    DUUM freut sich darüber, dass es dieses Jahr wieder winterlich kalt ist.

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