Beiträge von CDL

    Das Land BW hat infolge der Corona- Pandemie und der dabei anfallenden hohen Stornokosten für entfallene Klassenfahrten inzwischen klargestellt, dass es solche abgesehen von entsprechenden Extremsituationen nicht trage. Lehrkräfte würden Klassenfahrten üblicherweise lediglich in Stellvertretung der Eltern abschließen, die damit eventuell anfallende Stornokosten auch zu tragen hätten. Eltern müssen darauf vor Zusage der Klassenfahrt schriftlich hingewiesen werden im Rahmen der Informationen zur Fahrt.

    Eltern sollten aus Sicht der Gewerkschaften (damit man als Lehrkraft geschützt ist) deshalb eine entsprechende Kostenübernahme unterzeichnen, es sollte immer eine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen werden, je nach Aufenthaltsort sollte die gesonderte Heimfahrt im Krisenfall gesichert sein, Buchungen nur über Reiseveranstalter unter Berücksichtigung der genauen Stornobedingungen.

    Wurde das alles hier beachtet, dann letzter Hinweis an säumige Eltern, dass wenn sie nicht bis Datum X gezahlt haben, die Fahrt storniert werden müsse (falls die SL sich dafür entschieden hat, sonst inhaltlich angepasster Hinweis) und die Stornokosten von allen zu tragen wären, sowie säumige Zahlungen nötigenfalls eingeklagt würden durch den Reiseveranstalter.

    IMHO hat der Threadersteller nicht davon gesprochen, dass er die Fortbildungen von Griechenland aus Online machen will. Daher fand ich die Vorschläge von F11 schon konstruktiv und sinnvoll.

    Davon war ich deshalb ausgegangen, da der TE noch in Griechenland ist, die Fortbildungen vor Dienstbeginn machen möchte und umgekehrt auch nicht schreibt, dass er das von Deutschland aus machen würde, wenn er bereits umgezogen ist (was je nach zeitlichem Umfang der Fortbildung und dem zeitlichen Vorlauf zwischen Umzug und Dienstbeginn auch eng werden könnte). Aber natürlich wäre das genauso gut möglich, da hast du recht.

    Schwierig. Das Problem ist, dass in Deutschland Lehrerfortbildungen wenig bis nichts kosten dürfen, die richtig guten aus der Industrie fallen deshalb raus.

    (…)

    Das war's imho so ziemlich. Fortbildungen auf echtem Industrieniveau wirst Du in Deutschland als Lehrkraft nicht kriegen, außer Du bist doof genug, ein paar tausend Euro selbst zu berappen.

    Nachdem der TE noch gar nicht in Deutschland als Lehrkraft tätig ist, sondern sich darauf vorbereiten möchte, geht es doch überhaupt nicht um die Frage, welche Fortbildungen ein angehender Dienstherr wohl zahlen würde. Sich möglichst gut vorbereiten zu wollen halte ich persönlich auch nicht für „doof“.

    Da du dich aber offensichtlich gut auskennst, kannst du unter Berücksichtigung dieser bislang von dir überlesenen Parameter möglicherweise dem TE weitere, konstruktive Hinweise geben zu Fortbildungen, die auch online verfügbar sind?

    Speckgürtel Freiburg: Keine Chance auf Anforderung, da zu begehrt und überversorgt. Wenn du mit einer Anforderung arbeiten möchtest, dann besuch an der PH die kostenfreien Infoveranstaltungen der GEW für angehende Refis. Dort erfährst du alle aktuellen Hinweise zum Verfahren, sowie zu den Chancen auf Anforderung (und vor allem ab welchem Umkreis um FR es funktioniert Schulen deshalb zu kontaktieren).

    Klärt das mit dem Betreiber des Forums ab, ob ihr verlinken dürft. Schreibberechtigt seid ihr andernfalls nämlich nicht.

    Persönlich kann ich mir nicht vorstellen, dass es möglich ist ohne ein Verständnis davon, was guten Unterricht ausmacht, bei dessen Planung sinnvoll helfen zu können. Ich vermute- wie bereits angedeutet wurde- ähnliche Probleme wie beim Einsatz von KI: Eine gute Unterstützung, wenn man genau weiß, wie es richtig geht, worauf inhaltlich/ pädagogisch/ didaktisch zu achten ist, so dass man die inhärenten Fehler/ blinden Flecken/ Biases erkennt und korrigieren kann, hochproblematisch und deshalb nutzlos, wenn einem diese Kenntnisse fehlen, so dass man blind der Technik vertrauen müsste.

    Das bekommt doch niemand mit, wenn sich das jemand lokal umstellt.

    Sag das nicht. Ich hatte schon SuS, die nach einer unerwarteten Farbänderung im Plan das falsche Schulbuch dabeihatten in meinem Unterricht, weil sie tatsächlich nur nach den Farben in Untis ihre Schultasche gepackt haben, darauf vertrauend, dass diese immer gleich bleiben für die verschiedenen Fächer.

    Es kann keiner reinpfuschen, aber eine "indirekte Aufforderung" sich die ein oder andere Note nochmal zu überlegen, kann schon ausgesprochen werden.

    Ich bin schonmal angerufen worden von meiner SL, um zu erfragen, wie sicher die 5 bei mir wäre, ob man da noch etwas machen könne, das Person X andernfalls wiederholen müsse. Nachdem meine 5 (nur eine von zahlreichen, aber ich war schließlich noch in der Probezeit..) glasklar war mit einem Durchschnitt jenseits der 5,0, wurde das in der Notenkonferenz reihum abgefragt durch die SL bei den Nebenfachlehrkräften, wie „klar“ deren 4 oder auch 5 wäre, um doch noch die letzte störende 5 loszuwerden und die Hauptfachprobleme ausgleichen zu können (bis auf eine 5 zu viel hatte die SL bis zur Notenkonferenz alle 5er wegtelefoniert). Dabei wurden vor allem Junglehrkräfte massiv angesprochen. (Hat letztlich nicht funktioniert.)

    Sowas kann ich immer nicht nachvollziehen. Mit welcher Begründung denn?

    Die einzige „Begründung“ war, dass die Noten, die wir anderen in den mündlichen Abschlussprüfungen der Vorjahre gegeben hatten „viel zu schlecht“ gewesen wären, obgleich diese die Anmeldenoten in den meisten Fällen spiegelten und die schriftlichen Prüfungen Französisch zumindest bislang immer ein absoluter Witz waren (die zentralen Abschlussprüfungen in den Wahlpflichtfächern gibt es noch nicht so lange, das Niveau pendelt sich also erst langsam ein). Eine sachlich und fachlich begründete, wie auch angemessene Kritik an unserer Notengebung gab es nicht. Da wir uns belegbar an die Vorgaben des Landes halten einerseits und andererseits immer vom Ermessen zugunsten der SuS Gebrauch machen wäre das auch gar nicht möglich an dieser Stelle uns als Lehrkräften etwas vorzuhalten seitens der SL- zumindest nichts, was Hand und Fuß hat. Es bleibt dennoch ein schaler Nachgeschmack nach so einer Kritik durch die eigene Schulleitung..

    Es entsteht doch gar kein realer Schaden dadurch. Wenn ich von oben dazu angewiesen werde, dann gebe ich meine Bedenken zur Notiz und machen eben wie es gewünscht ist.

    Wenn mein Dienstherr A anweist, SLen aber Abweichung B zum Normalfall machen (wollen), dann ist das gerade keine hinnehmbare Dienstanweisung.

    Dies geschrieben bin ich nicht Lehrerin geworden, um Noten zu würfeln. Wenn diese irrelevant sind (was ok wäre für mich) oder nur noch individuelle Befindlichkeiten bedienen dürfen (was nicht ok wäre für mich), dann möge man sie offiziell abschaffen zugunsten wertschätzender wahrgenommener Rückmeldeformen (wäre vollkommen in Ordnung für mich). Alles andere kann ich zumindest nicht mit meinem beruflichen Selbstanspruch vereinbaren. Der ist dann auch nicht qua Gehalt und Dienstanweisung zu erwerben.

    Und es gibt auch schöne Berufe außer Arzt und Anwalt. Das will einer gewissen Klientel familienbedingt nicht in den Kopf.

    Die, wie dieser Thread mal wieder sehr schön zeigt, darin letztlich zumindest von manchen Lehrkräften aktiv unterstützt werden, also in dieser Fehlwahrnehmung eigener Stärken und Schwächen.

    Meine aktuelle Schulleitung hat sich vor kurzem ebenfalls bei der Fachleitung Französisch beschwert, dass unsere Prüfungsnoten in Französisch „viel zu schlecht“ wären und wir „viel zu streng“ bewerten würden. Anders als die SL bei ihrer einmaligen Teilnahme an den mündlichen Prüfungen im letzten Jahr halten wir anderen in der Fachschaft uns aber einfach nur genau an die Vorgaben des Landes zur Bewertung der tatsächlich erbrachten Leistungen- die sowieso schon SEHR schülerfreundlich gehalten sind- und erfinden keine Noten rein nach Gefühl und persönlicher Befindlichkeit. Sollte letzteres der Normalfall in BW werden, wäre ich dann auch einfach raus aus dem Job, da ich das nicht verantworten will oder kann.

    Niveau Sprache wesentlich höher. Sehr krasse Strukturierung....sehr sehr ordentlich....wirkt abgeschrieben....KI Textprüfung schlägt aus.

    Ich frage mich einfach, wie das funktionieren soll??? Hoffe, er packt aus und bildet uns weiter.

    Sprich mit deiner SL, um dich abzusichern und dann mach halt eine Feststellungsprüfung. Wenn es ein KI- Text war, lässt sich das darüber leicht herausarbeiten.

    Wie realistisch es ist, dass deine SuS erfolgreich sein werden kann niemand vorhersagen. Letztlich geht es aber um klassische Demokratiearbeit, die dir und euch an der Stelle weiterhilft, also Dinge wie Vernetzung mit anderen Betroffenen, Unterschriftenlisten/ Petition, örtliche Abgeordnete einladen zum Polittalk an eurer Schule, wo es eine gemeinsame Debatte gibt (organisiert/ moderiert von den SuS) in der Sache, Austausch mit dem Landesschülerrat/ Landeselternrat/ Lehrerverbänden in der Sache,… Auch eine Klärung der rechtlichen Aspekte kann hilfreich und sinnvoll sein.

    Deine GK- Fachschaft an der Schule sollte ein guter Ansprechpartner sein in der Sache, damit ihr gemeinsam eine Veränderung anstoßen könnt. Selbst wenn ihr nicht direkt euer Anliegen durchzusetzen vermögt, ist das für alle SuS eine tolle Möglichkeit ihr demokratisches Wissen und Verständnis ganz konkret auszubauen.

    Mein 11- jähriger Neffe hat mich nach dem Mittagessen ganz höflich gefragt, ob er sich bitte eine kurze Hose anziehen dürfe, da es so warm sei. Nachdem ich zugestimmt habe, hat er sich freudestrahlend bedankt (sic!). Im Garten vorhin hat er mir dann begeistert aus der Schule erzählt, mit mir über philosophische Fragen und Insekten diskutiert, seine selbst gebauten Hubschrauber vorgeführt, ist rumgehüpft auf seinem selbst gebauten Parcours, hat mir die Turnübungen aus der Schule gezeigt und macht jetzt ganz brav seine Mathehausaufgaben, während er mir nebenbei begeistert etwas über Primzahlen erzählt. ❤️

    Das verstehe ich Emerald , dass sich das für dich so anfühlt, insofern wünsche ich dir von Herzen, dass du bald Klarheit erlangst, wie es weitergehen kann und wird. Amtsarzttermine werden allerdings üblicherweise mit einigem zeitlichen Vorlauf angekündigt, damit man sie auch gut einplanen kann. Mal hopplahopp die Woche später findet das nicht statt. Bei mir wurde der erste Termin drei Monate vorher mitgeteilt. Das ist insofern auch das Zeitfenster, in dem ich momentan längere Planungen mache, da ja irgendwann der Folgetermin angekündigt werden wird.

    Ist man denn gezwungen so einen US-Amerikanischen-Quatsch zu machen? Ich fand auch damals Grillhütte mit Bier besser als so eine gekünstelte Veranstaltung.

    Niemand ist doch gezwungen einen Ball zu machen. Wir wollten das damals mehrheitlich machen im Jahrgang. Ungezwungenere Abiparties haben wir genügend rundherum veranstaltet, damit auch dieses Bedürfnis befriedigt werden konnte, die Zeugnisübergabe wollten wir sehr festlich haben, weil es ein wichtiger Schritt war. In den Tanzkurs ist bei uns aber niemand vorab gegangen. Viele waren, wie ich, zwischen dem 15. und 17. Lebensjahr teils mehrere Jahre in der Tanzschule, haben diverse Kurse (und Tanzbälle) gemacht, die anderen wollten lieber freier tanzen- beides war völlig in Ordnung. Ich fand es aber sehr witzig, mit dem Schulleiter und einigen anderen meiner Lehrer, sowie meinem Vater Walzer, ChaCha, Rumba und Co. tanzen zu können.

    Beim ersten Mal im allerersten Praktikum habe ich noch gar keine Ahnung gehabt, wie sich das anfühlen würde, wusste nur, dass Referate in Schule und Studium immer mein Ding waren und war deshalb grundlegend optimistisch, dass das schon klappt. Hat es auch, aber natürlich habe ich einige Fehler bei meinen Erstversuchen gemacht, die ich später nicht mehr gemacht habe. Es war eine Lernerfahrung und ich habe dazugelernt.

    Was mir allerdings auch beim ersten Praktikum klar war: Wenn SuS sich schlagen geht es gerade nicht um Inhaltsvermittlung, dann gilt es das umgehend zu beenden. Wenn ein Kind weint geht es zumindest für dieses eine Kind gerade ebenfalls nicht um Unterrichtsinhalte und es gilt als Lehrkraft sowohl der Gesamtgruppe Arbeitsaufträge zu geben, als auch zu prüfen was das weinende Kind an Hilfe/ Unterstützung benötigt (1.Hilfe? Kurzes Gespräch mit Lehrperson oder einem Freund/ einer Freundin? Einfach am Platz ganz kurz sich beruhigen und fassen dürfen? Nachhause gehen?). Und wenn andauernd dazwischen gequatscht wird gilt es eben, auch das war mir klar, SuS an bestimmte Regeln zu erinnern (ja, im Praktikum reichte noch eine Erinnerung, weil viele SuS und Klassen SEHR nett mit Praktikantinnen, Praktikanten und auch Refis umgehen, später muss man manchmal mehr Reibung aushalten können, weiß dann aber auch besser, wie gute Klassenführung funktioniert).

    Also: Niemand darf sich schlagen im Unterricht, sonst sofort eingreifen und Lehrkraft die mit im Raum ist mit involvieren als Unterstützung.

    Wenn jemand weint, prüfen, was das Kind benötigt. Wenn du überfordert bist Lehrkraft im Raum zur Unterstützung herbeiholen.

    Bei normalen Unterrichtsstörungen an Klassenregeln erinnern (vorab erfragen) einerseits und andererseits parallel zum Praktikum möglichst kontinuierlich Literatur zu Klassenführung lesen und diese aktiv verbessern.

    Du schaffst das!

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