Klar werde ich auch stigmatisiert wie jeder andere hier auch - das ist Teil von gesellschaftlichem Miteinander. Das heißt aber nicht, dass ich das gut finde.
Ich hoffe, dass ihr euch gleichermaßen auch gegen deutlich schwerwiegendere Diskriminierung in der direkten Lebenswelt eurer Kids einsetzt. Ich habe mir vorgenommen, rechtzeitig die Bremse zu ziehen, wenn sich eine zähe Diskussion ankündigt, daher belasse ich es dabei, aber im Grundkern verstehe ich eure Intention.
Nein, nicht jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens Stigmatisierungserfahrungen und diejenigen die diese machen reflektieren nicht unbedingt in der Folge ihr eigenes Verhalten oder ihren eigenen Sprachgebrauch, um nicht selbst zu Stigmatisierungserfahrungen beizutragen und diese fortzuführen.
Ja, ich nehme auch im real life- beruflich, wie auch privat- Diskriminierung, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Verächtlichmachung oder Entwertung von Mitmenschen gleich welchen Alters nicht unwidersprochen hin, habe ich auch schon als Kind oder Jugendliche nicht und erst recht nicht jetzt als Erwachsene und in meinem Beruf. Besonders deutlich werde ich auch im realen Leben, wenn Kinder und Jugendliche oder andere besonders hilflose und schutzbedürftige Menschen betroffen sind. Das ist mein Job und so bin ich auch, egal wer mich dann deshalb als lästig und unfreundlich empfinden mag. Ich lebe persönlich nach dem Grundsatz, dass ich meinen Mitmenschen nicht abverlangen darf, was ich selbst nicht zu leisten bereit bin und auch tatsächlich leiste.