Beiträge von CDL

    Lass dich nicht unterkriegen. Frag die Zicken im Seminar doch einfach mal nach konkreten, konstruktiven Hinweisen, wie du was besser umsetzen könntest. Ob es am Ende tatsächlich zu dir und deinen SuS passt, entscheidest du dann, aber nur kritisieren, ohne konstruktive Verbesserungsvorschläge zu benennen ist etwas dünn.
    Die Arbeitsbelastung ist gerade zu Beginn des Refs (in deinem Fall OBAS) enorm hoch, da gehen spätestens mit Beginn des eigenständigen Unterrichts alle erstmal eine Zeitlang auf dem Zahnfleisch (auch wenn nicht alle es offen zugeben würden). Es wird langsam besser werden, versprochen. Bei der Stundenplanung habe ich mich zu Beginn auch manchmal ganz schön allein gefühlt, weil ich eben noch nicht die Erfahrung hatte mit der Zielgruppe, den Bildungplan noch nicht im Kopf hatte, noch keine Umsetzungsbeispiele in petto hatte, die ich nur an meine Klasse anpassen musste- auch das wird von Schritt für Schritt routinierter werden. Am Anfang saß ich schon für eine normale Alltagsstunde wenigstens 4h am Schreibtisch für die Planung, inzwischen plane ich normalerweise 30min für eine schöne Alltagsstunde, mit eigenen AB, Powerpoint-Präsentation (die ich gerade nach und nach für meine Einheiten grundständig erstelle, damit ich auch hier künftig weniger Zeit für die Vorbereitung benötigen werde), wenn es ganz fix gehen muss reichen auch mal 10min (und die SuS merken oft nicht mal den Unterschied). In einem Jahr (ich weiß, das klingt gerade vemutlich ewig für dich) stehst du ganz anders da, bis dahin wirst du dich durchbeißen, da habe ich gar keine Zweifel. :)

    Ich wundere mich immer, warum Studenten und Referendare davon ausgehen, dass eine "Schule einen haben will" oder "anfordern kann." Die Schule kann viel wollen, die Stellvergabe richtet sich jedoch nach anderen Kriterien, zumindest hier ist es so.

    Das gibt es in BW aber durchaus auch, zumindest, wenn man sein Ref nicht an einem Hochschulstandorts und dessen Speckgürtel ableiten möchte, sondern eine Schule im ländlichen Raum wählt. Falls man das passende Seminar zugewiesen bekommt, kann eine Schule zumindest versuchen einen gezielt beim Seminar anzufordern. Klappt wohl auch immer wieder.

    @Kastanie : Hol dir ggf. als Unterstützung deinen PR und ggf.auch noch deine Gewerkschaft mit ins Boot, um deinem SL gegenüber die rechtliche Bedeutung einer AU (DU) abschließend klären zu können. Wenn du nicht gerade im Ref bist (ich hatte da eine Mentorin, die noch wegen Kinkerlitzchen wie "wer muss bei dir dann in dieser Stunde die Tafel wischen" angerufen hat, während ich schwerkrank und auf halbem Weg ins KKH war- was sie wusste zum Zeitpunkt des Anrufs!!!) kann man sich denke ich etwas schneller abgrenzen bei derart übergriffigem Verhalten, wie es an dieser Stelle offenbar dein SL zeigt. Pass gut auf dich auf, nimm dir die erforderliche Zeit gesund zu werden.

    Wenn hier immer von Todeskombi gesprochen wird: Ich unterrichte seit fast 15 Jahren an einer Schule mit Studienseminar, an der Refs für Deutsch und Geschichte ausgebildet werden. Das Seminar ist gut vernetzt und wir verfolgen einigermaßen den weiteren Weg der Absolventen. Klar hat von denen über die Jahre nur ein (kleiner) Teil sofort eine Planstelle bekommen. Wer vom Rest weiterhin aber weiterhin als Lehrer arbeiten wollte, ist immer irgendwo untergekommen. Den taxifahrenden dauerarbeitslosen D/GLehrer halte ich für einen Mythos. Wer flexibel war, nicht absolut örtlich gebunden und nicht auf die ursprüngliche Schulart fixiert war, hat eine Anstellung gefunden.

    Genau das wird doch aber immer wieder geschrieben oder nicht?

    • Genaues Zuhören sollte eigentlich eine Kernkompetenz von Lehrern sein, scheint aber im Forum nicht immer zu funktionieren. Insbesondere dann nicht, wenn die selbsternannten Fachärzte für leicht erkennbare Krankheiten wieder gutachterlich tätig werden um zu bescheiden, welche Tätigkeit geht oder nicht geht.

    Der Kollege schreibt ziemlich eindeutig in Bezug auf die an ihn herangetragenen Forderungen: Ich fühle mich überfordert. Habt Ihr das überhört? Eine AU ist zunächst einmal allumfassend. Ich bin von jeglicher Arbeitsleistung freigestellt. Wenn ich davon abweiche, dann ist dies ein freiwilliges Entgegenkommen und nur zulässig, wenn ich meiner Genesung damit nicht schade. Um auf Deine Frage zu antworten, wo die Grenze ist. Die legst Du ganz alleine fest und wenn Du Dich schon überfordert fühlst, dann hast Du diese Grenze schon überschritten.

    Die Art der Antworten zeigt denke ich, dass das mindestens mehrheitlich sehr bewusst wahrgenommen wurde, auch wenn dennoch mehrere (individuelle) Facetten im Rahmen von Antworten beleuchtet werden.

    Von wem kommen denn die Nachfragen und in welchem Umfang?

    Werden sie benötigt um einen reibungslosen Ablauf der Konferenz zu gewährleisten? Z.B. Entscheidung bei 4,5.
    Oder sind es eher allgemeine Anfragen von z.B Schülern: "Warum habe ich eine Drei und keine Zwei?"

    Fragen der ersten Kategorie würde ich beantworten, bei Fragen der zweiten Kategorie würde ich ein Gespräch nach der Genesung anbieten oder auch auf den Gesundheitszustand hinweisen und nicht nher drauf eingehen.

    Wenn der Gesundheitszustand das trotz AU noch zulässt, würde das vermutlich jede Lehrkraft versuchen, wenn es tatsächlich extrem drängen würde (obgleich erst das Halbjahr erreicht ist- zumindest in BW gibt es nur eine Halbjahresinformation und kein Zeugnis, also halb so wild und in jedem Fall nachträglich korrigierbar...), aber eine AU hat man nicht grundlos und man ist ggf. auch dazu außerstande, weil man mit hohem Fieber im Bett liegt oder mit gebrochenem Bein im KKH und Unterlagen liegen nicht vor oder oder oder oder. Ich finde es wirklich schwierig, an dieser Stelle einen Erwartungs- und Leistungsdruck aufzubauen, der letztlich uns allen schadet, weil wir damit schrittweise die Grenze verschieben, was man vielleicht ja doch noch "mal eben" schaffen kann, wenn man eigentlich dienstunfähig ist und die Erholungszeit auch dringend benötigt, damit die Ausfallzeit so kurz wie möglich/nötig sein kann am Ende. Persönlich bin ich im Laufe des Refs bei Forderungen von KuK, was ich trotz DU leisten solle immer rigoroser geworden, weil es einem eben am Ende keiner dankt, wenn man dennoch Vertretungsstunden plant und dafür Materialien und Aufgaben versendet, sondern man nur schief angeschaut wird, wenn man als Folge dieser zusätzlichen Überlastung länger zum Gesundwerden benötigt, als bei tatsächlicher Ruhe.

    So rein aus Interesse: Gibt es denn Ausbildungsberufe, in denen Geographie unterrichtet wird? Gibt es geographische Assistenten oder sowas?

    Reiseverkehrskaufleute hatten das zumindest vor ca.20 Jahren in BW im Rahmen ihrer Ausbildung (eine Freundin hat damals die Ausbildung gemacht). Eventuell gibt es das auch heute noch in diesem Bereich in manchen BL.

    Ihr Lieben! Mich hat interessiert, ob das Thema hier Wellen schlägt - ich wohne in BY, unterrichte in BW, dort wussten die Kolleg*innen gar nichts von den Plänen in BY. (...)

    ... was nicht repräsentativ für das Bundesland wäre, sondern eher etwas darüber aussagt, wie sehr sich deine KuK die letzten Tage über aktuelle Nachrichten informieren konnten/mussten bzw. informiert haben. HIer diskutieren ja sehr fleißig auch Kuk anderer Bundesländer mit, gestartet wurde der Thread ja ebenfalls von einem "Nicht-Bayern", einfach weil das natürlich auch bundesweit betrachtet eine nicht unwichtige Entwicklung ist im Hinblick auf die Arbeitsbelastung der politisch offenkundig nicht ausreichend geschätzen (oder kräfte- und belastungsmäßig überschätzen) Primarlehrkräfte.

    Off Topic: jetzt habe ich mir diesen Thread schon drei Mal durchgelesen, aber ich verstehe das Spiel einfach nicht :( ! Aus welcher "Vorschlagliste" soll ich denn das "mittlere" Wort auswählen :gruebel: ??? Mir erschließt sich der Sinn dieses Spieles irgendwie nicht... :weissnicht:

    Das bezieht sich auf die Antwort an Smartphone oder Tablet. Auf "Antworten" clicked klicken (Autofill hat mich prompt geärgert) und dann im Textfelder immer das Wort einsetzen, dass in der Mitte der vorgeschlagenen Worte steht. Z. B. :" is a great place to be a great place to live and to enjoy the great outdoors and the outdoors and the outdoors and the outdoors."

    Und nochmal eine weitere Frage: Werde ich als Gymnasiallehrer eigentlich nur in der Oberstufe eingesetzt?

    Kommt auf das Gymnasium und die gültigen Bildungspläne (Lehrpläne) an. Hier in BW gibt es berufliche Gymnasien, die erst ab Klassenstufe 11 beginnen, da unterrichten die Lehrkräfte also nur Oberstufe. an Gymnasien, die SuS von Klasse 5-12 (13) unterrichten wirst du natürlich auch entsprechend in Unter- und Mittelstufe je nachdem, ab welchem Schuljahr die Fächer angeboten werden, die es am Ende werden und wo du eingesetzt wirst.

    Überleg dir für dich einfach sehr gut, wo deine absoluten Präferenzen leigen und welche Kompromisse du eingehen kannst, ohne komplett interessenfremd studieren zu müssen:

    --> Willst du die Quasi-Einstellungsgarantie am Gymnasium, dann sollte Geschichte weg und zu Deutsch noch idealiter ein absolutes Mangelfach deines Bundeslandes und dieser Schulform (Chemie könnte durchaus eine gute Wahl sein).

    --> Willst du deine absoluten Herzens-/Interessensfächer studieren, für die du dich besonders interessierst (kann ich sehr gut verstehen, habe ich auch gemacht), solltest du dir einerseits mittels Praktika alternative Berufsoptionen eröffnen, denn mit D/G-Gym braucht es halt ein ordentliches Quentchen Glück in vielen Bundesländern, um eingestellt zu werden am Ende und andererseits darüber nachdenken, wie groß deine örtliche Flexibilität ist: Würdest du in jedes Bundesland ziehen, dass bereit wäre, dich mit der Kombi einzustellen, dann solltest du vielleicht prüfen, ob du die Vss.für Bayern erfüllst, die ja zeitnah G9 einführen werden und wieder einen neuen Schub Gym-Leute benötigen werden, da könntest du womöglich mit reinrutschen. Ebenso solltest du prüfen, obe in Schulformwechsel in deinem Bundesland die Lösung sein könnte, weil die Einstellungschancen mit deiner Fächerkombination an den beruflichen Schulen oder in der Sek.I eventuell besser sind (trotz Geschichte), als in der Sek.II.

    Kurz gesagt: Eine hohe Einstellungschance am Gym erfordert einen Fachwechsel, ein Beibehalten der Fächer Glück, Bestnoten, ggf. einen Bundeslandwechsel und zur Chancenerhöhung einen Wechsel der Schulform.

    Da ich nicht an den beruflichen Schulen unterrichte, überlasse ich dieses Feld den Spezialisten dafür hier im Forum. Grundlegend solltest du aber sicherlich vor einer Entscheidung für eine dir noch unbekannte Schulform an dieser hospitieren, um dir selbst ein Bild machen zu können, was die Tätigkeit dort in der Realität deines Bundeslandes bedeuten kann.

    In welchem Bundesland möchtest du später bevorzugt unterrichten?
    Wenn du da eines hast, wäre es sinnvoll dort auch die Ausbildung zu machen.

    ...oder zumindest darauf zu achten, dass deine Fächerkombination am Ende auch in dem von dir präferierten Bundesland gültig ist. (Wobei Chemie/Deutsch ziemlich unproblematisch klingt, nachdem das 2.Fach aber noch nicht feststeht, solltest du eben mit im Blick haben, dass nicht alle Fächerkombinationen in allen Bundesländern zulässig sind bzw. auch nciht alle BL denselben Fächerkanon anbieten.)

    Wenn die Schulsozialarbeit für sie keine gute Ansprechpartnerin ist, dann vielleicht Beratungslehrer oder Beratungslehrerin? Klassenlehrkräfte ansprechen und einbeziehen ist auf jeden Fall sinnvoll.

    Puh - das ist alles richtig und wichtig. Aber ich bezweifel, dass jemand das alles ohne vorherige Ausbildung a) beobachten und b) sofort umsetzen kann. Das schaffen ja nicht mal grundständig ausgebildete Refs.

    Stimmt einerseits und andererseits ist das die Art Beobachtungsauftrag, mit denen man in seine erste Hospitationswoche im Ref startet, um sich eben erste Gedanken dazu zu machen, Umsetzungsbeispiele zielgerichtet zu beobachten und dann wie du ja auch selbst vorschlägst eigene Umsetzungen kritisch zu prüfen (und auch dabei können dann diese Fragen helfen,) um sich eben konstant zu evaluieren und in der Folge verbessern zu können.

    Nachdem du aus BW kommst @lottchen.3: Abgesehen vom Gespräch mit Klassenleitung (gilt sowohl bei der Schülerin, von der du weißt, dass sie sich ritzt, als auch für die, bei der du das lediglich vermutest; am Ende hat diese einfach nur eine fies aussehende Hauterkrankung und möchte sich die Kommentare von Mitschülern dazu ersparen, was der Klassenleitung vermutlich bekannt wäre, man als Ref aber nicht unbedingt weiß) ist auch die schulpsychologische Beratungsstelle deines Schulamtsbezirks ein guter und kompetenter Ansprechpartner, gerade auch um sich Handlungssicherheit zu holen zum weiteren Vorgehen. Auch die Beratungslehrerin, wenn ihr diese an der Schule haben solltet, könnte eine gute Ansprechpartnerin für dich, wie auch die Schülerinnen sein. In jedem Fall: Kein Aktionismus, übernimm dich nicht, beachte deine Grenzen und die deiner Schülerinnen, hol dir kompetente und erfahrene KuK deiner Schule mit ins Boot, die die Schülerinnen länger/besser kennen.

    Schau dir in eurem Schulgesetz an, was zur Notengebung vorgegeben ist und frag nicht nur KuK, wie diese das handhaben, frag aber auch KuK, welche diesbezüglichen Beschlüsse der Fachkonferenz es gibt. Lies dich vorab ein, wie man PH-/M-Unterricht phasieren kann und versuch während einer Hospitation zielgerichtet auf Phasierung und Class Room Management zu achten (wie steigt der KoK in den Unterricht ein; wobei sind die SuS besonders motiviert/konzentriert/abgelenkt, woran könnte das liegen, wie könntest du reagieren als Lehrperson; wie wird gesichert; wie spricht die Lehrkraft mit den SuS und was löst das von außen betrachtet aus; wie geht die Lehrkraft mit Störungen/Problemen um; welche Lernziele gibt es für die Stunde und (wie) werden diese erreicht;...).

    Interessant, dass gerade in Bayern die TZ-Quote so extrem hoch ist (hier arbeiten lt. Sendung 2/3 Lehrer*innen in TZ), und viele Anfänger fangen nach dem Ref. sogar in TZ an!

    Das wird hier in BW gerade sehr deutlich unterbunden, dass Anfänger nach dem Ref in TZ einsteigen. Geht nur noch in absoluten Ausnahmefällen (Mangelfach und extrem unterversorgte Schule, die für jedes Stündchen dankbar ist oder alternativ Nachweis entsprechender Gründe, die eine TZ erforderlich machen).

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