Beiträge von CDL

    Ihr vergesst, dass alle Schulen mit Ausnahme der BKs städtisch sind. Bei den städtischen Schulen ist das Ordnungsamt zuständig. Für die BKs ist der Kreis zuständig und der hat kein eigenes Ordnungsamt.

    Was bedeutet, dass das Ordnungsamt, um das es in Susanneas Fall- Berliner Grundschule- geht, sich wie von mir geschrieben einen schlanken Fuß macht mit der Haltung, das Schulgelände oder der Schulparkplatz wären Privatgelände und das städtische Ordnungsamt damit nicht zuständig. Um BKs ging es an keiner Stelle, insofern hat auch niemand deren Status vergessen.

    Hielte ich für eine gute Idee. Wir haben fixe Arbeitsplätze mit abschliessbaren Rollcontainern. Ich nehme selten was mit nach Hause. Grad letztens erst kam ich aber mal ins Schwitzen weil ich plötzlich auch nicht mehr so genau wusste, wo ich einen Satz Prüfungen eigentlich hingeramscht habe. Lag zu Hause auf dem Schreibtisch unter irgendwelchen Rechnungen. Ich sollte einfach konsequent alles auf Papier wieder an der Schule fertig machen.

    Würde ich sehr gerne ausschließlich so handhaben, gäbe es ausreichend Arbeitsplätze für Lehrkräfte an der Schule. Nachdem diese aber nur ausnahmsweise an deutschen Schulen ausreichend vorhanden sind und Schulträger diese auch sehr gerne wegsparen zugunsten von mehr Klassenzimmern, ist das im Regelfall hierzulande nicht möglich. Wenn es also nicht gerade um Abschlussprüfungen geht, dann muss jede: r damit leben können, dass manchmal Lehrpersonen genau wie andere Arbeitnehmer: innen so schwer erkrankt sind, dass es auch nicht möglich ist Klassenarbeiten an der Tür zu übergeben, egal wie willig sie auch wären, dies anders zu lösen.

    Was sagen die Menschen in deinem Umfeld, die dich gut kennen zu deiner Berufswahl? Kannst du dir vorstellen intensiv an dem Teil zu arbeiten Emotionen klarer zu zeigen? Ob du privat schüchtern bist oder nicht ist nämlich letztendlich nicht relevant, solange es dir gelingt beruflich in eine professionelle Rolle zu schlüpfen, zu der klare mimische Arbeit gehört, stimmliche Arbeit, die Fähigkeit Emotionen ggf. überdeutlich darzustellen, damit sie auch nonverbal eindeutig und verständlich sind, zu der aber natürlich auch schwierige Gespräche mit SuS, Eltern, KuK gehören, denen gegenüber du in deiner professionellen Rolle souverän agieren können musst.

    Ich habe auch mit sozialen Phobien lange gekämpft und noch immer manchmal ein Thema, was man mir allerdings nicht anmerkt oder angemerkt hat, da ich immer schon sehr eloquent war und sehr aktiv, so dass ich deutlich extrovertierter wirke als ich tatsächlich bin. Ich habe gelernt, das für mich zu nutzen im Rahmen der beruflich erforderlichen Extroversion, die mir auch noch im Ref oft schwer gefallen ist (nicht zuletzt, weil die Beobachtung durch andere Erwachsene schwer aushaltbar war für mich), inzwischen aber etwas ist, was ich sehr genieße, weil es schön ist aus mir selbst ausbrechen zu können/ dürfen/ müssen. Privat bin ich auch weiterhin eher introvertiert bis manchmal regelrecht misanthrop. Beruflich habe ich inzwischen kein Problem mehr damit, mich bei Bedarf zum Affen zu machen, vor allem, da ich merke, dass mein Unterricht lebendiger, schülerbezogener, mitreißender geworden ist, seitdem ich mich mehr öffne, Emotionen bei Bedarf überdeutlich zeige mimisch und gestisch unterstreiche.

    Im Ref wurde mir geraten, das ein wenig wie Theaterspiel zu betrachten, wenn ich vor einer Klasse stehe. Im Theater muss auch überdeutlich mimisch, stimmlich, gestisch gearbeitet werden, damit Zuschauer: innen die gewünschte Intention korrekt erfassen. Genau dasselbe gilt für uns als Lehrkräfte. Mir hat das sehr geholfen. Vielleicht wäre das auch für dich ein Ansatzpunkt, ebenso wie der Umstand, dass nicht dein schüchternes privates Du vor der Klasse steht, sondern die angehende Lehrerin, sprich eine völlig neue Rolle mit professionellen Eigenschaften, die du noch lernen kannst, wenn du das willst.

    Ist es nicht gerade, wenn die Schule für die Krankheit verantwortlich ist, sinnvoll, damit auch für sich selbst abzuschließen?

    Man erhält die Krankschreibung und muss dann halt noch einmal tätig werden.

    Wenn das möglich ist ja, aber gerade wenn die Schule ursächlich ist für die Erkrankung haben Betroffene üblicherweise einen extrem langen Leidensweg hinter sich, wo sie versuchen zu funktionieren, bis halt plötzlich gar nichts mehr geht und zumindest gefühlt alles zusammenbricht, so dass eben die längere Krankschreibung erfolgt, während der es Wochen oder gar Monate dauern kann, ehe wieder klar gedacht werden kann, man sich sortieren kann und nicht mehr in jedem einzelnen Moment komplett am Anschlag ist. Wer so etwas noch nie erlebt hat kann sich das glaube ich nur sehr schwer vorstellen.

    Vielen Dank für dein offenes Feedback! Es freut mich sehr, dass du bei deinen SuS bisher wenig auf Probleme gestoßen bist! :)

    Darf ich fragen, welche Form von Behinderung du hast bzw. ob sie auf den ersten Blick von Außen auch gut erkennbar ist? Und welche Klassenstufen unterrichtest du?

    Danke!

    Nein, wie geschrieben ist meine Behinderung (eine Mischung körperlicher Erkrankungen plus seelischer Erkrankung in Form einer PTBS) äußerlich nicht erkennbar. Nachdem ich infolge einer nicht heilbaren Fettverteilungsstörung aber SEHR umfangreiche Beine habe, weiß ich durchaus, was es bedeutet auch mit einer sichtbaren Normabweichung im Schuldienst tätig zu sein.

    Ich bin in der SEK.1 tätig, also Klassenstufen 5-10.

    Bist du gesetzlich versichert? Für Privatpatient*innen erfolgt die AU leider noch nicht elektronisch - Zitat aus dem "Handelsblatt": "Die elektronische AU gibt es nur für gesetzlich, aber nicht für privat Versicherte ..." (Krankmeldung: Das müssen Sie 2025 zur eAU wissen).

    Ah, das kann sein. Ja, ich bin in der GKV, insofern reiche ich inzwischen gar nichts mehr ein (bekomme auch keine schriftliche AU mehr vom Arzt, außer dem Beleg für meine Unterlagen), sondern der Dienstherr muss halt einen Weg finden, dass Schulen diese Nachweise erhalten.

    die Klasse hat ein Recht auf die durch die Notenverordnung festgelegte Leistumgsbeurteilung.

    In Nebenfächern müssen gar keine schriftlichen Noten erhoben werden in BW (SEK. 1), in Hauptfächern kann im Fall einer erkrankten Lehrkraft eine alternative Lösung gefunden werden (z. B. andere Lehrkraft erstellt und korrigiert Leistungsmessung oder es wird in so einem Extremfall darauf verzichtet, wenn weder Versetzung, noch Prüfung davon abhängig sind). Zeugnisnoten dürfen im Zweifelsfall auch schulischerseits als Notlösung basierend auf Halbjahresinformationen erstellt werden, wenn es nicht um Prüfungsnoten geht.

    Das sind aber dennoch Dinge, die die Schule lösen muss, nicht die Lehrkraft, die tatsächlich zu krank ist Korrekturen zu machen, irgendwelche KA zu verschicken oder Noten zu machen. Auch wir fallen einfach mal komplett aus und der Laden muss- genau wie beim Briefträger- mittels anderer Lösungen wie Vertretungen weiterlaufen.

    "Ihhh, da kommt die Behinderte!"

    Habe ich noch nie gehört und ich bin a) selbst behindert und mache das auch transparent , b) an einer durchaus rauen Schule und habe c) auch KuK, denen man anders als mir die Behinderung ansieht.

    Mit so einem Spruch muss niemand rechnen. Der hätte auch schwerwiegende Konsequenzen für SuS, würde er fallen.

    Rechne leider damit, dass du viel und oft erklären musst! Auch gegenüber manchen Eltern oder Kollegen.

    Dieser Teil stimmt aber definitiv. Weniger gegenüber Eltern oder SuS, sondern vielmehr gegenüber anderen Lehrkräften, die sich viel zu oft anmaßen übergriffige Fragen zu stellen, erwarten, dass man ihnen als behinderter Mensch gesundheitliche Details nennt, die sie absolut nichts angehen und im Zweifelsfall auch pauschal qua Behinderung be- und abwerten (alles selbst erlebt und von anderen Lehrkräften mit Behinderung ebenfalls bereits gehört/ miterlebt). Auch SLen haben diesbezüglich mehr Vorurteile als man meinen würde.

    Elternnachfragen habe ich noch nie erlebt und auch noch nie bei KuK mit Behinderung mitbekommen. SuS fragen manchmal (je älter, desto seltener), sind aber meiner Erfahrung nach oft aufgeschlossen dafür, dass man selbst etwas transparent macht.

    Ich mache meine Behinderung immer transparent, wenn der Spruch „Das ist doch behindert!“ für „Das ist doch dumm!“ fällt, weil das den SuS leichter begreiflich macht, dass Behinderung nichts mit Dummheit zu tun hat und der Spruch eine Form der Diskriminierung ist.

    Abgesehen davon schließe ich mich WillGs Ausführungen vollumfänglich an.

    Das mag schon so sein, aber so einfach ist es nicht. Deinen Rechten stehen andere Rechte gegenüber, die nicht weniger wert werden, weil du erkrankt bist. Gerade wenn du mit der Schule nichts (mehr) zu tun haben willst, ist es auch in deinem Sinne, den ganzen Kram, den du allenfalls bei dir zu Hause hast, schnellstmöglich dahin abzugeben.

    Noten hängen nicht an einer einzelnen Klassenarbeit einerseits und andererseits wird wohl jede Lehrkraft, wenn sie irgendwie kann sicherstellen, dass ihre Notenlisten der Schule zugehen. Selbst wenn das aber nicht möglich ist gibt es Möglichkeiten damit umzugehen als Schulen auch ohne schwer erkrankte Lehrkräfte zu drangsalieren.

    (Und ich habe alle Varianten davon bereits selbst erlebt, also drangsaliert zu werden trotz schwerer Erkrankung, die sich dadurch massiv verschlechtert hat und alternative Lösungswege, die völlig unnötig waren, da ich mich um alles gekümmert und meine Noten eingetragen hatte. Nicht, weil das jemand von mir hätte erwarten dürfen so wie es mir ging, aber weil ich mich meinen SuS gegenüber so sehr verpflichtet gefühlt habe, dass ich dafür auch meine Genesung gefährdet habe. Dankt einem am Ende nur keiner, weshalb ich das niemals von anderen erwarten würde den Scheiß zu machen, den ich mir antue.)

    Du bist erst im zweiten Semester. Bitte wechsel doch einfach und lass dir anerkennen was möglich, statt etwas weiterzuarbeiten, von dem du klar weißt, dass es überhaupt nicht passt. Das ist nun wirklich kein relevanter Zeitverlust.

    Selbst wenn es irgendwo in Deutschland eine derartige Masteroption geben sollte: Masterplätze sind begrenzt und es gibt immer deutlich weniger als Lehramtsbachelor- Plätze. Ob du da dann also direkt ohne Zeitverlust einen Studienplatz erhalten würdest weißt du nicht. Mit Studiengangwechsel kannst du dich aber gesichert an mehreren Hochschulen später für den Master bewerben und erhöhst deine Chancen auch direkt weiterstudieren zu können.

    Das ist zwar richtig, aber man sollte es nicht als Universalausrede nehmen.

    Das führt nämlich gerade zu der geschwächten Position der Kranken und dass sie mit Misstrauen betrachtet werden.

    Was die Position erkrankter Menschen deutlich mehr schwächt ist, wenn gesundheitlich dringend gebotene Abgrenzungsversuche unter der Überschrift „Universalausrede“ gesammelt und bewertet werden, statt zunächst einmal zuzugestehen, dass diese Art der Abgrenzung der Kern einer Krankschreibung ist und niemand außer der erkrankten Person selbst sowie ihrer behandelnden Ärztinnen und Ärzte beurteilen kann, ob dennoch etwas möglich ist für die Arbeit zu erledigen (wie groß oder klein auch immer), da es genau genommen nur einer Teilkrankschreibung bedurft hätte, die es nicht gibt. Das ist nämlich ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber Erkrankten, das leider viel zu oft vorherrschend ist.

    Naja, es gibt ja auch die Pflicht eine AU einzureichen.

    Da kann man auch das Paket Klassenarbeiten, in welchen Korrekturzustand sie auch sein mögen, in die Post geben (lassen).

    Kann man heutzutage sogar von DHL abholen lassen, sodass man nicht einmal aus dem Haus muss.

    Nein, AU erfolgt inzwischen rein elektronisch. Das gilt auch für Lehrkräfte, nicht nur für alle anderen Arbeitnehmer: innen.

    klar können die meisten lehrer gut damit leben, lehrerhaft zu sein. aber man muss auch drüber lachen können, wenn man dann auch in anderen kontexten recht schnell als lehrer entlarvt wird ;)

    ich versuche manchmal, extra unlehrerhaft zu sein, damit ich z.b. auf partys nicht über den beruf quatschen muss. denn jeder war mal in der schule und meint, mitreden zu können..

    Ich fürchte, ich bin einfach nur ich selbst. Genau nachzufragen hat schon immer zu mir gehört, das ist für mich insofern auch nicht „lehrerhaft“ im Sinne einer Rolle, sondern schlicht Teil meiner Persönlichkeit, die ich auch nicht ändere für Situation X, da ich mich mag, wie ich als Mensch bin. Ja, die Leute gehen üblicherweise davon aus, dass ich irgendetwas im sozialen Bereich mache, wenn sie mich kennenlernen, wobei ich meist für eine Grundschullehrerin gehalten werde, weil ich so freundlich und wertschätzend wäre (was das über uns Sek.1ler und darüber hinaus wohl sagt..). Ich finde es schön, dass ich im positiven Sinn ausstrahle was ich mache.

    Sag mal lieber 10€ aufwärts. Bei uns bieten sie aktuell im Bad nur noch das Spätschwimmen (20-22 Uhr) als Rabattaktion für 5,80€ an.

    Was sind das denn bitte für Preise!?! Selbst im nächstgelegenen Thermalbad zahle ich aktuell lediglich 6,50€ für drei Stunden. Im normalen Hallen- oder Freibad kostet die Tageskarte für Erwachsene ohne Ermäßigung 5,10€. Z.B. Zehnerkarten machen das dann ggf. günstiger.

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