Beiträge von CDL

    Die inhaltliche Abarbeitung hat Susannea schon geleistet, der ich mich nur anschließen kann. Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass bei uns seit diesem Schuljahr noch nicht einmal die Hausaufgabenbetreuung im Ganztag von Personen geleistet werden darf ohne volle Lehrbefähigung. Die Ergebnisse waren derart ernüchternd und die Beschwerden der Eltern so umfassend, dass dafür bei uns jetzt Lehrkräfte eingesetzt werden (wird voll aufs Deputat angerechnet). Die Leute die das vorher gemacht haben jetzt plötztlich zu Feuerwehrlehrkräften erklären zu wollen, wäre selbst dann absurd, wenn das rechtlich möglich wäre, was zumindest in BW nicht der Fall ist.

    Dann soll sie das machen, damit ist sie dann entsprechend qualifziert, um deutlich mehr als E9 verdienen, ggf.sogar verbeamtet werden zu können. Mindeststandards gibt es nicht grundlos. Bildung ist schließlich nicht beliebig und von jedem, der sich berufen fühlt angemessen umusetzen. Nachqualifizieren müssen sich doch eigentlich alle Quereinsteiger in der einen oder anderen Form, wenn sie E12/E13 (A12/A13) erhalten wollen, das ist nicht weiter ungewöhnlich.

    Das ist spannend, muss ich direkt mal vergleichend in meinen Fächern in den Bildungsplänen von BW und BY anschauen. Da dürfte es dann ja eigentlich auch im bayrischen Bildungsplan diese Trennung (die ich so eben nicht kenne) nicht geben- eh sei denn BW brät sich da ein Extra-Maultäschle (können wir, ist ja kein Hochdeutsch). :)

    Das Thema des Threads ist m.E., dass es Quereinsteigern leichter gemacht werden sollte (niedrigere Einstiegshürden, höheres Gehalt, etc.) in den Schuldienst zu kommen, denn damit würde ja der Unterrichtsausfall behoben werden und alle wären glücklich. Das Ganze noch per Clickbait in die Charts geschossen und die Sache läuft. 8)

    Ich sehe schon: Lustiges Themenraten ist angesagt. Wer bietet ein anderes Thema? 8)

    Kontext O.Meier. Das Argument, auf das ich reagiert hatte war, dass man seine SuS nur mithilfe von Bildern identifizieren könne, wenn man ständige Ausweiskontrollen umgehen möchte. Meine Replik war überspitzt formuliert, sollte aber die in meinen Augen Absurdität dieses Arguments - zumindest für die meisten Schulen und Schulgrößen- verdeutlichen. Von Gedächtniserschlaffung war in meinem Beitrag ebensowenig die Rede, wie davon, dass man die Bilder nicht zum Lernen von Namen verwenden könne. Letzteres bringt mir persönlich zwar gar nichts, da ich Namen über Interaktion, nicht über Bilder lerne, ich weiß aber, dass das vielen KuK anders geht und sie dies anders handhaben (habe gerade erst wieder eine Klassenliste mit Bildern ins Fach gelegt bekommen), womit ich kein Problem habe (jeder lernt Namen nunmal anders).

    Ist der Unterrichtsausfall bei euch auch so gravierend?

    Falls dies das Thema des Threads sein sollte: Nein, bei uns ist der nicht so gravierend. Die Versorgung ist bei uns auf Kante genäht, klappt aber, sogar die Hausaufgabenbetreuung im Ganztag kann durchgängig durch mehrere Lehrkräfte betreut werden; Grippewelle noch nicht da, also auch keine relevanten Ausfälle; im Ganztag und in 5/6 gibt es sowieso kein früheres Unterrichtsende im Hinblick auf die Aufsichtspflicht, Zwischenstunden werden prinzipiell entweder vertreten mit Material des eigentlichen Fachlehrers (= Unterricht im vorgesehenen Fach) oder vertreten von einer anderen Lehrkraft der/die in der Klasse unterrichtet und dann eigenen Unterricht vorholt (=regulärer Unterricht in einem anderen Fach beim bekannten Fachlehrer) oder aber - ausnahmsweise- vertreten durch andere Lehrkräfte. Wenn, dann fallen mal Randstunden aus (außer in 5/6 bzw. im Ganztag gibt es immer ein Betreuuungsangebot auch für diese Zeiten).

    Aber hat man mit dem Bachelor nicht die Sek I - Befähigung?

    Nein, natürlich nicht. Schau dir einfach mal an, was Lehrkräfte anderer Schularten für Masterabschlüsse benötigen. Die Lehrbefähigung hat man darüber hinaus auch noch nicht mit dem Masterabschluss erworben, sondern erst mit Master+ erfolgreich absolviertem Ref. Alles andere qualifiziert dich bestenfalls zum "Notnagel" in Zeiten des Mangels, nicht aber als Musik-Lehrkraft, die sich auf ensprechend ausgeschriebene Stellen bewerben könnte.

    Ein Blick in dieses Dokument relativiert die Zahlenwerte bzw. hilft diese einzuordnen über die Abbruchquoten einzelner Hochschulen hinaus. Offenbar sind die Abbruchquoten in Bachelorstudiengängen erheblich höher, als in Staatsexamensstudiengängen, an Universitäten höher, als an Fachhochschulen. Die Lehramtsstudiengänge sind nicht getrennt aufgeführt, lassen sich aber ja probemlos einordnen nach Art des Abschlusses.

    Seifenblasen pusten, Lieblingsbrettspiele der Kindheit spielen (Himmelsstürmer oder auch Tempo kleine Schnecke z.B. spielen meine Schwester und ich bis heute begeistert), Lollis lutschen, die die Zunge einfärben und diese dann im Spiegel bewundern, bekloppte Ulk- und Schüttelreime mit Vater/Schwester im Zweifelsfall per Threema austauschen, kichernd am Frühstückstisch darum bitten, dass der "bee poo" rübergereicht wird, den "Radfahrergruß" austauschen, ... (die Liste ist beinahe endlos).


    Gebe ich sehr gerne noch einmal weiter als Frage, gefällt mir.

    Entschuldige bitte, ungeschwäbelt nennt sich das hier im Süden auch "Süßstückchen" oder "süße Teilchen" und meint alle Arten süßer Gebäckstücke beim Bäcker außer Kuchen, Torten und Keksen. :)

    Eine Liste mit Buffetwünschen- unfassbar dreist! Wobei ich die Variante die Kiggie geschildert hat- Buffet zwar bezahlt von den Prüfern, aber im Zweifelsfall vom Prüfling auszurichten- nur geringfügig besser finde. Das Anspruchsverhalten ist einfach unsäglich, vor allem, da man sich als Anwärter dagegen nicht wehren kann, ohne Auswirkungen auf die Notengebung befürchten zu müssen.

    aus der onlineversion des lp: "Wie bei den Bildungsstandards werden im Fachlehrplan Kompetenzerwartungen und Inhalte kombiniert ausgewiesen."

    ist also wohl der kmk und den bundesweiten vereinheitlichungsbestrebungen geschuldet.

    Nachdem es diese Trennung von Kompetenzbegriff und Inhalten in den aktuellen Bildungsplänen in BW nicht gibt (wo von inhaltsbezogenenen und prozessbezogenen Kompetenzen gesprochen wird) kann es wohl nicht einfach nur an Beschlüssen der KMK liegen, sondern wenn, dann der bayrischen Interpretation derselben.

    Ich behaupte das ist die hochgelobte, vermeintliche "Freiheit". Das Versprechen an eine Generation, die vermeintlich alles kann und nichts muss. Damit einher geht für viele der Druck sich richtig entscheiden zu müssen und daraus daß Beste zu machen, denn du hast den Weg ja selbst gewählt.
    Da sind Versagensängste fast vorprogrammiert. Dazu kommen die Medien, die außer (vorher bearbeiteter) Perfektion keinen realistischen Maßstab bieten, an dem es sich zu orientieren lohnt. Trotzdem sind wir permanent davon umgeben.

    Ist eine sehr interessante These, über die ich nachdenken muss.

    Ich denke, was sich auf jeden Fall geändert hat ist die öffentliche Wahrnehmung von psychischen Belastungen und Therapie und ein veränderter öffentlicher Umgang damit. Damit liegt es sicherlich näher als früher, sich entsprechende Unterstützung zu suchen oder an diese verwiesen zu werden bzw. es wird auch etwas offener damit umgegangen, wo es entsprechende Hilfssysteme gibt, weil das Stigma einer psychischen Erkrankung nicht mehr ganz so groß ist. Depressionen, selbstverletzendes Verhalten und suizidale Tendenzen sind ja nun nichts Neues, nur eben öffentlich präsenter, als noch vor 10 Jahren, was es eben auch begünstigt, dass Menschen eher mit entsprechenden Problemen zum Arzt gehen und einschlägige Diagnosen (die ja tatsächlich, wie Krankenkassen immer wieder berichten, zunehmen) erhalten.
    Ich bin als ich den Beitrag gelesen habe mal ganz kurz im Schnelldurchlauf meine Schulzeit durchgegangen: Ich weiß von 5 Mitschülern, die damals schon therapeutische Unterstützung hatten (Anfang- Mitte 90er), ein paar Mitschülerinnen mit Essstörungen, hochproblematischer Alkohol- und Drogenkonsum einzelner, eine die sich geritzt hat, eine die sich mit Benzin übergossen und selbst angezündet hat... - Potential für Therapien und psychische Erkrankungen gab es auch damals schon mehr als genug an meinem Mittel-Oberschichtgymnasium.

    Drogenabhängigkeit bis hin zum Tod stellt einen Interessenbezug für Jugendliche dar- interessant. Wenn du so felxibel bei den Musikern bist, warum nicht einfach welche auswählen, die deine SuS sich freiwillig anhören würden, deren Biographie könnte möglicherweise ganz ohne dramatische Lebensumstände/ selbstzerstörerisches Verhalten für diese interessant sein.

    Jup, irgendwo muss ich ja mein Material zum Einstieg in die Grundrechte und den Aspekt der Menschenwürde herbekommen, (alte) Bohlenshows und Dschungelcamp liegen da ganz weit vorne. Als Einschlafhilfe taugt es angesichts des Spannungswerts auch ungemein habe ich festgestellt.


    Welche Fersehshows verwurstest du gerne unterrichtlich?

    Ich würde mich da auch Valerianus und O.Meier anschließen. Nachdem wir unserer Päd-LB beim Abschiedstreffen einen kleinen Blumenstrauß und Karte überreicht hatten, haben wir mit ihr darüber diskutiert und sie verwies einerseits darauf, dass sie vor Prüfungen gar nichts annehmen dürfe, um sich nicht dem Vorwurf der Bestechlichkeit auszusetzen, es sowieso nichts brauche, da sie schließlich ihre Arbeit mache (die sie aber halt verdammt engagiert und wertschätzend macht) und es eine seminarinterne Vorgabe gebe, dass sie beispielsweise Geschenkgutscheine unter keinen Umständen annehmen dürfe, damit das auch im Nachhinein kein "Geschmäckle" bekomme mit den Prüfungsergebnissen.

    Was natürlich kurios bleibt ist, dass von den Anwärtern erwartet wird Lehrbeauftragte/Prüfer zu bewirten, die ins Haus kommen. Das fängt mit Kaffee/Wasser an und umfasst dann mindestens ein paar Keckse bzw. Brezeln oder Süßstücklen als Ergänzung. Beim ersten Fachdidaktiktag an der Schule einer LB bereitete diese für uns ein riesen Buffet vor und meinte dann ganz nebenbei, dass wir das so natürlich nicht bei den UBs machen müssten, da würde eine Kleinigkeit reichen. Hat mich ziemlich sprachlos gemacht welche Erwartungshaltung offenbar herrscht. Nichts gegen Gastfreundschaft, aber am Tag einer Lehrprobe (und ehrlich gesagt auch eines UBs) hat man eigentlich besseres zu tun als noch zum Bäcker zu fahren, das Tischlein hübsch einzudecken für die Prüfer damit die nur ja glücklich in Beratung und Bewertung gehen. Kaffee, Tee, Wasser und ein paar Tassen hinzustellen- no problem, der Rest ist meines Erachtens ein alter Zopf, den man abschneiden könnte und angesichts der sonstigen Vorgaben zu Geschenken und Co. auch abschneiden sollte. (Sollte ich doch nochmal meiner Seminarleitung rückmelden)

    Bestimmt, da ich über so etwas aber herzlich lachen kann und dann vermutlich einfach den Pizzaservice o.ä. angerufen habe, erinnere ich mich nicht mehr daran.


    DUUM lebt einen Begriff von Gastfreundschaft, bei dem die Freunde der Kinder jederzeit (zivile Uhrzeiten vielleicht als einzige Einschränkung), ohne Voranmeldung und auch im Plural willkommen sind.

    Hallo CDL. Es gibt kein kommerzielle Zielsetzung. Das hätte ich sonst erwähnt. Zu dem Projekt hatte ich bewusst nichts geschrieben, weil es ja eigentlich nur indirekt mit meiner Umfrage zu tun. Diese Umfrage ist wirklich nur dazu da, um besser verstehen zu können wie es bisher in der Umsetzung aussieht und was die Lehrerinnen und Lehrer davon halten etc. Aber kurz zu meinem Projekt: Ich arbeite an kostenlosen und für alle verfügbare Arbeits-/Unterrichtsmaterialien für die verschiedenen Schularten und Altersstufen zu verschiedenen, mehr oder weniger komplexen Themenbereichen (Werte-, Demokratieerziehung, eingeschlossen der Menschenrechtsbildung, uvm.) Grund hierfür ist die Tatsache, dass ich schon öfter vor dem Problem stand kein passendes Unterrichtsmaterial/Unterrichtstexte zu den Themen zu finden. Viele Koleginnen und Kolegen haben ähnliches erlebt. Das war der ausschlaggebende Grund. Ich hoffe damit ein wenig Licht ins Dunkle gebracht zu haben. :) Entschuldigt dass ich das nicht direkt geschrieben habe. Es würde jedoch den ein oder anderen schon vorab evtl. beeinflussen. Liebe Grüße

    Entschuldige bitte, aber das wird immer dubioser und unglaubwürdiger. Deinem Profil nach bist du gerade mal Referendarin, was für mich bedeutet, dass du dich erstmal auf deine Ausbildung konzentrieren und notwendige Berufserfahrung sammeln solltest, ehe du imstande bist Materialien zu erstellen, die über deinen Unterricht hinaus Relevanz entfalten könnten. Weiterhin fragst du nach Eigenschaften von Lehrpersonen und Grundhaltungen zum Thema Demokratie und Werteerziehung, was gar nichts damit zu tun hat, welche Materialien du am Ende als potentiell zielführende Materialien zumindest einmal für deinen Unterricht erstellst, ebenso wenig wie es relevant dafür wäre Materialien zu erstellen, die auch anderen KuK dienlich sein könnten. Offenkundig hast du ein Ziel deiner Umfrage, das du nicht preisgeben möchtest, was mir sagt, dass zumindest dein Auftreten nicht so seriös ist, dass ich daran mitwirken wollen würde.

    Licht ins Dunkel bringst du keinesfalls mit deinen Antworten, machst aber sehr deutlich, dass du um den heißen Brei herumredest, weshalb es häppchenweise neue Informationen gibt. Butter bei die Fische: Worum geht es jetzt bei dieser Umfrage? In welchem Kontext und mit welcher Zielsetzung erstellst du diese? Handelt es sich um eine Arbeit im Rahmen des 2.Staatsexamens? Ist eine spätere kommerzielle Verwendung angedacht oder nicht?
    Nur mal eben so verstehen wollen, wie Lehrkräfte aller Bundesländer mit dem Thema Demokratieerziehung umgehen ist extrem unwahrscheinlich, unglaubwürdig und das Umfragesetting dafür schlichtweg zu oberflächlich und vorhersehbar gestaltet um einen ernsthaften, verständnisbringenden/erkenntnisfördernden Einblick jenseits der Bestätigung deiner Vorabannahmen zu erhalten. Um ein paar nette Daten zum verwursten im Rahmen irgendeiner Staatsarbeit zu erhalten langt es aber allemal... Wenn du diese auswertest solltest du im Hinterkopf behalten, dass eine Mehrheit der Lehrkräfte, die bereits angegeben haben Frontalunterricht einzusetzen voraussichtlich nicht deine extrem einseitige Interpretation im Kopf gehabt haben dürften, sondern von einem lehrerzentrierten Unterricht mit direkter Instruktion z.B. im Rahmen eines fragend-entwickelnden Unterrichtsgesprächs ausgegangen sein dürften. Letzteres mag nicht der pädagogisch letzte Schrei sein, gilt aber nicht grundlos als äußerst anspruchsvolle Unterrichtsform, die Lehrkräften einiges im Bereich der Gesprächsfühurng abverlangt und ist, wie auch Buntflieger bereits angesprochen hat, in bestimmten Lerngruppen absolut angezeigt, um mit diesen zielführenden Unterricht mit einem hohen Anteil echter Lernzeit gestalten zu können (wie auch diverse Lernstudien zeigen). Methodisches Schwarz-Weiß-Denken macht den eigenen Unterricht nicht besser.


    EDIT: Die Kompetenzen die du schülerbezogen abfragst beziehen sich ganz nebenbei völlig unspezifisch auf "Schülerinnen und Schüler" ungeachtet der Tatsache, dass abgefragte Aspekte gezielt in bestimmten Klassenstufen Teil des Bildungsplans sicherlich auch in Bayern sind, so dass man differenzieren können müsste nach Klassenstufe oder die Frage sich spezifisch auf Vorkenntnisse ungeachtet unterrichtlich erarbeiteter Themen und Einheiten beziehen müsste. Es stellt sich mir erneut die Frage nach dem eigentlichen Ziel der Umfrage. Dem Umfragedesign nach würde ich auf eine Bachelorarbeit tippen, deinem Profil nach (Ref) auf eine Staatsarbeit zum 2.Staatsexamen mit jeweils nicht weiter genannter Zielsetzung/Fragestellung. Nur um Arbeitsmaterialien geht es ziemlich sicher nicht, damit hat diese Umfrage einfach mal gar nichts zu tun.

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