Beiträge von CDL

    Das ist nur ein Praktikum, nicht das Ref. Auch wenn es Mut kostet: Wenn es dir möglich ist, zieh den Kollegen den du begleitest ins Vertrauen, leg offen, dass das Thema dich persönlich betrifft und du deshalb aktuell noch in Behandlung bist, damit ihm bewusst ist, dass das vielleicht zumindest momentan nicht das passende Thema ist bei dem er dich alleine in der Klasse lassen kann. In jedem Fall: Besprich die Situation in der Traumatherapie, klär Trigger und einen möglichen Umgang im schulischen Rahmen gut ab und auch, ob das wirklich ein Thema ist, dass du aktuell leisten kannst oder es für dich selbst, wie auch den Lernprozess der SuS möglicherweise besser wäre eine andere Klasse zu begleiten. Weder dir selbst noch den Schülern ist am Ende damit geholfen, wenn du vor lauter eigener Betroffenheit nicht mehr als (angehende) Lehrkraft vorne stehst, sondern nur noch als Betroffene die selbst hilfsbedürftig wird, weil das Thema so viel auslöst, antriggert, hochholt. Eigene Grenzen zu beachten und zu respektieren ist etwas ganz zentrales als Gewaltopfer und unerlässlich, um auch unter diesen Voraussetzungen dem Beruf gerecht werden zu können.
    Fairerweise muss man sagen, dass ein Trauma durchaus Fragen der Berufseignung aufwirft, da sichergestellt sein muss, dass der schulische Kontext kein so starkes Triggermoment darstellt, dass du Flash Backs etc.bekommst und die Veranwortug für deine SuS zuverlässig tragen kannst. Dafür machst du jetzt aber die Traumatherapie und hast dir hoffentlich weitere Unterstützung gesichert, sei es in Form eines OEG-Antrags oder auch durch Beantragung eines GdBs etc.. Wenn du zu den letzten Aspekten Fragen haben solltest melde dich gerne per PN bei mir.

    Ich bin selbst Gewaltopfer und im Schuldienst, das schließt sich also keinesfalls per se aus, ist aber mit einiger zusätzlicher seelischer Arbeit verbunden und erfordert eine gewisse Grundstabilität als Ausgangsbasis. Was ich gerade zu Beginn des Refs gemacht habe um mich selbst zu unterstützen ist eine Übung aus der Traumatherapie, die sich "sicherer Ort" nennt. Vielleicht kennst du die Übung ja. Diese Übung habe ich immer auf dem Weg zur Schule gemacht, um ganz bewusst mein inneres Kind und meine verletzten Anteile an diesen sicheren Ort zu bringen und ebenso bewusst als Erwachsene die ich bin in meinen Beruf zu gehen, statt verletzte Anteile vorzulassen oder gar vorzuschicken, die dem nicht gewachsen sind. Wenn ich mit meinen SuS Themen bearbeite die potentiell an meine trauamtischen Erfahrungen rühren könnten, dann mache ich diese Übung ebenfalls noch einmal bewusst, um eben in der richtigen Rolle und Haltung in die Klasse zu gehen und nicht meine Gefühle und Erfahrungen zu vermengen mit dem, was meine SuS lernen sollen und dürfen. Zusätzlich habe ich gute Erfahrung gemacht mit bewusster Ressourcenarbeit (Was stärkt mich?) gerade in besonders belasteten Zeiten und dem Zugeständnis, dass ich eben auch mehr Pausen benötige, um die Erfahrungen des Schultags gesund verarbeiten zu können. Letzteres fällt mir sehr schwer, weil ich nicht als krank wahrgenommen werden möchte. Da ich meine gesundheitlichen Probleme aber nunmal nicht negieren kann, ist es der einzige gesunde Weg, um meinen Beruf wahrnehmen zu können.
    Sprich mit deiner Therapeutin/deinem Therapeuten über das Thema, mach die Übungen die du in der Therapie lernst konsequent im Alltag und ganz bewusst auch ehe du in die Schule gehst, hör auf deine Grenzen (so schwer das auch sein mag) und zieh wenn möglich den Kollegen ins Vertrauen. Wenn er weiß, warum das Thema dich besonders berührt (dass es dich besonders berührt wird er sowieso schnell wahrnehmen) kann er dein Verhalten einordnen.

    Baiserschichttorte mit Kaffeecrème nach einem Rezept einer Heilbronner Traditionsbäckerei (wobei es auch andere Konditoreien in der Region zubereiten), die leider 2015 geschlossen hat. (Gab und gibt es bei uns bei jeder Familienfeier.)


    Welches Rezept löst bei dir nostalgische Gefühle aus, weil es ein fester Bestandteil deiner Kindheit war?

    Hmm ich esse Kuchen, backe ich phasenweise gerne, esse ihn aber nur manchmal gerne. An Sorten mag ich aus nostalgischen Gründen "Arabertorte", sonst geschmacklich Apfel-Zimt/Nuss (gerne auch mit Äpfeln kombiniert)/ Kürbis-Apfel.


    Hast du schon mal "Arabertorte" gefuttert?

    Als Kind war es schon toll, wenn ich überhaupt ein eigenes Geburtstagsgeschenk bekam. Durch die zeitliche Nähe zu Weihnachten bekam ich von den Verwandten in der Regel nämlich nur ein Weihnachtsgeschenk. Heutzutage: Wenn mein Vater oder meine Schwester und Familie zu Besuch kommen oder meine beste Freundin trotz ihrer Großfamilie mich mit eben dieser zum Geburtstagsfrühstück einlädt etc., mit anderen Worten ist Zeit das schönste Geschenk.


    Wie verbringst du deine Geburtstage am Liebsten?

    Warum sollte ein Kleinkind ein Tablet nutzen oder gar haben? Klingt für mich nach Beschäftigungstherapie/ ruhig stellen, statt sich sinnvoll mit dem eigenen Nachwuchs zu beschäftigen. Vielleicht übersehe ich aber auch etwas, also:

    Warum sollte ein Kleinkind sinnvollerweise ein Tablet nutzen oder gar haben?

    Soll heißen, dass wir als LehrerInnen selbstverständlich NICHT psychische Erkrankungen diagnostizieren oder Kinder therapieren ABER eben Kinder, mit denen wir aufgrund von solchen Erkrankungen / Verhaltensauffälligkeiten Schwierigkeiten haben (die sich nicht durch die üblichen Erziehungsmaßnahmen oder das gegenwärtig erarbeitete Handwerkszeug beheben lassen) NICHT als unbeschulbar (oder was auch immer) betrachten und weiterreichen oder uns von unserer Verantwortung für Bildung / Erziehung / Entwicklung loslösen, bzw. sie abschieben (seien es andere Fachkräfte, wie z.B. die Sozialarbeiter, oder Förderschulen...). Schon klar, dass interdisziplinäre Zusammenarbeit, Reflexionen und kollegialer Austausch im Zusammenhang mit verhaltensauffälligen (insbesondere traumatisierten) Kindern wichtig sind. Und dass man sich Hilfe suchen können muss, wenn man selbst nicht weiter weiß....

    Entschuldige, aber das halte ich für eine Unterstellung. Wir Lehrkräfte, also diejenigen mit Schreibberechtigung in diesem Forum, die den Beruf tatsächlich bereits ausüben, wedeln nicht mal eben mit Urteilen von Abschulung bis Unbeschulbarkeit rum, weil uns danach ist oder wir unsere Arbeit nicht machen wollen würden! Übliche Erziehungsmaßnahmen, Elternarbeit, Hinzuziehen von Schulsozialarbeit/Beratungslehrern/schulpsychologischer Beratungsstelle/Jugendamt... sind Teil unserer normalen Arbeit, um die wir uns auch nicht aus Bequemlichkeit drücken.


    Abschulungen sind sehr klar geregelt, ob sie überhaupt stattfinden dürfen im jeweiligen Bundesland oder an der jeweiligen Schulart und mit Sicherheit nicht das Mittel der Wahl im Umgang mit SuS, sondern nicht zuletzt auch weil Elternwünsche und Lernvorraussetzungen und-bedürfnisse der eigenen Kinder nicht immer kompatibel sind leider immer wieder unumgänglich. Ziel einer Abschulung ist es nicht sich als Lehrkraft von einer Bildungsverantwortung freizusprechen, sondern vielmehr SuS ein Lernumfeld zu ermöglichen, wo sie mit ihren Voraussetzungen und Potentialen bestmöglich abgeholt und gefördert werden können. Wenn Eltern meinen eine Werkrealschulempfehlung (Hauptschulempfehlung) der Grundschule werde ihrem Nachwuchs nicht gerecht und diesen am Gymnasium anmelden ist das eben im Regelfall eine extrem frustrierende Erfahrung für die Schüler bis im Laufe der Orientierungstufe (wenn ich von BW ausgehe) die Werkrealschüler normalerweise vollständig abgeschult wurden um endlich in einem Lerntempo und in einem Klassenverband lernen zu können, der ihnen gerechter werden kann, damit sie sich auch als erfolgreich erleben können. In vielen Bundesländern gibt es Schularten, die so aufgestellt sind, dass eine Abschulung nicht nötig ist, unabhängig vom tatsächlichen Lernniveau von SuS (Gesamtschulen/Gemeinschaftsschulen). Eltern, die eine Abschulung in der Sek.I verhindern wollen, können ihre Kinder dort anmelden, aber eben nicht erzwingen, dass ihre Kinder auf Gymnasialniveau beschult werden, wenn dies den Kindern (Notenbild) nicht gerecht werden würde. Kinder vor den Bildungsaspirationen (und der damit einhergehenden Überforderung) der eigenen Eltern zu schützen ist nämlich auch ein Teil der Wahrnehmung von Verantwortung für die Bildung und Entwicklung von SuS, wobei am Ende an vielen Stellen ganz ungeachtet des Kindeswohls der Elternwille eben doch greift. So habe ich in einer Klasse einen Schüler sitzen, der auf Elternwunsch nur auf Hauptschulniveau beschult werden darf, obgleich er problemlos einen Realschulabschluss machen könnte. Die Eltern finden HS reicht in der Familie als Abschluss; da in diesem Fall natürlich die Noten nicht dagegen sprechen, können die Eltern das durchsetzen als Erziehungsberechtigte, so unangemessen wir Lehrkräfte das auch finden mögen. In einer anderen Klasse habe ich Kinder mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwickung sitzen, die in einem SBBZ deutlich besser gefördert werden könnten (ich bin nunmal keine Sonderschullehrkraft und dieses Lehramt nicht umsonst ein eigener Studienbereich)- Elternwille sagt Inklusion, also müssen die Kinder auch an Unterrichtsfächern teilnehmen die nicht Teil ihres Bildungsplans sind und die sie inhaltlich an vielen Stellen völlig überfordern, während ich versuchen muss dem Bildungsanspruch dieser Kinder so gut wie möglich gerecht zu werden.

    (...)
    Zuletzt hatte ich in erster Linie das Bedürfnis etwas von den Sollzuständen und Lehrbuchlösungen weg und hin zu dem zu kommen, wie es sich im realen Schulalltag tatsächlich gestaltet. Ich finde es großartig, wie viel pädagogisches Wissen und inhaltliche Kenntnisse ihr habt und konnte davon lernen, nach außen hin kann die Diskussion aber den Eindruck erwecken, als wäre das, was LuL da täglich leisten für jeden zu meistern, der irgendwann eine professionelle Haltung gewonnen und Erfahrungen gesammelt hat.

    Das ist ein Forum von Lehrkräften für Lehrkräfte (und angehende Lehrkräfte), kein Forum, um Außenstehenden ohne Schreibberechtigung die die professionellen Erfordernisse und Belange des Schuldienstes weder kennen noch einschätzen können über unser Berufsprofil und unsere beruflichen Herausforderungen aufzuklären. Wer den Eindruck haben möchte, "jeder kann Lehrer"- den die Einstellungspolitik der Länder durchaus an der einen oder anderne Stelle ungünstig fördert- den wird auch solch ein Thread nicht eines Besseren belehren. Wer jetzt schon wissen will, welchen Herausforderungen Lehrkräfte sich tatsächlich stellen müssen, kann das wissen, nachlesen oder auch einfach erfragen. Einen Thread zur "Imagepflege" braucht es nun wirklich nicht. (P.S.: Fang erstmal damit an die Lehrbuchlösungen zu lernen und pass diese dann anhand der Realität deiner Berufspraxis an wo nötig. Ohne echtes Wissen als Basis wird es schwer etwas im Alltag anzupassen, denn dann musst du anfangen Lösungen zu erraten oder auch konstant das Rad neu zu erfinden, statt sinnvolles Fachwissen praxistauglich umsetzen zu lernen und für deine Zielgruppe/berufliche Herausforderungen nicht Hilfreiches bewusst auszusortieren.)

    Zitat von Caroli


    Ich wollte herausgestellt sehen, dass das eine Menge fortlaufender Arbeit bedeutet - so kommt es mir zumindest bisher vor. Außerdem, was ja grundsätzlich gut ist, scheinen hier die meisten durchgängig der gleichen Meinung zu sein. Ich habe allerdings außerhalb dieses Forums auch schon ganz andere Eindrücke gewonnen, nicht zuletzt aus den
    Medien...

    "Die Medien" ist eine recht schwammige Angabe, denn da gibt es eine große Spanne an mehr oder minder seriösen Artikeln und Journalisten die sich mal mehr, mal weniger Mühe bei ihren Artikeln machen die Vielfalt die der Bildungsföderalismus mit sich bringt adäquat darzustellen. Lehrer_in ist ein Beruf, der natürlich eine Menge fortlaufender Arbeit bedeutet. Wenn du später mal im Beruf das Gefühl hast das gehe in deinem Umfeld unter kannst du das herausstellen und vielleicht etwas bewirken- zumindest in deinem Nahbereich. Abgesehen davon muss man sich da auch ein dickes Fell zulegen. Du weißt was du machst (und kennst hoffentlich künftig auch deine Grenzen) also ein gesundes Selbstwertgefühl und gesundes Selbstvertrauen zulegen und weniger das Bedürfnis haben, der Rest der Welt müsste das doch genauso sehen und verstehen wie du.

    "Ich wollte herausgestellt sehen" liest sich für mich nach akademischer Diskussion im Elfenbeintürmchen. Stell heraus was dich glücklich macht, aber erwarte nicht, dass Lehrkräfte in einem professionellen Forum konstant dasselbe Bedürfnis haben; wir wissen auch ohne uns dessen gegenseitig konstant zu versichern nämlich sehr genau voneinander welcher Art unsere fortlaufende Arbeit ist, trotz aller Unterschiede von SuS, Schularten, Bundesländern und ihrer Bildungssysteme.
    Als Lehrkraft versteht man sehr früh, dass man seine Arbeit nicht besser macht, wenn man Grenzen der Zuständigkeit negiert und auch den eigenen SuS damit nicht besser hilft, sondern es ein zentraler Baustein unserer Berufes ist mit anderen Professionen eng zusammenzuarbeiten. Dabei geht es nicht darum Verantwortung abzuschieben, sondern Kindern und Jugendlichen mit entsprechenden gesundheitlichen, familiären oder anderen Problemen die über den Unterricht hinausreichen und sich in diesem lediglich mit auswirken zu helfen. Die Verantwortung für den eigenen Unterricht lässt sich nicht abgeben. Lehrkräften muss man das nicht erklären, ebensowenig, wie das ein Punkt ist, an dem wir uns ernsthaft untereinander uneins sein könnten, insofern ist es wenig überraschend, dass die Art deiner Nachfragen an vielen Stellen zu sehr einheitlichen Antworten führen, da es eben simple gemeinsame Basis ist, die du mangels entsprechenden Wissens abfragst. Uneins sind wir uns auch in diesem Forum oft genug und auch im alltäglichen Handlen gibt es natürlich auch bei allen die sich hier im Thread ähnlich äußern größte Unterschiede, weil jeder von uns anders tickt, weil Klassen, Schüler, Situationen, Schulen... unterschiedliche Nuancen von Handlungen erfordern, die doch auf dasselbe hinauslaufen können.

    Zitat von Caroli


    Es geht mir also letztlich darum herauszustellen (für mich und andere), wie es wirklich ist und wo die Möglichkeiten (die habt ihr ja zur genüge beschrieben) aber auch Herausforderungen und Hindernisse für LuL liegen.
    Es ist richtig, dass da zunächst auch Zukunftssorge eine Rolle gespielt hat. Die Praktikumszeit war toll und erfahrungsreich, hat aber auch viele Fragen aufgeworfen und in Bezug auf das Thema "Umgang mit Traumata" einiges in mir ausgelöst, sodass ich nicht einfach abwarten wollte bis ich im Berufsleben stehe...

    Nochmal: Schaff dir erstmal die Basis heran durch Studium, Praktika, Ref, ehe du aus der Retorte heraus und ohne das erforderliche Fachwissen oder die praktische Erfahrung Scheinlösungen suchst, die dich jetzt vielleicht zu beruhigen vermögen, am Ende aber in den konkreten Situationen denen du begegnen könntest wirkungslos bleiben könnten, weil sie eben nicht zu deinen künftigen SuS, deren Bedürfnissen, der tatsächlichen Problemlage, dir selbst als Lehrkraft passen. Wenn du dich jetzt mit etwas beschäftigen möchtest abgesehen von deinem Studium, dann arbeite daran dich von dem Bedürfnis frei zu machen in einem Internetthread der nur von Interessierten gelesen wird, nicht von Menschen, die sich mit einer Fehlwahrnehmung des Berufs begnügen möchten, Herausforderungen und Hindernisse von Lehrkräften im Beruf herauszustellen zur Korrektur der öffentliche Wahrnehmung des Berufsbilds.

    Bitte niemals in einer französischen Boulangerie einen Baiser bestellen. :)

    Würde mir als Französischlehrerin nicht einfallen, habe ich aber schon miterlebt, welchen Effekt das haben kann (Schüleraustausch in der Schulzeit, Klassenkameradin zeigt in der Patisserie auf einen Kuchen mit Baiserhaube und bestellt "un gâteau avec un baiser" , der Blick der Verkäuferin- unbezahlbar. :rauchen: )

    Ganz genau! Und solche, die sich hinter dem Rücken das Maul zerreißen, nur weil man etwas anders ist/arbeitet.

    Klingt richtig ekelhaft was ihr da an Unkollegialität beschreibt. Ich hoffe, ihr habt genügend andere KuK um euch, die nicht nur wissen, wie man Solidarität buchstabiert, sondernauch, wie man diese lebt. :troest:

    Kommt auf das Alter der Kinder, deren Entwicklungsstand, das Computerspiel (Altersfreigabe, Inhalt...) an. Persönlich halte ich gar nichts davon bereits Kleinkinder/Kindergartenkinder an Smartphone/Tablet und Co. rumspielen zu lassen und finde, dass es auch später noch einige Jahre lang darum gehen muss gesunde Rahmenbedingungen für Medienkonsum zu schaffen, also feste Zeiten statt endlos und im eigenen Zimmer ohne Aufsicht (gilt auch für TV), abgesprochene Inhalte, alternative kindgerechte Beschäftigungsangebote (Basteln, Vorlesen, Rumtoben, Radfahren....) drinnen und draußen, allein, mit der Familie, mit Freunden, die die kindliche Kreativität besser unterstützen, als ein vorgesetztes Medienangebot das vermag.


    Sehr spannende Frage, die ich noch einmal weitergebe.

    Und eine Nachspeise.

    Heißt das nicht so wegen dem Baiser?

    Mein erstes Jägerschnitzel-Ost in der Mensa werde ich auch nie vergessen. Meine deutschen und polnischen Kommilitonen futterten begeistert los, während mir mal eben gepflegt die Fresslucke entgleiste ( :staun: ), weil das so gar nicht dem entsprach, was ich erwartet hatte. War aber bei genauerer Betarchtung ein ziemlich praktisches und vor allem günstiges Studentenfutter.

    In den Ferien zwischen Mitternacht und 2 Uhr früh im Regelfall, sobald die Schule begonnen hat verschiebt sich das ratzfatz nach vorne auf 22-23 Uhr im Regelfall, da ich meine 7-8 Stunden Schlaf wirklich brauche. (Übrigens gehöre ich zu den Menschen die meist 5-10min aufwachen ehe der Wecker klingelt, auch bei unter der Woche wechelnden Weckzeiten; klappt aber nur, wenn ich Pflichttermine habe, sprich wach werden will (habe eine sehr ausgeprägtes Pflichtgefühl). Am WE null Chance.)

    Hattest du schon längere Phasen der Schlaflosigkeit in deinem Leben bzw. mit stark gestörtem Schlaf (wiederholtes Aufwachen/Albträume...)?

    Grauzonen gibt es in der Arbeit mit Menschen meines Erachtens immer, weil eben nicht alles vorhersehbar ist und auch LehrerInnen nicht alles wissen, bzw. umsetzen können, was sie wissen und auch Lehrpläne und die Uni nicht alles abdecken können... Es gibt Dinge, die man in der Auseinandersetzung mit einer Situation lernen muss, sich aber dennoch stückweit vorbereiten kann, wenn man absehen kann, was die Knackpunkte sein könnten (das versuche ich gerade). Zudem sind Grenzen häufig fließend und wenn man auf einem Gebiet Neuland betritt, könnte es passieren, dass man z.B. die Grenzen der eigenen Zuständigkeit über- oder unterschreitet --> beispielsweise in Überforderungssituationen von LehrerInnen…

    Was ist denn z.B., wenn ein traumatisiertes Kind immer wieder in Wutphasen gerät, in denen es z.B. Gegenstände zerstört und andere Kinder oder sich selbst gefährdet, obwohl es die Regeln kennt? Holt ihr euch da immer wieder die Sozialarbeiterin oder Kollegen zur Hilfe? Wie versucht ihr, abgesehen von interdisziplinären Maßnahmen, Regeln und Strukturen zu intervenieren? Und wie verändert ihr die Situation langfristig (insbesondere, wenn ergriffene Maßnahmen nicht fruchten)?
    Ist es da nicht besonders schwer das Gleichgewicht zwischen Distanz und Empathie, zwischen Überforderung und Selbstschutz zu wahren? Und dem betroffenen Kind weiterhin so gegenüberzutreten, wie den anderen Kindern?

    Dein Interesse ist großartig Caroli, aber die Fragen die du stellst sind viel zu hypothetisch, um am Ende konkrete Lösungen für Situationen finden zu können die dir sagen wir in 5 Jahren einmal begegenen könnten. Dir fehlt völlig nachvollziehbarerweise noch einiges an Wissen aus dem Studium und Ref, aber vor allem auch die praktische Berufserfahrung ab dem Ref, die über ein Praktikum hinausgeht. Das macht es nachvollziehbar, warum du selbst noch keine Lösungen für solche Situationen kennst, warum es dir so schwer zu fallen scheint zu akzeptieren, dass am Ende der Umgang mit geflüchteten Kindern weder per se eine besondere Herausforderung sein muss, noch eine größere Herausforderung sein müsste, als der Umgang mit anderen Kindern der eigenen Klasse, von denen eben auch manche verhaltensauffällig sind, manche traumtisiert sein könnten, manche zuhause vernachlässigt werden, manche liebevolle und aufmerksame Eltern haben, manche Deutsch als Fremdsprache lernen oder als Zweitsprache haben und und und.

    So schwer dir das fällt momentan: Akzeptier, dass du erst noch eine Wissens-und Erfahrungsbasis sammeln musst, um zunächst mal von der Idee wegkommen zu können Flüchtlingskinder hätten per se riesige Probleme in der Schule, wären per se eine andere Herausforderung, als der Umgang mit anderen verhaltensauffälligen oder belasteten Kindern deiner Klassen, wären per se traumatisiert und vor allem von dem Aktionismus, den ich deinen Nachfragen ein Stück weit entnehme, die immer wieder deutlich machen, dass dir noch das Bewusstsein fehlt für gesunde Grenzen, die man als Lehrer im Umgang finden muss um selbst gesund bleiben zu können, um tatsächlich helfen zu können, um Mitleid nicht mit Mitgefühl und Empathie zu verwechseln. Wenn du dir sowohl diese Haltung erarbeitet hast, als auch durch Studium und Referendariat notwendiges Wissen in Theorie und Praxis erarbeitet hast (inklusive rechtlicher Regelungen deines Bundeslandes), dann wirst du sehen gibt es erheblich weniger "Grauzonen" (die ich weniger als Grauzonen bezeichnen würde, als als Bereiche, mit einem gewissen Entscheidungsspielraum, um nach einer möglichst professionellen Abwägung eine adäquate Lösung für das betroffene Kind, die Mitschüler, den eigenen Unterricht zu finden- eine Lösung passt niemals für alle Varianten einer Situation) als dir das gerade erscheint mangels Wissen und professioneller Haltung.

    Wenn du in einem folgenden Praktikum oder im Ref konkreten Situationen begegnest für die du vom Erfahrungsschatz des Forums profitieren willst, wirst du nicht nur hilfreiche Antworten bekommen, sondern mit diesen auch etwas anfangen können. Bis dahin sind deine Nachfragen zu hypothetisch um für dich irgendwann einmal zielführend sein zu können oder auch um jetzt die Fragezeichen auflösen zu können die du mangels Berufspraxis noch nicht auflösen kannst in dir und zu denen du auch noch keine professionellen Haltungen entwickeln kannst, die erforderlich wären, um deine Fragen tatsächlich aufzulösen.

    Ich finde das sehr verstörend und total außerhalb meiner Komfortzone (also Wacken).

    Da hilft wohl nur die Weiterführung der laufenden Wacken-Expositionstherapie in den kommenden Jahren. Alternativ, könnte die Ausbildung deines Lieblingsschafs zum Therapieschaf zur unterstützenden Begleitung im Alltag dir im Hinblick auf deine Wackophobie helfen. (In Hamburg gäbe es auch Therapieschafe- ist vielleicht näher dran, nur das Bild war nicht so hübsch anzuschauen.) :)

    Also Durchschnitt aus 1.+2.Staatsexamen x 10 = Ordnungsgruppe . Andere Berechnung, am Ende aber wie in BW eine Gleichgewichtung der beiden Staatsexamina. Danke schonmal dafür. Und was ist dann die "Liste der Ordnungsgruppen" im Hinblick auf das Bewerbungsverfahren? (überschnitten mit Jules Beitrag)

    Danke Jule. :rose:

    (Entschuldigt das OT, hat mich nur neugierig gemacht, inwieweit das Verfahren vergleichbar ist bzw. auch schlichtweg, was bestimmte Begrifflichkeiten bezogen auf NRW bedeuten.)
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    Damit die Frage des TE nicht in Vergessenheit gerät:


    Ich kenne auch einige, die noch vor Ihrem UPP durch das Listenverfahren eine Stelle hatten (Hauptschule ohne Hauptfach).

    SONST SOLLTE MAN PER MAIL MAL NACHFRAGEN ?

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