Mei, jetzt habe ich den Thread aber minutenlang suchen müssen, um euch noch die geschuldete Antwort zu geben..
Also, das Frageschema, dass praxis Wirtschaft Berus- und Studienorientierung vorschlägt ist bei allen Fallbeispielen identisch. (Ich kürze die schülerfreundlicher formulierten Fragen ab).
1. Welches Problem ist gegeben?
Fragen die helfen könnten: Was verursacht die Probleme, die zu lösen sind? / Warum muss nach einer Lösung gesucht werden? /Nationales oder internationales Problem? ...
2. Wer ist beteiligt oder betroffen?
Fragen die helfen könnten: Ursache/Verursacher des Problems? Wer muss mit den Folgen des Problems umgehen? Sind bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders betroffen? ...
3. Welche Ziele verfolgen die Beteiligten/Betroffenen?
Fragen die helfen könnten: Wem nutzt die derzeitige Situation? Wer hat das Interesse etwas zu ändern und warum? Gibt es Ziele, die alle miteinander teilen? Wo treten Konflikte auf?...
4. Welche Lösungsmöglichkeiten sind denkbar?
Fragen die helfen könnten: Müssen Lösungen a)beim Einzelnen, b) beim Unternehmen oder c) beim Staat ansetzen? Gibt es schon Lösungsansätze und was wird diskutiert? Können die Beteiligten das Problem selbst lösen oder muss der Staat Regeln setzen? Wenn ja, warum? Welche Lösung scheint euch am angemessensten/sinnvollsten zu sein?...
Das Fallbeispiel in der Martkwirtschaft ("Wirtschaftsbürger") ist "das Plastiktüten-Problem", beim Konsumenten in Klasse 7 behandeln wir den Smartphone-Konsum (Recycling/Rohstoffumgang/Fairphone..).
Meiner Erfahrung nach funktionieren diese Fallbeispiele mit den Fragen zur Analyse und Bewertung recht gut in der Realschule, wobei 1. und 2. von allen SuS noch recht gut beantwortet und bearbeitet werden können, 3. fällt den SuS meist noch schwer in 7 und 8, 4. lässt sich mit etwas Fleiß bei der Informationsssuche/Quellenauswertung dann wieder zumindest ordentlich von allen bearbeiten, zeigt also mehr über das Engagement der SuS bzw. Interesse am Fach. Auch meine Hauptschüler können 4. teilweise ordentlich bearbeiten und lösen, 3. schaffen auch meine fitten Realschüler nur mit weiteren Unterstützungsfragen/Unterstützungsangeboten, weil meist noch zuviel tiefgreifendes Wissen fehlt. Gerade in diesem Bereich überraschen die SuS mich aber immer wieder mit ihrem Vorwissen, was die Frage noch spannender macht.