Beiträge von CDL

    (...)Ist das für die Frage des Lateinunterrichts relevant? Ja, weil die Frage "Lateinunterricht ja oder nein" eine ökonomische ist. Unterrichtszeit ist wie gesagt ein wertvolles Gut. Wenn in einer demokratischen Gesellschaft die Schule sehr starken ökonomischen Zwängen unterworfen ist, dann wird man sich den Luxus nicht mehr leisten können. Latein und Altgriechisch als schöne weil prestigeträchtige Hobbies für eine kleine Oberschicht gehen dann halt nicht mehr. :)

    Ein schönes Plädoyer für ein Bildungssystem, in dem Herkunftseffekte nicht die Rolle spielen, die sie faktisch eben in Deutschland spielen. Ich bezweifel, dass Latein am Ende die alles entscheidende Stellschraube sein wird. Sollte der Lateinunterricht es nachweislich und ausnahmslos sein: Weg damit! Ansonsten reicht es aber doch Schülern und Eltern die Wahl zu lassen wie bislang, welche Sprachenfolge sie für zielführend halten. Bildungsgerechtigkeit bedeutet schließlich gerade nicht "jedem das Gleiche" zukommen zu lassen.

    Vor ein paar Jahren gab es hier mal so einen Link zu einer Erhebung, bei der Lehrer und Lehramtsstudenten anhand von kurzen Videosequenzen, in denen vermeintlichen Schülern ein Täuschungsversuch vorgehalten wurde und sie sich äußern mussten, vermuten sollten, ob die befragten Schüler lügen oder nicht. Ziel war irgendwie die Beurteilungskompetenz von Lehrern oder so.
    Es kamm dann dabei raus, dass Lehrer zu ziemlich genau 50% richtig raten, wenn sie sich in dem Setting zwischen "ja" und "nein" entscheiden mussten. :D

    War natürlich auch völliger Quatsch, die Studie.

    Na, zumindest wurden die Annahmen die man aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung kennt erfüllt. Wenig überraschend, aber manche sind sich vielleicht auch dabei nicht ganz sicher und testen lieber nochmal selbst "gründlich" nach, ob raten die erwartbaren Ergebnisse bringt.

    Ich und einer meiner Schüler haben uns mehrmals gegenseitig in die Augen gestarrt. So etwas ist mir in meinem ganzen Leben noch nie wieder fahren. Ist dies ein "normales" Ereignis zwischen Schüler und Lehrer, bzw. hat jemand Ähnliches erlebt? Wenn ja, was könnte dies bedeuten?

    Du meinst, es gab direkten Augenkontakt mit dem Feind?!? :schreck: Erschütternd!!! Ich hoffe, ein sicherer Fluchtweg stand dir offen! :flieh:

    Entschuldigung, aber der Beitrag liest sich reichlich kurios für eine ernst gemeinte Frage und nur wenig nach einem Lehramtsanwärter. Falls ich mich täuschen sollte: Vielleicht beschreibst du den fraglichen Vorgang mit adäquaten Worten, die es uns erlauben ihn entsprechend einzuordnen. In welcher Situation gab es diesen für dich problematischen Augenkontakt? Warum genau ordnest du diesen als zumindest potentiell problematisch ein statt als normales zwischenmenschliches Verhalten? Konkrete Angaben(ggf.auch zu Schulform/Altersgruppe/Klassenstufe etc.) helfen, falls du tatsächlich Hilfe suchen solltest und nicht nur fröhlich vor dich hintrollst.

    hm... nein.Bayern hat am meisten, am ‚allemeisten‘ hat Augsburg ;)
    Die Ungläubigen im Norden oder Osten am wenigsten.

    Ich glaube, du meinst gerade Feiertage @chilipaprika, während fossi von Ferientagen schreibt.

    Wobei es auch bei den Ferientagen meine ich kleine Unterschiede bundesweit gibt, womöglich hängen die aber letztlich mit Feiertagen während oder am Ende von Ferientzeiten (typisches Beispiel in BW wäre der 6.Januar, der immer und wochentagsunabhängig noch Teil der schulischen Weihnachtsferien ist) zusammen.

    Ich rede davon, dass nicht alle Kinder den gleichen familiären Hintergrund haben. Es gibt viele gute Elternhäuser, die sich sehr gut um ihre Kinder kümmern und sie auch gut aufklären. Ich habe mich selbst nur mal als ein Beispiel angeführt. Es gibt Millionen andere Kinder, die ebenfalls von ihren Müttern erklärt bekommen, wie man Tampons oder Binden benutzt.

    Ich weiß jetzt nicht genau, was du unter einem "guten Elternhaus" verstehst, außer natürlich das, dem du selbst entstammst. Ich hatte gebildete, engagierte Eltern, aber auch eine schwerkranke (bereits verstorbene) Mutter, die manchmal überfordert war. Als ich mit 12 Jahren das erste Mal meine Periode bekam hatte ich- trotz Mutter und älterer Schwester im Haus und Biologieunterricht an der Schule- absolut keine Ahnung, was da mit mir passiert, weil niemand mir das vorher erklärt hatte (war erst Ende von Klasse 6 Thema in der Schule, da der Biolehrer wie er sagte davon ausging, dass "die Mädchen das doch sowieso alle am Gymnasium von ihren Müttern erklärt bekommen würden, wäre ja nicht wie an der Hauptschule"). Ich dachte also ich wäre krank angesichts der Bauchschmerzen und Krämpfe und als das Blut kam habe ich Panik bekommen und dachte, ich müsse sterben, weil ich null Ahnung hatte, was in meinem Körper vorging. Meine Mutter hat es mir dann zwar in Ruhe erklärt und ich konnte mich in der Folge auch mit Freundinnen über Weiteres austauschen bei Bedarf, aber ich wäre wirklich dankbar gewesen eine GS-Lehrerin wie @lamaison zu haben, die das schon thematisiert, ehe es überhaupt relevant wird oder Biolehrer wie @jotto-mit-schaf oder @Wolfgang Autenrieth oder auch die Biolehrer an meiner aktuellen Schule, die eben frühzeitig sicherstellen, dass Schülern ganz unabhängig von ihren Elternhäusern die Gelegenheit gegeben wird Fragen zu stellen und den eigenen Körper ein klein wenig besser verstehen zu lernen.

    Auch "gute Eltern" sind nur Menschen und machen Fehler bei der Erziehung ihrer Kinder oder verbleiben eben in ihren vorgefassten Meinungen, so dass bestimmte Themen nicht so sachlich dargestellt werden, wie sie es zumindest ergänzend bedürfen. Ein "kein Sex vor der Ehe"-Konzept muss ergänzt werden um ein nüchternes "aber, wenn ihr doch nur Menschen seid, dann denkt an Kondom und XYZ als Schutz vor Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft". Auch "gute Eltern" leisten das nicht unbedingt, gute Lehrer ihrer entsprechenden Fächer aber durchaus.

    Kecks:
    Was ist das denn für eine Argumentation?
    Wenn es nur um das spräche lernen geht, kann man auch jede andere Sprache nutzen um dem Bildungszwecke zu entsprechen.

    Auch andere sprachen benötigen kontinuierliches Pauken.

    "Selbstzweck", wie von keckks angeführt, bedeutet nunmal, dass sich dieses Argument auf jede Sprache anwenden lässt. Das mag in deinen Augen vielleicht keine zielscharfe Argumentation sein, vor dem Hintergrund eines humanistischen, genauer gesagt humboldtschen Bildungsideals (das zumindest in BW absolut klar und unmissverständlich Teil des Schulgesetzes ist) passt das aber finde ich absolut. Ob Latein deshalb Teil schulischer Bildung sein muss sei mal dahingestellt, es schadet aber als Basis für weitere Sprachen (sprachlich/historisch/sprachgeschichtlich) keinesfalls die lateinische Wurzel der vulgärlateinischen modernen Varianten zu kennen. Ich habe einerseits im Romanistikstudium von den Lateinkenntnissen profitiert (Sprachgeschichte war mein Steckenpferd), anderseits hilft mir das Wissen um diese Basis dabei Varietäten der verschiedenen modernen romanischen Sprachen besser einordnen zu können, auch ohne, dass ich die jeweilige Sprache kennen würde (z.B. Rumänisch lesen funktioniert überraschend gut bei grundständig bekannten Kontexten, in Italien komme ich mit meinem Latein-Spanisch-Italienisch-Mix exzellent durch und kann mich recht tiefgehend mit den Menschen damit unterhalten und diskutieren, etc.)

    Hallo CDL,

    Vorschlag zur Güte: Übermittle mir doch einschlägige Literatur/Links zu dem Konzept verfestigter/unverfestigter Vorurteile, das ich offenbar weder kenne noch begriffen habe. Ich lerne gerne dazu, bin immer offen für Neues.

    der Buntflieger

    Vorschlag zur Güte: Du bemühst selbst eine Google-Suche (auch fachfremd kann man mit etwas Willenskraft als Akademiker fündig werden) und wenn du dich ernsthaft mit der Vorurteilsforschung befassen möchtest gehst du in die Uni-/PH-Bib deines Herzens, gibst bei der Schlagwortsuche Entsprechendes ein, begibst dich in die Abteilung, in der ein passender Titel steht und liest dich einmal quer durchs Regal.

    Ich habe länger überlegt, ob ich tatsächlich 2-3 PDFs und/oder weitere Titel nennen/verlinken soll, möchte angesichts deines Argumentationsstils in diesem Thread aber darauf verzichten eine (persönliche) Liste von weit über 50 Titeln runterzubrechen auf 2-3 Titel, die das Thema zwar gut zusammenfassen, dabei aber zwangsläufig ein Mindestmaß an Fachkompetenz voraussetzen, um die Exemplarität zu verstehen und einzuordnen. Normalerweise traue ich das Akademikern durchaus auch fachfremd zu, in diesem besonderen Fall bist du auf dich selbst angewiesen, wenn dich das Thema denn tatsächlich interessieren sollte (wovon ich nicht ausgehe).
    Wer noch nicht einmal eigene Aussagen oder beantwortete Nachfragen verstehen und einordnen möchte, hat meines Erachtens kein Interesse an einem echten Diskurs. "So tun als ob", nur um recht zu behalten lohnt sich für mich nicht. Von mir aus bleib in deiner Wahrnehmungsblase oder informier dich- deine Entscheidung.

    Hallo CDL,
    du willst also abstreiten, dass der Mensch sein Handeln in weiten Teilen auf Vorurteile/Stereotype gründet?

    Einfach erstmal in Ruhe lesen und verstehen:

    Ja, nicht-verfestigte Vorurteile haben wir alle, z.B. im Hinblick auf Nationalitäten, soziale Milieus, den sozialen/wirtschaftlichen/kulturellen Habitus unseres Gegenübers (Eltern/Kollegen/Schüler/Nachbarn/...), etc.. Faktenwissen wie z.B. Studienergebnisse als mögliches Korrektiv können solche unverfestigten Vorurteile exzellent beeinflussen und damit verhindern, dass daraus verfestigte Vorurteile entstehen. Erst wenn wir von verfestigten Vorurteilen ausgehen (wie z.B. ein Herr Höcke sie mit Sicherheit en masse hat wenn es um derartige Herkunftsbedingungen geht) bringen auch Studienergebnisse nichts mehr.

    Ob nun also verfestigt oder nicht verfestigt oder anderweitig vorschnell geurteilt: Natürlich denke ich: "Hey, der Kevin ist ja mal ein typischer Kevin, was da wohl für ein Elternhaus hinter stehen wird?" Das geht uns doch allen so!

    Ich hatte zwar noch keine Begegnung mit einem Kevin, habe aber bei keinem Mohamed, Mustafa, Luka, Felix, keiner Lisa, Fatma, Zeynep, Sofia oder wie sie auch heißen mögen bislang je gedacht "Hey X ist ja mal der/die typische Namensvertreter_in" auch wenn ich mich durchaus (und namensunabhängig) bei Kindern frage, was für ein Elternahus dahintersteht, so ich die Eltern nicht kenne.

    Der Umstand, dass du diesbezüglich offenbar deutlich verfestigtere Vorurteile hast bedeutet eben nicht im Umkehrschluss, dass dies bei allen im selben Umfang der Fall wäre. Also schließ da bitte nicht von dir auf andere.

    CDL: "unverfestigte Vorurteile"? Noch nie gehört. So wie ich das schrieb, passt das denke ich schon, um im hiesigen Kontext sinnvoll verstehbar zu sein. Auch ohne die (sicherlich verdiente und zweifelsohne wichtige) Vorurteilsforschung zu bemühen

    Das du denkst, dass es passt bedeutet in dem Fall eben nicht, dass es tatsächlich passt, denn du vergleichst zweierlei miteinander, was faktisch unvergleichbar ist, da es sich um verschiedene Kategorien handelt. Erst nachlesen worum es geht, ehe du dich verrennst. Es geht an der Stelle nicht um "hiesige Kontexte" sondern wissenschaftlich klar unterscheidbare Kategorien, die eben auch im Alltag- so man weiß, wovon man spricht- helfen nicht Unvergleichbares vergleichen zu wollen. Vorurteil ist eben nicht gleich Vorurteil, auch wenn es umgangssprachlich nur ein Wort für verschiedene Kategorien gibt.

    Wenn man allerdings ein Arbeitszimmer anmietet, so sind die entstehenden Kosten, auch bei Lehrern, zu 100,% absetzbar. Also immer drauf achten, dass der Nachbarauch Lehrer ist und Arbeitszimmer gegenseitig anmieten

    Einer der schönsten, beklopptesten Vorschläge überhaupt. :lach: Werd ich mal meinem Vater "vorschlagen", dass wir uns gegenseitig die AZ abmieten, der kullert sich vermutlich vor Lachen. :rofl:

    Um ehrlich zu sein: Das ist mir immer noch zu krass formuliert. Die Zeiten, als der Azubi noch Lehrling hieß und erstmal nicht viel mehr machen dürfte als den Hof zu kehren und dem Meister das Auto zu waschen, dürften definitiv vorbei sein, zumindest wenn der Azubi halbwegs ausbildbar ist. Wer heute meint, sich nicht an die Ausbildungsordnung halten zu müssen, ist seinen Azubi schneller los, als "holmirmalneflaschebier" sagen kann.Nervende Eltern gibt's nicht nur in der Schule, by the way.

    Das ist mir jetzt wiederum zu eindimensional, da ich bei meiner Arbeit fürs Jugendwerk einfach zu viele Jugendliche begleitet habe, die viel zu früh viel zu allein waren und die oft ein absolut sicheres Händchen dafür hatten sich Betriebe mit ähnlich fatalen zwischenmenschlichen Beziehungen auszuwählen, wie sie es von zuhause aus kannten. Die Hinweise auf die Ausbildungsordnung kamen in diesen Fällen dann zwar auch und zwar von seiten der Mitarbeiter des Jugendwerks (sprich meinen KuK und mir), aber es gibt eben auch schwarze Schafe, die vergessen, dass Azubis etwas lernen wollen, sollen und müssen und nicht nur die schnelle Entlastung im Alltagsgeschäft darstellen. Da geht es natürlich nicht um die klischeehafte "Flasche Bier" sondern eben um Routineaufgaben, die man recht schnell einem Azubi übertragen kann und die zwar auch Teil einer Ausbildung sind, diese aber nicht ausschließlich ausmachen.

    ...wenn über einen Schüler im Betriebspraktikum gesagt wird, er sei pünktlich, fleißig, ausdauernd und man überlege, ob man ihn als Lehrling übernähme. Für "meine" Kinder, die jahrelang die Deppen von der Sonderschule waren ist das wie Silvester, Weihnachten und ein Sechser im Lotto. Zumindest für mich ist es das, musste hinterher ein paar Tränchen verdrücken :rose:

    Glückwunsch. Hast du verdammt gut gemacht mit dem Hasen (und der für sich natürlich auch)! :rose:

    A) ich denke, dass es genau darum geht: Unser aller Handeln basiert in vielerlei Hinsicht auf Vorurteilen, ohne diese wären wir gar nicht handlungsfähig im Alltag.
    B) Wer der Meinung ist, dass wir diese (hier bezogen auf die typischen pädagogischen) überwinden, nur weil wir die einschlägigen Studien natürlich alle im 1. Semester oder spätestens zur Zwischenprüfung auswendig gelernt haben, begeht einen tragischen Fehlschluss.

    Es gibt verschiedene Arten von Vorurteilen, tatsächlich ist das ein eigenständiger Forschungsbereich in den Politik- und Sozialwissenschaften. Aus gutem Grund wird unterschieden zwischen unverfestigten Vorurteilen (von mir mit A kenntlich gemacht in deinem Beitrag, denn ja, ohne bestimmte schnelle erste Zurordnungen wären wir wirklich nicht handlungsfähig im Alltag) und verfestigten Vorurteilen (oft das, was vulgo mit dem Begriff "Vorurteilen" gemeint ist), die ich in deinem Beitrag mit B markiert habe. Faktisch vergleichst du also zwar scheinbar Vorurteile mit Vorurteilen, inhaltlich geht es aber einmal um nicht-verfestigte Vorurteile im Sinne erster Handlungsorientierungen (also weit geöffnete Schubladen, die der weiteren Sortierung bedürfen) und andererseits um verfestigte Vorurteile im Sinne von festen Schubladen, aus denen tatsächlich ein Entkommen kaum noch möglich ist, da verfestigte Vorurteile nur äußerst begrenzt über neues Faktenwissen erreichbar sind (insofern setzen z.B. Präventionsprojekte im Bereich der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit auch bei Gruppen an, die eben noch keine verfestigten Vorurteile haben). Das sind jetzt zwar nicht Äpfel mit Birnen, wohl aber Äpfel und Apfelmus, die du vergleichst, passt also nicht, insofern greift deine Argumentation auch nicht.

    Ehe es zu weiteren "tragischen Fehlschlüssen" kommt, empfehle ich dir einen Blick in die Vorurteilsforschung, um zumindest die Begrifflichkeiten sauber trennen zu lernen.

    Und als kleine Vorentlastung: Ja, nicht-verfestigte Vorurteile haben wir alle, z.B. im Hinblick auf Nationalitäten, soziale Milieus, den sozialen/wirtschaftlichen/kulturellen Habitus unseres Gegenübers (Eltern/Kollegen/Schüler/Nachbarn/...), etc.. Faktenwissen wie z.B. Studienergebnisse als mögliches Korrektiv können solche unverfestigten Vorurteile exzellent beeinflussen und damit verhindern, dass daraus verfestigte Vorurteile entstehen. Erst wenn wir von verfestigten Vorurteilen ausgehen (wie z.B. ein Herr Höcke sie mit Sicherheit en masse hat wenn es um derartige Herkunftsbedingungen geht) bringen auch Studienergebnisse nichts mehr.

    Zitat von Buntflieger

    Jedenfalls stimmt es mich nachdenklich, dass eine völlig harmlose Studentenstudie (die optisch und vom Design her recht hübsch daherkommt) dermaßen zerrissen wird. Die inhaltlichen Mängel kann man doch konstruktiv anmerken und dort, wo keine Antwort möglich ist, ganz einfach "weiß nicht!" angeben.

    Was genau hat die Aufmachung in diesem Kontext für eine Relevanz? Weil die Umfrage hübsch gestaltet ist, kann man alle Hühneraugen zudrücken vor den eklatanten fachlichen Mängeln?

    "Weiß nicht" anzukreuzen ist eben kein Weg eben diese Mängel transparent zu machen und verfälschen die faktisch nicht gegebene wissenschaftliche Aussagekraft dieser Umfrage. Leute durchzuwinken bringt keinen Lerneffekt. Bekloppte Studiendesigns hatten wir vermutich alle mal im Studium, daraus gelernt haben wir, weil wir Menschen um uns hatten, die eben Mängel als solche unmissverständlich benannt haben, damit es beim nächsten Mal besser werden kann.

    Zitat von Buntflieger

    Alte pädagogische Binsenweisheit: Aus Fehlern lernt man!

    Na dann: Frohes Lernen!

    Das klingt jetzt aber arg negativ. Tatsächlich ist es in den meisten Bereichen so, dass Azubis dringendst benötigte Gesellen von morgen sind - oft nicht, um den derzeitigen Boom mitnehmen zu können, sondern schlicht um den Laden nicht schließen zu müssen.

    Ich gebe zu, das war eindimensionaler formuliert, als die Realität es ist und wird vielen grundanständigen Ausbildungsbetrieben nicht gerecht, die tatsächlich ihren künftigen Bedarf an Fachkräften ausbilden, nicht nur die günstigere Arbeitskraft eines Azubis ausbeuten wollen.

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