Beiträge von CDL

    Da hast du ganz sicher recht. So, jetzt sind wir eben doch wieder bei den Kosten: Ich schrieb vor ein paar Seiten mal, es sei egal, was Unterbringung und Versorgung kostet, hier glaube ich aber nicht, dass der Staat auch noch für qualifizierten Unterricht in der jeweiligen Muttersprache aufkommen muss. Ich denke, das kann man fakultativ einrichten, wenn es an einer Schule zufällig jemanden gibt, der dafür qualifiziert ist. Aber Lehrpersonen für den Türkischunterricht ausbilden? Ne, finde ich nicht, dass der Staat das leisten muss. Für den Zugang zum Bildungswesen ist primär das Erlernen der Landessprache wichtig. Wir können noch drüber diskutieren, ob es im Falle von anerkannten Kriegsflüchtlingen sinnvoll ist, wenn man davon ausgeht, dass die eben ins Heimatland zurückkehren. Dem würde ich wahrscheinlich zustimmen. Aber hier wurde grade eben auch sowas wie Türkisch genannt. Ne. Da geht's um Kinder, die dauerhaft in Deutschland leben, die sollen Deutsch lernen und dann eben die reguläre 1./2. Fremdsprache, je nach Schulart. Wer da Türkisch lernen will, kann das doch auf eigene Kosten an der VHS oder sonst wo. So machen es übrigens unsere Tamilen, die meisten dieser Jugendlichen gehen privat sonntags in die Tamilschule.

    Das geht für mich ein wenig an meinem Argument vorbei, auch wenn der Kostenpunkt - wie an so vielen Stellen im Bildungssystem- natürlich eine gewichtige Rolle spielt.

    Es geht zumindest mir an der Stelle nicht darum, dass irgendwelche Kinder mit anderer Erstsprache als der Landessprache in einem privaten Bedürfnis unterstützt werden diese Erstsprache zu erlernen (so verständlich ich das auch finde), sondern diesen Kindern, wie auch allen anderen Kindern, einen besseren Zugang zur Bildungssprache zu ermöglichen.

    Frühzeitige und kompetente Erstsprachenförderung ist dabei nur ein Baustein. Das umfasst dann für mich mit die frühzeitige und kompetente Förderung in der Landessprache, beispielsweise durch verpflichtende, kostenfreie Kindergartenbesuche ab dem dritten Lebensjahr, durch kompetente Sprachdiagnostik und Sprachförderung bereits im Kindergarten.

    Die Spracharmut nimmt unter allen meiner SuS zu und zwar ganz unabhängig von der Erstsprache. Es fehlen vielen Kindern nicht nur diverse sprachliche Register, sondern auch z.B. ganz basale Ausdruckswege für eigene Gefühle, weil vielen dafür der adäquate Wortschatz fehlt. Das ist an vielen Stellen dann ein Mitauslöser für gewalttätige Konfliktlösugsstrategien, weil schlicht passende Worte und eine gemeinsame Sprache, um auch über schwierige Emotionen gewaltfrei sprechen zu können fehlen, auch unter „rein Biodeutschen“.

    Geld für frühzeitige Sprachförderung in die Hand zu nehmen als Gesellschaft ist damit rein wirtschaftlich gesehen in Zeiten des Fachkräftemangels ein erheblicher Standortvorteil, der sich langfristig rechnet, aber auch- neben diversen Gerechtigkeitsfragen und Grundrechtsfragen, zu deren Lösung das zumindest beiträgt- ein Beitrag zu einem friedlicheren sozialen Miteinander.

    Interessantes Konzept. Einen Schlüssel für die Chemie dürftest du als nicht im Fach ausgebildete und damit unbefugte Person bei uns nicht haben, auch nicht leihweise. Es sei denn, du wärst Rektorin der Schule.

    Edit: OK, wenn die Chemikalien gesondert unter Verschluss sind, sollte das möglich sein. Bei uns schliesst der gleiche Schlüssel auch den Lagerraum.

    Ja, die Chemikalienschränke sind im Vorbereitungsraum getrennt vom Fachraum und einzeln abschließbar. Schlüssel für die Schränke haben dann nur Fachlehrpersonen und auch diese erst nach Einweisung durch den Sicherheitsbeauftragten für die Chemie (speziell natürlich bei Refis relevant).

    und man selbst dann eben nicht auf die Idee kommt, mal eben einen Versuch durchzuführen.

    ^^ Ich kenne meine diesbezüglichen fachlichen und rechtlichen Grenzen und halte mich auch daran.

    Finde ich nicht wichtig, die sprechen sie zu Hause.

    Zuhause lernen viele Kinder aber nur äußerst begrenzte sprachliche Register, was sich auf den gesamten Sprachlernprozess massiv auswirkt. Eine frühzeitige Förderung gerade auch in der Erstsprache, um vielfältige Ausdrucksweisen und sprachliche Register zu erlernen, ist nicht nur für den allgemeinen Spracherwerb in allen Sprachen erwiesenermaßen hilfreich, sondern erleichtert auch den Bildungsspracherwerb gerade auch für Kinder aus bildungsfernen Familien. Das ist damit ein ganz zentraler Baustein, wenn es darum geht etwas mehr Bildungsgerechtigkeit herkunftsunabhängig zu schaffen.

    CDL

    Dürft ihr denn dann einfach in den Fachraum Chemie, wenn ihr eine Stunde Chemie vertreten müsst und keine Fachlehrer seid?

    Ja. Natürlich darf ich mir keine Chemikalien aus dem Vorbereitungsraum holen, habe für die Schränke dort dann auch keinen Schlüssel, aber im Chemiesaal oder auch in einem der Technikräume habe ich schon häufiger Vertretungen gehabt. Solange man sich an die Grundregeln, die für die Fachräume gelten hält (und diese auch den SuS gegenüber durchsetzt bei Bedarf) ist das völlig unproblematisch und angesichts unserer großen Raumnot mit diversen Wanderklassen auch schlicht nicht anders lösbar.

    Aber hier sind viele Lehrer auf einem Haufen. Und Aligner sind auch immer mehr im Kommen - insofern lässt dies die Schlussfolgerung zu, dass es hier auch eine Schnittmenge geben kann. Also Lehrer, die Aligner tragen. Und eben die ganzen Alltagsprobleme kennen

    Wobei ich den Eindruck habe, dass die von dir vermuteten Alltagsprobleme einerseits keine sein müssen (Stichwort „Zahnpflege“ und wie möchte ich diese organisieren) bzw. andererseits (Stichwort „Waschbecken“) sehr schulspezifisch sind, was bedeutet, dass du bezogen auf deine Schule und die dortige Situation eben eine für dich funktionale Lösung suchen und finden musst.

    Einige Hinweise dazu hast du ja erhalten, wie du das auch bezogen auf deine hier geschilderte Waschbecken- und Toilettensituation an der Schule lösen könntest. Ich bin mir sicher, das funktioniert auch bei dir an der Schule letztlich ohne Intervallfasten. Zumindest den Mund zwischendurch mal schnell ausspülen mit Mundwasser klappt im Zweifelsfall schließlich auch an einem der Flurwaschbecken problemlos. Zum Zähne putzen würde ich diese jetzt auch nicht nutzen wollen, aber mit (alkoholfreiem) Mundwasser ausspülen reicht im Zweifelsfall ja auch schon, bis man Mittags zuhause einfach wieder putzen kann.

    Ich hatte vier Jahre lang eine feste Spange als Schülerin bei null Karies nach meinem siebten oder achten Lebensjahr. Bei grundlegend guter Zahnpflege, gesunder Ernährung und keinen anderen Erkrankungen, die sich auf die Zahngesundheit negativ auswirken reicht zwischendurch den Mund auszuspülen problemlos aus.

    Das geht bei euch?

    Ich habe (während Corona) durchgehend in einem Musik-Raum unterrichtet. An sich kein Problem, solange ich eine Tafel habe. Ich habe keinen Schlüssel bekommen. Da laut Schulleitung nur Fachlehrer einen Schlüssel haben dürfen, explizite Anweisung an die Hausmeister.

    Macht besonders viel Spaß, während man einen Zertifikatskurs für ein Drittfach macht, und daher noch kein Fachlehrer ist, das Fach aber schon unterrichtet. Und dann erstmal bis zu den Herbstferien blockiert wurde, aber ohne Fachraum das Fach nicht unterrichten kann.

    Aber das ist wohl kein allgemeines Problem, sondern liegt eventuell eher an der Schulleitung...

    Das klingt zunächst einmal reichlich unangenehm als Form der Personalführung. Möglicherweise gibt es aber am Ende ganz pragmatische Gründe für diese Schlüsselbegrenzung auf Fachlehrpersonen. An meiner aktuellen Schule liegt das schlicht an einer einerseits veralteten Schließanlage (keine programmierbaren Schlüssel, wie an meiner Refschule, über die man ganz einfach zusätzliche Zugangsberechtigzngen einpflegen kann) und andererseits an der klammen Kasse des Schulträgers, der möglichst wenig Zusatzschlüssel erstellen lassen will.

    Trotzdem gibt es ja im Schulalltag zahlreiche Situationen, in denen man auch als Nicht- Fachlehrperson in Fachräume gehen können muss (Vertretungsstunden dürften der Klassiker sein, der alle mal betrifft).

    Die Lösung an meiner Schule ist deshalb ein im Lehrerzimmer für alle Lehrkräfte unkompliziert zugänglicher Schlüsselkoffer, wo man sich bei Bedarf den passenden Fachraumschlüssel holt und nach Nutzung dann wieder direkt zurücklegt.

    Vielleicht hat eure „Schlüsselbegrenzung“ ja ähnliche Hintergründe wie bei uns und könnte insofern auch in ähnlicher Weise gelöst werden. Such doch einfach mal das Gespräch mit deiner SL in der Frage und erkläre dieser dabei auch, warum das nicht nur aktuell für dich, sondern auch ganz generell hilfreich sein kann als Schule, eine Lösung zu haben, für die man weder Hausmeister, noch andere Fachlehrpersonen als Lehrkraft ums Aufschließen bitten muss.

    Wenn ihr in deinem Bundesland und an deiner Schulart den Personalrat direkt im Haus habt, dann könntest du auch diesen mit einbeziehen in das Gespräch, denn bestimmt bist du nicht die einzige Lehrperson bei euch, die sich schon mal geärgert hat, weil sie keinen Zugang über eigenen Schlüssel hatte für Räumlichkeiten, auf die sie im Schulalltag angewiesen war. Sprechenden Menschen kann schließlich geholfen werden.

    oder du fragst ganz lieb beim Hausmeister, ob er einen zusätzlichen "Sportschlüssel" für dich hat.
    Ich bin keine Sportlehrkraft und lustigerweise ist es genau das, was der Hausmeister mich bei meiner aktuellen Rückkehr in die Schule gefragt hat. "Brauchst du auch einen *hierSchlüsselcodeeinsetzen*?" "ja"
    Damit habe ich Zugang zur Umkleide und zu den Duschen.

    Wollte ich ebenfalls vorschlagen oder alternativ ein Schlüssel zur Waschküche. Das sollte lösbar sein.

    Tante Google hilft:

    "Wenn Sie gerade keine Zahnbürste zur Hand haben, z. B. im Büro, spülen Sie Ihren Mund gründlich aus und reinigen Sie die Aligner unter fließendem lauwarmem Wasser. Holen Sie die Reinigung mit Zahnbürste und -pasta nach, sobald Sie zu Hause sind.

    https://www.kfo-in-nuernberg.de/service-und-te…nschienenpflege

    Ansonsten einfach den Kieferorthopädaen fragen ...

    Was ja genau das ist, was ich aus meiner Erfahrung mit fester Spange bereits empfohlen habe als Schnellvariante durchzuführen. Was mit fester Spange gut funktioniert, klappt mit herausnehmbarer Schiene schließlich erst recht.

    handbasket Wenn eure Toilettenlage derart angespannt ist, wie sieht es denn dann mit anderen Waschbecken aus, die du nutzen könntest im Schulalltag? Lehrerumkleide oder Waschküche hatte ich schon genannt, mir würden aber auch Küche, Turnhalle oder Waschbecken in NaWi-Räumen einfallen, wenn es die bei euch nicht in jedem Klassenzimmer geben sollte.

    Wo ist die Oma?

    Ich erwarte mir weitere Aufklärung morgen. :doc: Vielleicht gibt es dann ja auch gleich einen praktischen Link zum idealen Reisezahnputzset für Lehrpersonen. :gruebel: Oder mit einer KI verlinkte Zahnschienen, die es einem erlauben sämtliche Sprachen dieser Welt überzeugend zu nuscheln- eventuell direkt gekoppelt über den praktischen Impfchip. :telefon2: :hammer: :lach:

    Nicht böse gemeint handbasket , die Fragestellung ist einfach so herrlich skurril von außen betrachtet. Warum vermutest du denn, dass es derart kompliziert wäre mit einer derartigen Zahnschiene in der Schule? Hat dir dein Kieferorthopäde irritierende Hinweise gegeben? Oder ist aus z.B. baulichen Gründen eure Toilettensituation derart unmöglich, dass es zumindest bei euch tatsächlich auch bei den Toiletten für Lehrpersonen Engpässe gibt? Falls ja: Welche Alternativen, die an deiner Schule möglich wären und die zu deinem persönlichen Reinigungsbedürfnis passen würden, fallen dir denn als Alternativen ein? Gibt es z.B. auch jenseits der Turnhalle eine Lehrerumkleide mit Waschbecken, die du nutzen könntest oder eine Waschküche (wären beides Optionen bei uns)?

    Ich bin verwirrt. Meiner Kenntnis nach sind Aligner doch keine festen Spangen, sondern solche rausnehmbaren Zahnschienen aus Plastik. Warum solltest du diese also zum Essen drinbehalten? Und welche raffinierte Logistik könnte sich in der Selbstorganisation der eigenen Zahnpflege verstecken, die mir offenbar entgeht?

    Aber gut, machen wir weiter mit der Toilettenschlange:

    Zumindest an meiner Schule gibt es mehr als eine Toilette für Lehrpersonen. Will man garantiert nicht warten müssen auf dem eigenen Stockwerk ist die Männereinzeltoilette perfekt. In jedem Fall haben wir aber auch einige Toiletten für Lehrpersonen, bei denen sich das Waschbecken vor der eigentlichen Kabine befindet, sodass du problemlos immer Zähne putzen können solltest.


    Zahnpflegeutensilien:

    Meine Zahnspangenzeit war in der Oberstufe dann zwar bereits abgeschlossen, aber natürlich habe ich solange ich eine feste Spange getragen habe immer eine Miniflasche Mundwasser zum schnelle Ausspülen dabeigehabt, sowie für Tage mit Mittagsunterricht auch eine Zahnbürste und Zahnpasta.

    Mit so einer Plastikschiene spülst du dir dann halt wahlweise nach dem Essen den Mund schnell aus oder putzt die Zähne in Pausen oder machst das halt wie sonst auch ggf. erst nach der Schule wieder. Wenn du in der Schule Zähne putzen möchtest, lagerst du idealiter einfach Utensilien dort. Ich würde als Lehrperson heutzutage dafür einfach in meinem Spind oder an meinem Platz eine kleine Tasche mit Zahnputzzeug verstauen für den Bedarfsfall und hätte, wenn mir das besonders wichtig wäre, ggf. noch eine kleine Flasche Mundwasser zum schnellen Ausspülen zwischendurch in der Schultasche dabei.

    Wenn du ab und an in anderen Schulen unterwegs bist, überlegst du dir halt, was dir wichtig ist an Zahnpflege und nimmst passendes Zeug an den entsprechenden Tagen mit, genau wie man halt ggf. eine Wasserflasche mitnimmt oder ein Vesper. Sooo schrecklich kompliziert ist das jetzt nicht…

    Das dürften die Studienseminare mit am besten einzuschätzen vermögen, ob und wenn ja in welcher Weise das deine Bewerbung tangiert. Insofern solltest du das am besten mit einem der Seminare klären.

    Nachdem es um Niedersachsen und Gymnasium geht hat möglicherweise aber auch Seph bereits Erfahrungen mit Anwärter: innen seiner Schulform gemacht, die das betroffen hat.

    Du schreibst zwar natürlich "hierzulande" aber in meinem "hierzulande" reicht ein B2 für die Primarschule tatsächlich aus. Und seien wir ehrlich ... Nein, ich schreibe nicht weiter, den Shitstorm erspare ich mir jetzt.

    Das ist aber unabhängig von der Berufspraxis einfach nicht das Niveau, das Primarschulkräfte am Studienende nachweisen können müssen- jedenfalls nicht in BW.

    Was man dann tatsächlich in der unterrichtlichen Arbeit benötigt ist dann auch in der SEK.I etwas völlig anderes. Um das Niveau aber so runterbrechen zu können, wie das für den schulischen Kontext meist erforderlich ist, muss man erst einmal einen deutlich komplexeren Ausgangspunkt erlangt haben, von dem es eine angepasste schulische Fassung zu entwickeln gilt, statt von Beginn an spätestens ab Klassenstufe 10 (oder bei Austauschpersonen oder bei der Arbeit mit bilingualen SuS) Grenzen des eigenen Sprachvermögens zu erlangen.

    (Ja, mir ist dabei völlig bewusst, dass es immer auch Lehrpersonen gibt, die gerade so ihre Abschlüsse an der Hochschule geschafft haben. Zumindest im Bereich Französisch wird tatsächlich aber im Ref noch einmal sprachlich sehr streng geschaut, ob man gerade so das Zielniveau des höchstens Abschlusses der eigenen Schulart zu leisten vermag, weil das diverse Probleme zur Folge hat im Unterricht oder eben darüber liegt. Eine frühere Kollegin von mir aus der Arbeitstätigkeit vor dem Schuldienst ist genau an diesen sprachlichen Anforderungen im Ref dann gescheitert, weil das an diversen Stellen ihren Unterricht beeinträchtigt hat, angefangen damit, dass sie quasi nur Deutsch gesprochen hat mit den SuS, weil sie sich zu unsicher war, wie sie mit den SuS angepasst sprechen könnte.)

    Ich sehe kein Problem darin, wenn die Kinder im Kindergarten beide Sprachen hören, sprechen und lernen. Ich finde es sogar wichtig, dass auch in der Muttersprache weiter gefördert wird.

    Das ist definitiv erstrebenswert, gerade auch im Sinne des Zweit- bzw. Bildungsspracherwerbs. Das erfordert in der Konsequenz dann aber eben auch ein entsprechendes Sprachniveau im C-Bereich in beiden Sprachen seitens der Erzieher: innen und weiterem Personal, das mit den Kindern sprachlich arbeitet im Kindergarten, damit diese Menschen gute Sprachvorbilder sein können.

    B1-Niveau bei der Arbeit mit Kindern ist viel zu wenig. Es hat schon seinen Grund, warum für die Fremdsprachenlehre oft mindestens B2+, eher noch C1 benötigt wird. Und für Deutsch sollten die Anforderungen eher noch höher sein - gerade beim Umgang mit den Kleinsten, wo es weniger um Sprachreflexion, sondern insbesondere um Spracherwerb geht.

    In welchem schulischen Rahmen reicht B2+ für den Fremdsprachenunterricht als Niveau der Lehrkraft hierzulande aus? B2 gilt als Ausgangsniveau bei einem Fremdsprachenstudium, welches man theoretisch mit dem Abitur erlangt haben sollte (tatsächlich müssen dann zwar viele Studierende erst noch zu Studienbeginn Vorkurse absolvieren, weil sie lediglich B1 mitbringen und deshalb z.B. an meiner ehemaligen PH damit in den mündlichen und schriftlichen Sprachprüfungen vor Studienantritt scheitern, das ist aber ein anderes Thema).

    Am Ende des Studiums- auch für die SEK.I oder Grundschullehramt- muss man zumindest hier in BW dann als Untergrenze C1-Niveau erlangt haben. Anders kommt man in den Seminaren schlicht auch nicht mit, die weitestgehend in der Fremdsprache stattfinden (mit kleinen Zugeständnissen in den fachdidaktischen Seminaren).

    Ich stimme dir aber dahingehend zu, dass Deutschkenntnisse prinzipiell deutlich über dem B- Niveau liegen müssen bei Menschen, die hierzulande Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen leistend. Das ist ein wichtiger Baustein beim Bildungsspracherwerb, den viele Eltern mangels eigener, ausreichender Deutschkenntnisse nicht umfassend leisten können.

    Wer z.B. CDL mit 30 Jahren Erfahrung in Traumatherapie (bitte CDL korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstanden habe).

    Ganz so lange geht meine Therapie jetzt doch nicht. Ich lebe aber seit rund 40 Jahren mit komplexer PTBS und habe selbst fast 20 Jahre Therapieerfahrung (viiiiel Psychoanalyse zunächst), davon dann rund 15 Jahre Traumatherapie, die ich auch lebenslang benötigen werde in unterschiedlichem Umfang, um stabil bleiben zu können.

    Dazu kommt- wie bei allen von uns beruflich bedingt in unterschiedlichem Ausmaß- auch der berufliche Umgang mit traumatisierten Personen, der zumindest in meinem Studium und Vorbereitungsdienst auch schon thematisiert und vorbereitet worden war.

    Bei so vielen Büchern, die man mutmaßlich nicht mehr komplett losbekommt jenseits des Wertstoffhofes würde ich auch einfach mal über Upcycling nachdenken. Ein praktischer Hocker lässt sich schnell basteln oder auch ein Regal der anderen Art für innen oder außen.

    Es handelt sich wie in Bayern um Überbleibsel von Schulversuchen in den 70ern. Standorte sind Heidelberg, Mannheim und Freiburg.

    Nachzulesen übrigens in § 107 SG BW. Die Unterschiede zur GMS sind tatsächlich marginal, die GMS ist ja auch als Gesamtschule gedacht, ohne diesen Namen zu verwenden. Hat vermutlich politische Gründe.

    In der Praxis sind die Unterschiede oftmals nicht nur marginal. Mag aber sein, dass das in 50 Jahren auch bei den GMS anders aussieht als heutzutage, sei es, weil vieles sich eingependelt hat oder eben, weil bis dahin auch die GMS nur noch Restbestände einer anderen Schulformvariante sind.

    In Bawü gibt es Gemeinschaftsschulen, die nur ganz selten bis Klasse 12 gehen. Jemand schrieb hier, dass es in BaWü auch ein paar Gesamtschulen gibt. Das wusste ich gar nicht, bzw. Sehe ich keinen Unterschied.

    Die Gesamtschulen in BW sind in vielerlei Hinsicht anders als die meisten Gemeinschaftsschulen. Das fängt mit schulrechtlichen Aspekten oder auch der Genese an, über Fragen der Schulorganisation bis hin zur durchschnittlichen Schülerschaft und Einzugsgebieten. Wenn dich das Thema interessiert, sind die Webseiten der Gesamtschulen in BW ein guter Ausgangspunkt zusammen mit einem Blick ins Schulrecht.

    Hatte in Freiburg viele Jahre lang u.a. SuS der Gemeinschaftsschule bei meiner früheren Arbeit und kann insofern das eine oder andere recht konkret vergleichen, über reine Theorie hinaus.

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