Beiträge von Lehrerin2007

    Ich habe einen super Stundenplan bekommen für die letzten 6 Wochen Schule hier in BY. Ich muss nur 3 Tage in die Schule und habe keinen Nachmittagsunterricht. Das hatte ich noch nie! Ich darf mich nicht zu sehr dran gewöhnen...

    Jedenfalls für uns ideal mit den Kindern, die nur noch jeden 2. Tag jeweils 2 h in der Schule sind, den Rest des Schuljahres rumzukriegen :top:

    Und gerade hieß es in der PK von Herrn Söder, dass der Plan ist, im September mit dem Regelunterricht zu starten - immer unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen gering bleiben und weiterhin mit Hygienekonzepten. Ich hoffe beides sehr...!

    Ich habe sie auch gleich heute früh installiert und eingestellt. Nachdem es viele Diskussionen um den Datenschutz gab und sich Experten positiv gegenüber der App geäußert haben, sehe ich da kein Problem, sonst dürfte ich auch WhatsApp und viele andere Apps nicht nutzen. Außerdem soll es ja nicht für ewig sein...

    Wenn ich es richtig verstanden habe, muss aber Bluetooth immer angeschaltet sein, oder?

    Zahlen für Berlin waren auch schon mal besser. In der letzten Zeit mehr Infektionen als im deutlich größeren und viel stärker vorbelasteten Bayern.

    Das ist mir auch aufgefallen. Ich war neulich ein paar Tage dort und habe erstmal gegoogelt, ob dort auch die Maskenpflicht gilt. Es wird z.T. viel laxer gehandhabt und in manchen Läden hat nichtmal das Verkaufspersonal Masken! Da bin ich direkt wieder rausgegangen... Und ich war froh, wieder nach BY mit den gerade schön niedrigen Zahlen zurückzukommen...

    Die scheinen zu denken, dass das Lehrerzimmer ein per se virenfreier Raum ist.

    Das ist bei uns auch so. Einige sind zwar sehr genau, aber andere wiederum überhaupt nicht.

    Es gibt im LZ auch keine Maskenpflicht an meiner Schule. An anderen Schulen (in BY) schon... Ich finde es normalerweise schon unangenehm, wenn jemand der Meinung ist, unbedingt auf 20 cm Abstand zu mir mit mir zu reden und auch noch nachzurücken, wenn ich einen halben Schritt zurück mache. Aber im Moment finde ich es einfach nur total daneben!!

    Ich mache auch als erstes immer die Fenster auf, wenn ich reinkomme. Irgendjemand macht sie schnell wieder zu, weil es ja so kalt ist (stimmt tatsächlich, aber ist halt so... gibt ja Pullover und Jacken!)... Daher versuche ich auch möglichst wenig Zeit im LZ zu verbringen.

    Ich habe schon einige Fortbildungen zu Digitalisierung / dig. Medien besucht, das Wenigste konnte ich bis dato wirklich anwenden mangels w-lan in der Schule oder entspr. Endgeräte.

    Was sollen weitere Fortbildungen bringen, wenn im neuen Schuljahr immer noch nicht alle Schüler ein zuverlässiges w-lan oder dig. Geräte über das Smartphone hinaus haben? Oder einen Drucker?

    Homeschooling wird nie so funktionieren, wie manche das vielleicht gern möchte.

    Stattdessen fände ich Überlegungen und Konzepte wichtiger, wie man vor Ort weitgehend voll Unterricht machen kann, ohne dass Schule zur Gefahr wird.

    Es kann also nicht am Unterricht oder dem Fach liegen, das Problem ist bei uns wirklich allen bekannt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht auch am Fach liegen kann. Ich war selbst nicht so gut in Mathe und konnte mich nur über Wasser halten, weil ich fleißig war. Wirklich begriffen habe ich manches auch nie. Ich habe selbst gemerkt, dass ich manches schon wieder vergessen hatte oder nicht mehr durchgeblickt habe, obwohl wir es mehrfach wiederholt hatten. Ich war einfach nie der Mathe-Typ...

    Wohingegen mir das Sprachliche immer leicht fiel. Grammatik war für mich logischer als Mathe. Und in meinen Fächern sehe ich auch gut in Klasse 5/6, wo sich im Laufe der ersten 2 Lernjahre die Spreu vom Weizen trennt. Wer bis Ende 6. Klasse nicht merkt, dass er während des Schreibens zwischen den Zeiten hin- und herwechselt, weil er Past Tense, Present Perfect und Present Tense und die jeweiligen Verlaufsformen nicht auseinanderhalten kann, wird das nach meiner Erfahrung nie richtig lernen. Manche merken auch einfach nichts dass man nun mal nicht sagen kann: he has be oder he was went oder was auch immer. Sie haben entweder nie richtig gelernt oder trotz Lernens einfach kein Gespür dafür entwickelt.

    Das gibt es wahrscheinlich für alle Fächer.

    Und dass es immer welche gibt, die falsch an der Schulart sind, ist ja noch ein anderer Aspekt.

    Das ist doch super, dass deine SL da ein offenes Ohr hat und euch entgegen kommen konnte!

    Ich finde der Vergleich mit "normalen" Arbeitnehmern (auch wenn ich nicht finde, dass Lehrer unnormal sind...) hinkt hier etwas, da viele (nicht alle, ich weiß) immerhin die Möglichkeit haben, Überstunden abzubauen, Gleitzeit zu nutzen, Schichten zu schieben oder zu tauschen, Urlaub vorzuziehen usw. Uns wird ein Stundenplan gegeben (ich für meinen Fall habe noch keinen für nach den Pfingstferien, heißt, wir können nichts planen, nichts organisieren) und dann müssen wir anwesend sein, ohne dass es irgendeine der oben genannten Möglichkeiten gibt.

    Ich kenne einige nicht-Lehrer-Paare, wo das wunderbar klappt mit Home Office, sich abwechseln usw. - wenn mein Mann nicht so flexibel wäre, hätte ich auch ein echtes Problem. Meine Situation ist meiner Schule auch bekannt, aber ich muss trotzdem immer mal wieder daran erinnern.

    In der regulären Zeit ist mal Wandertag, Konzertprobe, Lehrerkonferenz und was sonst noch alles, wo immer wieder mal Unterricht ausfällt.

    Das ist mir auch schon aufgefallen. In meiner 10. Klasse hatte ich in die Jahresplanung mit einberechnet, dass sie nochmal 1 Woche auf Klassenfahrt und 1 Wochen im Praktikum sind, sowie eine Projektwoche. Dadurch, dass ich den Stoff auf das reduziert habe, was im Homeschooling möglich ist (also z.B. kaum mündliche Übungen, die wir sonst auch im Unterricht machen), schaffe ich das Buch jetzt locker... Was davon hängen bleibt ist vor allem im Fach Französisch aber sowieso Russisch Roulette, ob Homeschooling oder nicht...

    In BY genauso.

    Ich denke auch, es wird erstmal alles schön wiederholt werden müssen, damit man sich ein Bild davon machen kann, wo es hapert. Damit ist man auch auf der sicheren Seite. Zum Teil mache ich das jetzt schon mit den Klassen, die ich im Präsenzunterricht habe. Ansonsten sollte ein Austausch zwischen den Fachlehrern stattfinden, wenn man die Klasse im neuen Schuljahr abgibt (was bei mir der Fall ist), damit der neue Lehrer weiß, wo er anknüpfen kann.

    In meinen Fächern betrifft das ja eher die Grammatik-Themen, weniger die Vokabeln, denn die lernen sie ja normalerweise sonst auch zu Hause und das tun sie entweder oder eben nicht... Grammatik kann man mündlich wiederholen und Übungen dazu machen, dann hat man einen Eindruck, wie gut das sitzt.

    Wow, das ist ja mal was!

    So, wie die Situation momentan ist, habe ich Hoffnung, dass es klappt, dass wir uns weiter so durchwurschteln und immer nur an den Hotspots eingegriffen werden muss (wie aktuell Göttingen), wir aber nicht nochmal so einen großen Lockdown brauchen.

    So (--> Göttingen) werden auch die Leute, für die die Pandemie im Kopf schon vorbei ist, mal daran erinnert, was immer noch passieren kann, wenn einer auf einer großen Feier infiziert ist und werden vielleicht wieder wachsamer.

    Nur um den Herbst/Winter mache ich mir Sorgen...

    Wie erfahren denn die Eltern die Durchschnittsnote der Klassenarbeit? Darf man die überhaupt bekannt geben?

    Das ist scheinbar von BL zu BL unterschiedlich und von der Schulform abhängig.

    Hier an meiner Schulart ist es üblich, den Schnitt mitzuteilen, ggf. muss man das sogar. Meist fragen die SuS oder sogar die Eltern danach.

    An den Grundschulen in BY wieder überhaupt nicht, was bei einigen Eltern aus ursprünglich anderen Bundesländern für Verwirrung sorgt, weil sie es anders kennen. Meine GS-Kollegen-/Bekannten in Berlin geben dort die Schnitte von Klassenarbeiten auch an der Grundschule bekannt.

    Witzigerweise fragen Eltern der Grundschule meiner Kinder mich öfter danach, nach dem Motto: Du bist doch Lehrerin, du kennst dich doch [an allen Schularten] aus. Dabei ist es an der Grundschule ganz anders.

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