Beiträge von Lehrerin2007

    Das war bei mir beim ersten Kind auch so. Ich habe mich jedes 2. Mal angesteckt im ersten Kita-Winter (Kind hatte alle 2 Wochen was Neues) und hatte zum ersten Mal seit Kindheitstagen auch wieder fiebrige Infekte. Es ist aber wirklich jedes Jahr besser geworden und beim 2. Kind war es bei weitem nicht so heftig.

    Ich muss dazu sagen, dass ich vor meinen Kindern wirklich sehr selten krank war (1-2 Erkältungen im Jahr, davon 1x in den Ferien) und auch jetzt bin ich fast wieder auf diesem Niveau.

    Wie war es bei dir vor dem Kind?

    Manche sind halt auch grundsätzlich anfälliger als andere und häufiger oder heftiger krank, dafür kann man ja nichts. Grundsätzlich halte ich es daher auch für unbedingt richtig und wichtig, sich gut auszukurieren, eh man immer nur halb gesund zur Schule geht, andere ansteckt und dann womöglich länger ausfällt, damit ist ja auch keinem geholfen!

    Ich vertrete mindestens genauso viele Stunden (eher mehr) wie Stunden von mir vertreten werden werden (sei es durch Krankheit oder Fortbildung), aber trotzdem kenne ich das Gefühl mit dem schlechten Gewissen, wenn an dem Tag womöglich auch noch was Wichtiges ist (Konferenz, Elternabend usw.).

    Hast du argen Stress? Wenn man als berufstätige Mutter ständig zwischen Job und Kindern balancieren muss, setzt einem das einfach häufig noch zusätzlich zu. Stress kann ja auch das Immunsystem schwächen.

    In welchem Fach / welchen Fächern?

    In den Fremdsprachen finde ich es relativ einfach: Man kann mit einer inhaltlichen Frage zum Unterrichtsstoff direkt zu Beginn jemanden z.B. nach seiner Meinung dazu fragen (What do you know about...? / Do you think it's a good idea to ...? Why (not)? ...und auf geht's) oder einen Diskussionsanlass geben, den sie erstmal mit dem Banknachbarn besprechen, so als "Warm-up".

    Und stummer Impuls ist natürlich auch immer gut, wie schon genannt (Bild, Cartoon, Artikelüberschrift...).

    Hier auch. Ein einziger Schüler war wohl da...

    Ich bin mit meinen Kindern daheim, die freuen sich über das lange Wochenende :)

    Bei uns hieß es explizit, nur wer gefahrenfrei zur Schule kommt, soll kommen. Der Bahnverkehr zu großen Teilen stillgelegt, da kann einem doch wohl keiner einen Strick draus drehen...

    Und selbst wenn ich mit dem PKW fahre und mir dann ein Baum irgendwo in die Quere kommt oder aufs Auto kracht...? Geht da nicht der Eigenschutz vor?

    Krasses Pensum. Arbeitet ihr jeden Abend?

    Da muss ich sagen, ist es bei uns (einmal Vollzeit, einmal 3/4) doch entspannter, zumindest phasenweise.

    Übrigens, nicht jeder versteht sich gut mit den Schwiegereltern... Ich würde niemals zu meinen Schwiegereltern ziehen. Mein Mann übrigens auch nicht ;)

    Ich habe das Gefühl, dass immer (nicht nur hier, auch in Kollegien allgemein) davon ausgegangen wird, dass man, wenn man Kinder hat reduzieren muss. Zumindestens einer der Partner, im Normalfall ist das die Frau. Warum ist das so?

    Ja, das ist auch etwas, womit ich hadere. Aber in meinem Fall ist es so, dass ich Stundenplan-technisch nur dann so dabei wegkomme (z. B. keine 10./11. Stunde bekomme), dass ich die Kinder rechtzeitig abholen kann, wenn ich max. 18/23 Stunden arbeite. Wir haben keine Omas/Opas in der Nähe.

    In Vollzeit würde ich mit meinen Stundenplanwünschen hinten angestellt werden... Und dann geht wahrscheinlich nichts mehr...

    Ich finde diese Aussage: Man wusste doch, worauf man sich einlässt, immer recht unsachlich. Klar war mir bewusst, dass Lehrer auch mal Klassenfahrten machen, aber das ist ja nun wirklich nicht das Hauptgeschäft unseres Jobs. Und außerdem wusste ich vorher nicht, wie das für einen Lehrer ist - woher auch, war ja vorher nur als Schülerin auf Klassenfahrt...

    Es gibt wohl bei jedem Job, so gern man ihn auch macht, auch Aspekte, die man nicht so mag. Ist doch ganz normal. Ich sag zu anderen auch nicht: Wusstest du doch vorher, wenn die sich z.B. über die 200 Mails im Postfach ärgern.

    Und einige Veränderungen, die sich in unserem Job in den letzten 1-2 Jahrzehnten eingestellt haben, waren so nicht unbedingt absehbar. Auch nicht, dass z.B. das Fahrtenprogramm an der Schule, an die ich mal "gerate", in meinen Augen ein viel zu umfassendes Ausmaß annimmt. Man kann es auch übertreiben. Deshalb muss ich das nicht gut finden und bei allem mitmachen, wenn ich grundsätzlich aber meinen Job mag und gern mache.

    Ich habe beides gehabt. VZ mit Fahrten und allem Drum und Dran in vollem Umfang, TZ mit Kindern (und ebenfalls mit einigem an Zusatzaufgaben natürlich) und kenne dieses sich-Zerreißen zwischen Job und Familie nun seit einigen Jahren und es frustriert mich zum Teil sehr. Da ist dieses Urteil einfach ein Faustschlag ins Gesicht. Meine Meinung.

    @Kari-Dieter, wenn ich einerseits einzelne Stunden nacharbeiten soll, weil mein eigener AG die Kita / den Hort eher schließt und ich daher trotz Dienst keine Betreuung habe (auch keine Notgruppe o. Ä.), aber auf der anderen Seite für ein TZ-Gehalt für Vollzeit-Klassenfahrten zur Verfügung stehen soll, obwohl ich parallel dann auch wieder die Kinderbetreuung organisieren muss, steht das für mich nicht so ganz im Verhältnis zueinander. Das Stichwort dazu war: Motivation, mich in TZ (wegen Kinderbetreuung) überhaupt für Fahrten anzubieten.

    Mit Kindern ist die Verfügbarkeit nunmal deutlich eingeschränkter und wenn die Schule will, dass ich es möglich mache, zu fahren, würde ich mir dafür an anderer Stelle etwas mehr Entgegenkommen wünschen, was die Vereinbarkeit von Familie/Beruf angeht, wenn ich schon für ein TZ-Gehalt auf Klassenfahrt soll.

    In BY gehören Klassenfahrten (leider) zu den Dienstpflichten. Für mich ist es die "Dienstpflicht", die ich am wenigsten mag (eigentlich überhaupt nicht), weil ich schlechte Erfahrungen mit Klassenfahrten habe und weil es mir zu sehr in den "Privatbereich" geht, also quasi 24 h-Dienst ohne Auszeit bzw. die Erholungsphasen, die man am Tage oder Abend eben mal braucht und parallel hätte ich außerdem einen großen Organisationsaufwand, damit die Kinder betreut sind. Mein Mann kann nicht wie er will Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen, das muss er vorher absprechen bzw. Urlaub genehmigen lassen. Einige Fahrten an meiner Schule fallen in Zeiträume, wo er Urlaubssperre hat wegen bestimmter wichtiger Dinge, die überlicherweise zu genau der Zeit in seinem Job anstehen.

    Teilzeit arbeiten die allermeisten ja aus einem bestimmten Grund, meistens wegen eigener Kinder. Da fände ich es mehr als gerecht, wenn diese dann für den zusätzlichen Orga-Aufwand auch Vollzeit bezahlt würden. Für mich persönlich steht das einfach in keinem Verhältnis, weshalb ich mich auch immer ganz dezent zurückhalte, wenn es um Fahrten geht...

    In BY ist es so, dass die angestellten Lehrer die Mehrarbeit einreichen können und bezahlt bekommen, die verbeamteten nicht. Wenn es aber eine Dienstpflicht ist, die von Natur aus zum Job dazu gehört (egal ob VZ oder TZ), erschließt sich mir der Sinn hiervon überhaupt nicht. Warum werden TZ-Angestellte bei Fahrten VZ bezahlt und Beamte nicht? Dabei geht es mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip und um die entsprechende Wertschätzung (von mir aus auch in Form von Freizeitausgleich).

    Auch gibt es zumindest an meiner Schule keinen Freizeitausgleich. Auf der anderen Seite muss ich aber z.B. eine einzelne oder zwei Stunden nacharbeiten, weil ich ein- oder zweimal im Jahr das Kind direkt nach der Schule abholen muss, weil der Hort Personalversammlung hat und ich (je nach Stundenplan) eher gehen muss. In dem Moment sinkt für mich als TZ-Lehrerin die Motivation, mich für eine Klassenfahrt zu engagieren bzw. zur Verfügung zu stellen gegen Null, erst recht, wenn ich von Kollegen so höre, was da zum Teil abgeht auf den Fahrten und wenn ich an anderer Stelle Stunden "nacharbeiten" soll, weil ich das Kind eher holen muss.

    Daher fahre ich, seit ich TZ arbeite / Kinder habe, nicht auf Klassenfahrt. Bisher hat mich zum Glück allerdings auch noch keiner gefragt und ich hoffe, es bleibt noch lange so...

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