Das Problem sind m.M.n. v.a. die Sachen, die außerhalb unserer Einflusssphäre stattfinden.
Ja genau, das meinte ich. Daher fühl ich mich immer etwas „hilflos“, wenn ich lese, Lehrer sollten mehr gegen Mobbing tun.
Das Problem sind m.M.n. v.a. die Sachen, die außerhalb unserer Einflusssphäre stattfinden.
Ja genau, das meinte ich. Daher fühl ich mich immer etwas „hilflos“, wenn ich lese, Lehrer sollten mehr gegen Mobbing tun.
Ich würde Mobbing natürlich ansprechen, wenn ich es mitbekomme.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich höre häufig eher im Nachhinein von Mobbingfällen. Im Unterricht selbst - finde ich zumindest - passiert wenig, was auf Mobbing hindeutet. Sobald aber beispielsweise jemand ausgelacht wird, unangemessen reagiert, sich lustig macht usw. nehme ich das Verhalten zum Anlass und rede mit den SuS darüber. Je nach Situation allgemein oder auch unter 4 Augen.
Als es vor einigen Monaten diesen Fall mit der 11-Jährigen gab, die sich lt. Medien wegen Mobbing das Leben genommen hat, habe ich das direkt mal thematisiert in meiner Klasse, weil es mich so geschockt hat.
In manchen Lehrbuchtexten wird es ja thematisiert, sodass man zumindest vorbeugend mit dem Thema arbeiten kann und ich mach gerne zB sprachl. Übungen, wo Personen nur mit positiven Adjektiven und neutralen Äußerungen zur Erscheinung beschrieben werden (zB helpful, brown short hair) oder Rollenspiele mit Perspektivwechsel.
Aber darüber hinaus muss ich ehrlich sagen, bekomme ich wenig mit, da ich ja nicht weiß, was „hinter den Kulissen“ abläuft, außer ich bin zufällig dabei, was aber sehr selten vorkommt.
Welche konkreten Fälle habt ihr da gehabt, was genau habt ihr beobachtet und was habt ihr dann gemacht?
Ich hatte kürzlich nur einen Fall, wo das Kind früher mal gemobbt wurde (Info der Eltern) und auf dieses habe ich besonders geachtet und den Eltern Rückmeldung gegeben, ob ich etwas Auffälliges beobachte beim Umgang der SuS untereinander.
Ich denke auch, an 80 Stunden kommt vielleicht mal ein Schulleiter ran. 50-60 Stunden bei VZ als Anfänger und in Spitzenzeiten sind drin.
Ansonsten hängt es eben auch sehr davon ab, wie organisiert du bist und wie du die Prioritäten setzt.
Eine Einstellung wie du sie hast, dass man Dinge nicht zu sehr mit nach Hause nimmt und sich persönlich nen Kopf macht ist sicherlich nicht falsch. Aber ganz richtig, auf professioneller Ebene sollte es dein Ziel sein, die SuS so weit wie möglich zu bringen, wobei es auch da Grenzen gibt, wenn du Totalverweigerer in der Klasse hast, wo du dir ein Bein ausreißt, dann kannst du irgendwann auch nichts mehr tun. „Professionalität“ ist hier (wie auch in anderen Berufen) ein gutes Stichwort.
Mich würde interessieren, warum du nicht nochmal Englisch als Fach wählen würdest?
![]()
![]()
Grösse... Der war jetzt gut. Ich bin 1.64 m "gross" und wiege 54 kg. Wenn's drauf ankommt, gehen die 2 m Männer vor mir auf die Knie, ich hab nämlich ne Gosch wie ein Maschinengewehr.
Im Ernst jetzt. Ich bin vor allem schlagfertig und sehr gut organisiert. Ich bestimme zu jedem Zeitpunkt wo's langgeht und sonst niemand. Dabei bin ich eigentlich immer freundlich. Bei mir heisst es eben nicht "du machst jetzt mal" sondern "könnten Sie bitte". Und wenn dann keine Reaktion kommt, dann hab ich Zeit. Viel Zeit und sicher den längeren Atem. So häufig kommt das aber nicht vor, dass einer meint, mich provozieren zu müssen.
Ok, dann spielt die Größe wahrscheinlich nur beim ersten Eindruck eine Rolle. Aber neben Authentizität und Respekt finde ich die Stimme schon auch wichtig. Und mit der haben (mein Eindruck) häufiger die Frauen Probleme.
Entschuldigt, ich bin verrutscht.
Worauf es meiner Meinung nach ankommt:
- Größe (ein nicht zu unterschätzender Faktor). Es ist ein Unterschied, ob ein 2 Metermensch in den Raum kommt oder eine Frau von 1,58
-Tonlage und Darstellung (man kann mit Stimme und Körperhaltung ganz viel machen
- Durchsetzungskraft (Nicht: Antonia, hol doch bitte mal die Kreide). Stattdessen: Antonia, du holst die Kreide!
Ja, an die Körpergröße und Stimme hab ich auch schon gedacht. Ich habe mit beidem kein „Problem“, aber stelle es mir schwierig vor, wenn ich einen Kopf kleiner wäre und eine dünne Stimme hätte.
CLD: Seh ich anders: An Grund- und Hauptschulen/Mittelschulen braucht ein/e Lehrer/in andere Fähigkeiten (abgesehen vom Fachwissen), es steht zB noch mehr die pädagogische Arbeit im Vordergrund als am Gymnasium.
Daher könnte ich mir schon vorstellen, dass das eine Rolle spielt.
Warum sind an den Grundschulen überwiegend Lehrerinnen, an den Gymnasien ist es glaube ich relativ ausgeglichen. Wie ist es an Haupt-/Mittelschulen?
Genau, so (wie Flipper) sehe ich es eigentlich auch. Es gibt bei Lehrern wie Lehrerinnen solche und solche Typen.
Ich spreche vom Gymnasium. Ich weiß nicht, ob es in anderen Schularten vielleicht anders ist?
... Lehrer ist so ziemlich der undankbarste Job, den ich kenne. Alle drumrum wissen grundsätzlich alles besser weil ja jeder mal zur Schule gegangen ist.
Ich würde es auch wieder machen, allerdings würde ich mit meinem heutigen Wissen und meinen Erfahrungen mit anderen Erwartungen rangehen.
Was Finchen schreibt, würde ich auch so sagen, allerdings überwiegen für mich die positiven Punkte bei diesem Job. Ich mach ihn wirklich gerne.
Das ist kein Fehler im System. Der Arbeitgeber fordert halt nur Buchunterricht ein und bezahlt auch nur diesen. Würde er eine andere Qualität einfordern, würde er das Stundendeputat und die Nebenpflichten (Konferenzen hier und da z.B.) nicht so festlegen, wie er sie festgelegt hat. Wenn man als Arbeitnehmer dann meint eine bessere Qualität als die geforderte abliefern zu müssen, ist das das persönliche Problem des Arbeitnehmers.
So kann man es natürlich auch sehen!
Ich persönlich finde auch nicht, dass es der Unterricht und die Korrekturen sind, die mich stressen, sondern alles andere drum herum. Sitzung hier, schwierige Eltern da, Extraaufgaben etc. - und das mach ich eben nicht in Teilzeit... Aber das empfindet natürlich jeder anders!
Das kann sein, aber dann ist das ein Fehler im System, dass man deshalb TZ arbeitet (und damit auf einen Teil seines Gehaltes verzichtet), nur um den Job angemessen ausüben zu können.
Diese Denke impliziert ja auch, dass es den Kindern schlecht geht, nur weil die Mama nicht rund um die Uhr für sie parat steht.
1. Denkt das beim Papa keiner!
2. Das fördert die Unselbstständigkeit der Kinder, wenn Mama immer da ist und macht.
Ja genau. Das ist immer noch sehr verbreitet, so zu denken. Hier in BY hab ich den Eindruck besonders stark.
In meinem Umfeld (Kollegen, Freunde...) gibt es leider kaum VZ-Arbeitende (außer wenn alleinerziehend), daher wäre ich schon eine Ausnahme, wenn ich irgendwann zurück in VZ gehe. Aber gerade bei den Lehrerinnen kommt es mir vor, scheint es normal zu sein, auch noch, wenn die Kinder lange aus dem Haus sind, bis zur Pension in TZ zu arbeiten, was ich nie wirklich verstanden habe.
Mich nerven Argumente anderer Mütter (!!). Warum hast Du Kinder, wenn Du so viel arbeitest? (oder ähnliches, in allen Variationen schon gehört!) Ich liebe meine Kinder sehr, aber dass ich deswegen riskieren muss, beruflich 30 Jahre lang schlechter dazustehen und den Karriereknick in Kauf zu nehmen, sehe ich irgendwie nicht ein. Meine Tochter war mit 19 aus dem Haus. Da war ich knapp über 40 und hatte noch knappe 30 Jahre Arbeit vor mir. Der Kleine ist 10 und braucht mich auch immer weniger. Ich bin wirklich froh, dass ich meine Arbeit habe und will auf keinen Fall weniger arbeiten.
Sissymaus:
Diese Einstellung finde ich super.
Mich würde interessieren, wie du auf die Reaktion der anderen auf deine VZ-Arbeit reagierst. Ich muss mich zT schon für meine 3/4 Stelle rechtfertigen.
Und nochwas: Hast du trotzdem jemals das Gefühl gehabt, die Kinder kommen zu kurz und du müsstest eigentlich mehr Zeit für sie haben?
[...]
Es ist einfach eine gesellschaftliche Erwartung, dass Frau mit Kind maximal in TZ arbeitet. Frau ohne Kind wird Kinder bekommen, Frau mit einem Kind wird weitere Kinder bekommen, Frau mit mehreren Kindern wird andauernd fehlen, weil eines der Kinder krank ist.Mich macht das verrückt.
Deinen Post finde ich sehr interessant. Ich bekomme nämlich selbst in TZ manchmal solche Sprüche zu hören wie „Wie schaffst du das nur, so viel zu arbeiten?“
Bin mit Kind 1 mit ca. 60% wieder eingestiegen und es war mir ehrlich gesagt zu wenig und ich habe aufgestockt auf 74%. Seit Kind 2 hab ich immer 74-80% (je nach Stundendeputat) und viele andere TZlerinnen im Kollegium sagen, das ist aber ganz schön viel.
Mittlerweile sind meine Kinder in der Grundschule und auf lange Sicht kann ich mir vorstellen, auch wieder VZ zu arbeiten. Ich glaube der Unterschied ist nicht mehr groß. Da sie in der Ganztagsbetreuung sind (ich habe hier nur die Wahl zwischen Schulschluss, also 12-13 Uhr, und mind. 16 Uhr (Mindestbuchung/Hort)), werde ich es denke ich irgendwann „ausprobieren“ auch wieder VZ zu arbeiten. Auf die Aufschreie im Kollegium bin ich gespannt. Es scheint überhaupt nicht akzeptiert zu sein, obwohl ich festgestellt habe, dass ich in 8 J TZ nach und nach immer mehr Zusatzaufgaben übernommen habe und es ja hin bekannt ist, dass man in TZ anteilig mehr Mehrarbeit macht als in VZ, was mich persönlich manchmal frustriert.
Ich weiß, das ist nicht das Ursprungsthema des Threads (ist mir ehrlich gesagt auch grad entfallen), aber ich fand es so interessant...
Genau, die Gefahr, dass du nochmal zum Amtsarzt musst, besteht nur, wenn du in der Probezeit längere Fehlzeiten hast. Ist mir - total unerwartet - passiert, obwohl ich normalerweise nur 1-2 Tage pro Jahr fehle... Ich musste nochmal zum AA, aber alles lief gut.
Ich finde es gut, dass du dir wegen der genannten Dinge Hilfe suchen willst, damit sie nicht später zu Problemen werden, wenn du aber ganz sicher gehen willst, wartest du bis du die Urkunde in der Hand hältst oder suchst dir erstmal eine anonyme Beratung (zB für Angehörige von Menschen mit Depressionen).
Alles Gute!
Ich habe für eine Personaldienstleistungsagentur gearbeitet und Einzeljobs (auch häufig Service/Gastro-Bereich) angenommen - oder eben auch nicht. Das war sehr flexibel, auch oft abends und am W/e und in den Sem-Ferien eben mehr und in Prüfungsphasen weniger. Allerdings hatte ich kein Kind.
Bei der Agentur haben viele Studis gearbeitet, manche haben das aber auch vollberuflich gemacht. Vorlesungen hab ich dabei selten ausfallen lassen.
Um es ganz sachlich zu schreiben: Ja, ich habe gemerkt, dass das nicht mein Ding ist.
Und nein: In diesem Bereich wird nicht super bezahlt. Ich wurde wegen meines Sohnes, der sich im Grundschulalter befindet sogar bei einer Stelle abgelehnt! Wegen meinem Kind! Mein Sohn ist kein Kleinkind mehr.
Das ist echt deprimierend. Dann solltest du erst recht deinen Plan durchziehen!! Wenn du das wirklich willst, schaffst du das!! Viel Glück dabei.
Guten Morgen,
manche Lehrbücher haben so eine Art "Vorlektion", in der man die SuS sozusagen auf einen ähnlichen Stand bringt, da sie unterschiedliches Vorwissen mitbringen. Hier ist es meist so, dass sie aus der Grundschule schon einige grundlegende Vokabeln mitbringen (Essen, Trinken, Tiere, Farben).
Ansonsten fange ich immer gern so an, dass ich ihnen bewusst mache, wie viele englische Wörter sie in ihrer alltäglichen Sprache schon verwenden bzw. generell im Deutschen verwendet werden. Die sammeln wir alle und ordnen sie Wortfeldern zu. Vielen ist nicht einmal bewusst, dass Computer und Internet eigentlich englische Wörter sind ![]()
Je nachdem, was das Lehrbuch als erstes vorsieht, wären auch kurze Rollenspiele (z. B. sich kennenlernen, gegenseitig vorstellen) eine Idee.
Classroom und classroom phrases kann man auch gut am Anfang einführen und anschließend z.B. die Dinge im Zimmer mit Post-Its bekleben, sie nach 1 Woche wieder abnehmen und testen, welche sie schon können.
Bei uns (am Gymn. allerdings) finde ich es noch wichtig, ziemlich am Anfang mal einen "Probe-Vokabeltest" und später (sofern die Zeit reicht) eine "Probe-"Schulaufgabe/Klassenarbeit (mock exam) zu schreiben, das baut erfahrungsgemäß Ängste ab, weil sie wissen, was auf sie zukommt.
Außerdem bespreche und übe ich immer, wie man am besten Vokabeln lernt und ermutige sie Verschiedenes auszuprobieren (Karteikarten, Phase 6, Quizzet etc.).
Ich hoffe, da ist was dabei!
Wenn ich auf meine Eltern gehört hätte, wäre ich niemals Lehrerin geworden, sondern hätte BWL studiert oder so... Sie haben mich in meinem Vorhaben eigentlich gar nicht unterstützt, daher bin ich heute umso stolzer, dass ich es durchgezogen habe!!
In meinem Ref. war auch eine mit Mitte 30, die während des Refs. sogar noch ein Kind bekommen hat.
Ich frage mich nur, wie willst du das Studium / dein Leben finanzieren, wenn du jetzt studieren willst?
Selbst jemandem, der aktuell in Psychotherapie ist, könnte man letztendlich nicht verweigern, seine Ausbildung abzuschließen.
Ja, ich finde es auch äußerst schwierig. Ich finde, sie hätten das Nachreichen der fehlenden Unterlagen fordern können.
Was ich mich halt nur frage ist, hat Sylwia die Ref-Stelle abgelehnt, weil sie wusste, das Gutachten fehlt und das würde Probleme machen oder weil sie von denen aus musste (da das Gutachten fehlt). Das wäre ein Unterschied, denke ich, auch was rechtliche Schritte anbelangt.
Werbung