Beiträge von Lehrerin2007

    dass manche sich immer mit dem Argument Familie und Kinder raushalten und andere die doppelte Arbeit machen.

    Und umgekehrt machen TZ-Lehrerinnen die doppelte Arbeit fürs halbe Gehalt und müssen auch ihren mit Kindern durchgetakteten Alltag für die Zeit organisieren. Das soll jetzt fairer sein?

    Wie gesagt, jede Situation ist sehr individuell zu betrachten (ob jetzt mit Kindern / zu pflegenden Eltern / gesundheitliche Einschränkungen etc.) und es ist ja kontraproduktiv, jemanden zu zwingen, wenn es gerade einfach nicht geht.

    Zum Glück finden sich bei uns immer welche (ca. 70 KuK, davon vielleicht 10 mit kleineren Kindern), das war nie ein Problem.

    Ich schätze mal, weil München stetig weiter wächst und die Anzahl der Einzuschulenden jedes Jahr steigt; gleichzeitig aber die Lebenshaltungskosten ebenfalls steigen und immer weniger Menschen (außer Superverdienern) hier wohnen möchten. Es gibt auch massiven Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen (z.B. Krankenschwestern), weil es sich einfach nicht mehr rentiert. Wahrscheinlich stopft man dann alle Neulehrer*innen erstmal nach München, dass München versorgt ist, weil man weiß, auf lange Sicht (später mit Familie) wollen sie eh wieder weg. In der Altersgruppe 30-40 (wo man eben oft eine Familie gründet) gibt es mehr Abwanderung als Zuwanderung.

    Diese Diskussion hatten wir schonmal in einem anderen Thread. Pflicht hin oder her, wenn es als TZ-Kraft mit Kindern (es gibt ja auch Alleinerziehende) oder auch aus gesundheitlichen Gründen für mich nicht zumutbar ist, eine Woche Vollzeit (ohne Ausgleich übrigens) zu arbeiten und nebenher noch die Kinderbetreuung zu organisieren, da ich ja nicht da sein kann, finde ich, können andere KuK fahren, bis meine Kinder größer sind.

    Ich bin 12 Jahre nicht gefahren, weil es für uns (keine Großeltern in der Nähe; Home Office für meinen Mann vor Corona undenkbar) kaum zu organisieren war. Jetzt ist die Phase vorbei und ich habe mich gemeldet, mal wieder zu fahren, weil jetzt andere KuK kleinere Kinder haben.

    Stimmt, es hat weniger mit dem Ursprungspost zu tun, aber die Situation, dass eine Klassenfahrt sehr weit ins Privatleben eingreift, ist ähnlich. (Aus diesem Grund finde ich übrigens auch, dass es keine "Dienstpflicht" sein sollte).

    Ähnliches Problem sehe ich auch grad in einer Klasse. Die waren immer schon nicht gut, weil sie einfach keine Vokabeln lernen wollten. Einige von ihnen haben jetzt das Lernen völlig eingestellt, weil Corona/Distanzunterricht eine willkommene Entschuldigung war, nichts zu tun (aber der Distanzunterricht war ja sooooo schlecht).

    Genau so empfinde ich es auch.

    Ich habe heute meine erste sog. Lernstandserhebung zu Ende korrigiert (Fach: Französisch) und bin total schockiert. Die Klasse war vor Corona schon schlecht und ich habe mit denen oft Grundlagen gepaukt und wiederholt. Das Ergebnis ist allerdings eine Katastrophe... Die Lücken im Grundwissen sind trotzdem viel größer geworden, es ist zum Verzweifeln.

    Ich hoffe, die anderen LSE laufen besser...

    Ich merke einfach, dass der Unterricht oft und an vielen Stellen nicht gut ist und das trotz stundenlanger Vorbereitung

    Woran machst du fest, dass der Unterricht "schlecht" ist? Und: stundenlange Vorbereitung mag als Anfänger aufgrund der fehlenden Erfahrung z.T nötig sein, aber es ist nicht so, dass der Unterricht besser ist, je länger er geplant wurde. Manchmal verhält es sich sogar umgekehrt.

    Ansonsten ist es klar, dass du als Anfänger noch nicht alles "perfekt" machst (auch später nicht, auch erfahrene Lehrkräfte haben mal doofe Stunden!), wie auch!? Das ist noch kein Grund, sich in diesem Beruf fehl am Platz zu fühlen!

    Irgendwie komme ich (vor allem mit meiner 11. Klasse) immer wieder an den Punkt an dem ich eine Frage stelle und sich, wenn überhaupt, nur die gleichen 2 oder 3 Personen melden.

    Das habe ich bei manchen Fragen eigentlich täglich, von Klasse 5 bis Klasse 12.

    ein organisches Unterrichtsgespäch

    Was genau stellst du dir darunter vor?

    Grundsätzlich halte ich es für ganz normal, was du beschreibst. Bei jeder Klasse muss man auch etwas gucken, wie man sie aus der Reserve lockt, manche sind von sich aus motivierter, andere nicht, manche mögen bestimmte Unterrichtsformen, andere nicht. Gruppenarbeiten und deren Ergebnisse zählen bei uns zu den Unterrichtsbeiträgen und können dadurch bewertet werden (aber ich weiß nicht, wie das bei euch ist), darauf würde ich dann vielleicht auch hinweisen, mal ganz davon abgesehen, dass einfach nichts tun in der Gruppenarbeit nicht geht. Du könntest die Gruppenarbeit auch so gestalten, dass jeder eine bestimmte Aufgabe innerhalb dieser Gruppe hat (sonst ist es oft so, dass die eigentliche Gruppenarbeit den Aktiveren überlassen wird und andere sich zurückhalten).

    Warum regt ihr euch auf, dass einige viele Sachen für die Schule kaufen? Macht es selbst doch anders und lasst andre es wiederum anders machen.

    Ich glaube es ging um das Prinzip und die Argumentation, Lehrer verdienen doch genug und können sich doch ihren Kram selbst kaufen. Das ist 1. relativ und 2.: in welchem Beruf wird das sonst erwartet? Sicher ist es ein Unterschied, ob ich einen Rotstift kaufe oder das x-te Zusatzheft, das ich nicht unbedingt benötige, um meinen Unterricht zu machen oder ob ich mir die Lehrbücher, die ich wirklich benötige, selbst kaufen muss.

    Wenn das Argument mit dem Verdienst gelten soll (und: von der Steuer absetzen heißt bei Weitem nicht, alles 1:1 zurück zu bekommen), dann frage ich mich schon, warum das in anderen Berufen nicht so gilt (und da würde ich schon einen Unterschied zwischen einer Schere und einem Computer machen).

    Deshalb mag ich diese Begründung nicht, ähnlich wie: Lehrer sind schließlich Beamte und können daher ihre Gesundheit mal aufs Spiel setzen, um Präsensunterricht zu machen (das hab ich gelesen, bevor die Impfung kam) - genauso unlogisch.

    Hast du schonmal versucht, das Material gebraucht zu kaufen? Oder kennst du vielleicht ehem. Refis an anderen Schulen, die besser ausgestattet sind und wo du dir zumindest das leihen könntest, was du gerade benötigst?

    Bei uns schaffen die Fachleitungen einen gewissen Grundstock an Zusatzmaterial an (Lehrerhandbücher, Kopiervorlagen etc.); was alle nutzen können, wer darüber hinaus mehr möchte, muss es sich selbst kaufen.

    ich verstehe, dass meine Geschichte unglaubwürdig klingt, ca. 50 Fehldiagnossen

    Also 50 ist schon sehr viel (sind es wirklich 50??), aber ich habe diese Erfahrung auch gemacht, aber erst, als ich Privatpatientin war. Seitdem habe ich auch mehrfach Diagnosen auf Rechnungen stehen gehabt bekommen, die einfach nicht stimmten (z.B. Asthma, Schwangerschaftsdiabetes, chron. Tinnitus, Thrombose und weitere, z.T. als Verdachtsdiagnose - nichts von alldem hatte ich). Als ich die sah, hab ich nochmal angerufen, um das zu klären und jeweils eine 2. Meinung eingeholt, wo diese angebliche Diagnose widerlegt wurde. Einen Arzt (HNO wg. chron. Tinnitus) habe ich mal direkt angesprochen, ob er da mehr abrechnen könne, wenn er das immer wieder drauf schreibt (ich hatte tatsächlich mal kurzzeitig Ohrgeräusche, die wieder verschwanden, aber 2 Jahre später, wo ich wegen was ganz anderem da war, stand das immer noch drauf...), da lachte er nur etwas peinlich berührt... alles klar. Es wurde dann rausgenommen für die nächste Rechnung. Das sagt doch alles!?

    Angaben nach bestem Wissen und Gewissen zu machen,

    Genau das erinnere ich mich auch, unterschrieben zu haben. Damals (Gott, ist das lange her...), mit 25, hatte ich einfach nicht die geringste Ahnung und war auch ziemlich naiv, ich wäre im Traum nicht drauf gekommen, bei meiner Krankenkasse nachzufragen, welche Diagnosen da gespeichert wurden, ich habe nur das angegeben, was die Ärzte gesagt haben. Mir war nicht bewusst, dass ich das hätte tun müssen und ich wurde nicht dazu aufgefordert. Ich kenne auch niemanden, der das gemacht hat.

    Aber was mich immer wundert, wenn ich eine Rechnung vom Hausarzt bekomme, dass da ALLE Diagnosen draufstehen, die er (in knapp 20 Jahren, seitdem ich dort war) je gestellt hat. Also nicht nur chronische Krankheiten, die ich sozusagen immer habe, aber auch Erkrankungen, die längst vorbei sind. Ist das bei euch auch so?

    Nein. Außer bei dem oben genannten Fall mit dem HNO / Tinnitus. Ansonsten habe ich das - außer bei chron. Erkrankungen (Pollenallergie) nicht erlebt.

    Laut den Abrechnungen meines Kardiologen bin ich in der 15. Woche schwanger. Und zwar DURCHGEHEND seit Dezember 2014. Hab das mehrfach angemerkt und bekam immer die Antwort: "ja, ja, müssen wir rausnehmen".

    🙈

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