Beiträge von Lehrerin2007

    Mich haben die Schüler morgens um 2.30 Uhr angeschrieben

    Wenn ihnen das Planen so wichtig ist, warum melden sie sich dann nicht schon am Vortag? 2:30 ist ja wohl jetzt nicht die Zeit, zu der Schüler ihren Tagesablauf planen oder wo sie Fahrschul-Stunden buchen!? 🙄

    Klingt für mich auch eher nach künstlicher Empörung, um Dampf abzulassen über den Distanzunterricht.

    Sagt mal, war die "summer school" bzw. das "Brücken bauen"-Programm eigentlich auch für die Grundschulen angedacht?

    Mir fällt grad auf, dass wir diesbezüglich überhaupt nichts gehört haben. (Mein Kind wäre nicht hingegangen, es interessiert mich nur.)

    Grundsätzlich musst du alles wahrheitsgemäß beantworten.

    Allerdings finde ich die Frage auch sehr offen gestellt ("bedeutsam" --> in welcher Hinsicht? Bedeutsam ist relativ...) und als solle man selbst entscheiden, wie bedeutsam nun eine Pollenallergie oder eine Nussallergie ist, eine Mittelohrentzündung oder welche Art von Unfall. Mal vom Fahrrad gefallen ohne Folgen ist unbedeutend, ein Autounfall mit Schädel-Hirn-Trauma wohl bedeutsam. Aber wo ist die Grenze und wie soll man das als Laie wissen?

    Oder liegt es an mir, "bedeutsam" schon dahingehend zu verstehen, ob sich daraus eine Dienstunfähigkeit entwickeln könnte? Das ist ja eigtl Aufgabe des Arztes.

    Sehe ich auch so. Im Zweifel würde ich lieber nachfragen.

    Der Gymnasiallehrer erwartet einfach als Medienbeauftragte bei seiner Klasse auch besser entlohnt zu werden.

    Wo hast du denn das her? Ich habe noch nie was von einem Medienbeauftragten [Lehrer] für nur seine Klasse gehört, schon gar nicht mit besserer Entlohnung.

    Medienbeauftrage ist an der GS nicht nur Ipads. Unserer hat Wlan verbaut, PCs in jeder Klasse installiert, Zoom organisiert, Lizenzen organisiert, Beamer und Kameras installiert, Kabel verlegt, Medienkonzept erarbeitet

    Das macht unser Medienbeauftragter auch (außer w-lan, das dauert noch...), und zwar für deutlich mehr Lehrkräfte und Schüler. Und er gibt auch noch schulinterne Fortbildungen.

    Du regst dich immer total über die Ungleichbehandlung auf, aber bashst gegen Lehrer anderer Schularten. Findest du das zielführend?

    Meine Schulzeit war schön, weil ich in der Klasse auch meine Freundinnen hatte und wegen der Fächer, die ich gern mochte. An dieser Stelle ist auch mein Berufswunsch entstanden.

    Andersherum war ich aber auch froh, als es vorbei war, weil ich leider auch schlechte Erinnerungen/Erfahrungen gemacht habe.

    dass man Distanzunterricht nur für ungeimpfte Schüler macht und geimpfte auch bei höheren Inzidenzen weiterhin zur Schule dürfen.

    Daran habe ich auch schon gedacht. Für die geimpften Schüler gibt es doch eigentlich keinen Grund mehr, ihnen den Präsenzunterricht zu verwehren? Dass das organisatorisch sehr schwierig ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt...

    Bei mir ist es auch so. Ich kenne nur ganz ganz wenige Kollegen, die weniger als dreimal jährlich in den Urlaub fahren.

    Das sind dann wahrscheinlich eher Lehrer-Ehepaare? Ich kenne v. a. Lehrer-Ehepaare, die häufiger wegfahren, denn (wie ich schon sagte) bekommen "normale" Arbeitnehmer (also nicht-Lehrer) ja nicht automatisch jede Ferien frei.

    Bei meinem Mann gehen 2-3 Tage um Ostern und Pfingsten, 2-2,5 Wochen im Sommer, ein paar Tage um Weihnachten. Die restlichen Tage nimmt er außerhalb der Ferien, z.B. in der ersten Schulwoche (weil da hier mit zwei Schulkindern, noch kein voller Schulbetrieb etc. meist Chaos herrscht.)

    Ich kenne solche und solche Kollegen, aber es sind sicher nicht "die meisten", die mehrfach Urlaub machen. Am häufigsten fahren die Lehrer-Ehepaare weg. Da kenne ich eins, das mehrere Kreuzfahrten im Jahr macht (allerdings nicht im Moment), was ich völlig übertrieben finde. Bei mir ginge es schon deshalb nicht, weil mein Mann ja "nur" 30 Tage Urlaub hat und das kaum möglich wäre, 3-4 x im Jahr in Urlaub zu fahren.

    Besuche bei der Familie (wo wir auch weiter weg fahren müssen) zähle ich allerdings nicht zum Urlaub dazu (das ist ja auch kein Urlaub). "Richtigen" Urlaub gibt es bei uns 1x / Jahr.

    Man hat viele Freiheiten, die man in anderen Berufen nicht hat, man kann sich die Arbeit gut frei einteilen.

    Kann man so oder so sehen. Mein Mann z.B. hat Gleitzeit und kann sich Freiheiten nehmen (z.B. einen Zahnarzttermin um 8:00, notfalls mit open end), die ich nicht habe als Lehrerin. Anderes Beispiel: Die Kita macht eher zu wegen Personalversammlung - zwar benötige ich keine Kinderbetreuung in den Ferien, aber ich kann ansonsten nicht eher Schluss machen oder Überstunden abbauen, wenn es organisatorisch nötig wäre (diese Freiheit hat dann z.B. aber mein Mann wieder in seinem Job in der sog. "freien Wirtschaft").

    Später - wenn man den Unterricht schon geplant hat - kann man die Ordner in darauffolgenden Jahren einfach rausholen und muss nicht mehr viel Arbeit in die Unterrichtsvorbereitung stecken.

    Das ist ein Ammenmärchen. Jeder weiß, dass es alle paar Jahre Reformen gibt (allein in meinem 16-jährigen Berufsleben: G9, etwas später zu G8 und nun wieder zu G9, in manchen Klassen habe ich das 3. Lehrwerk in dieser Zeit), dass Lehrpläne sich ändern, dass es neue Lehrbücher gibt und der vorbereite Stoff zumindest abgeändert werden muss. Klar, feststehende Themen in Geschichte, Mathematik oder Grammatik in den Sprachen kann man immer wieder verwenden, aber nach meiner Erfahrung plane ich einen Großteil auch immer wieder neu, denn die Klassen und Kurse sind unterschiedlich leistungsstark oder schnell und auch in der Oberstufe nimmt man zumindest in meinen Fächern auch viel Aktuelles durch, diese Planung ist für mich die aufwändigste.

    Man kann die Arbeitszeit - wenn man will - relativ gering halten.

    Kann man, wenn man seinen Job nicht so ernst nimmt. Man kann sich auch so reinknien und alles supergenau durchplanen und jede Extraaufgabe auf sich nehmen, dass man jeden Abend bis spät sitzt, die meisten werden wohl aber im Schnitt über 40 h wöchentlich arbeiten, denn es ist ja allein mit dem Unterricht und dessen Planung nicht getan. Ich liste jetzt nicht auf, welche Aufgaben eine Lehrkraft noch hat, die man nicht reduzieren kann, das weiß eigentlich jeder, der diesen Job macht oder vorhat, ihn zu machen.

    Mathe ist ein Fach, welches nicht korrekturlastig ist."

    Auch Matheklausuren werden natürlich korrigiert, aber im Verhältnis zu Korrekturfächern (D, E, F, L, Sp...) sicherlich weniger ja. Aber Mathe muss man auch erstmal können 🤪

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