Man hat viele Freiheiten, die man in anderen Berufen nicht hat, man kann sich die Arbeit gut frei einteilen.
Kann man so oder so sehen. Mein Mann z.B. hat Gleitzeit und kann sich Freiheiten nehmen (z.B. einen Zahnarzttermin um 8:00, notfalls mit open end), die ich nicht habe als Lehrerin. Anderes Beispiel: Die Kita macht eher zu wegen Personalversammlung - zwar benötige ich keine Kinderbetreuung in den Ferien, aber ich kann ansonsten nicht eher Schluss machen oder Überstunden abbauen, wenn es organisatorisch nötig wäre (diese Freiheit hat dann z.B. aber mein Mann wieder in seinem Job in der sog. "freien Wirtschaft").
Später - wenn man den Unterricht schon geplant hat - kann man die Ordner in darauffolgenden Jahren einfach rausholen und muss nicht mehr viel Arbeit in die Unterrichtsvorbereitung stecken.
Das ist ein Ammenmärchen. Jeder weiß, dass es alle paar Jahre Reformen gibt (allein in meinem 16-jährigen Berufsleben: G9, etwas später zu G8 und nun wieder zu G9, in manchen Klassen habe ich das 3. Lehrwerk in dieser Zeit), dass Lehrpläne sich ändern, dass es neue Lehrbücher gibt und der vorbereite Stoff zumindest abgeändert werden muss. Klar, feststehende Themen in Geschichte, Mathematik oder Grammatik in den Sprachen kann man immer wieder verwenden, aber nach meiner Erfahrung plane ich einen Großteil auch immer wieder neu, denn die Klassen und Kurse sind unterschiedlich leistungsstark oder schnell und auch in der Oberstufe nimmt man zumindest in meinen Fächern auch viel Aktuelles durch, diese Planung ist für mich die aufwändigste.
Man kann die Arbeitszeit - wenn man will - relativ gering halten.
Kann man, wenn man seinen Job nicht so ernst nimmt. Man kann sich auch so reinknien und alles supergenau durchplanen und jede Extraaufgabe auf sich nehmen, dass man jeden Abend bis spät sitzt, die meisten werden wohl aber im Schnitt über 40 h wöchentlich arbeiten, denn es ist ja allein mit dem Unterricht und dessen Planung nicht getan. Ich liste jetzt nicht auf, welche Aufgaben eine Lehrkraft noch hat, die man nicht reduzieren kann, das weiß eigentlich jeder, der diesen Job macht oder vorhat, ihn zu machen.
Mathe ist ein Fach, welches nicht korrekturlastig ist."
Auch Matheklausuren werden natürlich korrigiert, aber im Verhältnis zu Korrekturfächern (D, E, F, L, Sp...) sicherlich weniger ja. Aber Mathe muss man auch erstmal können 🤪