Beiträge von Lehrerin2007

    Man kann online so Seminare oder Verkostungen buchen (Wein, Gin...), dann bekommt jeder ein Paket zugesandt (auch mit Snacks z.B.), per VK hört man sich dann gemeinsam was dazu an und verkostet... (bis alles alle ist ;) - also mein Mann hat die drei Flaschen Wein neulich nicht geschafft, ich musste dann helfen...).

    Mein Mann macht auch Schafkopf-Abende mit seinen Kumpels online (vorher eben immer "in real life"). Für mich wäre das nichts, aber vielleicht eine Idee für andere...

    Ich hatte im Ref. so eine Klasse (danach zum Glück nicht mehr; schwierige Klassen schon, aber nicht so eine). Da wollte einer mal eine Ex (= einen Test) nicht abgeben, weil er wusste, dass sie extrem schlecht war (war dann auch eine 6), er hat sie festgehalten, ich (damals 25 J. alt) dran gezogen. Ich kam mir vor wie im Kindergarten. Sie ist dann zerrissen... Dann sagte er: "Ha, jetzt können Sie sie eh nicht mehr werten!" Ich habe mir beide Teile geschnappt, sie zusammengefügt, kopiert und das Ding natürlich bewertet...

    Ich denke, an diesem Punkt sind/waren wir wahrscheinlich alle mal und selbst, wenn es jetzt nicht läuft, lernst du daraus. Du legst dir eine dickere Haut zu und Strategien, wie du ggf. ein nächstes Mal damit umgehst.

    Ich persönlich würde alle Register ziehen, die Klassenleitung (evtl. auch Schulleitung), die Eltern mit ins Boot holen. Den Info-Brief hätte ich per Post verschickt. Ich hätte auch das Thema mal angesprochen, den Spieß umgedreht, was sie eigentlich von dir wollen (schließlich willst du nur deinen Job machen, aber sie hindern dich daran), vielleicht gemeinsam drüber sprechen, wie man das Schuljahr für alle angenehm über die Bühne bringt. Wenn sie mal sagen können, was sie so ankotzt und merken, dass du wahrscheinlich gar nicht dran Schuld bist, merken sie vielleicht selber, dass ihr Verhalten unangemessen ist.

    Viel Glück, du schaffst das bestimmt.

    die Schüler und Eltern reagieren sehr verständnisvoll aus meiner Erfahrung

    Na ja, da gibt es auch andere Erfahrungen. Nach einem Gespräch mit einer Mutter, die Klassenelternsprecherin meiner Klasse ist, kam es eher so rüber, dass aus Elternsicht der Lehrer sich voll und ganz nur dieser Klasse zu widmen habe und natürlich keine andere Klasse, keine anderen Aufgaben und schon gar keine eigenen Kinder hat. Ich muss gelegentlich daran erinnern...

    Ich wüsste auch nicht, dass es da ein Verbot gibt, es kommt immer auf das Kind an, wie weit es von der Reife her ist, was die Eltern ihm zutrauen, wie zuverlässig es ist usw.. Ich habe da zwei Exemplare, die sind wie Tag und Nacht. Das eine habe ich mit 8 durchaus mal 30' allein lassen können, das andere - no way. Es liegt im Ermessen der Eltern und es kommt auf die Verhältnismäßigkeit an. Natürlich lässt man ein unter 12-jähriges wohl eher nicht viele Stunden am Tag allein daheim. Bei Kind 1 könnte ich mir 2-3 Stunden aber vorstellen. Kind 2 - na ja, sprechen wir in ein paar Jahren nochmal drüber...

    Ja klar, bei JEDEM Artikel über Lehrer/Distanzunterricht/Schulöffnungen wird kommentiert, dass Lehrer immer nur jammern. Was anderes haben wir ja momentan nicht zu tun. Man braucht nur einmal ansatzweise den Mund aufmachen und es heißt: Ihr Lehrer jammert nur, ich seid so realitätsfern... bla bla...

    Wir gehen auch jeden Tag mit den Kindern raus, manchmal sind sie nur im Garten vor dem Haus, manchmal gehen wir auf einen Spielplatz, gehen joggen, spazieren.

    Aber einkaufen geht immer nur einer von uns allein, und das möglichst früh am Tag, wenn es noch schön leer ist. Den Wochenendeinkauf finde ich schon ohne Corona mit Kindern total :sterne:.

    Und Klassen ohne Lehrer ist in Bayern eigetlich ein absolutes No-Go. Selbst Berufsschulklassen mit 100% volljährigen Schülern müssen durchgehend beaufsichtigt werden.

    Also bei uns war das ursprünglich auch mal so geplant, dass die Klassen / Kurse dann entsprechend auf Räume aufgeteilt werden oder der Unterricht in der Turnhalle / Aula oder in einem anderen großen Raum stattfindet. Das geht jetzt aber glaube ich nicht mehr, da im KMS explizit von Wechselunterricht die Rede ist und diese Option (Teilung und Aufteilung auf Räume) nicht mehr da ist.

    Wenn ein Lehrer ausfällt, gibt es in der Oberstufe hier auch keine Vertretung, die haben dann Freistunden und werden nicht beaufsichtigt.

    https://www.br.de/nachrichten/ba…nkinder,SNR6Kfz

    Hier ist nochmal ein Artikel zu den Maskengutscheinen. Da steht, dass für die Berechtigung eine Verdachtsdiagnose ausreicht, über die der Arzt nichtmal verpflichtet ist, Auskunft zu geben. Dennoch steht das in den Akten der Krankenkasse. Macht bei Jugendlichen vielleicht Sinn, aber bei 3-Jährigen?

    (OT: Worüber ich mich dabei wundere ist, dass man ja bei der Amtsarztuntersuchung und dem Abschluss der PKV sowas angeben muss. Toll, wenn man aber nichts davon weiß, obwohl es in den Akten steht...!)

    Ja, das sehe ich auch so. Bei uns gibt es zum Teil auch jahrgangsübergreifende Kurse (11/12), aber die Q11 bleibt definitiv noch zu Hause bis mind. 14.02.

    Meine Kollegen, die Q12 haben, fragen sich auch, wie das gehen soll. Der Distanzunterricht hat gut geklappt und sie sehen den Wechselunterricht eher als Nachteil für alle.

    Ich bin froh, dass ich dieses Mal keine Q12 hab. Letztes Jahr im April war ich eine der ersten, die wieder in die Schule musste, jetzt habe ich wieder eine Q11 (mal sehen, ob die nächstes Jahr wieder mal "normal" Abi machen können...).

    Meine eigenen Kinder würden aber auch gern mal wieder in die Schule...

    Ich würde für diesen Fall den Video-Unterricht entsprechend reduzieren, du kannst dich halt nicht zerteilen. Stattdessen würde ich für jede Klasse eine Fragestunde pro Woche anbieten, wo sie ihre Fragen stellen können und von ihren Problemen berichten können. Das kannst du ggf. auch nebenher mit Kind durchführen.

    Alternativ würde ich nur kurze Video-Besprechungen machen (je nachdem, wie lange dein Kind sich allein beschäftigen kann), wo du etwas Neues einführst und erklärst und dann arbeiten sie selbständig weiter. (Sollte in Sek I/II möglich sein).

    Oder ich würde am Abend Erklärvideos (besonders bei neuem Stoff) aufnehmen, die die SuS am nächsten Tag abrufen können.

    Wie alt ist dein Kind?

    Ich musste meine Kinder wegen eines Kitastreiks schonmal mehrere Tage mit in den Unterricht nehmen (damals: 2 und 5 Jahre alt). Ich hatte immer eine Tasche mit neuem/besonderen Spielzeug mit, das sie sonst nie hatten. Damit haben sie sich immer eine Zeitlang weitestgehend allein beschäftigt, dass ich zunächst Hausaufgaben und neuen Stoff besprechen konnte. Hat mal mehr, mal weniger gut geklappt, aber es ging.

    Ich glaube, dass ist vielen Eltern nicht so bewusst.

    Das glaube ich allerdings auch. Es gibt auch wenig Informationen darüber. Ich habe auch nur eine Handvoll Artikel über diese eine Studie, die du erwähnst, gelesen. Ich würde mir auch mehr Informationen wünschen, aber wahrscheinlich gibt es die einfach noch nicht...

    Es gibt tatsächlich kein Kind, das ich nicht mag.

    Das ist mir tatsächlich schon passiert. Einmal im Ref., wo ein Kind (11. Klasse) dermaßen meinen Unterricht sabotiert hat (und auch mit anderen Lehrkräften Probleme hatte) und in meiner Lehrprobe demonstrativ geschlafen (ja, geschlafen!) hat, nur um mich in Schwierigkeiten zu bringen. Ich konnte das mit dem Prüfungsausschuss zum Glück klären (die kannten das "Kind" und die Probleme auch), aber ich fand das so dermaßen fies... Gespräche und Verweise haben zu nichts geführt. Dieses Kind hatte ich aber anschließend nicht mehr und konnte das Ganze abhaken. Damals fand ich es echt schwer, als Anfängerin damit umzugehen und die Lehrer rieten mir eher dazu, es zu ignorieren. Hab ich dann auch gemacht...

    Das andere Mal ist auch noch nicht so lange her (2 Jahre) und hat mich hierher in dieses Forum getrieben. Da war die Mutter so dermaßen unfreundlich, anmaßend, beleidigend, ignorant und intrigant und nach deren Besuch in der Sprechstunde fiel mir so richtig auf, wie sehr ihr Kind nach ihr kommt. Und anschließend hat sich das Kind mir gegenüber noch mehr so verhalten (weil es keine 15 Punkte von mir bekam, obwohl Mami mit mir geschimpft hat) und ich hörte noch ähnliche solcher Geschichten von anderen KuK. Dieses "Kind" (na ja, es war 17...) konnte ich nicht mehr richtig ernst nehmen, schon gar nicht nach dem Gespräch mit der Mutter. Das ging so weit, dass ich - zum ersten und einzigen Mal in 15 Jahren - das Gefühl hatte, es nicht mehr frei von persönlichen Gefühlen (in dem Fall Aversion) bewerten zu können, sodass ich mir zur Prüfung eine Fachkollegin mitgenommen habe. Das hat mir echt geholfen. Ich hoffe, sowas passiert mir nicht nochmal... Fand ich erschreckend!

    (Trotzdem habe ich beiden nie gesagt, wie blöd ich sie finde, sondern denke mir dann immer: Das wird irgendwann in deinem Leben schon nochmal auf dich zurückfallen...).

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