Beiträge von Lehrerin2007

    ür diejenigen von uns, die jeden Tag ihr Bestes geben, sich beide Beine für ihre SchülerInnen ausreißen, sich unterrichtlich wie außerunterrichtlich engagieren, gibt es jedoch systemisch bedingt faktisch nur selten Anerkennung.

    Ja, leider 😔 Das so schwarz (bzw. blau) auf weiß zu lesen, macht mich traurig.

    Ich schaffe es sicher nicht, jeden Tag mein bestes zu geben, aber da ich jetzt den direkten Vergleich einer anderen Schule durch Kind 1 habe, sehe ich schon, wie viel Gedanken und Mühe ich mir um meine SuS mache.

    Die wenigen Male, in denen man ein aufrichtiges, nicht -opportunistisches positives Feedback bekommt, muss man sich schon einrahmen

    Das mach ich auch. Habe einen extra Hefter dafür ;)

    Ich würde auch gern bei meinem Privat-Gerät bleiben, weil alles perfekt eingerichtet ist, so wie ich es brauche, obwohl ich durchaus manchmal zwischen Betriebssystemen hin- und her-switche (zu Hause: Mac, in der Schule: PC mit Windows), aber das geht.

    Bei uns soll es - eventuell - neue Laptops für die Schule geben, die wir auch nach Hause nehmen dürfen und dann natürlich immer mit zu Schule bringen müssen. Das finde ich wiederum schon recht charmant. Wenn sie dann zuverlässig funktionieren und ich nicht jedes Mal den Admin fragen muss, ob er sein Passwort eingibt, wenn ein Update geladen werden muss...

    Es muss doch nicht jedes Kind auf's Gymnasium und Abi machen!!!

    Sehe ich auch als Mutter zweier Kinder so, da ich als Lehrerin schon zu oft erlebt habe, wie schlimm es für Kinder sein kann, am Gymnasium zu scheitern, weil sie eigentlich auf die Realschule gehört hätten. Da frag ich mich manchmal schon, was dieses Scheitern mit ihnen macht, da es ja (zumindest auf jeden Fall da, wo ich wohne) meist die Eltern sind, die das unbedingt wollen.

    Kind 1 ist jetzt am Gymnasium und macht das supergut. Kind 2 ist sehr gut in der Grundschule und ist an sich bestimmt fürs Gymnasium geeignet - ABER es ist so unglaublich unorganisiert, verpeilt und faul. Ich sehe Kind 2 daher noch nicht am Gymnasium. Ich werde nicht die Mutter sein, die dem Kind alles hinterherträgt und alles kontrolliert, dazu habe ich selbst zu viel Arbeit und Kind 2 ist auch extrem renitent, dass ich daran glaube ich kaputt gehen würde. Ich glaube, dass Kind 2 mit dem Druck am Gymnasium vielleicht nicht klar kommt (aber es ist noch etwas Zeit) und kann mir auch den Weg über Realschule und dann ggf. später noch Abitur vorstellen.

    aber wenn sie keine Empfehlung bekämen, wäre ich enttäuscht.

    Das ginge mir auch so, weil bei uns in beiden Familien alle am Gymnasium waren (inkl. Abitur). Aber ich würde mich dann damit "abfinden" bzw. mich damit beschäftigen, welche Wege man dann mit einem Realschulabschluss gehen kann.

    Ist im Präsenzunterricht nicht anders.

    Möglicherweise, aber da bekomme ich das viel eher mit, wenn ich die mündlichen Beiträge höre. Entweder stelle ich fest, dass der neue Stoff in der ganzen Klasse nur unsicher sitzt und kann entsprechend reagieren oder bei einzelnen SuS, die ich dann gezielt beobachte und so überprüfe, ob sie sicherer werden. Das kann ich im Distanzunterricht viel weniger. Zwar reichen sie z.T. Texte/Übungen ein und in der Videokonferenz wiederhole ich die Themen auch mündlich, aber es ist dennoch nicht vergleichbar mit "echtem" Unterricht.

    Findet ihr sowas überhaupt sinnvoll?

    Grundsätzlich schon, aber wenn du jede Woche anrufst, wie Friesin schon sagte, ist es eigentlich doppelt gemoppelt. Und es käme für mich auch auf die Eltern an. Die meiner Klassen sind okay, aber wir haben auch Eltern an der Schule, denen man es nie recht machen kann und die sich sowieso ständig bei der Klassen- und Schulleitung beschweren. Das bräuchte ich persönlich dann nicht noch schriftlich.

    Ansonsten würde ich z.B. reinnehmen:

    - Wie gut sie morgens rauskommen/anfangen können

    - Selbstmotivation

    - Selbstorganisation

    - Umfang der Arbeitsaufträge

    - Art der Arbeitsaufträge (gibt es welche, die Probleme machen?)

    - ...?

    Diese Sichtweise finde ich naiv und unangebracht, besonders, weil du selbst keinerlei Erfahrung mit dem Arbeitsaufwand des Faches Englisch in der Oberstufe hast

    Ja gut, ich war dann wohl auch sehr naiv 😬 Meine LK-Lehrerin (gleiche Fächer-Kombi) hat mir abgeraten davon, ich habe es trotzdem gemacht... Ich hatte null Ahnung, aber würde wieder die gleichen Fächer machen...

    Ich habe gehört dass das Fach Englisch in der Oberstufe trotz Hauptfachstatus eher weniger aufwändig sei, stimmt das?

    Nein. Aber ich spreche nur für meine Schulart und mein Bundesland.

    Ich mache das 9. Jahr Oberstufe, habe mittlerweile viel Material, aber finde die Vorbereitung am intensivsten von allen Klassenstufen. Die Themen sind viel anspruchsvoller und komplexer und obwohl man hier nur eine Klausur pro Halbjahr schreibt, ist gerade diese sehr aufwändig. Und das Abitur natürlich ebenfalls.

    Was das Fach Englisch angeht habe ich bereits eine C2 Proficiency Qualifikation abgeschlossen und wäre meines Erachtens qualifiziert für die Aufnahme ins Studium.

    Das ist super, ändert aber m. E. wenig am Arbeitsaufwand bei der Vorbereitung und den Korrekturen, außer, dass du vielleicht weniger nachschlagen musst bei sprachlichen Aspekten.

    Ich habe mal mit einer befreundeten Kollegin (Mathe/Info) verglichen, wie der Arbeitsaufwand für uns beide so ist. Das kann schnell mal mehrere Stunden wöchentlich ausmachen (wegen meines höheren Korrekturaufwandes). Sie korrigiert die gleiche Anzahl Mathe-Klausuren in der Hälfte der Zeit wie ich in Englisch. Aber das ist natürlich nur ein Beispiel und nicht repräsentativ.

    Aber: Ich habe mich bewusst für zwei Korrekturfächer entschieden und habe es nie bereut. Es gehört für mich zum Job dazu wie das tägliche Zähneputzen und bisher hat mir die Korrekturfrist (2 Wochen, 3 Wochen in der Oberstufe) immer gereicht. Ich schaue dann, dass ich mir in diese Zeit nicht noch mehr andere Korrekturarbeiten zu legen (Ich arbeite Teilzeit 78%). Ich korrigiere aber auch grundsätzlich gerne (aber natürlich finde ich es auch nicht schön, wenn sich Stapel auf meinem Schreibtisch bilden...).

    Die betreffenden Personen waren zu blöd, die Aufgaben an der im Unterricht gezeigten und besprochenen Stelle zu finden.

    Das wäre in dem Fall die ganze Klasse. Sie haben sich dazu heute auch in der Videokonferenz ausgetauscht. Es ist ein Ordner auf Mebis, aber der ist vom letzten Jahr. Ich habe auch reingeschaut und kenne Mebis ja nun berufsbedingt...

    Das müsste aber der KL bekannt sein, wenn die Kollegin erkrankt wäre.

    Nein, das müsste die Schulleitung wissen. Der Klassenlehrerin sollte die Information, dass zurzeit kein Dienst ausgeübt wird, reichen.

    Genau, sehe ich auch so. Sie müsste ja dann krankgemeldet sein. Bei uns stünde derjenige auch auf dem Vertretungsplan.

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