Beiträge von Palim

    Bei 28 Kindern dauert es, ja.

    Ansonsten sind wohl klare Grenzen wichtig, die man dann auch einfordern muss, was man deutlich sagen oder mit Zeichen/Symbolen trainieren kann.

    Wir haben zudem eine kleine Bewegungspause zwischendrin, das hilft auch etlichen Kindern.

    Ich kenne mehrere Schüler:innen, die innerhalb der Inklusion einen Unterstützungsbedarf im Bereich Kernen erhalten haben, der später aufgehoben wurde.

    In der Grundschule ist es an einem bestimmten Punkt die Möglichkeit, zieldifferente Aufgabe zu stellen und mehr Zeit zum Erlernen grundsätzlicher Fähigkeiten einzuräumen, z.B. den Leselehrgang zu strecken oder das Erarbeiten der Zahlräume anders zu gestalten.

    Manchmal gelingt diesen Schüler:innen bereits im 4. Schuljahr, die schriftlichen Verfahren selbstständig anzuwenden und in Teilen des Unterrichts mitzuarbeiten. Die Förderung in Form zieldifferenter Aufgaben (Förderunterricht in dem Sinn findet kaum statt) hilft diesen Schüler:innen also, sie haben Erfolge und wachsen daran.

    Zudem kann ich mir eine Menge Aspekte vorstellen, unter denen Kinder zu bestimmten Zeitpunkten nicht gut lernen können und deshalb Grundlegendes verpassen, obwohl sie eigentlich dazu in der Lage wären. Sie sind aber gerade blockiert, mit anderem beschäftigt, Trennungen, Krankheiten, Todesfälle sind dafür ein Beispiel, eine ADHS oder anderes, das das Lernen beeinträchtigt, kann das auch bewirken. Lernen diese Kinder, dies zu kompensieren- oder verarbeiten sie nach einiger Zeit das aktuelle Geschehen, sind sich die Leistungen wieder besser. Dann braucht es aber die Möglichkeit, etwas aufzuholen. Mit kleiner Fördergruppe oder I-Hilfe ist da sicher einiges möglich.

    Das, Seph , beschreibt die Vorgehensweise der Quotierung bei neuesten Vorgaben (8h GTS nur für Klasse 1) und die Vorgaben des MK (75% Versorgung des GT, offiziell max. 40% Kapitalisierung) nach neuester Zuteilung, Altbestände bleiben bei alten Vorgaben bestehen. Die 40% wurden mündlich aufgehoben, dazu gibt es öffentliche Aussagen der Ministerin und es gab Hinweise in den SL-FoBi zum Ganztag.

    Hilfreich wären dagegen beispielhafte Lösungen hinsichtlich Zeitstruktur und Einsatz von LK und Anrechnungen,

    a) um es besser planen und beantragen zu können,

    b) um Fehler in der Budgetierung im Abgleich schneller zu realisieren,

    c) um Debatten um die Anrechnung von Zeiten einzudämmen, die an sehr vielen Schulen geführt werden (müssen/müssten). Die schlechte Ausstattung bedeutet, dass der Ganztag auf dem Rücken der Lehrkräfte realisiert wird, indem Pausenzeiten generiert sind, die nicht auf das Deputat zählen, oder indem Aufsichten gesetzt werden, die hälftig gezählt werden, wo eine volle Anrechnung möglich wäre. Einige SL finden sehr kreative Lösungen, um sehr viel Zeit zu generieren/schinden … bei Personalräten und Lehrkräften, die keine Ahnung haben.

    und zweitens brauchst du für die Förderschule L ein Gutachten mit IQ-Test mit Ergebnis zwischen roundabout 65-85.

    Je nach BL und Zeitpunkt stimmt das so nicht.

    Hier wurden jahrelang Gutachten auch ohne IQ-Test geschrieben,

    • weil man Testungen nicht für sinnvoll erachtet hat,
    • weil sie umstritten waren/ sind,
    • weil sprachfreie Testungen "besonders" sind und niemand sie machen konnte/kann,
    • weil...

    Da würde ich mir definierte Standards und das entsprechende Personal wünschen ... oder eine Möglichkeit für Regelschullehrkräfte, diese Qualifikationen zu erwerben - es ist mir weiterhin unverständlich, warum man diese Studieninhalte nicht nachholen können sollte. Es ist mir auch unverständlich, warum FöS-Lehrkräfte sagen, sie könnten die Tests nicht machen, weil es nicht Inhalt ihres Studiums gewesen sei.

    Dann macht es sicherlich Sinn, wenn diese Person wenigstens 1x ganz grob gesehen oder gehört hat, was innerhalb dieser Funktion zu machen ist.

    Du hast offenbar keinen Schimmer, was das bedeutet. Ich weiß zumindest, was es beinhaltet, aber darum kann ich das doch noch lange nicht alles ad hoc übernehmen. Wenn die SL ausfällt und jemand die SL übernehmen muss, dann ist ja auch gleich die Beantragung einer Vertretungsstelle mit dabei, mit Offenlegung des Kostenrahmen etc.

    Wenn das Land möchte, dass jemand Zweites an der Schule davon Kenntnis hat, dann müsste das Land an jeder Schule dafür eine Stelle schaffen und die notwendigen Qualifizierungen anbieten. Das könnte auch helfen, dass SL nicht erst nach einem halben Jahr ihre Quali beginnen und vorher alles ohne FoBi erledigen müssen, wie es derzeit ist.

    Womöglich nicht so gemeint

    Nein, das hatte ich wirklich nicht so gemeint. 😯

    Ich hatte im Sinn, dass das System allgemein wenig Möglichkeiten hat, jemanden, der hohe Expertise hat, anders einzusetzen, als im Unterricht vor den Klassen. Dann sind diese Lehrkräfte unglücklich zu Hause, obwohl sie in der Schule anderes abfangen oder auf andere Weise unterstützen könnten.

    Und das wiederum soll nur für die gelten, die wirklich können, und nicht bedeuten, dass man sich krank zur Schule schleppen muss.

    Wenn die Schule von einer Kranken(!) diese Expertise in einem bestimmten Fach braucht, ist da zunächst mal ein Zeichen dafür, dass es ncht genug Ressourcen gibt, man sich nicht rechtzeitig um Redundanzen gekümmert hat, man eh zu wenig Stellen hat, etc. So wie immer halt.

    Danke, dass du es so klar auf den Punkt bringst, das schätze ich sehr.

    chilipaprika wünsche ich, dass sich die Sorgen morgen auflösen und etwas Gutes für sie dabei entstanden ist.

    An einer Nachbarschule haben es die Lehrkräfte mehrfach im Team verteilt, weil es eine alleine nicht machen wollte.

    Auch sonst ist es ja möglich, Aufgaben ans Kollegium abzugeben und hier müssen ja auch die Aufgaben der KR-Stelle von jemandem gemacht werden, sonst hast du alle Aufgaben von SL und KR in Teilzeit.

    Aber ihr habt doch keine OGS-Leitung

    Habt ihr keine PM, die sich für die OGS verantwortlich zeichnet?

    In Niedersachsen ist die Ganztagsschule doch immer Teil der Schule und untersteht der Schulleitung. Da gibt es doch eigentlich gar keine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag.

    Ja und nein. Es ist Teil der Schule, die Schulleitung ist - wie für alles andere - verantwortlich, macht ja aber die Arbeit nicht allein.

    Es gibt eine Trennung zwischen Ganztag und Nachmittag, da ja am Nachmittag in der OGS kein Unterricht erfolgt. An allen umliegenden Schulen sind nur sehr wenige Lehrkräftestunden im Nachmittag UND in der Liste, was zu streichen ist, wenn es zu Lehrkräftemangel kommt, ist der Ganztag ganz weit oben. Dann gibt es eben nur noch Angebote durch PM und die Lehrkräfte sind am Vormittag eingesetzt.

    Das hatten wir schon häufiger: dein Kollegium ist stabil, ihr habt keinen Ausfall und immer alle Stellen besetzt. Guck dich mal auf eis-online um, wie viele Stellen jetzt, zu Beginn der Sommerferien, noch offen sind und wie viele Schulen wohl mit irgendwelchen Konstrukten arbeiten müssen, weil sie im Sommer nicht versorgt sein werden. Gerade sind es noch 510 offene Stellen in ganz NDS, davon etwa die Hälfte an Grundschulen... einschließlich der Stellen, bei denen man bis Sommer 2029 an eine Schule in Ostfriesland abgeordnet wird (von OL und OS aus).

    Dass PMs eigenständig Unterricht oder Förderungen planen und durchführen ist meines Wissen arbeitsrechtlich verboten. Das liegt vor allem daran, dass sie dann anders bezahlt werden müssen. Dass die PM im Vertretungsunterricht sich selbst was überlegt (was sie eigentlich nicht soll), passiert bei uns natürlich auch.

    Dann ist das weitestgehend wie bei uns.

    Wir haben aber auch gar nicht so viele PM-Stunden, dass die irgendwelche Förderkonzepte fahren könnten. Wenn mal ein Schuljahr wenig Krankheitsfälle sind, bleibt ein bisschen was über. Aber sonst eher nicht.

    Die PM habe doch feste Verträge mit festen Stunden, die erteilt werden müssen. Wenn ihr nicht absolute Alt-Verträge habt, muss ein Großteil der Stunden fest in den Plan gesetzt sein. Entsprechend sind die PM Klassen oder Förderkursen zugeordnet und arbeiten dann auf Zuruf oder regelmäßig mit bestimmten Kindern. Kommt es zu kurzfristigem Ausfall, übernehmen die PM dann das.

    Und nun das Aber: Kommt es zu längerem Ausfall ohne Ersatz, muss die SL die PM zur Betreuung in irgendwelche Klassen setzen, um die Pflichtstundentafel zu besetzen. DAs ist nicht für längerfristige Lösungen gedacht, die Alternative wäre aber Entfall und Notbetreuung. Transparenter wäre es, jedes Mal 2-3 Klassen mit einer PM auf den Schulhof zu stellen - das ist der Notfall im Notfall.

    Du hast viele Jahre hochqualifiziert beste Arbeit geleistet und tust dies auch jetzt noch, bittest lediglich darum, zu bestimmten Tageszeiten arbeiten zu können. Ich finde nicht, dass man ein schlechtes Gewissen haben muss. Gesellschaft funktioniert nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und dass gesunde Menschen mehr leisten als kranke, sollte in Deutschland bezahlbar sein.

    Ich finde, dass man Möglichkeiten finden sollte, deinen Einsatz zu stützen, statt ihn zu verkomplizieren oder abzuwehren. Gerade weil du die Expertise hast und sie weiter einbringen kannst.

    Das ist wie eine Teilkrankschreibung oder ein Teildienst.
    Mir ist verständlich, dass es da Grenzen braucht und Schutz und dass es nicht immer möglich ist, aber auch für Kranke wäre ein weiterer Einsatz in der Schule zum Teil zuträglich.

    Das dürfte auch gerne ein „Zuarbeiten“ sein, in der Grundschule wäre es Förderung von einzelnen Kindern. Vorstellen kann ich mir auch einen Teil der Gutachten oder Konzepte oder Admin-Aufgaben. Dafür ist gar nichts vorgesehen, es wäre aber toll, dafür hin und wieder Personen zu haben, sind sie von der eigenen Schule, kennen sie die Gegebenheiten.

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