Ich kann mir auch kleine Förderklassen vorstellen, die innerhalb der Regelschulen Kinder auffangen, die in den größeren Gruppen nicht zurechtkommen. Meiner Meinung nach nimmt das zu, bei uns sind es gerade mehr Kinder mit Autismus und Mutismus, die in einer kleineren Klasse sicher besser lernen und sich öffnen könnten.
Aus Kanada habe ich neulich in einer Reportage gesehen, dass es sehr kleine Gruppen für Kinder und Jugendliche gibt, die sonst nicht beschulbar sind oder gar nicht mehr zur Schule kommen. Mit diesen kleinen, individuellen Möglichkeiten, die zwar zur Schule gehören, aber in anderen Räumen außerhalb der Schule stattfinden, will man neue Perspektiven eröffnen und den Kindern Bildung ermöglichen. Mit den Erfolgen ist dann entweder eine Rückführung oder zumindest ein Abschluss möglich.
Davon abgesehen muss man ggf. auch digitale Möglichkeiten besser einbinden, das könnte auch landesweit oder über Ländergrenzen hinweg organisiert werden. Das sehe ich für die, die selbstständig lernen können oder eine Begleitung haben, für Kinder mit Hochbegabung oder Schulangst, vielleicht auch als Baukastensystem für einzelne Fächer oder Förderschwerpunkte, sodass es Lehrkräfte entlastet und gleichzeitig gut informierte Ansprechpartner:innen schafft, die erreichbar sind.