Ich kenne mehrere Schüler:innen, die innerhalb der Inklusion einen Unterstützungsbedarf im Bereich Kernen erhalten haben, der später aufgehoben wurde.
In der Grundschule ist es an einem bestimmten Punkt die Möglichkeit, zieldifferente Aufgabe zu stellen und mehr Zeit zum Erlernen grundsätzlicher Fähigkeiten einzuräumen, z.B. den Leselehrgang zu strecken oder das Erarbeiten der Zahlräume anders zu gestalten.
Manchmal gelingt diesen Schüler:innen bereits im 4. Schuljahr, die schriftlichen Verfahren selbstständig anzuwenden und in Teilen des Unterrichts mitzuarbeiten. Die Förderung in Form zieldifferenter Aufgaben (Förderunterricht in dem Sinn findet kaum statt) hilft diesen Schüler:innen also, sie haben Erfolge und wachsen daran.
Zudem kann ich mir eine Menge Aspekte vorstellen, unter denen Kinder zu bestimmten Zeitpunkten nicht gut lernen können und deshalb Grundlegendes verpassen, obwohl sie eigentlich dazu in der Lage wären. Sie sind aber gerade blockiert, mit anderem beschäftigt, Trennungen, Krankheiten, Todesfälle sind dafür ein Beispiel, eine ADHS oder anderes, das das Lernen beeinträchtigt, kann das auch bewirken. Lernen diese Kinder, dies zu kompensieren- oder verarbeiten sie nach einiger Zeit das aktuelle Geschehen, sind sich die Leistungen wieder besser. Dann braucht es aber die Möglichkeit, etwas aufzuholen. Mit kleiner Fördergruppe oder I-Hilfe ist da sicher einiges möglich.