Beiträge von Palim

    Was muss man also alles unterlassen, dass Kinder das nicht von selbst lernen?

    Dein Kind sieht dich also schreiben, andere Kinder sehen das bei ihren Eltern nie.

    Und dein Kind hat eine Begabung, Sachen genau zu imitieren und nicht nur irgendwie.

    Unabhängig davon, dass auch viele Erwachsene den Stift auf merkwürdige Weise halten, benötigen manche Kinder sehr viel Anleitung, bis sie die Stifthaltung übernehmen.

    Und es gibt Kinder, die sich schon sehr früh gegen alles mit Handmotorik verwehren, nicht basteln, nicht malen, nicht schreiben, nicht … Das kann wiederum ganz verschiedene Gründe haben, sodass man nicht nur hinsichtlich der Stifthaltung gegensteuern müsste, sondern auch auf die Suche nach den Gründen gehen könnte, um in diese Richtung zu unterstützen.

    Du kannst mich da gerne korrigieren

    Mach ich, damit es nicht so stehen beleibt, wie du es behauptest,

    auch wenn ich dann wieder über deine Stöckchen springe.

    aber ich würde behaupten, dass man durchaus erkennen kann, wenn Eltern hohe Motivation mitbringen, ihren Nachwuchs auf das Leben vorzubereiten, selbst wenn finanzielle Mittel, Sprachkenntnisse oder formale Schulbildung bei ihnen fehlen/eingeschränkt sind, oder wenn es bereits an Motivation und generellem Interesse fehlt.

    Die Motivation ist bei vielen da, das Vermögen ist aber ein anderes, als du es erwartest.
    Zum Schulanfang werden Fähigkeiten erwartet, die nicht alle vorab vermitteln (können), egal, wie motiviert sie sind. Und es bleibt die Aufgabe der Schule, die Kinder dennoch zu beschulen und die Kompetenzen möglichst gut zu erreichen, auch wenn die Vorläuferfähigkeiten noch nicht ausgebildet sind.
    Für die Kinder aus bestimmten Familien ist der Weg von Beginn an weiter und schwieriger und es hilft nichts, Erwartungen zu hegen oder zu meinen, die Familien könnten sich kümmern.
    Wenn man das möchte, muss man die Familien an die Hand nehmen, ihnen erläutern, warum es so wichtig ist. Aber das geht nur auf, wenn die Eltern selbst die Fähigkeiten mitbringen, die man dann benötigt, um mit seinem Kind zu üben, sein Kind anzuleiten, zuzuhören. Das erfordert u.a. auch Zeit, Empathie, eigene kognitive Fähigkeiten…

    Gymshark Ich bin immer wieder erstaunt, dass dir diese Hintergründe nicht klar zu sein scheinen und dass du offenbar keinerlei Einblick oder Wahrnehmung für Familien im Brennpunkt hast, da du immer wieder vorbringst, die Familien könnten sich ja selbst bemühen. Dann müsste man sich noch weit mehr mehr um die Eltern bemühen. Davon unbenommen beleibt aber, dass man möglichst früh die Kinder fördern muss, denn nur dann können sie später ihren Kindern helfen.

    Es war früher selbstverständlich, dass Eltern dieses Wissen auch in die nächste Generation weitergeben,

    Nein, war es nicht.

    Es hat doch schon immer Kinder von funktionalen Analphabet:innen, von Menschen mit geistiger Einschränkung und von Menschen mit Erkrankungen gegeben.
    Da sind „Selbstverständlichkeiten“ sehr schnell nicht selbstverständlich.

    Es hat schon immer Kinder aus sozial schwachen Familien gegeben.
    Da ist die Finanzierung von Schulmaterial eine Herausforderung, die nicht zu vergleichen ist mit gut situierten Elternhäusern.

    Schulische Inhalte und Bedingungen sind schwieriger geworden und bieten noch mehr Hürden als früher, an denen Eltern scheitern können.

    Und für absehbare Elternzeit- oder Krankheitsvertretungen durfte das Deputat kurzfristig erhöht werden,

    Schulen werden hier generell max. zu 95% versorgt, eine Vertretung gibt es nach frühestens 6 Wochen.

    Bis dahin trägt man miteinander die Vertretung und die anderen Aufgaben so gut es geht.

    Die Dezernenten haben schlicht selbst nicht genügend Personal zum Verteilen, seit Jahren wird unter Bedarf ausgeschrieben und nicht alle Stellen können besetzt werden.

    Und dabei geht es gar nicht um die außerunterrichtkichen Tätigkeiten, die doch gar nicht auf das Deputat angerechnet werden, aber zu verteilen sind.
    Meiner Meinung nach hat niemand einen Überblick dazu, was von verschiedenen Stellen an Arbeit in die Schulen gegeben wird. Und kein:e Personaldezernent:in in meiner Region kann Stunden verteilen, weil die außerunterrichtliche Belastung für das Kollegium zu groß ist.

    Unterversorgte Schulen müssten im Jahr darauf einen Bonus bekommen, um die liegengebliebenen Aufgaben auffangen zu können, aber die Stunden reichen ja nicht einmal, um die Pflichtstunden zu gewähren.

    Aber sie könnte entscheiden, dass eben kein Sportfest stattfindet.

    Klar.

    Und was streicht sie dann? Denn die genannten Aufgaben sind ja auf 6-8 Kolleg:innen verteilt.

    Jede Lehrkraft in der Grundschule hat mindestens eine Fachleitung, selbst als Teilzeitkraft, und nahezu alle haben mit Sicherheit 1-2 zusätzliche Aufgaben,

    jeder ist mit Schulentwicklung beschäftigt, die man sich auch nicht ausdenkt, sondern die vorgegeben oder zwingend notwendig ist.

    Eine gute Schulleitung kann trotz umfangreicher staatlicher Anforderungen auf Basis von Priorisierung und Kompromissfindung dafür sorgen, dass die Motivation und Gesundheit der Belegschaft möglichst lange hoch bleibt.

    Die SL an der Grundschule hat gar keinen Spielraum, sie hat keine Entlastungen zu verteilen, sie hat keinen Einfluss auf das, was an Vorgaben in die Schulen gespült wird.

    So, wie es schon geschrieben wurde: die Aufgaben werden untereinander möglichst gerecht aufgeteilt, fällt eine Lehrkraft aus, müssen die anderen die Aufgaben mit übernehmen, fallen 2 aus, sind es noch mehr Aufgaben, die verteilt und geteilt werden.

    Klar gibt es große Unterschiede bei den Schülerzahlen.

    Ja, die werden angeführt, aber diese Schulen haben ja auch erheblich mehr Lehrkräfte.

    2 Anwärter:innen auf 6 Kolleg:innen ist etwas anderes als 5 Anwärter:innen auf 100 Lehrkräfte.

    Ich wundere mich auch über die Liste und mir ist bei vielem nicht verständlich, wofür es da nun A14 gibt, wo es doch absolutes Alltagsgeschäft ist.

    Es ist die Frage wie ausführlich die Erarbeitung und wie ausführlich die Buchvorstellung sein soll.

    Mir sind diese aufwändigen Bastelarbeiten oft zu zeitintensiv, zudem würden sich meine Schüler:innen darin verzetteln.

    Umgesetzt habe ich schon buchunabhängige Lesetagebücher, einschließlich Tagebuch-Eintragungen zum gerade gelesenen Textanschnitt.

    Gut finde ich eine Idee, bei der die Kinder wöchentlich von ihrem Lesefortschritt erzählen, jedes aus dem aktuellen Buch.

    Schlanker ist es auch, einen Steckbrief erstellen zu lassen und dann das Buch vorzustellen und eine besondere Stelle vorzulesen.

    Wir hatten am WE zwei Konzerte mit den Musikern des Weckmann-Consort aus Bremen, die uns begleitet und außergewöhnlich unterstützt haben.

    Von den alten Instrumenten haben mich mehrere fasziniert.

    Hat sich von euch schon mal jemand mit der Theorbe beschäftigt und könnte mir ein paar Fragen beantworten?

    Bei uns wird über die Versorgung gesprochen. Die Versorgung von heute ist nicht die Versorgung von morgen, unsere Abordnung geht in wenigen Tagen, dann sind die Zahlen wieder anders.

    Und wir hatten schon alles Mögliche, Abordnungen ohne Ende zu uns, Abordnungen von uns,

    95 sind die neuen 100%, wer besser versorgt ist, ordnet ab, auch stundenweise, an Schulen, die nich viel schlechter versorgt sind.

    Wir stellen ein, wir schreiben nicht immer aus, aber wenn die Schule eine Bewerberin hat und dies kommuniziert, wird dort eine Stelle ausgeschrieben, damit man Lehrkräfte ins System bekommt.

    Da sind in Zukunft viele Abordnungen möglich, je nachdem, wie viele Lehrkräfte in Mutterschutz, Elternzeit, Teilzeit gehen.

    habe ich das Gefühl, dass immer mehr Arbeit aufgehalst wird.

    Es wird zum einen immer mehr Arbeit,

    zum anderen muss sie aufgeteilt werden und bei schwacher personeller Versorgung müssen weniger Lehrkräfte mehr übernehmen.

    Das gilt bei Krankheitswellen, Langzeiterkrankung ohne Ausgleich, bei generell schlechter Versorgung, aber auch bei kleinen Schulen (die dennoch für jedes Fach eine FK benötigen, die Schulveranstaltungen u.a. bewerkstelligen), für Schulen ohne Entlastungsstunden-Pool, für Schulen im Brennpunkt, wo ungleich mehr besondere Bedürfnisse der Schüler:innen ungleich mehr Aufmerksamkeit und Zeit benötigen…

    Die Korrekturfach-Sorge gilt vor allem in NRW, in anderen BL schreibt man in allen Fächern Arbeiten.

Werbung