Und sehr plumpe Verwechselungen wurden schon aufgedeckt: das man sich mit etwas wissenschaftlich beschäftigt, bedeutet nicht, dass der untersuchte Gegenstand zur Wissenschaft wird.
Wenn man sich mit Schmetterlingen beschäftigt, werden diese auch nicht zur Wissenschaft, man kann aber eine Wissenschaft daraus machen, sich mit Schmetterlingen zu beschäftigen.
Es ist erschreckend, wie sehr hier mit Vorurteilen hinsichtlich des Religionsunterrichts und des Theologiestudiums gewuchert wird,
wobei einige deutlich zeigen, dass sie gar keine Ahnung haben, weder von den religiösen Aspekten noch vom Unterrichtsfach.
Die Abneigung der Religion und die Unkenntnis des Faches führen dazu, das Fach streichen zu wollen. Wie sieht es mit Kunst, Musik, Sport, Physik aus? Warum ist das kein Privatvergnügen?
Selbst etwas erlebt zu haben, wird ja in Navi immer als anekdotisch abgewiesen, warum sollte das im Religionsunterricht anders sein?
Bestimmt gibt es auch schlechte Religionslehrkräfte.
Bestimmt hat sich in den vergangenen Jahren am Unterricht etliches verändert, auch in Religion gibt es eine Kompetenzorientierung und immer mal neue Curricula mit neuen Inhalten.
Macht ein merkwürdiger Mathelehrer die Mathematik selbst schlecht? Kann man daran das Fach selbst messen? Wie war das mit dem Prof, dem die Kenntnisse seiner SuS nicht ausreichen?
Der Unterschied ist: am konfessionell geprägten Unterricht oder am Unterricht, dessen Nase oder religiöse Ausrichtung einem nicht passt, muss man gar nicht teilnehmen, man kann sich abmelden.
Gut ist, wenn es dann eine Alternative gibt.
Noch besser wäre, wenn es ein allgemeines Fach für alle SuS miteinander gäbe, das die Themen und Inhalte aufgreift. Mir wäre daran gelegen, dass man sich mit den unterschiedlichen Religionen und Abneigungen, die die Gesellschaft prägen, auseinandersetzt, statt zu meinen, es sei Privatvergnügen. Ist es nämlich nicht.