Meinst du damit,
...dass man am Ende keinen Förderplanung für die Akte ausdrucken kann?
Nein.
Wir müssen ja für jedes Kind wissen, was es kann und wo es als nächstes hin soll und was wir dafür zu tun gedenken.
Ich meinte damit, dass der Plan abbildet, was es kann und wo es hin soll, aber nur sehr allgemein, was man zu tun gedenkt.
Ich kann ja "Leseförderung" schreiben, aber in meinen bisherigen Plänen stehen dann meist sehr konkrete Schritte oder Materialien, die ich einsetze oder einsetzen werde.
Wenn als Ziel "Leseförderung" reicht, und ich dann von Hand nachtragen muss, was genau ich machen will, dann ist der Plan doch schnell geschrieben.
Die Förderpläne werden alle halbe Jahr mit den Eltern besprochen und dann sollte man schon individuelle Lernstandsanalysen für die Hauptfächer und ggf. weitere Entwicklungsbereiche machen, damit man was Vernünftiges zu dem Kind sagen kann.
Vielleicht ist auch ein Unterschied, wie umfangreich man die Lernstandsanalysen dokumentieren muss.
Ich gehe davon aus, dass man es bei Splint ausdrucken kann, aber das müsste ich nachgucken.
Und es ist sicher auch ein Unterschied, welche Kinder man beschult. Ich habe fast immer mehrere mit FöS-Bedarf, für die ein Plan erstellt werden muss, aber immer auch Kinder, für die ich selbst entscheiden kann, ob ein Plan sinnvoll ist. Da sind die Vorgaben nicht strikt. Ich kann ein Kind, das irgendwo schwach ist - aber im Rahmen des Möglichen - fördern, ohne einen Plan zu schreiben.
Wirklich vorlegen können muss man Pläne, wenn das Kind ein Gutachten bekommen soll. Nun kann man als Lehrkraft entscheiden, ob man nur die schreibt, bei denen man ahnt, dass es dazu kommt, oder ob man auch welche schreibt, sobald man Fördermaßnahmen oder Herausforderungen ergreift.
Das ist viel Arbeit, vielleicht auch unnötig, aber für Elterngespräche kann es eine sinnvolle Strukturierung sein.
