Beiträge von Palim

    Nachtrag:

    Am Ende braucht es in den Schulen keine phänomenalen Rechen-Experimente für alle, sondern etwas, das tragbar und belastbar ist und in der derzeitigen Unterrichtssituation auch umsetzbar,

    weil Lehrkräfte es im Alltag müssen

    und Referendaren mit den Veröffentlichungen etwas vorgegaukelt oder abverlangt wird, das völlig unrealistisch ist.

    Während die einen selbstständig die Rechen-Experimente beginnen, sind die anderen noch bei Grunderfahrungen oder kleinschrittigen, sehr strukturierten Übungen, ohne die sie nie voran kämen, wenn sie dann etwas sicherer üben, wäre auch mal Zeit für dienErläuterungen der Experimente wichtig, aber da waren auch noch die FöS-Kinder und die Ukrainer, die nicht unbedingt zu den ersten Gruppen gehören.

    das bezieht sich auf Rechenwege, nicht auf die schriftlichen Verfahren, auch nicht vor 25 Jahren. Keine Ahnung woher du das hast.

    Da sind wir dann aber schon 2, die das in unterschiedlichen Ecken des Landes so erfahren, gehört oder umgesetzt haben.

    Es ist ein Nachteil, dass die Lehrenden der Uni nicht in den Schulen sind und den Lehrkräften keine Zeit bleibt, sich ständig mit neuen Veröffentlichungen zu beschäftigen oder mit Profs auseinanderzusetzen,

    die Lehrkräfte versuchen im Alltag, Machbares umzusetzen und vermeiden gleich oder später, was nicht geht,

    den Uni-Dozierenden und Profs fehlt das Korrektiv,

    auf dienVerlage kann man nicht zählen und die Ministerien schauen weg.

    Es dürfte kein Fach geben, das ohne Begabung oder Talent leichter zu wuppen wäre als mit. Gerade dann lernt man übrigens etwas, was das Schulsystem den SuS mittlerweile systematisch vorenthalten will: Frustrationstoleranz.

    Ich frage mich, woher solche Behauptungen kommen.

    Es ist sinnvoll, die Anstrengung zu belohnen und zu fördern, sowohl bei den Schwächeren, die sich um kleine Fortschritte bemühen müssen, denen man auch kleine Schritte spiegeln sollte (da ist das Aussetzen der Note manchmal hilfreich),

    wie auch bei Begabten, damit sie lernen, sich für etwas anzustrengen, Grenzen zu überschreiten, sich selbstständig um etwas zu kümmern, etwas auszuhalten und zu übernehmen, das einem nicht liegt oder nicht in die Wiege gelegt wurde.

    Neben der Frustrationstoleranz steht somit die Anstrengungsbereitschaft, die es zu wecken und unterstützen gilt. Das ist nicht immer leicht, aber wertvoll.

    Und sicher sind gerade dabei die Fächer oder Teilbereiche hilfreich, die nicht im Fokus der Kinder oder Familien liegen.

    Ich persönlich frage mich, mit welchen Schüler:innen die Inhalte möglich sind und warum gerade Wittmann so weit weg von Kindern agiert.

    Es gibt begabte Kinder, mit denen vieles möglich ist, für die bieten die Vorschläge von Wittmann und die Materialien eine gute Auswahl an zusätzlichen Möglichkeiten. Aber es ist ein Kunststück, im regulären Unterricht für diese Kinder, die Rechenwege, das Diskutieren Zeit zu finden.

    Für sehr viele andere Kinder erscheint es unerreichbar.

    Kinder, deren mathematischen Vorerfahrungen besonders gering sind, holen diese nicht nebenher in einer Woche nach. „Kann nicht bis 3 zählen“ hielt ich früher für einen dummen Spruch, der sich inzwischen leider bewahrheitet hat.

    Caro07 beschreibt die Entwicklung an unserer Schule in den vergangenen 20 Jahren.

    Das Abzieh- oder Borgeverfahren kam in den Blick, es wurden Elternabende in der 3. Klasse zur Erläuterung abgehalten, einige Schulen haben umgestellt, andere nicht,

    ständiger Lehrkräftemangel und -wechsel machte es nicht leichter, die weiterführenden Schulen haben umlernen lassen, …

    … am Ende sind wir nicht beim internationaleren Abziehverfahren, sondern wieder beim Ergänzungsverfahren gelandet.

    Beide Subtraktionsverfahren einführen. Das macht man aus didaktischen Gründen niemals.

    Doch,

    war auch bei uns nun ein paar Jahre angesagt.

    Das kommt vermutlich daher, dass ein stärker Fokus auf verschiedene Rechenwege gelegt werden sollte,

    was dann dazu führt, dass beide Verfahren eingeführt werden und verglichen oder zumindest zur Auswahl gestellt werden.

    Auch sonst sind die Anforderungen unterschiedlich und auch in den Schulbüchern unterschiedlich interpretiert.

    Zwei Beispiele:

    - Zirkel - ist in unserem BL raus, in den Schulbüchern aber enthalten ... und weckt falsche Erwartungen oder frisst Zeit im Ma-U

    - Rechnen mit Größen kann man einfach gestalten - Umrechnung nur von m-km oder g-kg oder auch von mg zu kg ...

    CuVo 2006: wandeln zwischen unterschiedlichen Einheiten innerhalb eines Größenbereiches um.

    CuVo 2017: wandeln standardisierte Einheiten um (z. B. 101 ct = 1 € 1 ct = 1,01 €). ... und "rechnen mit Größen" - ohne Bezug, ob umzuwandeln ist oder nicht

    Sowas könnte man erheblich besser konkretisieren bzw. definieren und die Erwartung hegen und durchsetzen, dass sich die Verlage an die Vorgaben halten.

    Was mich auch interessiert:

    Muss es das eine Verfahren sein oder könnt ihr damit leben, dass das Verfahren anders aussieht, wenn das Ergebnis stimmt?

    Müssen Ukrainer:innen umlernen oder schreiben sie ihren Weg auf andere nachvollziehbare Weise auf?

    Ab wann ist der Rechenweg bei einfacheren Aufgaben nicht mehr im Fokus?

    Es geht ja kaum um die Didaktik, sondern um Rechenwege Erwachsener, selbst Mathe-Lehrende.

    Ich finde es spannend, gerade weil es zeigt, dass es nicht den einen Weg gibt und auch gar nicht bei allen nach ähnlicher Didaktik gleiches verfängt.

    Wer erinnert sich an etwas aus dem eigenen Ma-Unterricht in der GS und kann darauf Rechenwege zurückführen?

    Das ist wohl ironisch gemeint? In der Praxis habe ich es in fünf Jahren Grundschule nicht erlebt, dass meine Grundschule und die weiterführenden Schulen sich konkret über Inhalte und Kompetenzen ausgetauscht hätten, die zum Beispiel a) am Anfang von Klasse 5 zwingend vorausgesetzt werden oder b) die in Klasse 5 ohnehin nochmal ausgiebig thematisiert werden.

    Ich habe es erlebt, ich verzichte gern darauf, wie es war:

    1. es gibt ein Curriculum und es ist nicht meine Aufgabe, darüber hinaus zu erreichen, was gerne von X gewünscht und von Y nicht gewünscht ist. Da könnten dann ja erst mal die weiterführenden Schulen einen Konsens finden.

    2. die Curricula (in meinem BL) passen nicht zusammen, das ist ein Problem, das in die Schulen gestellt wird, weil das Land es offenbar nicht schafft, aufbauende Curricula zu verfassen

    3. die Schulbücher passen nicht zu den Curricula, es bleibt aber die Aufgabe des Landes, diese zu kontrollieren - und meine, entsprechend der Curricula zu unterrichten und nicht entsprechend der gedachten Inhalte der Verlage

    Der Bachelor geht dann mit A12 in die Schule und Unterricht neben den Lehrkräften mit Master+2. Examen, die weiterhin auch bei A12 stehen,

    mit oder ohne Zulage Konrektor sind oder kommissarisch die SL übernehmen (müssen),

    kein Vorsprung, keine Entlastungsstunden, keine Ämter.

    Im Übrigen wird damit zementiert, was über Vertretungen längst üblich ist.

    Das Land spart eine Menge Geld beim Lehrkräftemangel.

    Aber sie sollen auch das schriftliche Rechenverfahren der Division (auch mit Rest) erläutern können.

    Ist in Niedersachsen ähnlich, das gilt seit Jahren, in den neueren CuVo (2017) steht:

    Zitat

    - verstehen die Verfahren der schriftlichen Addition

    (mit mehreren Summanden), Subtraktion (mit einem Subtrahenden) und

    Multiplikation (mit mehrstelligem Faktor) und wenden sie sicher an.

    - verstehen das Verfahren der schriftlichen Division mit einstelligem Divisor und wenden es an.

    Es geht nicht mehr als sich auf beiden Seiten Mühe zu geben und ich denke, das passiert ja

    Ja, vor allem da, wo man die Flüchtlinge aufnimmt und sich um sie bemüht, sich kümmert, Verständnis entwickelt, zuhört,

    statt sich abzugrenzen,

    Hürden zu bestimmen, statt abzubauen,

    zu meinen, sie gehörten nicht hier her, und ihnen Vorwürfe macht.

    Es gibt Konzepte mit Willkommensklassen, bei denen die SuS dann aber nach und nach auch in Regelklassen gehen, für bestimmte Fächer, dann immer häufiger. (ja, muss man beantragen und dafür eine Lehrkraft finden, die selten eine ausgebildete DaZ-Lehrkraft sein wird)

    Es gibt Konzepte, bei denen die SuS in Regelklassen gehen, jedoch parallel DaZ-Angebote bekommen - der Erlass sieht bei uns 1 Stunde pro Tag in einer Kleingruppe vor. (ja, muss man beantragen, die Beantragung passt aber nicht zur plötzlich eintretenden Situation, und auch hier braucht man Lehrkräfte)

    Es gibt in einigen BL zusätzlich zu beantragende Stunden für Hilfskräfte, die die DaZ-Kinder auffangen sollen (ja, muss man bewilligt bekommen und eine Person finden).

    An sich wüsste ich nicht, warum nicht die allermeisten Schulen genau dafür generell ausgestattet sein sollten, Flüchtlinge aufzunehmen, ebenso wie man bei den meisten Schulen davon ausgehen kann, dass sie auch andere Schüler:innen mit bestimmten Bedarfen haben und man die Schulen generell entsprechend ausstatten sollte - nicht allein auf Antrag.

    Aber unter Lehrkräftemangel muss man nicht nur die Stunden mühsam beantragen, am Ende werden die DaZ-Stunden gestrichen, weil Vertretung anfällt, die Hilfskräfte zur Aufsicht genommen, damit man nicht noch eine Klasse aufteilen muss. Ob oder wie man es mit einer Willkommensklasse macht, weiß ich nicht, vielleicht reduziert man deren Stunden?

    Dazu kommt bei den ukrainischen Kindern, dass viele zunächst nur von einer kurzen Dauer ausgegangen waren, dass sie 3 Monate lang nicht zur Schule gehen müssen, dass sie nebenbei Unterricht aus der Ukraine bekommen, dass es von da Schreiben gegeben haben soll, unter welchen Bedingungen die Abschlüsse anerkannt werden.

    So oder so lernen sie dazu, sie werden die Sprache mitnehmen und anderes Erlebtes, sie werden wiederkommen oder bleiben.

    Ist das Kind in der 5. Klasse und nach dem Übergang waren der Mutter die Regelungen offenbar nicht klar?

    Was interessieren die Fehltage in Klasse 5?

    Wichtiger wäre, die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus (und Schülerin) zu verbessern, wer weiß, was sonst alles untergeht.

    selbst wenn sie den Toilettengang als Ventil nutzen (brauchen Ruhe, mini-Auszeit,..) finde ich es okay.

    Ja, mini kann man einsehen,

    aber man kennt auch die Pappenheimer, bei denen es 7x Mini in einer Stunde sein soll oder gerne Mini zu Maxi wird.

    Da hat man im Klassenlehrerprinzip einen guten Überblick.

    Meist baut man auch andere Ventile für alle ein oder hat Absprachen für einzelne.

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