Viele Schulen sind inzwischen bei dem Modell, dass die SuS einer Regelklasse zugeordnet sind, aber auch separat DaZ-Unterricht erhalten.
Ob das nun Willkommensklasse mit Anbindung oder Klassenintegration mit Unterstützung ist, liegt am Namen oder der Ausprägung.
Entscheidend bleibt, ob die Schule dafür Stunden hat.
Gibt es eine Willkommensklasse, müssen dafür Lehrkräfte her und die Zeiten der Klasse besetzt werden,
gibt es DaZ-Stunden, braucht es auch Lehrkräfte.
Meine Erfahrung ist, dass die DaZ-Stunden gerne und in jedem Jahr wieder ersatzlos gestrichen werden, wenn die Schule in eine Mangellage kommt. Dann sind die Kinder ganz ohne weitere externe Förderung im Regelunterricht und müssen dennoch innerhalb von 2 Jahren (ausgesetzte Note) so weit kommen, dass sie regulär mitarbeiten können.
Was passiert, wenn die Schule mit Willkommensklasse einen Mangel hat?
Daneben muss man die Größe des Systems beachten und die umliegende Steuktur und ob nahezu jede umliegende Schule erreichbar ist und auch eine Klasse einrichtet oder ob man die Schüler:innen an einer Schule zusammenzieht, sodass die Integration in andere Klassen dort erfolgen muss, weil ein Wechsel schwierig oder ausgeschlossen ist.
Auch gehört die Frage dazu, mit welcher Größe man in einer Willkommensklasse arbeiten kann, wenn darin Personen unterschiedlicher Vorbildung beschult werden müssen. Ein nicht unerheblicher Teil unserer SuS war gar nicht in der Schule, ist gar nicht alphabetisiert, auch Migration und Beeinträchtigung anderer Art schließen sich einander nicht aus, aber es gibt auch andere SuS, die schnell lernen und anknüpfen können.