Beiträge von Palim

    Das Regeln von Vertretung ist eine extreme Erleichterung, weil.....?

    - es mir persönlich besser geht, wenn die Klasse gut versorgt ist und der Unterricht in meinem Sinne weiterläuft.

    - es der Klasse besser geht, wenn der Wechsel nicht zu auffällig ist, sodass es während der Vertretung zu weniger Konflikten kommt und man später weniger ausgleichen muss.

    Ich finde aber auch erleichternd, wenn...

    - die schon vorbereiteten Materialien zum Einsatz kommen.

    - eine Kollegin (Lehrkraft) nicht die Einheit sprengt, weil sie das, was erarbeitet werden soll, vorweg nimmt, sodass sich die restliche Planung und Vorbereitung der Einheit erübrigt und man nach Genesung neu strukturieren muss,

    - eine Kollegin (pädagogische Mitarbeiterin ohne LA-Ausbildung) nicht irgendetwas erzählt, das man hinterher wieder einfangen muss.

    Dabei habe ich eine 1.-4. Klasse vor Augen, was in sich schon ein großer Unterschied ist.

    In Klasse 3/4, manchmal auch in Klasse 2, ist es auch möglich, eine Buchseite anzugeben, die SuS sind (hoffentlich) relativ selbstständig und können auch schon einige Zeit ohne weitere Anleitung bekannte Aufgabenformate erledigen und/oder etwas üben.

    In Klasse 1 ist der Unterricht schlichtweg anders.

    Davon abgesehen gibt es Formate, die als Selbstläufer geeignet sind und die man recht zügig einführt, damit man zur Not darauf zurückgreifen kann. Auch ein Teil der ständigen Differenzierung (zieldifferent beschulte Kinder) ist darauf ausgerichtet.

    Es gibt auch Schulen, die für den Vertretungsfall bestimmte Übungshefte vorhalten ... was aber nur für kurzfristige Vertretung funktionieren wird, auf lange Sicht geht es nicht.

    Die Kolleg:innen, die als FöS-LuL oder Abordnung vom Gym kommen, haben auch A13 und sind an den GS eingesetzt, die Schulleitung hatte zuvor auch oft A12Z.

    An den GS gibt es sehr wenige A13-Stellen, eigentlich muss man SL werden.

    Mit einem Einstiegsamt A13 können sich auch die GHR-Lehrkräfte ohne diese Umwege auf A14-Stellen bewerben und sind auch an der Stelle nicht länger benachteiligt.

    Für bisherige Stellen außerhalb der SL rechne ich auch mit eine Zulage. Ob das bei SL ausreicht, weiß ich nicht. Da ist aber auch noch einiges hinsichtlich der Unterrichtsverpflichtung möglich.

    Es ist ja die Frage, was man üben will.

    Den Akkusativ als Satzglied führt man frühestens in Klasse 4 ein, Satzglieder an sich in Klasse 3.

    Wortarten sind in Klasse 2 dran, stimmt, da werden sie auch benannt.

    Wenn es aber darum geht, in Klasse 2 Schüler:innen im Gemeinsamen Lernen (also Inklusion) mit dem Schwerpunkt Sprache dazu zu bringen, dem und den auseinanderzuhalten oder zu sprechen, benötigt man einen Kontext, in dem eines stets verwendet wird.

    Will man es unterscheiden, braucht man den Bedeutungsunterschied.

    Vergleichar zu Minimalpaaren bei Worten (Hose/Dose) zur Lautunterscheidung, kann man auch Sätze nutzen,

    hier z.B. Er geht ins Bett. und Er geht im Bett.Anderes Beispiel: Sie läuft auf dem Teppich. oder Sie läuft auf den Teppich.

    Das lässt sich zeichnen oder nachspielen, sodass in der Zeichnung/ Handlung der Unterschied der sprachlichen Bedeutung klar wird.

    Während ältere Schüler:innen die Lautebene leichter unterscheiden, fällt dies Kindern in Klasse 1+2 häufig schwer.

    Somit ist der Hinweis auf die Richtung eine Hilfe, die für Kinder ersichtlicher ist als der sprachliche Unterschied

    und die die Sprache bestimmt, auch wenn es Erwachsenen an sich nicht bewusst ist, obwohl sie die richtigen sprachlichen Mittel wählen.

    Bei den Kindern, die dies erlernen müssen, muss man aber auch davon ausgehen, dass ihnen der sprachliche Unterschied zwischen dem/den gar nicht bewusst ist, weil sie ihn nicht hören, nicht sprechen und/oder kein entsprechendes Sprachvorbild haben.

    Somit muss man das Bewusstsein für den Unterschied zunächst schaffen und dann üben, bevor er automatisiert werden könnte.

    OT: ich stehe auf dem Schlauch. Was ist die Antwort auf "Woher" mit Akkusativ?

    Ja, du hast recht, ich habe es mit der adv. Best. verwechselt, die Frage Woher? passt nicht zum Akkusativ.

    Mit Wohin? ist es aber möglich und den Kindern, gerade den jüngeren, ist es eher zu vermitteln, wenn man Ort/Wo?/ Dativ und Richtung/Wohin?/Akkusativ unterscheidet, weil ihnen der Unterschied zwischen Ort und Richtung geläufig ist und man darüber die sprachlichen Besonderheiten thematisieren kann.

    Wenn du Angaben zu einer Richtung im Satz beschreibst, weil du auf die Frage Woher? oder Wohin? antwortest, steht die Richtungsangabe im Akkusativ.

    Vielleicht eröffnet das Möglichkeiten, ein Buch zu finden

    oder mit den Kindern selbst etwas zu entwickeln,

    indem man ihnen Figuren gibt, die sich bewegen.

    Dazu würde "De gele Ballon" von Charlotte Dematons passen, auf Deutsch heißt das Buch "Heute fliege ich..." Da es keinen Text hat, kannst du auch eines auf NL oder ENG kaufen.

    So ähnlich ist "Der rote Regenschirm" von Ingrid & Dieter Schubert.

    Ich priorisiere…

    z.B. Lesen vor Rechtschreiben, weil man Lesen in allen Fächern benötigt und die RS zur Not aussetzen könnte, … wobei man in der GS ohnehin viel Training zum Lesen setzt und es auch gut differenzieren kann,

    z.B. Schrift, wenn man wirklich vieles nicht entziffern kann,

    z.B. grundlegende Rechenfertigkeiten vor anderen Bereichen des Ma-Unterrichts,

    z.B. Rechnen ohne Zehnerübergang vor dem Zehnerübergang, weil man die einfachen Aufgaben als Grundlage verstanden haben muss und weil sehr viele Schüler:innen ansonsten zählend rechnen (nicht mein Ziel, aber oft Alltag, mit dem man sich auch bei schriftlichen Verfahren hilft),

    … dazu muss man erst einmal wissen, ob +1 und -1 gewusst oder von unten gezählt wird,

    … den ZÜ im 20 kann man aufgreifen oder es auf den 100 schieben, das finde ich sinnvoll bei den Kindern mit Fluchterfahrung, denen viel fehlt und die viel aufholen müssen,

    z.B. 1x1 überhaupt, damit es sitzt/ bis es sitzt.

    Inzwischen finde ich, dass man eher Meilensteine setzt und darlegt, was angesichts der bisher erworbenen Fähigkeiten der nächste Schritt sein sollte.

    Wer liest bei euch die Förderpläne und könnte daran kritisieren?

    Ja, das gibt es bei uns auch,

    aber nicht in rosa :_o_D,

    es ist ein online-Portal, wenn man 15 -20 min nichts mehr eingibt, schließt das Programm und man fängt von vorne an.

    Ziemlicher Nervkram, es kommen immer neue Abfragen und wenn es dann noch etwas gibt, fragt jeder Teil der Behörde noch einmal neu ab.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, siehst du deine zeitlich festgelegte Verpflichtung dann in den 11h Deputat, die du in Präsenz erteilst.

    Den Rest der Zeit möchtest und musst du dir selbst einteilen.

    Den Arbeitsaufwand und die Online-Zeit sieht aber in der Schule niemand, aus den Augen aus dem Sinn,

    dafür müsst ihr nicht fahren, seid in der Schule nicht anwesend und ansprechbar, könnte nicht ad hoc einspringen ...

    In den von dir genannten Nachteilen kann ich keine finden,

    auch jede andere Lehrkraft muss sich strukurieren, wenn sie ihre 29 h Deputat vor- und nachbereiten muss, und die Belastung ist in größeren Gruppen größer, das stellen nur Politiker in Abrede,

    die Präsenz, die man im Unterricht zeigen muss, hängt von der Lerngruppe ab. Im Wechselmodell unter Corona hatten wir auch eine Phase, in der die Übungen eher zu Hause erledigt wurden und die Erläuterungen in den Schultag gesteckt wurden, allerdings ist das kein Vergleich zu anderem Unterricht der Präsenz fordert.

    Was an manchen Schulen üblich ist: Man muss generell Urlaub ansetzen und einreichen. In dieser Zeit ist man dann wirklich ausgeplant.

    Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass man in den anderen Zeiten im Dienst ist. Und das kann sogar auch in den Ferien sein (Telefondienst/ Post/ SL-Vertretung).

    Wenn ihr es generell ändern wollt, solltet ihr über Konferenzen versuchen, Vorschläge einzubringen, mit denen alle besser fahren, z.B. die Verteilung der Nachschreibe-Termine oder eben Urlaubstage einsetzen oder Tausch innerhalb des Kollegiums ermöglichen.

    Bei uns sind für einen Tausch auch Aufsichten oder Kuchen eine gute Währung, aber das scheint bei dir wegzufallen.

    In NDS gibt es das auch, ich kenne es unter dem Begriff Koop-Klasse, es ist aber eher selten.

    Die örtliche GE-FöS hat eine für die GS und weitere in der SekI.

    Wir haben uns informiert, aber bisher keine Koop-Klasse eingerichtet,

    soweit ich es mitbekommen habe, gibt es keine vollständige Versorgung durch eine FöS-Kollegin, sondern eingeringeres Stundenkontingent und dazu eine pädagogische Mitarbeiterin, die die anderen Stunden abdecken kann.

    Kind 1 ab Klasse1 in der Schule, Schulkindergarten wurde von Eltern mit Widerspruch abgelehnt (zur Klage kommt es bei unserer Schulbehörde dann nicht) . Kind konnte zu Beginn nicht bis 3 zählen, ließ sich aber in Ma auf die dann gestellten Aufgaben ein und konnte die Aufgaben selbstständig bearbeiten. In D war es schwieriger, Buchstaben wurden nicht erlernt, vor allem Schreibweise/-form war schwierig (auch in Ma).

    Gegen Ende Klasse 1 gab es eine Praktikantin aus einem I-Helfer-Kurs, die später I-HIlfe dieses Kidnes wurde.

    Der GE-Status wurde auch erst dann irgendwann festgestellt, Stunden der FöS GE gibt es nur zum neuen Schuljahr, nur nach vorheriger Beantragung (im Januar!).

    Inzwischen kann das Kind Wörter und einfache Sätze lesen und im eingeschränkten Zahlenraum rechnen.

    In den anderen Fächern kann man das Kind gut integrieren, in D und Ma läuft es meist parallel, also anderes Material, andere Aufgaben, die I-Hilfe kann da vieles auffangen.

    Für den Schulwechsel in die Sek I. muss überlegt werden, welche Schule geeignet sein könnte, es gibt viel Auswahl.

    Ich schätze, dass die Eltern die FöS GE ablehnen werden, aber es gibt auch an SekI-Schulen Koop-Klassen.

    Die anderen Kinder waren in anderen Klassen,

    eines mit großen Schwierigkeiten in der Aussprache. Die Kinder hatten andere Aufgaben, in SU wurde in Klasse 3/4 manches über Bildmaterial differenziert,

    irgendwann wurden auch Themen ersetzt, was aber ggf. auch an den Vorgaben der Referendarin lag. Da hat die GE-Lehrkraft ihr Schatzkästchen geöffnet und anderes Material bereitgestellt.

    Durch einen Umzug hat das Kind bei uns nicht das 4. SJ beendet.

    Wir haben weitere GE-Kinder in den Klassen, bei einigen stehen die Gutachten jetzt an oder sind noch im Genehmigungsverfahren.

    Bisher war es die Regel, dass die GE-Kinder eine I-Hilfe bekommen, das Amt sieht das nun nicht mehr und fordert nun wieder einmal andere Gutachten/ Diagnostik von Ärzt:innen. Wenn man diese aber einholen will, ist 1 Jahr schnell um (lange Wartezeit, Erstgespräch, längere Testphase, längere Auswertung).

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