Es gibt Urteile dazu, dass die Schule den Lehrkräften auch alle Handreichungen zur Verfügung stellen muss?! Das war mir nicht bewusst. Hast du dafür eine Quelle?
Nein, habe ich nicht, aber eine Schule, in der es so ausgelegt wird.
Wir haben seit vielen Jahren immer wieder Lehrkräftemangel und versuchen immer aufs Neue die Aushilfen nicht hängen zu lassen.
Ansonsten teile ich die Äußerungen von chilipaprika , dass man als Referendar nach einer guten Ausbildung im Studium durchaus in der Lage ist, die Inhalte der eigenen Fächer zu erschließen und pädagogisch umzusetzen.
Ich finde Handreichungen eher zu Erläuterung der grundsätzlichen Konzeption sinnvoll, nutze oft eher die Zusatzmaterialien, aber eben auch anderer Lehrwerke.
Schon am Anfang war mir nicht klar, worum es überhaupt geht, nun sind Schulbücher genannt, die ich nicht kenne und beurteilen kann, und ein Seiteneinstieg über anscheinend 3 Fächer.
Der Einsatz von Vertretungen ohne Lehramtsausbildung und die ungenügenden Ressourcen in den Schulen und zur Begleitung derer, die in der Ausbildung sind, führt dazu, dass Personen sich von vorne nach hinten durch das Buch arbeiten und an die Vorgaben der Handreichungen halten, um zu verzweifeln, wenn es nicht zur Lerngruppe passt.
Dann wird nach Fortbildung gerufen, das Land ist aber nicht bereit, in Ausbildung zu investieren.
Am Ende hilft das Quer- und Seiteneinsteigenden aber wenig.
Hilfreich wäre:
- Vernetzung im Kollegium,
- Materialressourcen über die Schule,
- Vernetzung mit anderen in gleicher Situation
- Ressourcen im Internet nutzen.
Die Inhalte von Klasse 3 in D, Ma, Su sind ja nicht exotisch, da findet man eine Menge auf Tauschplattformen und den Blogs von GS-Lehrkräften.
Dazu braucht es schnell das Handwerkszeug, wie man Unterricht plant, der auf die Lernausgangslage abgestimmt ist.