Beiträge von Palim

    Macht Moderna eine andere Schuppenfarbe oder kann man sich die aussuchen?

    Habe auch einen Kollegen, der an eine Verschwörung glaubt, allerdings nicht durch Reptiloide, sondern durch Politiker der EU. Angeblich fingieren sie Corona, um die Macht der EU auf die Welt auszudehnen. Der Mann ist Naturwissenschaftler und meint das ernst. Er lehnt auch Impfungen ab und will stattdessen seine Aura durch Farbbestrahlung stärken.

    Vielleicht mal den Physikkollegen fragen, der scheint sich ja mit Farbnuancen auszukennen.

    . Wenn man 5 Verhaltensauffällige hat, dann werden nicht 5 Schulbegleitungen bewilligt.

    In NDS ist das ein besonderes Unterfangen, deren Regeln nicht klar sind.

    Der Trend geht zur Pool-Lösung, weil man sich dann Stunden spart und eine Hilfe 2 Kinder betreut. Im ESE-Bereich eher ungut.

    Wenn es um Einzelfallhilfe geht, dürfte die Situation und Anzahl der Hilfen in einer Klasse gar keine Rolle spielen. Andererseits kann es mit vielen Kindern mit Bedarf und mehreren Hilfen in der Klasse auch schwierig werden.

    Beide Diagnosen werden über Verhaltensmerkmale eingeschätzt und es gibt durchaus Schnittmengen dabei.

    Andere einfach anzusprechen und das Gegenüber nicht wahrzunehmen passt auch zu ASS... wir arbeiten gerade daran und ich lerne, konsequent nicht zu reagieren, wenn ich im Dunstkreis bin und zugetextet werde.

    Zum einen ist es so, dass Kinder nicht linear lernen, auch wenn wir uns das gerne so vorstellen. Beim Einmaleins sieht man es deutlich: eingeführt in Klasse 2 darf man es in 3 noch einmal üben und lernen, dann kommen schriftliche Rechenverfahren und schon finden sich Lücken im Einmaleins, in 4 wieder, in 5 sicher auch.

    Das wird bei anderen Inhalten ähnlich sein.

    Zum anderen sind

    a) die Texte länger/komplexer.

    b) die Schreibzeit viel kürzer, sodass weniger Zeit zum Nachdenken bleibt.

    c) Erfahrungen da, dass nicht mehr jeder i-Punkt kontrolliert und angestrichen ( und verbessert) wird. Da entsteht ein Kontroll-Vakuum, das man mit Fehlern füllen kann, ohne dass es direkt zu Nachteilen kommt.

    Sonst war Ampel auf rot gleichgesetzt mit Trainingsraum in der 1. Pause. Da der derzeit nicht stattfindet ist die Info an KL und Gespräch mit KL und Kind, kommt es wiederholt dazu auch SL und Eltern.

    Wenn die alte Regel nicht umgesetzt wird, ist sie nichtig. Wo ist denn die Konsequenz? Warum kann das Kind in der Pause nicht an anderer Stelle die Auszeit nehmen? Welche anderen Möglichkeiten können geschaffen werden.

    Auf ein Gespräch allein mit dem Kind kann man bei kleineren Sachen setzen, nicht aber bei ständigen Störungen.

    Ich würde es dokumentieren und grundsätzlich das Gespräch suchen. Die Hinweise von @samu , dass man es konsequent umsetzen muss, um einen sicheren Rahmen zu schaffen, fand ich besonders wertvoll.

    Auch für die anderen Kinder ist es wichtig. Was passiert denn, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält? Sind die Konsequenzen ersichtlich? Wenn man die Kinder mit dem Verhalten gewähren lässt, lernen sie mit jedem Mal mehr, dass ihr Verhalten in Ordnung ist, da es keine Konsequenzen gab. Dann machen bald immer mehr, was sie sich so vorstellen.

    Wenn sie es eigentlich können, würde ich mit der gesamten Klasse ein Gespräch führen und noch einmal deutlich sagen, was ich erwarte. Ob man dann auch eine Konsequenz in Aussicht stellt, kommt auf die Klasse an. Aber was man setzt, wird in jedem Fall umgesetzt. Dann lernen die Kinder mit jedem Mal: Dein Wort gilt und auf dich ist Verlass.

    Wenn sich das nicht bessert, kann man dann nicht professionelle Hilfe holen? Das Jugendamt einschalten für Erziehungshilfe?

    Du bist ja wirklich ein Spaßvogel, wusste ich noch gar nicht.

    Bei uns wird bei Schülern, die "austicken" recht schnell eine Schulbegleitung beantragt.

    Hast du das schon mal gemacht? Was muss man dafür vorlegen? Wie umfangreich ist die Beantragung? Was muss zuvor vorgefallen sein? Wie viele Stunden werden letztlich bewilligt? Wie lange dauert es, bis die Unterlagen beisammen sind? Wann kann man mit der Hilfe rechnen?

    Es gibt Eltern, die man kaum erreicht und mit denen ein Telefonat nichts bringt, aber es gibt auch andere. Letztlich haben die Eltern ja ein Recht auf Information - und das nicht erst mit den Zeugnissen. Dann heißt es: „Warum haben Sie denn nichts gesagt?“

    Stehst du allein, ist so ein Info-Zettel sicher richtig.

    Für manche Kinder habe ich einen Smiley-Plan, für den für jede Stunde eingetragen wird. Dazu werden winzige Ziele festgelegt: Bleibt am Platz. Arbeitet 10 min leise.

    Die Ziele werden dann angepasst. Der Plan läuft täglich nach Hause, wird unterschrieben und wieder mitgebracht. Manchmal reicht es auch wöchentlich. Damit sind die Eltern wissentlich informiert und man hat auch vieles dokumentiert, sollten weitere Schritte nötig sein. (Was hier so zu sein scheint, wenn das Kind so übergriffen ist und an die Ampel geht.)

    Alternativ kann es auch ein wöchentliches kurzes Telefonat geben, das man vereinbart, sodass die ELTERN zu einem festen Termin anrufen und nachfragen. Läuft es gut, sagt man, dass alles in Ordnung ist. Fertig.

    Dass die SuS jetzt nach 2 Stunden erledigt sind, wenn sie leise und kontrolliert am WoPla in Ma und D gearbeitet haben, ist nicht erstaunlich. Hinzu kommt, dass sie sich an die größere Gruppe erst wieder gewöhnen müssen. Das ist in Klasse 1+2 schwieriger, weil sie weit weniger Präsenzunterricht hatten, als andere Klassen es von Beginn an kennen.

    Gefragt habe ich mich noch, was denn „Ampel auf rot“ nach sich zieht. Ich frage mich dabei auch immer, was denn passiert, nachdem die Ampel in der 1. Stunde schon auf rot gesetzt wurde.

    Du kannst gerne anderer Meinung sein und glauben, dass auch A13 Kollegen das super nachvollziehen können.

    Ja, danke, ich glaube durchaus, dass andere KollegInnen das nachvollziehen können.

    Die KollegInnen vom Gym konnten nach ihrer Zeit bei uns auch sehr klar Unterschiede benennen, das war sehr spannend.

    Es hatte schon jemand geschrieben, dass es mal wieder Unterschiede in der Bezeichnung gibt, das gilt für verschieden BL, aber offenbar auch im Land selbst:

    „Seminarleitungen“ für GHR-Ausbildung haben in NDS ein Seminar in einem Fach oder in Pädagogik, organisieren und leiten die Sitzungen, besuchen die Refs im Unterricht (je nach Seminar bis zu 20 mal) und nehmen die Prüfungen der eigenen Referendare ab. Sie bekommen meines Wissens ca. 150€ Zulage, sonst A12.

    Hat das Seminar sehr viele ReferendarInnen, kommt es zu hohen Anrechnungsstunden und die Seminarleitungen erteilt keinen Unterricht mehr. Es soll zwischenzeitlich Vorgaben gegeben haben, dass sie wenigstens 4 Std erteilen sollten.

    Die Leitung des gesamten Standortes hat einE SeminarrektorIn (GHR) (A15).

    Am Gym scheint es anders zu sein,

    da ist die „Seminarleitungen“ übergeordnet,

    die Betreuenden werden als FachleiterIn bezeichnet (A15), es gibt aber auch „Mitwirkende Lehrkräfte“ (A13, Zulage 150€).

    An den Schulen gibt es MentorInnen, man kann dazu verpflichtet werden und bekommt im GHR-Bereich keine Entlastung, vom Ausbildungsunterricht, der im günstigsten Fall doppelt besetzt ist, abgesehen ( kann man bei Lehrkräftemangel nicht entsprechend der Vorgaben realisieren und Refs werden häufiger mal an Schulen geschickt, die Mangel haben, um eine bessere Versorgung zu erzeugen).

    Tja, wenn man sich bewusst für das Grundschullehramt entschieden hat und dann zu 80% als Sonderpädagoge (für A12) arbeiten muss, kann das auch oft demotivieren. Und das noch mit bis zu 30 Schülern, statt kleiner Gruppe. Insofern habe ich durchaus Verständnis für Tommis Hartnäckigkeit bezügl. der Besoldung im Primarbereich.

    Der m.E. eigentlich kritische Punkt in der Diskussion um die Bezahlung von Lehrkräften sind die häufig fehlenden Aufstiegschancen und die damit verbundene Wertschätzung von Engagement und sehr guter Arbeit.

    Das kommt beides hinzu,

    der eigentliche Punkt bleibt aber, dass die Ausbildungsdauer samt Abschluss zu unterschiedlichen Einstellungen führt,

    dass man dann zusätzlich ohne Entlastung viele der FöS-Aufgaben erhält und dass man sehr viele außerunterrichtliche Tätigkeiten ohne Entlastung oder Funktion hat und dass man einen längeren Weg beim Aufstieg hat, kommt noch hinzu.

    In welchem BL gibt es denn schon länger A13 für die GS-LuL? Ist das schon so weit umgesetzt, dass man es an Studierendenzahlen sehen könnte?

    Für die Grundschule weiß ich es nicht, in NDS wurde mir aber (mehrmals!!) eine reine Sek1-Stelle für A13 angeboten (Oberschule = Hauptschule, Gesamtschule ohne Oberstufe), weil sie mein Fach dringend brauchten.

    Für Realschulen und vielleicht entsprechende Oberschulzweige gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit in NDS, einzelne A13-Stellen auszuschreiben. Ein Hppchen, um den Lehrkräften nicht insgesamt A13 und bei Funktion A14 bezahlen zu müssen.

    Für Grundschulen gibt es das nicht, da bekommen SL A13.

    Tommi knabbert an der Ungerechtigkeit, A12 zu erhalten, nach gleichlangem Studium, während die FöS-KollegInnen und auch die an die Grundschulen Abgeordneten A13 oder mehr erhalten.

    Das ist nicht so selten, da der Lehrkräftemangel hoch ist und es ständig Abordnungen gibt, die auch begleitet werden müssen, stimmt.

    Es ist eine Überlegung wert, ob man mit dem Studienziel Lehramt dann nicht FöS oder anderes wählt und letztlich darüber mit A13 in der Grundschule arbeitet, was in einem BL wie NDS, in dem es keine FöS Lernen im GS-Bereich und kaum staatliche Schulen mit ESE-Schwerpunkt gibt, realistisch ist.

    So verquer der Gedanke hinsichtlich der Ausbildungsinhalte ist, so verquer ist eben auch die Situation, dass man sich gleichwertig qualifiziert, dann aber weniger verdient.

    Weil NDS vor der Rückkehr zu G9 Gymnasiallehrkräfte im Überhang einstellte und der Mangel in den anderen Schulen so hoch war, wurden die Abordnungen nicht länger allein zwischen den GHR-Schulen geregelt, sondern auch vom Gym an die GHR-Schulen. Das steht NRW und SH noch bevor. Bleibt der Lehrkräftemangel in den GHR-Schulen, wird man die Gym-Bewerbenden einstellen und dann abordnen, um überhaupt annähernd ausreichend Lehrkräfte zu finden. Dass sich das ab 2030 ändert, glaube ich, wenn ich es dann sehe. Die Geburtenzahlen steigen, es wird seit Jahren zu wenig eingestellt und gerade in NDS wären auch noch die Entlastungen der Arbeitszeitkommission umzusetzen - da ist die Erhebung der Arbeitszeit dann noch gar nicht dabei.

    Wenn man über Jahre Abordnungen vom Gym für 1/2 oder 1 Jahr im Kollegium hat und immer wieder die Einarbeitung übernimmt, kommt man auf solche Gedanken, wie Tommi sie äußert, weil es wirklich mühsam ist. Die Einarbeitung von nicht-lehramtsstudierten Vertretungskräften oder pädagogischen MitarbeiterInnen, denen man Unterrichtsunterlagen ausgearbeitet hinlegt, ist nicht weniger zehrend, ist es fachfremd, ist es noch schwieriger oder endet in Beschäftigung.

    Letztlich sorgt das Land nicht für eine angemessene Entlohnung, genügend Einstellungen und eine ausreichende Vertretungsreserve, sondern spart extrem, was sich im Brennpunkt und am Ende der Botanik jedes Jahr neu in fehlenden BewerberInnen, immer neuen Abordnung und dadurch immer neues Auffangen des Mangels zeigt, zusätzlich zu ohnehin schwierigerer SchülerInnenschaft, die Stabilität und konsequente Konzepte bräuchte.

    Im Impfzentrum geht hier jedeR zunächst zu einer Ärztin/ einem Arzt, da waren Senioren, aber auch aktuell praktizierende, die sich offenbar für den Dienst (auch an Wochenend- und Feiertagen) gemeldet haben. Der erste war ein sehr freundlicher Urologe.

    Die Ärzte schauen auf die Unterlagen, vergewissern sich ggf. und setzen dann ihre Unterschrift.

    Mit dem Laufzettel geht man weiter, die Impfung selbst machen Menschen, die spritzen dürfen - das waren keine Ärztinnen.

    Ich hatte ein gutes Ref,

    eine tolle Schule,

    eine herausragende Mentorin, der ich bis heute unendlich dankbar bin,

    und 3 von 4 Seminarleitungen waren wirklich gut,

    der Schulrat in der Prüfung (und danach) eine Zumutung, ich war nicht ortsgebunden und ich danach los.

    Mit der 4. Seminarleitung habe ich nach meiner Prüfung das Gespräch gesucht - ich hätte eine Tür weiter gehen sollen.

    Wenn in einem Deutsch-LK mehr Mädchen als Jungen sind und in einem Physik-LK mehr Jungen als Mädchen, ist das schon durchaus eine implizite Bestätigung der Aussage.

    Ja, der Aussage dazu, dass man bis zur Wahl der Oberstufenkurse genügend Äußerungen innerhalb und außerhalb der Schule getätigt hat, dass Mädchen meinen, sie könnten in MINT nicht erfolgreich sein.

    Das fängt schon mit Mädchen-Playmobil an und entwickelt sich dann weiter.

    Um so besser, wenn es viele Lehrerinnen im MINT-Bereich gibt und MINT-begeisterte Grunschullehrerinnen, die den Mädchen ihre Stärken zeigen.

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