Beiträge von Palim

    Wenn in einem Deutsch-LK mehr Mädchen als Jungen sind und in einem Physik-LK mehr Jungen als Mädchen, ist das schon durchaus eine implizite Bestätigung der Aussage.

    Ja, der Aussage dazu, dass man bis zur Wahl der Oberstufenkurse genügend Äußerungen innerhalb und außerhalb der Schule getätigt hat, dass Mädchen meinen, sie könnten in MINT nicht erfolgreich sein.

    Das fängt schon mit Mädchen-Playmobil an und entwickelt sich dann weiter.

    Um so besser, wenn es viele Lehrerinnen im MINT-Bereich gibt und MINT-begeisterte Grunschullehrerinnen, die den Mädchen ihre Stärken zeigen.

    - Ihrem ersten Punkt stimme ich zu. Der Staat sollte definitiv über Bedarf ausbilden. (Wenn er genug Leute findet)

    - Das ist eine Behauptung die so erst bewiesen werden muss. Ich bin Quereinsteiger und finde die Arbeitsbedingungen beim Staat eher entspannt. So unterschiedlich sind wohl Wahrnehmungen.
    - Kann sein kann aber auch nicht sein. Sie ziehen wieder einen Missstand heran und interpretieren ihn so, dass es ihr Argument stützt. Das tun sie aber ohne jeden Beweis, dass ihre interpretation richtig ist. Als Gegenargument kann man ja immer anführen, dass mehr Auswahl auch zu mehr Bewerbern führt, da einige sich eher sozial betätigen wollen andere eher nicht. Das mit der Ausbildungsdauer ist tatsächlich ein Argument, welches man überprüfen muss.

    Und ihre letzte Schlussfolgerung ist halt absolut nicht zu halten, da aktuell nicht nach Bedarf bezahlt wird, sondern nach künstlichen Kriterien. Und ja jetzt kommt wieder der Unsinn, dass der Staat seine Aufgaben nicht wahr nimmt.

    Es ist ja intereesant, wofür SIE Beweise haben möchten.

    - Den ersten Punkt sehen Sie auch so, da muss man keinen Beweis beibringen. Warum?

    - Den zweiten Punkt möchten Sie bewiesen haben. Dann beschäftigen Sie sich doch einfach mal mit Arbeitszeitstudien aus Göttingen, den Ergebnissen der Arbeitszeitkommission aus Nds, mit den Ehebungen des ifs Bremen. Da ist die anekdotische Wahrnehmung Ihrerseits weder relevant, noch bewiesen, sonderen auch nur eine Behauptung.

    - Auch den dritten Punkt möchten Sie bewiesen haben? Was daran ist nicht zu verstehen? Es geht genau um diesen Punkt, den Sie offenbar nicht zur Kenntnis nehmen möchten, der aber in etlichen Bundesländern seit mehreren Jahren genau so umgesetzt ist. Da reichen die Aussagen mehrerer MitforistInnen aus, ansonsten kann man sich mit Einstellungsvoraussetzungen beschäftigen und sich aktuelle Stellenangebote in den Bundesländern anschauen. Da wird dann auch deutlich, dass es eben nicht um irgendwelche Mangelfächer geht, sondern dass inzwischen sogar in den Stellenausschreibungen ersichtlich wird, dass Lehrkräfte für Deutsch-beliebig fehlen, da Stellen unbesetzt bleiben. Glauben Sie nicht? Nds. ist in der 2. Einstellungsrunde für kommendes Schuljahr. Darin befinden sich alle noch offenen Stellen, einsehbar unter eis-online. Diesse Stellen sind nicht auf Mangelfächer begrenzt, auch nicht auf bestimmte Schulformen.

    Wenn Ihnen an Beweisen so viel liegt, dann bringen Sie doch in nachfolgenden Beiträgen selbst bitte noch die Beweise dafür, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage in der Privatwirtschaft funktioniert.

    Dass es im deutschen Schulsystem zu besser besetzten Stellen führt oder besserer Entlohnung, ist auch Ihrerseits eine Behauptung. Man kann darüber unterschiedlicher Meinung sein und diese äußern. Aber daran ist Ihnen ja nicht gelegen. Deshalb bringen Sie doch selbst die Beweise dafür bei, damit wir Ihrer fixen Idee weiter folgen möchten.

    Vielleicht schneiden einzelne dabei besser ab, Quereinsteigende, wie Sie, die in der Regel die Qualifizierung zunächst noch erlangen müssen, aber die bisher unbesetzten Stellen ergreifen. Ob sich das bei Angebot und Nachfrage positiv auf das Gehalt auswirken wird, können wir jedoch nicht wissen, weil es ja nach Ihrer Argumentationsführung unbewiesen ist.

    Ob es sinnvoll ist, persönliche Einzelinterressen vorzuschieben, den gesellschaftlichen Anspruch des Schulsystems dabei aber außer Acht zu lassen, das können Sie dann auch gleich noch beweisen - ist ja Ihr Vorschlag.

    Also können wir laut Ihnen sagen, dass das derzeitige System zu einem Lehrermangel führt und die gleiche Bezahlung von Lehrkräften die Situation nicht löst. Super freut mich dass ich überzeugen konnte!

    Das ist dann Ihre Fiktion.

    Der Lehrkräftemangel wird durch unterschieldiche Aspekte gefördert:

    • EINER ist, dass zu wenige Lehrkräfte ausgebildet werden. Der Staat hat es in der Hand und kann das Angebot an freien Stellen regeln.
    • Ein zweiter ist, dass die Arbeitsbedingungen schlecht sind, aber auch diese Regeln macht der Staat. Arbeits- und Gesundheitsschutz gelten in Schulen nicht und werden nicht umgesetzt, Entlastungen werden nicht umgesetzt, Arbeitszeiten nicht erhoben.
    • Ein dritter ist, dass man mit gleichem Aufwand (Master, 2. Examen) im gleichen Berufbild "Lehrkraft" eine besser bezahlte Stelle annehmen kann, wenn man sich für einen anderen Schwerpunkt entscheidet. Bei gleichem Unterrichtsfach kann ich das Lehramt für die SekII oder für die Förderschule wählen und werde mit höherer Gehaltsstufe eingestellt. Das machen sie, ganz eigentverantwortlich, seit einigen Jahren. Es gibt also das Angebot, eine bessere Stelle zu erhalten, und diese wird nachgefragt - zum Nachteil der Schulen, die dieses Angebot nicht bieten können: ein Lehrkräftemangel an den Schulformen mit A12-Lehrkräften, sprich GHR-Lehrkräfte bei gleich langer Ausbildungszeit.

    Das schöne Modell von Angebot und Nachfrage schafft also bereits jetzt den Lehrkräftemangel, und das seit Jahren. Aufgefangen wird es nicht durch Zulagen, sondern durch ein Ausweichen auf Arbeitskräfte mit anderer Ausbildung. Oft sind es welche, die geringer dotiert werden können. So schafft man sich einen künstlichen Arbeitsmarkt, bestimmt das Angebot und die Einstellungen und dämpft die Kosten immens.

    Der Rest ist irgendeine Dystopie

    Weit gefehlt.

    Der Rest ist Realität an vielen Schulen in Deutschland.

    Das kann man natürlich negieren und sich fein ausmalen, wie toll es wäre, mehr zu verdienen, weil man selbst nun gerade das Mangelfach an einer Schule fernab einer Großstadt unterrichten könnte und sich deshalb das Gehalt verbessern würde. Realistisch ist das aber nicht.

    Dann werden eben Physiklaboranten eingestellt und erteilen Physikunterricht nach Anleitung. Was steht dem denn entgegen? Keine ausgebildeten (teuren) Lehrkräfte oder Quereinsteigende, stattdessen eine andere Ausbildung in einem Fach und ein Kurs zum Umgang mit SchülerInnen. Fertig ist die Vertretung. Die restlichen Stunden werden einfach gestrichen oder umgewidmet. Dann gibt es eben mehr Sport, weil gerade noch ein Übungsleiter zur Verfügung steht.

    So läuft es derzeit in Grundschulen: Da kommen Menschen, die zum Teil keine pädagogische Ausbildung haben, die auch kein Studium haben, und übernehmen die Aufsicht über die Klassen während der regulären Unterrichtszeit und leiten die Kinder an, sich im Lesen, Schreiben und Rechnen zu üben.

    Wir haben auch schon Jahre hinter uns, in denen gerade einmal 50% Stammpersonal in unserer Schule war, alles weitere waren Abordnungen von irgendwo und Vertretungen ohne Lehramtsausbildung. Offenbar ist das Vorgehen sehr erfolgreich, wenn es doch als "Dystopie" heruntergespielt wird.

    Es sollte weniger gezahlt werden, wenn trotzdem die Stellen mit geeigneten Kandidaten gefüllt werden können und mehr wenn das nicht geht. Und ja, der Arbeitgeber bestimmt wie viel er zahlen möchte und Sie entscheiden, ob sie die Arbeit zu diesen Konditionen annehmen.

    Genau. Und dann arbeiten eben Lehrkräfte für A12, trotz Master und 2. Examen, weil sie gerne Lehrkräfte sein möchten und sich darauf einlassen, und lassen sich ein "selbst Schuld" nachrufen.

    Und wenn es dem Arbeitgeber gefällt, schreibt er die nächsten Stellen einfach für A9 aus und guckt, was passiert. Prima Plan.

    Dazu noch ein paar PraktikantInnen, die unentgeltlich arbeiten, ein paar outgesourcte Mitarbeitende oder Zeitarbeitende anderer Qualifizierung und einige, die ohne Qualifizierung einen erheblichen Teil der Aufgaben übernehmen. Das klappt ja schließlich in der Privatwirtschaft auch.

    Lehrkräfte werden dann so besoldet oder bezahlt, dass der Staat seine Stellen besetzen kann. Angebot und Nachfrage bestimmen die Höhe. Na der Staat bestimmt weiterhin wer eingestellt wird und dementsprechend die nötige Qualifikation. Wie jeder Arbeitgeber.

    Und wenn der Staat plötzlich nicht mehr zahlt, dann kommen keine Lehrer mehr nach und das System implodiert. Der Staat könnte mitnichten tun was er möchte.

    Genau das macht der Staat aber schon längst

    und genau das hatte ich weiter oben schon geschrieben:

    Der Staat bestimmt die Regeln, wer eingestellt wird. Es sind Menschen mit Master und 2. Staatsexamen. Diese müssten eigentlich alle gleich bezahlt werden.
    IHR Ansatz wäre, dass Lehrkräfte, die nicht zu besetzende Stellen annehmen, besonders gut bezahlt würden. Mehr als üblich oder bekommen alle anderen weniger?

    Wer bestimmt, welche Stellen besonders gut bezahlt werden müssen? Ach ja, der Staat, er macht ja selbst die Regeln:

    Sind nicht genug grundständig ausgebildete Lehrkräfte vorhanden, die DER STAAT selbst ausbilden müsste, werden andere Menschen auf die Stellen gesetzt. Das sind im besseren Fall Masterabsolvierende, die pädagogisch geschult werden und auch das 2. Staatsexamen erlangen. Es sind aber sehr oft auch ganz andere Menschen, die die Aufsicht im Unterricht übernehmen und als Vertretungen quer durch alle Klassenstufen und Fächer einen Teil der Aufgaben der Lehrkräfte übernehmen.

    Es gibt ein Angebot an geringfügigen Beschäftigungen in Schulen, mit denen der Lehrkräftemangel aufgefangen wird. Statt also Lehrkräften A13 zu zahlen, statt Entlastungen zu schaffen, statt Arbeitsbedingungen zu verbessern, statt ausgebildete Lehrkräfte zu halten und zu unterstützen, sucht der Staat selbst andere Wege.

    Warum also sollte der Staat beim Umsetzen von Angebot und Nachfrage, wenn man es offiziell so nennen würde, es anders handhaben, als er es jetzt längst umsetzt, weil er dabei eine Menge Geld einsparen kann?

    Dann ist die Schule eben nur mit 50% des üblichen Personalstammes besetzt, alles andere sind Aushilfen unterschiedlicher Art - das, was sich finden lässt. Da werden keine Spitzenverdienste oder Zulagen gezahlt, sondern Menschen gesucht, die für weit weniger Geld die Kinder betreuen. Man nennt es dennoch "Schule", es fällt erst einmal nicht auf.

    Der Staat stellt auch selbst die Weichen dafür, wie viele Lehrkräfte er für welche Aufgaben benötigt, er bestimmt auch die Aufgaben selbst. Und davon ist dann eben das System selbst beeinflusst:

    Gilt ein Bildungsauftrag für alle oder sparen wir uns (höhere) Bildung?

    Reicht die Aufbewahrung in einem Schulgebäude oder benötigen Schüler qualifizierte Begleitung, womöglich qualifizierten Unterricht?

    Kann man dort, wo keine Lehrkräfte vorhanden sind, bestimmte, bisher grundsätzliche Angebote des Bildungssystems streichen?

    Wodurch gewährleistet der Staat in allen Schulen eine angemessene personelle Ausstattung, kann er das und will er das?

    Man führt damit ja nur ein System ein, welches in der Privatwirtschaft seit Jahrhunderten funktioniert. Angebot und Nachfrage.

    Was stellen SIE sich denn vor unter Angebot und Nachfrage?

    Ein staatlich subventioniertes System mit welchem Zweck?

    Lehrkräfte werden dann nach welcher Grundlage entlohnt?

    Wer bestimmt diese?

    Und wer bestimmt, wer mit welcher Qualifikation eingestellt wird?

    Man führt damit ja nur ein System ein, welches in der Privatwirtschaft seit Jahrhunderten funktioniert. Angebot und Nachfrage.

    Ja, bestimmt.

    Dass das funktioniert, sehe ich nur nicht.

    Aber weil das in den Schulen auf die übliche Weise nicht geht, finden wir einfach andere Namen für gleiche Verfahrensweisen: Wir sparen uns die teureren Fachkräfte und stellen Vertretungen und andere ein, die die Stellen besetzen.

    Dafür bekommt man Betreuung und Aufsicht, allerdings keinen Unterricht im herkömmlichen Sinne, keine Beratung, weit weniger Erziehung. Es nennt sich "Verlässlichkeit", es sind prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

    Benötigen wir ja offenbar dringend, weil es in der Privatwirtschaft so optimal funktioniert und Angebot und Nachfrage stets ausgelotet werden. Deshalb sind die Aktionäre auch so verantwortlich und haften für die Unternehmen, an denen sie beteiligt sind.

    Andererseits: Machen wir Bildung zum Privatvergnügen.

    Dann können sich die, die es wirklich brauchen, Lehrkräfte für die Fächer kaufen, die sie interessieren.

    Die anderen verzichten einfach auf Lesen, Schreiben, Rechnen oder anderes oder bringen den eigenen Kindern bei, was sie selbst können.

    Wer braucht schon Bildung für die Gesellschaft?

    Welche Fächer da wohl zuerst abgewählt würden?

    Für die Privatwirtschaft wäre das auch gleich viel besser. Da können sie die Löhne der prekären Beschäftigungen absenken, kein Bildung, kein Geld.

    Wer wirklich gut ausgebildetes Personal benötigt, kümmert sich als Unternehmen gleich selbst darum.

    Da sparen wir uns die höhere Bildung. Angebot und Nachfrage regeln das dann schon.

    Nur baue ich eben auch keine Argumentation auf mit so einem offensichtlichen Widerspruch.

    Mir erschließt sich der Widerspruch nicht.

    Lehrkräfte werden für den Beruf des Lehrens gleich lang ausgebildet und sollten dann gleich einsteigen.

    Deine Argumentation basiert auf der Annahme, SekI+II-Lehrkräfte würden mehr Schuljahre abdecken. Das dem gar nicht so war und ist, hatte ich schon geschrieben (GHR-Ausbildung, reine SekII-LuL...)

    Diesen Widerspruch hast du ins Forum gebracht.

    Wenn du ihn auflösen möchtest, dann schreib das doch einfach.

    Wenn man sagt, GS-Kräfte müssten genauso lange ausgebildet werden wie Gym-Kräfte, dann bedeutet dies auch, H/R-Kräfte müssten genauso lange ausgebildet werden wie Gym-Kräfte.

    Werden sie, siehe Beitrag von Humblebee . FöS- und BBS-LuL eingeschlossen.

    Und nun?

    Ich hatte schon erläutert, dass die Studieninhalte unterschiedliche Schwerpunkte haben werden und sollten. Darüber kann man diskutieren.

    Der Abschluss bleibt aber Master+2.Staatsexamen. Das ist für die Einstellung und Eingruppierung relevant.

    Deutsch Geschichte findet man immer.

    Das gilt für welchen Zeitraum, welche Schulform, welche Einstufung oder welche Region?

    In NDS bleiben A12-Stellen für Deutsch-beliebig offen. „Immer“ ist da nicht zutreffend. Bekommen dann die Lehrkräfte, die sich jetzt für ein solches Studium entscheiden, später mehr Geld?

    Das Laufbahnrecht formuliert Mindestvoraussetzungen (!) und keine zwingende Abhängigkeit in beide Richtungen. Auch Master-Absolventen dürfen in den gehobenen Dienst einsteigen.

    Aha. Da können manche Bundesländern nun tatsächlich für den Einstieg an den GHR-Schulen A13-Stellen ausweisen, andere Bundesländer möchten das nicht, schaffen es aber, am Gymnasium nur A13-Stellen für den Beginn zu schaffen. Schon verwunderlich.

    Demnächst könnte irgendein Bundesland vielleicht auf die Idee kommen, dass das Einstiegsamt für Gymnasial- und Förderschullehrkräfte mit A12 auch gut dotiert ist, sie könnten ja auch einfach mal dort beginnen. Die Mindestvoraussetzung bringen sie ja mit.

    Wie ist denn die Lage in NDS? Studiert ihr gleich lang? Was ich zuletzt gelesen habe, scheint Corona jetzt als Ausrede zu gelten, wieso A13 dort niemals kommen wird

    In Nds ist das Studium gleich lang (BBS ausgenommen, da weiß ich es nicht).

    Der Finanzminister hat vor Corona schon abgewunken, der Philologenverband wohl auch, also gab es eine Zulage von knapp 100€ für die A12-Lehrkräfte.

    Nun hat der Finanzminister ein neues Argument. Wäre kein Corona, hätte er sicherlich etwas anderes gefunden.

    Deine Gleichstellung der Ausbildungen ist eben mindestens genauso anmaßend wie meine Unterscheidung.

    Deine Unterscheidung von was?

    Vom Rechtschreibunterricht und deiner Annahme, was "Schreiben nach Gehör" sein könnte?

    Es gab früher GHR-Ausbildungen, diese KollegInnen sind für Klasse 1-10 ausgebildet worden. Ist das dann höherwertig , als am Gymnsaium 9 Schuljahre zu unterrichten? Zählt die Sprachbildung vor der Einschulung zusätzlich oder vielleicht nur halb?

    Geben die KollegInnen im G8 oder die, die nur SekII unterrichten, dann einen Teil ihres Geld wieder ab, weil sie nur 3 Schuljahre unterrichten? Sollte es generell geschehen oder Jahr für Jahr je nach Einsatz?

    Was sollen solche Behauptungen bringen?

    Der Beruf der Lehrkraft ist es, Menschen zu bilden, Wissen zu vermitteln, Kinder zu erziehen und Beurteilungen zu erbringen und ja, Innovation gehört auch dazu.

    Dazu werden Lehrkräfte mittels eines Studiums und eines Referendariats befähigt.

    Die Ausbildung schließt mit dem 2. Staatsexamen ab.

    Die verschiedenen Lehrämter und Fächer bringen unterschiedliche Schwerpunkte und Belastungen mit sich,

    entsprechend sollten diese in der Ausbildung berücksichtigt werden.

    Darüber lässt sich trefflich streiten zu welchem Anteil in welchem Lehramt welche Schwerpunkte sinnvoll oder zwingend erforderlich sind.

    Warum aber das eine Studium mit diesem Schwerpunkt gegen das Studium mit jenem anderen gegeneinander ausgespielt werden muss, bleibt mir unverständlich.

    Inzwischen ist die Ausbildung in vielen Ländern für die unterschiedlichen Lehrämter zudem von gleicher Dauer.

    Bei der Frage, warum der gleiche Beruf mit gleicher Ausbildungsdauer zu unterschiedlichen Einstiegsgehältern und Aufstiegschancen führt, komme ich zum gleichen Ergebnis: Es mag historisch begründet sein, ist aber in heutiger Zeit unverständlich und unfair.

    Bei uns liest die SL gründlich.

    Das Zeugnisprogramm hat keine Korrekturfunktion und ist recht unübersichtlich, wodurch es schneller zu Fehlern kommt, auch Leerzeichen-Fehler und Trennungsfehler schafft das Programm eigenständig zu bilden.

    Textbausteinen helfen dagegen, aber immer mehr Zeugnisse werden individueller formuliert, auch sind die an unserer Schule länger als früher oder an anderen Schulen.

    (an einem Wechsel des Programms sind wir dran)

    Wir lesen nun im 3. Jahr jeweils einen Klassensatz gegenseitig, es können auch mal 2 sein, um die SL zu entlasten.

    Sie liest trotzdem genau, sie unterschreibt ja auch, und schaut auch sehr genau inhaltlich.

    Ja, das ist Mehrarbeit, aber wenn es sonst gut ist, schafft man vieles besser im Team. Das geht in anderen Kollegien/ mit anderen SL leider nicht. Wir haben es hinter uns und ich glaube, wir sind dankbar, dass es gerade gut ist und achten auch auf unsere SL, damit sie uns lange erhalten bleibt.

    Es gibt Lehrpläne, die das setzen, andere Vorgaben zum Orthographieunterricht in manchen Bundesländern...

    ... und dann gibt es noch Lerngruppen, die so oder anders aufgestellt sind.

    Einsetzen wird man es in unterschiedlichen Klassenstufen und differenzieren wird man immer:

    Das Können hat man bei guten SchülerInnen ab Klasse 1, weil sie es wahrnehmen und nutzen, bevor du es thematisierst,

    bei schwachen Rechtschreibenden vielleicht in Klasse 4, weil du ihnen mit viel Mühe vermitteln kannst, worauf sie achten.

    Andere verinnerlichen zwar die Wortschreibungen und können davon regelgeleitet ableiten, ob es ein kurzer oder langer Vokal in der betonten Silbe sein müsste, und kompensieren darüber, dass sie es nicht wahrnehmen können.

    Er provoziert einfach gerne.

    Du nicht?

    Ich bin es leid, die Aufgaben zu erläutern, wenn die KollegInnen und Außerschulischen nicht ein Quentchen an Informationen interessiert sind und mit Vorwürfen kommen:

    Oft wird in der GS ja noch nicht mal mehr vernünftig oder überhaut Rechtschreibung korrigiert. Den Spaß, das wieder halbwegs zu kitten, haben dann die Leute in der Sek 1...)

    Da wir ja auch im Zeugnis nicht nur Noten stehen haben, sondern auch einen Bericht schreiben, würde mich mal interessieren, ob da diesmal die Wörter Corona und Schulschließung auftauchen dürfen. Das durfte ja im Letzten Jahreszeugnis bei uns nicht stehen. Sind bei uns ja noch einige Wochen, mal sehen was kommt.

    Hoffentlich kommt es nicht auf den letzten Drücker, eigentlich sind bei uns die, die Pfingsten mit den Zeugnissen beginnen, spät dran - gerade bei Berichten.

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