Klingt sehr anstrengend und ist es sicher auch. Zeitgleich die Notbetreuungskinder zu begleiten halte ich für sehr schwierig. Unsere haben an ihrem Distanztag Aufgaben für bis zu 120 min, die kleineren nur 90 min, sodass sie nach ca. 2 Schulstunden + großer Pause, an der sie ja nicht teilnehmen, mit den Aufgaben fertig sind. Dann brauchen sie andere Angebote, sollen ja aber eigentlich Abstand halten.
Der Wechselunterricht ist in Ordnung, aber auch da kostet die Planung erheblich mehr Zeit. Man gibt quasi doppelte Hausaufgaben, damit die Kinder am Distanztag Aufgaben bearbeiten können, muss diese im Unterricht aber auch vorbereitet und besprochen hhaben und hat entsprechend mehr Korrekturen, die man oft zeitversetzt bekommt.
Auf etliches verzichtet man, weil es derzeit nicht möglich ist, muss es dann aber durch andere Formen ersetzen. Auch das finde ich aufwändig.
Nebenher hatte ich in mehreren Klassen lange Kinder, die nur in Distanz waren und entsprechend erweiterte Materialien brauchten, gerade sind es wieder einzelne, und täglich grüßt die mögliche Quarantäne
Ziemlich aussichtslos finde ich die Versorgung der Kinder mit zieldifferente Materialien, Alphabetisierung ohne jegliche Förderstunden ist ein Kunststück, das mir nicht gelingt. Sonst hat man immer mal Übungsphasen bei den Regelbeschulten, in denen man sich dann den anderen SchülerInnen widmen kann, aber die Übungen gibt man nun in das Distanzlernen, hat in der Präsenz mehr Unterrichtsgespräch, kaum kooperative Lernformen und damit wenig Zeit nebenher. Die Förderstunden sind mal wieder gestrichen und werden nicht ersetzt - was eigentlich von Corona unabhängig schon doof ist, nun aber durch die notwendige Notbetreuung zusätzlich bedingt wird.