Dann erkläre es doch einfach. Bei deinen bisherigen Antworten folgst du Schuldiskursen, nicht linguistischen Begrifflichkeiten.
Offenbar hast du mich wirklich nicht verstanden.
Sehr viele der hier genannten und der im Alltag immer wieder zu verbessernden Fehler sind damit zu begründen, dass SuS nicht die tatsächlichen sprachwissenschaftlichen Hintergründe beachten, weil sie sie (noch) nicht kennen (können), sondern bewusst oder unbewusst Vorgehensweisen einsetzen, die falsch angewandte Regeln oder Strategien zum Hintergrund haben.
Da hilft es, den SuS dies vor Augen zu führen, was nur kann, wer als Lehrkraft die sprachwissenschaftlichen Hintergründe beherrscht UND einen Blick für Übergeneralisierungen oder falsch angewandte Strategien entwickelt UND die Fehlschreibungen analysiert UND dies alles vermitteln kann, sodass den SuS begreiflich wird, warum es zu der falschen Annahme und einer nicht dem derzeitigen Regelwerk entsprechenden Schreibung gekommen ist.
Da geht es also nicht allein darum, was der Sprachwissenschaftler weiß und logisch erklären kann, sondern darum, was SuS aus dem bisher Verstandenen machen, weil es für sie schlüssig erscheint.
Ein scheinbar auf Regeln basierender, aus falscher Annahme heraus entstandener Fehler ist m.E. weitaus einfacher zu erläutern und aufzulösen, als Fehler aufzuarbeiten, deren Ursache in einem (noch) nicht verstandenen oder (noch) nicht konsequent angewandtem System von Schrift liegen.
