Beiträge von Palim

    Das kann ich nur unterstreichen: Ich war als Schüler in der Grundschule sehr gut und auch in Klasse 5/6 hatte ich gute Noten, aber ja, im Übergang gab es definitiv viel zu lernen (gerade Vokabeltests!)

    Das dürfte ja schon eine Weile her sein.

    Der Unterschied ist vielleicht auch, dass man früher genau wusste, dass es so kommt und niemand das in Abrede gestellt hätte.

    Allerdings ist es inzwischen häufig so, dass früher Selbstverständliches heute ein besonderes Angehen ist, selbst wenn man entgegenkommt: Kinder werden noch in der 3. Klasse persönlich von den Eltern in den Klassenraum begleitet, trotz anders lautender Absprachen, vieles soll in der Schule erfolgen, was sonst zu Hause erledigt wurde.

    Ob die gestiegen Anzahl an Ganztagesschulen auch eine Rolle spielt? Lernen Kinder dort die Struktur ebenso wie bei Mama am Küchentisch, wenn der Ganztag personell weniger als knapp ausgestattet ist?

    Meine Beobachtung ist, dass der Übergang durchaus schwierig ist, aus unterschiedlichen Gründen.

    Die SuS kommen aus der Grundschule und es wird ganz allgemein stimmen, dass man sich dort sehr viel intensiver um das Drumherum kümmert, was nun wegfällt, sodass im Gym eine andere Selbstständigkeit erwartet wird. Selbst wenn es die Selbstständigsten sind, die wechseln, was nicht immer so ist, auch Chaoten schaffen gute Leistungen, ist die Orientierung in einem oder mehreren großen Gebäuden mit viel mehr SchülerInnen etwas anderes als das System einer Grundschule.

    Ich sehe es absolut nicht als meine Aufgabe an, ihnen erst beizubringen, Hausaufgaben ins Hausaufgabenheft abzuschreiben und ihren Ranzen zu packen...!

    Sollte man erwarten können, stimmt. Gleichzeitig ist es im System Grundschule so, dass man immer dazu anhalten muss und immer kontrollieren muss, wenn man alle Kinder erreichen will. Somit bekommen auch die späteren Gymnasiasten die Anleitung zum Taschepacken und die x. Erklärung für gleiche Sachverhalte. Wenn es in Klassen gut läuft, ist es eher so, dass die Kinder aus Elternhäusern kommen, in denen Bildung und Schule einen sehr hohen Wert haben und die Eltern alles selbst genau unterstützen und kontrollieren. Das wird aber am Gym sehr viel schwieriger.

    Genauso kennen sie es oft aus Mathe nicht, dass Aufgaben in Klausuren drankommen, die nicht vorher genauso, nur mit anderen Zahlen, im Unterricht behandelt worden sind.

    Aufgabenstellungen sind womöglich unterschiedlich, das sind sie schon je nach Lehrkraft, aber vernünftig gestellte Klassenarbeiten haben schon in der Grundschule neue Aufgaben mit Herausforderungen. Nur mit deren Punktzahl ist die 1 zu erreichen, bei der 2 wird es ohnedies schwierig. Allerdings kann man auch mit 3 oder 4 auf das Gym wechseln.

    Die hier vorher getägtigte Aussage, dass viele Kinder am Gymnasium zum ersten mal wirklich lernen müssen, kann ich absolut unterschreiben. Das sind oft Kinder, die mit Einsen und Zweien von der Grundschule kommen, ohne, dass dafür besondere Anstregung erforderlich gewesen wäre.

    Diesen Eindruck kann man aus Sicht der Gymnasien gewinnen, weil man eine bestimmte Art des Lernens vor Augen hat oder diese als „richtiges Lernen“ definiert. Und es stimmt, dass Begabte SuS in der Grundschule vieles im Vorbeigehen mitnehmen können, zumal immer wiederholt wird, weil es für andere SuS zwingend notwendig ist.

    Es stimmt aber auch, dass in Grundschulen häufig differenziert wird und man für diese SuS Materialien bereithält, die sie durchaus fordern.

    Vielleicht ist das ein Punkt, den man auf Vorstellungselternabenden deutlicher benennen sollte, statt das musikalische Angebot zu Preisen: Gym bedeutet bis heute, dass man als Kind bereit sein muss zu pauken und nachmittags viel zusätzlich zu lernen, weil Inhalte am Gymnasium nur einmal erklärt und dann als bekannt vorausgesetzt werden.

    Mal ne logistische Frage: wenn Kinder sich morgens und, sagen wir nach den Hofpausen, die Hände 20 sec. lang waschen sollen. plus 10 sec. für Seife nehmen und abtrocknen bräuchten 28 Kinder eine knappe Viertelstunde. Wie macht ihr das?

    Genau so und ja, das dauert 15 min, ansonsten war es nicht gründlich ... und im Zweifelsfall stellen sich alle noch einmal an.

    Wir frühstücken nun nach der Hofpause, nicht mehr davor, so spart man sich das Händewaschen vor dem Frühstück.

    Der offene Anfang beginnt 10 min eher und die Kinder kommen eher ... die Lehrkräfte natürlich auch.

    Auch nach dem Sportunterricht müssen die Kinder in der Klasse die Hände waschen und auch wenn sie zur Toilette waren, waschen sie in jedem Fall noch einmal die Hände im Klassenraum.

    Darum heißt es ja eingeschränkter Regelunterricht, durch Händewaschen und Lüftungspausen geht einiges an Zeit verloren.

    Also Kepler-Gymnasien gibt es einige, da reicht eine einfache Suche:

    Ibbenbühren, Garbsen, Tübingen, Saarbrücken, Westerkappeln, Reutlingen, Pforzheim, Lebach, Weil der Stadt, Ulm, Graz, Stuttgart, Freundenstadt, Chemnitz, Leipzig, Weiden, Freiburg

    An derartige Dialoge kann ich mich nicht entsinnen. Aber selbst wenn es solche gegeben hätte, daraus würde samu einen solchen erbärmlichen Unsinn schließen?

    Woher soll ich denn wissen, was @samu aus Dialogen schließt, die in deiner Erinnerung nicht stattgefunden haben?

    Vielleicht solltet ihr euch einfach mal viel, viel weniger Gedanken um eure Kolleginnen und deren Radios machen, sondern die einfach mal in Ruhe lassen.

    Vielleicht sind wir mit unseren Gedanken und KollegInnen ganz glücklich.

    Wenn du für dich in Ruhe gelassen werden möchtest, kannst du das ja signalisieren.

    Ich schätze, darum hatte @samu schon geschrieben:

    Weil du das früher oder später signalisiert hättest? Hoffe ich jedenfalls, in deinem eigenen Interesse.

    Wenn ich dann aber sehe, dass verlangt wird eine ganze Onlinesitzung zu moderieren, zu jeder Seminarstunde Aufträge zu erledigen und eine 15 Seiten Hausarbeit zu schreiben

    Das, was Du da beschreibst, war auch schon vor 20 Jahren in den Uni´s üblich:

    Kann ich auch so bestätigen.

    Zu den Sitzungen gab es in der Regel Texte vorzubereiten,

    es gab in der 1. Sitzung einen Überblick und die große Referate-Verteilaktion, in der 2. Sitzung noch einen Vortrag o.a. der Dozierenden und danach Referate, die im Anschluss als Hausarbeit abzugeben waren - 15 Seiten.

    Tatsächlich hat man da gelernt, sich zügig in Sachverhalte einzuarbeiten und sich die Inhalte zu nutze zu machen.

    Woher wolltest du das wissen?

    Im kleinen Kollegium mit 5-10 KollegInnen über Jahre weiß man so einiges voneinander.

    Aber den stets zugeknöpften Kollegen, der den hohen Wert der Distanzierung stets betont, würde man generell nicht zu Hause anrufen, selbst dann nicht, wenn die Hütte brennt...

    ... wobei, ich kenne auch Menschen, die vermutlich den zugeknöpften Kollegen mimen, in ihrer Freizeit aber die allerbesten Freunde sind, die man IMMER anrufen kann, 24/7/52/366!

    Die Anzahl der Ferientage geht auf § 3 des Hamburger Abkommens von 1964 zurück, das ist also ein KMK-Beschluss.
    Würde man die beiden Tage zu Ferientagen erklären,

    Wenn man das nicht möchte, kann man sich doch auch etwas anderes ausdenken, was das sein soll:

    Tage des Selbstständigen Freien Lernens,

    Heizkostenvermeidungstage,

    Überstunden-Abfeiern-Moment

    Am-Ende-der-Jahresarbeitszeit-sind-noch-so-viele-Monate-übrig-Erinnerung

    Am-Ende-des-Jahres-sind-noch-so-viele-Hausaufgaben-nachzuholen-Tag

    Tag der Kontaktvermeidung

    Geschenk

    Sozialzeit, jeder Große passt auf 3 Kleine auf,

    Milchmädchen-Gedenktag...

    gehe ich davon aus, dass die Lehrkräfte a) die Klausuren beaufsichtigten und b) sonstige Tätigkeiten vor Ort verrichten -

    Wenn doch außerunterrichtliche Aufgaben generell mal so akribisch erfasst werden würden!

    Da reden wir von 2 Tagen und schon wird wieder einmal mehr unterstellt, Lehrkräfte hätten dann Urlaub, nichts zu tun, frei und Langeweile und müssten im Schulgebäude anwesend sein.

    Wo ist eigentlich die Arbeitszeiterhebung, die entsprechenden Ausgleich einfordert? Dann wären die 2 Tage ein Witz gegenüber den Tagen, die freizustellen wären.

    Man muss ihnen zugutehalten, dass wohl kaum jemand vorhergesehen hat, dass in diesem Zeitraum die Bevölkerung um etwa 3 Mio. steigen wird.

    Nein, vermutlich nicht,

    aber es ist ja nun auch nicht so, dass die derzeitigen GrundschülerInnen alle zugewandert sind.

    Vielmehr hat man Anreize geschaffen, weil man wollte, dass die Geburtenrate steigt, Elterngeld, Anspruch auf Krippenplatz, Anspruch auf KiGa.

    Dann werden mehr Kinder geboren, aber man hat zuvor nicht bedacht, dass man (die Kommunen) die Versprechungen (des Bundes) dann auch umsetzen muss, also Krippen, KiTa-Plätze und tatsächlich auch Schulen benötigt?

    Homelearning wird soziale Unterschiede und Bildungsungleichheiten verstärken - das wissen wir aus dem 1. Lockdown. Daher sollte das auch der allerallerletzte Schritt vor der Kapitulation sein.

    Und auch hier fehlt wieder die Differenzierung, die ich oben ansprach.

    Bitte nicht verallgemeinern!

    Zudem verstehe ich nicht, warum man es immer absolut setzen muss.

    Warum ist es nicht möglich, innerhalb eines reichen Landes die Versorgung von Kindern derart zu organisieren, dass einige Kinder zu Hause lernen können und andere in den Schulen Unterstützung und Betreuung erhalten? Und das mit Menschen, die genau dafür bezahlt werden, ohne diese Tätigkeit zusätzlich auf ihre üblichen Aufgaben draufzuschlagen.

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