ZitatIst in Bayern gar nicht möglich, da die Stellen zentral von den Behörden verteilt werden und man überall hinkommen kann.
In anderen Bundesländern läuft es aber ganz anders.
In Niedersachsen gibt es zwar noch einzelne Bezirksstellen, die meisten Stellen sind jedoch schulscharf ausgeschrieben.
Die Schule kann bzw. muss die Einstellungsgespräche führen und eine Auswahl treffen, die Bezirksregierung entscheidet letztlich.
Vorteil wäre, dass man im Rahmen der Vorgaben jemanden wählen könnte, der zu den Vorstellungen/ dem Team passt.
Vorteil für die Bewerber ist jetzt, dass sie sich die Schule quasi aussuchen können.
Das verschärft den Lehrermangel in den ländlichen Gebieten, da die Bewerber zumeist die Uni-Städte bevorzugen.
Wer dort keine Stelle annehmen möchte, kann 2 Monate warten und dann eine Vertretungsstelle übernehmen. Diese wird in BY wohl eher über die Mobile Reserve abgedeckt. In Nds. müssen Vertretungen für länger Erkrankte, Schwangere oder auch unbesetzte Stellen umständlich beantragt und dann auch von der Schule besetzt werden. Auch da hat man in Uni-Nähe mehr Möglichkeiten, Studierende oder Studierte zu finden, als auf dem Land.
Auch die Vorgaben aus BY, dass man eine Weiterqualifizierung für andere Schulformen (GY-->GS) benötigt, kenne ich so nicht. Vermutlich wird sich da in den nächsten Jahren auch noch mehr Flexibilität ergeben.
Der Lehrermangel war abzusehen und hat sich seit 2000 zunehmend verschärft.
Obwohl in den 90ern kaum Lehrkräfte eingestellt wurden und entsprechend weniger pensioniert werden, kann ich mir kaum vorstellen, dass in den nächsten Jahren eine Lehrerschwemme herrschen wird.
Das kann nur erreicht werden, wenn in allen Bundesländern genügend neue Lehrkräfte ausgebildet weden, wofür es Bewerber, Studien- und Referendariatsplätze braucht.