Beiträge von Palim

    Es finden sich aber anscheinend immer noch Leute, die die Administration quasi für lau aus der Sicht des Dienstherren zufriedenstellend übernehmen.

    Es gibt in mehreren Schulformen für alle diese Aufgaben gar keine Entlastungen.

    Und an dieser Stelle wird ja immer gerne dargestellt, dass jede Lehrkraft neben Unterricht/ Vorbereitung/ Klassenleitung auch hinsichtlich der Schulentwicklung/Organisation etc. Aufgaben übernehmen muss.

    Bleibt also die Frage, warum es an manchen Schulformen Entlastungen/ Vergütung gibt, an anderen nicht, obwohl überall solche Aufgaben zu erledigen sind und man es in manchen Schulen eben nich für lau übernimmt oder nur bestimmt Tätigkeiten gezählt werden, andere aber nicht.

    Ich fände es gut, wenn die Aufgaben generell entlastet wären und damit auch die Dienstfähigkeit erleichtert werden könnte, da die anstehenden Tätigkeiten angerechnet und nicht über Gebühr strapaziert werden könnten.

    Gleiches gilt allerdings auch für schwierige Klassen/ schwierige Unterrichtsbedingungen - auch da darf man anrechnen und entlasten, was der Alltag an Aufwand fordert.

    Auch bräuchte das System insgesamt viel mehr Personal und erfahrene Lehrkräfte könnten - bei Anrechnung - Aufgaben übernehmen, die anderen Organisation, Differenzierung, Inklusion, Förderung, Korrektur (was auch immer) erleichtern würden.

    Eigentlich sind es dann 2 verschiedene Sachen.

    Einerseits geht es um Feste für die Schülerinnen und Schüler der Schule, die unterschiedliche Religionen und Kulturen haben. Da kann man die religiösen Feiertage aufgreifen. Oder man kann es in einem Fest der Kulturen darstellen.

    Andererseits geht es darum, die Berührung hinsichtlich Juden nicht allein auf den Holocaust zu beschränken. Wenn es an der Schule und im Umfeld keine Juden gibt, muss man dafür anderes finden. Klassisch ist es, die Weltreligionen zum Thema zu machen, da stehen verschiedene Religionen nebeneinander und man kann es auf heute beziehen.

    Unsere Schüler:innen sind so wenig gebildet oder informiert, dass die zu ihrer eigenen Religion kaum etwas sagen können. Das ist dann eher so, dass sie in der Auseinandersetzung mit anderen Religionen die eigene Religion erfragen oder entdecken.

    Es gibt die grundsätzliche Möglichkeit, ersatzweise zum schulischen Unterricht, einen außerschulischen Unterricht in seiner Konfession zu besuchen

    Das gab es hier für katholischen Unterricht auch schon, aber seit ein paar Jahren nicht mehr, in Zukunft ist es dann christlicher RU (ev und kath).

    Es ging für mich in diesem Thread um die Frage, ob man andere religiöse Feiern in der Schule umsetzen kann und möchte. Wenn man Religion als solche in Abrede stellt, möchte man es vermutlich nicht zusätzlich forcieren, sondern stellt auch diese Option als nicht notwendig dar. Damit ist die Frage nach religiösen Feiern in der Schule vom Tisch.

    Wenn man andererseits christlichen Bräuchen Raum gibt, auch außerhalb des RU, finde ich die Frage berechtigt, was man von anderen Religionen und ursprünglich religiös bedingten Bräuchen einbeziehen möchte.
    Ich würde es nicht als „Feier“ und „feiern“ bewerten, kann mir aber vorstellen, dass andere das anders bewerten und es ihnen zu christlich/ nicht christlich genug ist.

    Stöckchen! Ich springe.

    Was hieltset du davon, dich einfach nicht zu meiner Person zu äußern

    Du äußert dich hier und dadurch entwickelt jeder von dir ein Bild zu deiner Meinung, deinen Ansichten und deiner Person. Aber du musst hier weder schreiben noch lesen, niemand zwingt dich, dich zum Thema Religion zu äußern, das ist doch deine Wahl, dass du dich und uns damit beschäftigen möchtest.

    Wir wählen das dann für uns und entscheiden für uns, das muss uns ja niemand abnehmen oder gar verbieten.

    Und weil du so große Sorge zu haben scheinst, dass Religionsbefürworterinnen den Thread sprengen, zitiere ich mich selbst:

    c) jedes Mal, wenn das Wort „Religion“ fällt, einzelne (immer gleiche) User:innen bewusst Alarm schlagen und erwartet, dass man auf jedwede Kritik umfassend reagiert und die Beantwortung der gestellten Frage gar nicht ermöglichen, weil sie Religion als solche und als Fach persönlich ablehnen.

    (…)

    Wer aber Religion kritisieren möchte, kann dazu einen Thread eröffnen und muss nicht jede Reli-Anfrage torpedieren.

    Da du gerade dabei bist, mir etwas über mich zu erklären (das ich wohl nicht selbst weiß), könntest du auch hier ins Details gehen.

    Warum sollte ich?

    Deine Einlassungen über Religion sind hier ja bekannt und können nachgelesen werden, zumal du dich ja selbst ausgesprochen gerne an Threads beteiligst, in denen es um Religion im weiteren Sinne geht oder in denen das leicht herbeizuführen ist.

    Meiner Wahrnehmung nach hat deine Einstellung zu Religion für dich Absolutheitsanspruch, so zumindest nehme ich deine Beiträge wahr.

    Nicht nur Lehrerknappheit, auch die Schäfchen werden so rar, dass sich Kurse mit den aktuellen Kursteilern kaum füllen lassen.

    Kann ich nicht feststellen.

    Aber ich bin der Meinung, dass es ein alternatives Angebot braucht und die Alternative nicht „Freistunde“ ist, sondern ein anderes Fach, in dem man sich um entsprechende Inhalte und die kritische Auseinandersetzung bemühen muss, um es Schüler:innen zu vermitteln.

    Ist der christliche RU dann nicht evangelikal genug, kann man alternativ an Werte und Normen teilnehmen (die, denen das besonders wichtig ist, bevorzugen die evangelikale Privatschule. Auch da würde ich mir entsprechende Vorgaben wünschen.)

    Wenn dir dein Gott ultimative Ge- und Verbote auferlegz, schließt das weitergehende Begründungen und ein Hinterfragen aus.

    Das ist in meinen Augen falsch.

    Wenn mein Gott sagt: „Du sollst nicht töten“, schließt es doch nicht ein, dass sich jede und jeder dieser Religion daran hält.

    Und wo in der Religion das Hinterfragen verboten wird, möchte ich wirklich gerne mal wissen.

    Davon weichen sie wohl nur deshalb ab, weil es mit Religionslehrerinnen knapp würde.

    Ich denke, die Abweichung macht es günstiger, weil man ab 12 Schüler:innen keine 2 Gruppen mehr anbieten muss.

    Gleichzeitig wird Werte und Normen ausgebaut, allerdings ist da die Versorgung durch Lehrkräfte (Statistik, und ja, auch Ausbildung) nicht klar geregelt. (… kann die Schule anbieten, bekommt aber keine Stunden/ soll die Schule anbieten … von welchen Stunden?)

    Kein islamischer Religionsunterricht? Jüdisch? Christlich-orthodox?

    Das eine schließt das andere nicht aus.

    Es gab zuvor Religionsunterricht nach Konfession (ev/kath), nun gibt es christlichen. Wo der orthodoxe Unterricht bisher angeboten wurden und ob er nun integriert wird, weiß ich nicht.

    Ähnlich des Angebots für herkunftssprachlichen Unterricht, den es an bestimmten Standorten gibt, jedoch nicht flächendeckend, gibt es auch an einzelnen Standorten anderen RU. Es gibt ein Curriculum für islamische. RU und ich weiß von orthodoxem, alevitischem und jüdischem RU, weiß aber keine Schule, die das anbietet.

    Religiöse Regeln verlagern die Verantwortung auf fiktive Entitäten, Göttinnen et. al. Sie entziehen sich einer Begründung und erlauben kein kritisches Hinterfragen

    Deine Interpretation und deine Sozialisation.

    Meine ist komplett anders und nein, ich verlagere die Verantwortung nicht auf Gott und habe das kritische Hinterfragen nicht mit Taufe, Konfirmation, Vocation abgegeben, ganz sicher gar nicht.

    Ich muss dich auch nicht missionieren, bekehren, belehren, umstimmen, kann dir aber entgegenstellen, dass andere Menschen das, was du darstellen möchtest, anders sehen und glauben und leben.
    Ich möchte übrigens kein einseitiges Bild vermitteln, auch nicht deines.

    Ich weiß, dass du recht gut informiert bist, das finde ich immer wieder beeindruckend, aber ich weiß auch, dass du alles deiner Maxime der Ablehnung unterwirfst.

    Man muss sich schon die Mühe machen zu erkennen, dass ethisches Handeln aus der Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln entsteht. Das Befolgen religiöser Regeln ist so ziemlich das Gegenteil davon.

    ?(

    Sehe ich anders.
    Das Befolgen religiöser Regeln schließt die Übernahme von Verantwortung für sich und andere nicht aus, auch nicht für das eigene Handeln.

    Hättet ihr es gewusst, dass es einen Ramadan-Kalender gibt, der unserem Adventskalender ähnelt? Dass die abrahamitischen Weltreligionen eigentlich denselben Ursprung haben? Dass jede dieser Weltreligionen einen Gott hat, ein Glaubenshaus, betet, Gläubige Dinge in ihrem Leben gemacht haben sollen (Säulen des Islams, Sakramente...), es ein Buch Gottes gibt usw.

    Ja.

    Ich weiß übrigens auch nichts über Quantenphysik oder das das Auftragen einer Teerschicht auf Straßen oder über das Häkeln von Luftmaschen.

    Doch, kann man wissen oder sich zumindest damit beschäftigen, wenn Fragen kommen … oder vermitteln, dass es Menschen gibt, die das erforschen oder beherrschen. Kann man doch nicht wissen, wer aus der Klasse mal was wird - Quantenphysikerin oder Bäcker oder Zahnärztin oder Näher.

    Alles muss ich wirklich nicht wissen, deswegen bin ich da auch eher auf der Schiene: lass weg aus der Schule.

    Geht mir gerade anders herum, könnte aber daran liegen, dass meine Schüler:innen so viel jünger sind, ich finde nicht nur im Hinblick auf Religionen, dass man Einblicke in viele verschiedene Bereiche vermitteln sollte, gerade damit nicht alles unbekannt bleibt und für absurd oder unheimlich erklärt werden kann.

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