Beiträge von Palim

    Solche Brüche gibt es ja an anderen Stellen in den Vorgaben auch, z.B. innerhalb der Grundschule mit dem Einmaleins: Vorgesehen ist an sich die Einführung und das Üben über Kernaufgaben in Klasse 2, gefordert ist in Klasse 3 dann plötzlich das komplette Einmaleins, das andererseits erst Ende 4 sitzen soll (?), ohne das Division aber kaum möglich ist, schriftliches Multiplizieren auch nicht.

    Das finde ich immer wieder schwierig.

    Beim Übergang nach der 4. Klasse gibt man viele Individuen an weiterführende Schulen mit unterschiedlichen Modellen, Vorstellungen und Anforderungen.

    Bei uns können manche keinen Ranzen packen, keine Hefteinträge verfassen (sieht aus wie Kraut und Rüben) geschweige denn ein Hausaufgabenheft führen, in das sie dann zu Hause auch mal reinschauen...

    Ja, das können manche nicht.

    Aber es ist oft sehr unterschiedlich, je nachdem von welcher Grundschule sie kommen.

    Ich würde das individuell betrachten, ich habe Kinder in der Klasse, die es, z.B. das Führen des HA-Heftes, trotz täglicher Übung und täglicher Kontrolle auch nach Jahren nicht können, nicht mit Anleitung und schon gar nicht ohne.

    Ich nutze inzwischen Seiten wie „Wortsuche“, den Rest mache ich selbst, da kann ich Namen der Kinder aus der Klasse oder häufige Ganzwörter mit einbeziehen, auch wenn die Buchstaben noch nicht explizit im Lehrgang waren.

    Und ich hänge am Lehrgang, weil ich Unmengen an zusätzlichem Material dazu habe.

    Vielleicht ist es zielführender, wenn du de8nen Lehrgang oder die Buchstaben benennst und wir dir Materialseiten zeigen (z.B. lesejule, FrauMohr-ABC der Tiere, Frau Locke - Karibu, WSC hast du ja offenbar schon)

    Ab dem 10. Buchstaben gehen ja für die fitten Lesenden ohnehin auch viele andere Texte.

    ABER:

    Ja, es wäre toll, wenn jemand so ein Programm schreiben würde.

    Buchstaben und Verbindungen eingeben, ggf. Thema wählen und vorgeben, ob es einzelne Sätze oder ein Text sein soll.

    Es geht gar nicht darum, ein AB auf drei Weisen zu differenzieren, sondern ein Thema für jede Stunde so vorzubereiten, dass jede und jeder mitarbeiten kann, auch wenn die Kinder noch gar nicht lesen können, der Rest der Klasse aber schon, oder inhaltlich auf der Höhe von 4jährigen sind, die anderen aber 10 Jahre alt.

    Du hast immer, für nahezu jede Stunde, die Entscheidung, ob du das Thema für diese Kinder anpassen kannst, was du selbst entscheidest und erstellst, oder ob die Kinder an anderem Material arbeiten um Basiskompetenzen zu üben, was du selbst entscheidest und erstellst.

    Ihre Rolle wäre es (jetzt und in der Vergangenheit) gewesen ihr Kind zu erziehen, ihm Manieren und Werte beizubringen und eben nicht das unteer keinen Umständen tolerierbare Fehlverhalten ihres Kindes zu decken, indem sie sich gegen die "Härte der Maßnahme" aussprechen.

    Hätte, wäre, würde…

    … so sind aber nicht alle Eltern, darum braucht es dann die Konferenzen.

    Aus Perspektive dieser Eltern hat die Schule sich doof verhalten oder sonst wer, aber nicht sie und nicht ihr Kind.

    Um so wichtiger, dass es deutliche Maßnahmen gibt. Vermutlich kennen die Eltern das schon.

    Je mehr sie denken, dass man auf sie eingeht, desto mehr werden sie versuchen, darüber etwas zu erreichen.

    In NDS ist eine Anhörung von Eltern und Kind vorgesehen.

    Dabei gibt es keine Diskussion und keine Antworten.

    Wenn das alle wissen, gibt es gar keine Diskussion und keine Rechtfertigung - warum auch.

    Man nimmt die Äußerung zur Kenntnis, samt Protokoll.

    Die Eltern können dann sagen, was sie möchten, es ist ja auch ihre Rolle, sich für ihr Kind einzusetzen.

    In NDS wäre das Prozedere auch so möglich,

    im Anschluss gibt es eine KK, die den Beschluss bestätigt … oder nicht bestätigt.

    Für die Rechtmäßigkeit ruft unsere SL im Zweifelsfall die Rechtsstelle der Schulbehörde an und lässt sich beraten.

    Eltern und Schüler:in werden in der KK angehört, danach verlassen sie den Raum, die Beratung findet ohne sie, aber in NDS mit Elternvertreter:innen statt.

    Die Mutter hätte also das Recht, sich zur Maßnahme zu äußern, nicht aber das Recht, sich die Maßnahme auszusuchen.

    Ich verstehe nicht, warum du nicht im Studium gewechselt hast.

    Gibt es in NRW Programme für einen Wechsel fertiger Gym-Lehrkräfte an die Grundschule?

    Dann könntest du das Ref am Gym machen, bist fertig ausgebildet und hast dennoch eine Option auf die Grundschule.

    Gefällt es dir dann doch nicht, kannst du auch zurück an die SekI/II.

    Das ist halt trotzdem nicht krank aber belastend und ein Thema, mit dem man stillschweigend leben muss.

    Das Thema ist eher ein Tabu, was sich gerade ändert, das sehe ich ähnlich.

    Wie so oft wirst du mit einer umsichtigen SL eher auf offene Ohren stoßen und sicher werden mediale Aufmerksamkeit und Änderungen in anderen Berufszweigen nutzen, aber bei Lehrkräften später umgesetzt werden.

    Ich überlege, wozu es parallel wäre.

    PMS, Trauer, Überarbeitung, seelische Belastung, Komplikationen der Schwangerschaft … das passt alles nicht so ganz, aber auch da muss man individuell entscheiden.

    Nachgedacht wird ja auch über Teilzeit-Krankschreibungen für Deutschland, die ich praktisch finden könnte, wenn ich nicht auch Befürchtungen hätte, dass man sich dann gerade nicht erholt. Man kann sicher bei einigen Krankheiten zu Hause Konzept-Arbeit oder anderes erledigen, nicht aber eine Klasse im Zaum halten oder durch die Klasse wuseln.

    Genug Lehrkräfte organisieren trotz Krankheit den Vertretungsunterricht.

    Möglich ist auch, dass man mit gebrochenem Körperteil, das gut geschont verpackt ist, zur Schule geht und arbeitet, dafür Aufsichten unterlässt, andere sind und bleiben mit ähnlicher Verletzung zu Hause.

    Wenn man in Folgen von körperlichen Symptomen nicht arbeiten kann, dann ist man krank. Folglich wird es dann zu einer Krankheit.

    Vielleicht liegt es an dem Tabu, dass man die Symptome nicht als „Krankheit“ wertet?

    Aber die Bewertung, ob man arbeitsunfähig ist, sollte doch danach erfolgen, ob man in der Lage ist, die Aufgaben zu schaffen. Im Zweifel hast du trotz Krankheit einen Tag mit fiesen Vorfällen vor dir, die nehmen ja keine Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Anwesenden.

    In unserem Kollegium ist es eher so, dass man die Leute nach Hause schicken muss, keiner bleibt freiwillig gerne weg, egal wie schlecht es einem oder einer geht, auch nach einem Unfall, wegen PMS, Trauer, Sorgen…

    Manchmal hilft Arbeit, lenkt einen ab, manchmal ist es doch zu viel, dann ist man krank, auch wenn kein Virus (als Krankheit) dahinter steckt.

    wenn ich klar und deutlich sage, ich habe heute keine Nerven für irgendeine Quengel-Diskussion dann gilt das absolut und unverhandelbar.

    Manchmal wundere ich mich über das Alter deiner Schüler:innen, klingt ja eher nach Kindergarten.

    Kommen sie mit den Quengeldiskussionen zu Hause und in den Schuljahren zuvor zu oft durch, dass sie es bei dir immer noch probieren?

    Meine haben es inzwischen verstanden, n welchen Tagen sie damit erfolgreich sind und wann sie es besser lassen, ich würde schon sagen, dass sie einen lesen und abschätzen können, wann es einem schlecht geht.

    weichgespülten Lehrpläne

    Ich kann bis heute nicht erkennen, wo die Lehrpläne weichgespült wurden, unsere wurden einfach nur voller.

    Weniges wurde gestrichen 7 d manches davon integriert man weiterhin, weil es unverzichtbar ist für das Leben oder ohnehin als Vorläuferfähigkeit.

    und eben nicht von besagtem Förderschüler in ihrem schulischen Leistungsbestreben ausgebremst werden,

    Warum sind es die Förderschüler:innen, die zu verantworten haben, dass andere Schüler:innen nicht lernen?

    Ich finde es schlicht schäbig, eine solche Zuschreibung zu formulieren.

    Weil Schüler A blind ist und einen anderen Zugang zu Texten benötigt, entbindet es Schülerin Y nicht davon, den Text lesend zu erfassen.

    Wir feiern die Fortschritte aller Schüler:innen, auch die kleinen der Förderschüler:innen der zieldifferent unterrichteten und ich freue mich wirklich sehr darüber, dass sie sichtliche Erfolge haben - nach 2 Jahren Durststrecke, da hätten andere längst aufgegeben.

    Starke Förderschüler:innen werden später arbeiten gehen, sie müssen sich ihr ganzes Leben mühsam durchbeißen bei aller Benachteiligung,

    faule andere werden immer jammern und Ausreden suchen, warum sie selbst nichts schaffen.

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