Die Lehrkräfte, die ein solches Klientel unterrichten, das ein hohes Maß an individueller Förderung bedarf, müssen dann den Finger in die Wunde legen und sagen, dass dann leider keine Zeit für Schulentwicklungsvorhaben xy mehr bleibt.
Wenn man an entsprechenden Schulen ist, hat man ständig solches Klientel, kann aber die Schulentwicklung nicht gänzlich einstellen, muss trotzdem die Fachkonferenzen verteilen etc.
Am Ende bleibt das Gefühl, dass die Decke zu klein ist, egal an welcher Seite man an ihr zieht.
Das Bild des überlaufenden Glases fand ich auch sehr treffend.
Und ja, so wie pepe schreibt habe auch ich etliches schon geplant und kann darauf zurückgreifen. Das rettet mich oft, sich wenn ich manchmal lieber etwas anderes suche /einsetzen würde, aber dann keine Zeit habe, es vernünftig vorzubereiten. Dann nehme ich doch wieder das alte …
Aber es gibt so viele zusätzliche Herausforderungen, dass ich froh bin, dass ich schon so viel Zeug habe und dennoch viel zu planen und viel vorzubereiten bleibt, weil laufend neue Sachen in der Schule organisiert werden müssen und weil ständig neue Kinder mit weiteren Baustellen hinzu kommen.
Es wird gerade ein neues Buch beworben, in dem es um De-Implementierung geht, in einem Interview mit Hattie im Podcast „Psychologie fürs Klassenzimmer“ wird angesprochen, dass immer mehr Aufgaben in die Schulen gegeben werden und dass man davon abkommen müsse. Interessant war, dass auch da angesprochen wurde, dass die Lehrkraft, der ich Aufgaben nehme, im nächsten Moment schon die nächsten Aufgaben angeht. Das sehe ich ähnlich, darum finde ich weniger Arbeitszeit-Spitzen, sondern eher ein Hochplateau, deren Senken man problemlos mit weiteren Aufgaben füllen kann.
Es wird wieder u.a. bei Lehrkräften angesetzt, es soll empirisch effizient sein, am Ende soll die SL die Aufgaben besser verteilen … aber dazu muss das Maß der Aufgaben dennoch realisierbar sein. Da wünsche ich mir für mich mehr Effizienz, sehe aber durchaus auch eine Menge Potential darin, dass nicht alles immer an jeder Schule von Grund auf neu erarbeitet werden müsste, wenn es vorbereitete Bausteine für Curricula geben würde oder mehr Hilfen (im Sinne von Informationen oder Materialien) für das herausfordernde Klientel.