Beiträge von Palim

    In NDS soll ab Klasse 3 ein Hauptfach (D, Ma, Su) an eine andere Person gegeben werden.

    Für das Unterrichten möglichst vieler Fächer spricht,

    • dass man die Kinder besser kennt, einschließlich familiärer Hintergrund etc.
    • dass man in weniger Klassen eingesetzt ist und am Tag nicht so viel springt,
    • dass man die vielen speziellen Bedürfnisse genauer kennt und ausgleichen kann
    • dass man Inhalte verknüpfen kann
    • dass Kinder und Lehrkraft sich besser aufeinander einstellen können
    • dass man den Tag gerade für die Jüngeren besser stufen und strukturieren kann

    Dagegen spricht,

    • dass Fachlehrkräfte ggf. mehr für ihr Fach brennen, sofern man nicht ohnehin beide Fächer hatte (D,Ma)
    • dass Kinder mit der einen oder anderen Lehrkraft besser zurecht kommen
    • dass es eine zweite Bezugsperson gibt, auch gut, wenn mal jemand länger ausfällt, weil dann noch jemand in der Klasse Bescheid weiß

    Ferner soll durch das Beförderungsverfahren sichergestellt werden, dass die auserkorene Person die Aufgaben, zusätzlich zu den allgemeinen Verpflichtungen, gut bewältigen wird.

    Tatsächlich ist das auch so; wenn es dringliche zusätzliche Aufgaben gibt, dann kann die SL Lehrkräfte zur Ausübung dieser Aufgaben verpflichten; vielleicht gibt es dann noch eine Anrechnungsstunde dafür, wenn die betroffene Person Glück hat und die LK mitmacht.

    Dann können wir die anderen Funktionsstellen ja auch abschaffen: kann man ja alles als Dienstpflicht deklarieren.

    die Alternative zum Nichtmitnehmen des Kindes

    … ist meiner Meinung nach noch immer, das Kind anderweitig betreuen zu lassen oder die Notbetreuung der Schule zu nutzen, dafür wird sie ja gestellt.

    Wenn du selbst im PS benennst, dass du schon zu beiden Ergebnissen gekommen bist, sagst du doch das Gleiche aus: es gibt Umstände, die das Mitnehmen des Kindes nicht sinnvoll erscheinen oder sein lassen.

    Wenn ich die Belastung des Kollegiums bedenke, kann ich, die ich ständig die Belastung durch Vertretungsorganisation, Mehrarbeit, fehlenden Förderunterricht bei Unterversorgung der Schule trage, nicht mehr an Fortbildungen am Vormittag teilnehmen und nicht mehr krank sein.
    Das System hält nicht genug Vertretungsreserve bereit, die bei Kollegien mit vielen Eltern jüngerer Kinder angesichts der zu erwartenden Krankheitstage höher sein müsste. Das System bietet aber zumindest Notbetreuung, die man nutzen kann. Alternativ bräuchte es Betreuungsmöglichkeiten für Kinder Beschäftigter (Betriebs-KiTa), gibt es an einzelnen, privaten Schulen und unterstützt damit das gesamte Kollegium.

    Hinzu kommt, dass in den Klassen auch lauter Chili, Zitronen, Limonen, Kirschen, Ananas und Litschi sitzen.

    Hat man ruhige Gruppen, die 30 min selbstständig arbeiten, ist es etwas anderes, als eine Klasse mit vielen verschiedenen Bedürfnissen, in der man unentwegt mit Differenzierung und Hilfestellung zu tun hat und wirklich präsent sein muss.

    Einzelförderung oder auch Arbeit in Kleingruppen ist uns mehr oder minder untersagt, bzw. wird sie sehr ungern gesehen und als Vermeidung größerer Gruppen (weil so anstrengend) interpretiert. Die SuS stehen da definitiv nicht im Mittelpunkt.

    Da stellt sich die Frage, wer wie auf welche Schüler:innen guckt. Die Blickrichtung der Lehrkräfte aus dem Regelunterricht ist eine andere.

    Ich verstehe, dass man bestimmten Schüler:innen einzeln gut helfen kann, das bedeutet aber auch, dass die anderen Schüler:innen in der Zeit in der Klasse durch die Lehrkraft dort individuell gefördert und unterstützt werden müssen - nahezu immer, am also sehr oft mehrgleisig fährt und viele verschiedene Materialien bereithält, zielgleich und zieldifferent entsprechend unterschiedlicher Schwerpunkte und Lernstände.

    Warum müssen Lehrkräfte im Regelunterricht das irgendwie schaffen mit vielen verschieden Kindern in der Klasse, bei FöS-Kolleginnen zählt dann das einzelne Kind?

    Bei uns gibt es auch noch Förderung für Kinder einzelner Klassen, aber wir haben auch Klassen- und jahrgangsübergreifende Gruppen für die Förderung bestimmter Schwerpunkte, sowohl für den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, wie auch für DaZ.

    Es liegt so viel Schnee, wie schon seit langem nicht mehr, was aber für Südländer immer unglaublich klingt.

    Tatsächlich ist das Problem auch, dass die Temperaturen gerade um den Gefrierpunkt liegen und weiterer Schnee oder aber Regen gemeldet sind, der dann sofort gefriert. Sonst hat man 1-2 Tage Schnee (1cm) und danach häufig direkt Tauwetter oder aber eben einsetzenden Regen. Ist der Boden nicht sehr kalt, ist es nach 1-2 Stunden erledigt und der Schnee weggeregnet.

    Dieses Mal ist die Vorhersage schwierig und schwankt laufend. Wann der Regen kommt, ist nicht sicher, es soll am Freitag und Sonntag noch mal kälter werden und die gefährliche Regen-Phase wird in der kommenden Woche erneut eintreten.

    Zudem ist es windig, nicht sehr stark, aber der Schnee verweht - auf den freien Strecken um so mehr, sodass der Busverkehr eingestellt wurde (und die Post-Auslieferung, die Bahn hat für morgen schon Züge gestrichen.)

    In den Niederlanden ist es auch heftiger als sonst, von Amsterdam gehen schon seit Tagen weit weniger Flüge ab.

    Das weiß ich gar nicht so genau - irgendetwas dazwischen?

    Es gibt welche, die weiter unterrichten und nur ein paar Entlastungsstunden bekommen (z.B. Sprache und interkulturelle Bildung, einzelne Fächer) - zudem ja Grundschullehrkräfte, da wird ja nicht entlastet,

    und andere, die als übergeordnete Schulentwicklungsberater:innen fungieren, Schulungen über das Ministerium bekommen und dann die Schulen beraten und verschiedene Bereiche im Blick haben, vernetzen, strukturieren, Anregungen geben etc.

    Das Anfordern läuft über ein System der Bezirksregierung/ des Ministeriums, aber es gibt regionale Teams, die also eher bei der Schulaufsicht mit im Haus sitzen.

    In den letzten Jahren ist der Bereich der Beratung erheblich ausgebaut worden und es wird als "Beratung und Unterstützung" bezeichnet und als Dienstleistung und Hilfe beworben.

    Auf jeden Fall ist es sinnvoller, als die Inspektion als Kontrollfunktion zu haben und die Schulen dann im Regen stehen zu lassen, aber vieles könnte man auch gleich vorab sinnvoller ausarbeiten und den Schulen die Arbeit erleichtern, statt von jeder einzelnen kleinen Schule viel Ausarbeitung und Konkretisierung zu erwarten.

    Was machen Fachberater denn?

    In meinem BL kann man Fachberater:innen zur Beratung anfordern (man munkelt, man kann sie auch geschickt bekommen), sie helfen einem bei konkreten Fragestellungen an der Schule, vernetzen, empfehlen Material und FoBi,

    Außerdem laden sie zu schulübergreifenden Konferenzen ein, in denen es meist um die Implementierung neuer Curricula oder anderer Veröffentlichungen zum Fach geht.

    Hier entscheidet jeder Landkreis und unserer war heute mal früher - für morgen,

    nachdem heute mittags die Kinder nur mit Mühe nach Hause kamen und der Busverkehr nach der 6. Stunde eingestellt wurde.

    Ansonsten gilt, dass die Eltern entscheiden, wenn der Weg zu gefährlich erscheint.

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