Dienstvereinbarungen und Absprachen zum Einsatz von Sonderpädagog*innen in der Inklusion - NRW

  • An meiner inklusiven Sek1 Schule arbeiten mittlerweile insgesamt 7 Sonderpädagog*innen. Wir sind also im Grunde traumhaft besetzt und könnten rein vom zeitlichen Aspekt her, richtig gute inklusive Förderung anbieten. Durch verschiedene äußere Vorgaben der SL sehen wir uns aber sehr ausgebremst und werden in Teilen immer unzufriedener. Einige sind z.B. nur mit 6 Wochenstunden als Doppelbesetzung zur expliziten Förderung eingesetzt, ansonsten machen wir viel Fachunterricht. Einzelförderung oder auch Arbeit in Kleingruppen ist uns mehr oder minder untersagt, bzw. wird sie sehr ungern gesehen und als Vermeidung größerer Gruppen (weil so anstrengend) interpretiert. Die SuS stehen da definitiv nicht im Mittelpunkt.

    Wir sehen jetzt mit einem Wechsel der Schulleitung die Chance, ein eigenes Konzept anzubieten, wie wir uns optimal eingesetzt sehen würden. Jetzt ist es für uns interessant zu erfahren: wie seid ihr in euren inklusiven Systemen eingesetzt? Habt ihr feste, schriftliche Absprachen zu eurem Einsatz? Gibt es vielleicht Dienstvereinbarungen? Was funktioniert bei euch gut, was würdet ihr euch zusätzlich wünschen?

    Ich bin sehr gespannt, wie es bei euch läuft!

    Schöne Grüße,
    dzeneriffa


    Am Ende wird alles gut! Wenn´s noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende =)

  • Unsere Sonderpädagogen teilen sich selbst ein. Sie können am besten beurteilen, wo und wann ihr Einsatz am sinnvollsten ist. Es gibt lediglich eine Zeitvorgabe für das Gesamtteam. Unsere normalen Lehrkräfte mit GL-Anteilen werden allerdings nachrangig mit ihren offenen GL-Anteilen von den Sonderpädagogen eingeteilt.

    So eine feste Dienstvereinbarung ist manchmal nötig, wenn die Situation an der Schule verfahren ist, aber eigentlich ist sie doch Mist, weil sie euch unnötig einschränkt.

  • Einzelförderung oder auch Arbeit in Kleingruppen ist uns mehr oder minder untersagt, bzw. wird sie sehr ungern gesehen und als Vermeidung größerer Gruppen (weil so anstrengend) interpretiert. Die SuS stehen da definitiv nicht im Mittelpunkt.

    Da stellt sich die Frage, wer wie auf welche Schüler:innen guckt. Die Blickrichtung der Lehrkräfte aus dem Regelunterricht ist eine andere.

    Ich verstehe, dass man bestimmten Schüler:innen einzeln gut helfen kann, das bedeutet aber auch, dass die anderen Schüler:innen in der Zeit in der Klasse durch die Lehrkraft dort individuell gefördert und unterstützt werden müssen - nahezu immer, am also sehr oft mehrgleisig fährt und viele verschiedene Materialien bereithält, zielgleich und zieldifferent entsprechend unterschiedlicher Schwerpunkte und Lernstände.

    Warum müssen Lehrkräfte im Regelunterricht das irgendwie schaffen mit vielen verschieden Kindern in der Klasse, bei FöS-Kolleginnen zählt dann das einzelne Kind?

    Bei uns gibt es auch noch Förderung für Kinder einzelner Klassen, aber wir haben auch Klassen- und jahrgangsübergreifende Gruppen für die Förderung bestimmter Schwerpunkte, sowohl für den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf, wie auch für DaZ.

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