Wie Maylin85 oben schon angemerkt hat, ist die aktuell bei LEO ausgeschriebene Zahl kein Indiz für Einstellungschancen in einigen Jahren. Du möchtest, MagicCircle, am 01.10. mit dem Studium beginnen - d. h. du hast noch einige Jahre des Studiums und des Referendariats vor dir.
Im Übrigen bitte ich genau zu lesen: In der von dir verlinkten Broschüre ist zwar die Rede von hervorragenden bis sehr guten Einstellungschancen, aber es wird im nächsten Absatz die Einschränkung gemacht, dass das nicht für alle Fächer gilt. Außerdem kann man zwei Seiten weiter in Bezug auf den Stand 2017/18 erkennen, dass schon zu diesem Zeitpunkt die Kapazität in Spanisch deutlich über dem Bedarf liegt. Wiederum zwei Seiten weiter taucht Spanisch in der Matrix zwar unter "hervorragende" Einstellungschancen auf, aber in Bezug auf die quantitative Bedeutung als "sehr gering", d. h. es wird langfristig nicht viele Stellen geben, um die sich aber laut Prognose des Schulministeriums auch nicht viele Absolventen bewerben werden. Und hier ist der Pferdefuß: Das Ministerium kann nicht prognostizieren, wie viele AbiturientInnen ein Spanisch-Studium aufnehmen und noch aufnehmen werden bis 2039/40 (bis dahin geht ja die Prognose). Irgendwo wird es sicherlich eine Statistik darüber geben; vom Gymnasium weiß ich allerdings, dass in den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren viele AbiturientInnen mit einem Lehramtsstudium angefangen haben, weil es damals hieß, die Chancen seien gut. Resultat: Zahlreiche "SpanierInnen" finden schwer eine feste Stelle, weil so viele damit begonnen haben. (Die anekdotenhafte Erkenntnis meinerseits deckt sich netterweise mit den Seiten 20 und 22 des von dir verlinkten Dokuments).
Zusammenfassung: Ein gewisses Risiko bleibt. Allerdings darf man eines nicht vergessen: Man sollte etwas wählen, das man gern macht, immerhin ist man etliche Jahre/Jahrzehnte in dem Beruf. Und auch für LehramtsabsolventInnen gibt es andere Verwendungsmöglichkeiten in der freien Wirtschaft.