Beiträge von Humblebee

    Wenn du einen Papierstau am Kopierer hast … wartest du, bis der Schulassistent kommt und den Stau beseitigt?

    Für mich ist das unvorstellbar.

    Nein, natürlich versuche ich zunächst, den selbst zu beseitigen. Aber wenn ich das nicht schaffe, rufe ich unseren Schulassistenten auf seinem Handy an und er kommt i. d. R. innerhalb kurzer Zeit und nimmt sich der Sache an. Wir haben aber pro Abteilung mind. zwei Kopierer zur Verfügung (Vorteil einer großen Schule).

    Weil man gewohnt ist, alles selbst zu erledigen, weil es sonst niemand macht.

    Ja nun, bei euch erledigt es niemand. An Schulen mit Schulassistent*in ist es aber meist Teil ihres Jobs, sich u. a. um die Kopierer zu kümmern.

    Was wird stattdessen gemacht: In den nächsten Jahren fallen jetzt täglich an allen Schulen zwei Schulstunden aus, weil die Busse einen gewaltigen Umweg fahren müssen, da es den Kindern nicht zuzumuten ist 300m über eine Brücke zu marschieren.

    Hast du dafür eine Quelle? In dem Bericht wird darüber nichts gesagt (oder ich habe es überhört). Auf der Homepage der Stadt Petershagen ist zu lesen: "Ab Dienstag, 03.03.2026, findet eine Rückkehr zum Regelfahrplan und zu den normalen Unterrichtszeiten statt." (Meldung vom 27.02. auf Aufhebung der Vollsperrung der Weserbrücke L770 – Übergangsregelung für die weiterführenden Schulen Sekundarschule und Gymnasium Petershagen / petershagen.de)

    Gibt es das?

    In NDS gibt es doch schon seit langer Zeit die "Schulassistent*innen": Beschäftigung von Schulassistentinnen und Schulassistenten an öffentlichen Schulen . Die arbeiten zwar hauptsächlich an größeren Schulen (BBS und Gym.), aber laut der Übersicht auf S. 3 dieses Dokuments: 19-08930.pdf gibt es sie auch an kleineren Schulen.

    Unser Schulassistent kümmert sich z. B. um die Kopierer (Papier nachfüllen, kleinere Reparaturen wie Papierstaus entfernen,...), teilweise um die EDV sowie die Verteilung und das Einsammeln der Lehrbücher.

    Bedenke bei allgemeinbildenden Fächern am BK, dass man im Vollzeitbereich überpropotional bildungsferne Klientel und im Ausbildungsbereich extrem wenige Stunden pro Lerngruppe hat. Meine Kollegin mit Deutsch und Einsatz in vielen Ausbildungsgängen hat 19 Lerngruppen. Ich bin mit Englisch fast ausschließlich im Vollzeitbereich und mache mit einer Ausnahme quasi nur noch Hauptschulniveau, wenn überhaupt. So richtig toll ist das alles auch nicht.

    Das kommt aber auch aufs Bundesland, die jeweilige Schule und die Einsatzplanung (und -wünsche) an. An meiner Schule und vielen anderen BBSn hier in NDS gibt es das Doppelstundenprinzip; dadurch unterrichtet keine Lehrkraft in mehr als 12 Lerngruppen (bei einem Vollzeitdeputat von 24,5 Stunden bzw. 23,5 bei überwiegendem Einsatz im BG). Ich habe zudem mehrere KuK, die ausschließlich oder zumindest mit fast allen ihren Stunden in "pflegeleichteren" Klassen/Bildungsgängen eingesetzt sind wie dem BG, Fachschulklassen oder Berufsschulklassen wie den Verwaltungsfachangestellten. Das klappt bei uns aber natürlich nur, weil es genügend KuK gibt, die auch bereit sind, in schwächeren Klassen zu unterrichten (so wie ich ;) ).

    In SH sind die beweglichen Ferientage (deren Anzahl jährlich unterschiedlich ist; dieses Jahr sind es 3 Tage) per Schulkonferenz festzulegen. Wenn eine Schule das nicht macht, verfallen die Tage nicht, sondern es gelten dann automatisch die Tage, die vom Land gesetzt sind.

    Ah, das ist interessant! Danke für die Info! Wahrscheinlich hat die Schule, an der meine Kollegin war, tatsächlich nichts anderes festgelegt und es galten die vom KM vorgegebenen Termine. Ich frage sie morgen mal.

    Falls die Benutzung von Hilfsmitteln das Hin- und Hertragen von Büchern im normalen Unterricht erfordert

    In den meisten Klassenräumen haben wir Schränke. Dort wird aber Büromaterial u. ä. aufbewahrt und keine Wörterbücher etc. Die haben wir - mitsamt weiterer Bücher, Arbeitshefte und Ordnern mit Arbeitsmaterialien - in jedem unserer Gebäude/Gebäudeteile in einem kleinen Extra-Raum oder Nebenraum des jeweiligen Lehrkräftezimmers (in drei Gebäuden/Gebäudeteilen stehen dort auch die Kopierer) deponiert. Daneben stehen ausrangierte Einkaufswagen, mit denen man Büchersätze bequem von A nach B transportieren kann :) .

    Wenn die Schüler diesen einjährigen Bildungsgang abschließen, haben sie im Alter von 17 ihre Schulpflicht erfüllt, sie haben dann ja einen Abschluß, und sind damit erfolgreich, wir lassen ja niemanden ohne Abschluß zurück, raus aus dem System. Wenn sie den Bildungsgang nicht abschließen, sind sie ein weiteres Jahr schulpflichtig eben bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 geworden sind,

    Ok, daran liegt's, dass ich deinen Beitrag nicht nachvollziehen konnte. Ich hatte es so verstanden, dass diese SuS - egal, ob sie nun den Bildungsgang erfolgreich abschließen oder nicht - nach diesem Schuljahr nicht mehr schulpflichtig sind. So ist es nämlich hier in Niedersachsen (das Alter der SuS spielt keine Rolle).

    Wenn wir SuS haben, die nach einigen Monaten nicht mehr zur Schule kommen, das Schuljahr also gar nicht zu Ende bringen, wären die zwar im darauffolgenden Schuljahren auch weiterhin schulpflichtig, aber in diesen Fällen finden wir - gemeinsam mit dem Schulamt - i. d. R. andere Lösungen, weil ja eh nicht zu erwarten ist, dass diese jungen Menschen dann plötzlich doch wieder regelmäßig zur Schule kommen. Die können dann z. B. ein Langzeitpraktikum zur Erfüllung der Schulpflicht machen oder die Jugendwerkstatt des Landkreises besuchen.

    Und jetzt rate mal warum jeder das Berufsorientierungsjahr erfolgreich abschließt... :autsch:

    Auch hier wieder die Frage: Ist das in NRW wirklich so? Und wenn ja: Warum? Das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn die SuS diesen Bildungsgang nicht erfolgreich abschließen, sind sie doch eh nicht mehr schulpflichtig und müssen dann halt selber sehen, wie sie klarkommen.

    Ich rede von den Referaten und Gruppenarbeiten, die jedes Jahr in 5 Fächern erledigt werden sollen und überhaupt keinen Mehrwert haben. "Erstellt einen Film", "Macht einen Podcast", "Bastelt ein Plakat". Am Gymnasium bekommen sie das hin, an anderen Schularten eben nicht. Du kannst einem Hauptschüler in Klasse 7 nicht auftragen, all das ohne Anleitung alleine zu Hause hinzubekommen, was mit leistungsstarken Jugendlichen mit unterstützendem Elternhaus natürlich funktioniert, weil sich die Familien kümmern und die Lehrkräfte sich nen schlanken Fuß machen können.

    Von den Haupt-, Real- und Oberschüler*innen, die zu uns an die BBS kommen, höre ich eigentlich immer, dass sie an ihren vorherigen Schulen solche Gruppenarbeiten, Präsentationen oder Referate im Unterricht erarbeitet und erstellt haben, nicht als Hausaufgabe. Aber vielleicht ist das in anderen Bundesländern und/oder anderen Schulen in anderen Regionen ja anders.

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