Beiträge von Humblebee

    Solltest du damit nahe legen wollen, dass in NDS ein verpflichtendes AZK kommen sollte, halte ich es deswegen für unwahrscheinlich, da bei der letzten versuchten Erhöhung dem KuMi vorgeschrieben wurde, dass eine Erhöhung zurück genommen werden müsse.

    ???

    Ich habe lediglich geschildert, dass es in NDS solch ein verpflichtendes Arbeitszeitkonto schon einmal gab, und damit auf einen Beitrag von @golum reagiert, der von RLP dasselbe berichtete.

    Ja, grundsätzlich ist es so, man bekommt ja die Stunde zurück. Was ist aber, wenn ich z. B. in der Zwischenzeit krank und arbeitsunfähig werde oder sterbe oder kündige? Dann habe ich fünf Jahre lang jede Woche eine Stunde zusätzlich ohne Vergütung gearbeitet. Ist zwar recht unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich...

    In den von dir genannten Fällen wird es wohl so sein, wie es bei uns in NDS - siehe mein Link in Beitrag 88 oben - war: Man (oder im Todesfall: die Hinterbliebenen) erhält eine Ausgleichszahlung.

    Wenn das wirklich so gesucht wird, verstehe ich aber unsere Landesregierung in NRW nicht. Im allgemeinbildenden Bereich gibt es die Fakultas Informatik. Im berufsbildenden Bereich gibt es die Fakulten Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Nachrichtentechnik, …


    Warum faßt man das nicht zusammen, so wie es in Niedersachsen gemacht wird, damit die Lehrer zwischen Sek 2 und Sek 2b wechseln können?

    Das habe ich mich auch schon gefragt, nachdem ein Kollege, der in NRW "Wirtschaftsinformatik" studiert hat, erzählte, dass er versucht hatte, sich dies als Unterrichtsfach "Informatik" in NDS anerkennen zu lassen. Wurde von der RLSB nicht anerkannt (er hätte dafür nachstudieren müssen); er unterrichtet bei uns nun nur Wirtschaft.

    In NDS gibt es einen Runderlass "schriftliche Arbeiten an allgemeinbildenden Schulen" (sorry, ich bekomme es gerade nicht hin, den hier zu verlinken :( ). Darin steht gleich zu Beginn: "Schriftliche Arbeiten sind ein Teilbereich der für die Leistungsbewertung notwendigen Lernkontrollen, zu denen auch mündliche und andere fachspezifische Lernkontrollen als gleichwertige Formen gehören. Grundsätzlich ist zwischen bewerteten und nicht bewerteten schriftlichen Arbeiten zu unterscheiden. Schulformspezifische und fachspezifische Regelungen hierzu sind in den Grundsatzerlassen für die Schulformen und in den Kerncurricula für die einzelnen Fächer enthalten. Bewertete
    schriftliche Arbeiten (Klassenarbeiten, Klausuren) geben Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Erziehungsberechtigten Aufschlüsse über den Stand des Lernprozesses. Nicht bewertete kurze schriftliche
    Arbeiten dienen der Übung, dem Erwerb bestimmter Fertigkeiten oder der Feststellung, ob bestimmte Teillernziele einer Unterrichtseinheit bereits erreicht sind." Das liest sich für mich so, als wenn auf jeden Fall auch Klassenarbeiten o. ä. zur Notenfindung geschrieben werden müssen.

    Zudem findet sich dort bzgl. der Anzahl der schriftlichen Arbeiten die Aussage: "Die Anzahl der bewerteten schriftlichen Arbeiten ist in den Grundsatzerlassen oder Rahmenrichtlinien bzw. Kerncurricula festgelegt."

    An meiner Schule handhaben wir es so, dass die SuS im Zeugnis ein "Kann nicht beurteilt werden" erhalten, wenn keine oder nicht genügend schriftliche Leistungsnachweise vorliegen. Das kann ja der Fall sein, wenn der Unterricht aufgrund der Abwesenheit einer Lehrkraft nur selten stattgefunden hat oder die Schülerin/der Schüler selbst krankheitsbedingt keine Klassenarbeiten mitgeschrieben hat.

    Ich bin auf jeden Fall auch immer wieder froh über die beiden freien Tage nach den Halbjahreszeugnissen, gerade weil die Zeit zwischen den Weihnachtsferien und besagten Zeugnissen immer sehr stressig ist. Und im Februar geht es dann los mit Aufnahmeausschuss-Arbeit fürs neue Schuljahr, Erstellung von Abschlussprüfungen usw.

    Na ja, "bewegliche Ferientage" sind ja noch wieder was anderes. Die gibt es hier in NDS gar nicht.

    Ich habe gerade nochmal nachgeschaut: Winterferien im Februar gibt es eine Woche in Bayern, Berlin, Brandenburg, Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie zwei Wochen in MV und Sachsen. In NDS und HB gibt's - wie gesagt - zwei Tage "Halbjahresferien" und in Hamburg war heute frei (ebenfalls der Tag nach den Halbjahreszeugnissen?; das weiß ich leider nicht).

    Wo gibts denn jetzt Ferien - und vor allem aus welchem Anlass? Wir haben noch drei Wochen ...

    In NDS und HB sind die beiden Tage nach den Halbjahreszeugnissen frei. Die (EDIT: die Zeugnisse, meine ich) gibt es immer Ende Januar, entweder auf einen Mittwoch (dann Do. und Fr. frei) oder auf einen Fr. (dann Mo. und Di. frei; so wie in diesem Jahr).

    Es gibt aber ja diverse Bundesländer, die im Februar "Winterferien" haben.

    Hmmm, also ich habe mal vor etlichen Jahren in der Technikerschule (Fachschule Bautechnik) Englisch unterrichtet. Da entsprach das Niveau in etwa dem meiner Klasse (einjährige BFS mit Eingangsvoraussetzung Hauptschulabschluss) ;) . Das liegt einfach daran, dass viele der SuS in der Fachschule schon sehr lange keinen Englischunterricht mehr hatten und einige von ihnen tatsächlich nur über einen Hauptschulabschluss verfügen.

    Es kommt bzgl. des Niveaus also aufs Fach bzw. den Lernbereich an; im berufsbezogenen Bereich ist das Niveau ganz sicher höher als das im BG. Hinsichtlich der EQR-Stufe hast du natürlich auch recht.

    Stimmt, ich habe jetzt nochmal nachgeschaut (und meinen obigen Beitrag gelöscht). Diese "Fachschule Betriebswirtschaft" gibt es doch auch hier in NDS an berufsbildenden Schulen. Ob dort allerdings - bei Eingangsvoraussetzung Realschulabschluss oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung plus mind. einjähriger Berufstätigkeit im kaufmännischen Bereich (oder mind. siebenjähriger Tätigkeit in einem anderen Berufsbereich) - das Niveau so viel höher ist als in einem LK am BG (wo in NDS der erweiterte Sek. I-Abschluss Eingangsvoraussetzung ist), kann ich nicht sagen.

    Man wollte mir übrigens auch den Leistungskurs Deutsch geben, aber da hatte sich der Personalrat wohl quer gestellt und gemeint, das wäre zu viel für eine Frau, die frisch aus dem Ref käme UND neu an der Schule ist.

    Echt? Das war bisher weder an meiner Schule ein Argument dafür, dass jemand keinen LK übernommen hat bzw. übernehmen sollte, noch habe ich davon an anderen BBSn im BG - und auch nicht an allgemeinbildenden Gymnasien oder IGSn mit Oberstufe - gehört. Will sagen: An meiner Schule haben schon des Öfteren neue Lehrkräfte (auch welche, die "frisch" aus dem Ref. kamen) einen LK übernommen. Dann allerdings in Klasse 12, weil bei uns möglichst dieselbe Lehrkraft in Klasse 12 und 13 die Kurse unterrichten soll.

    Das ist bspw. eine entsprechende Entlastung, weil zwar die Klassenleitung nicht teilbar ist, dann aber in der BS mit viel weniger Arbeit verbunden als in der HBF.

    Na ja, das kommt aber auch auf den Ausbildungsberuf an! Meine Kollegin, die im ersten Ausbildungsjahr der Kaufleute im Einzelhandel Klassenlehrerin ist, hat genauso viel Arbeit mit ihrer Klasse (dieses Schuljahr zu Beginn 33 SuS; mittlerweile - durch Kündigungen in der Probezeit - noch 28) wie ich mit meiner BFS-Klasse ("geschrumpft" von 29 auf 27 SuS).

    Aus dem Grund werden auch häufig Klassenleitungen der BS in allen Ausbildungsjahren als KL eingesetzt.

    An meiner Schule nicht. Mehr als zwei Klassenleitungen hat niemand, auch nicht in Berufsschulklassen.

    Was meinst du denn dann mit verpflichtender Entlastung bei voller Klassenleitung? Ich bekomme da wie gesagt keine Entlastungsstunde für. Für die ebenso anstrengende Stammkursleitung übrigens auch nicht.

    Das frage ich mich auch. Ist das in RLP irgendwo festgelegt, dass es eine solche geben muss? Ich wüsste davon für NDS nichts. An meiner Schule haben teilweise auch KuK, die nur 12 Stunden unterrichten, eine Klassenlehrerschaft (dann aber in Berufsschulklassen).

    Und die "wollte" kein anderer oder hat man gesagt, dass der eben auch eine pflegeleichte Klasse bekommen soll.

    Die Klassenlehrerschaft in dieser Klasse wurde gerade "frei", weil der Kollege, der sie vorher hatte, Fachleiter am Studienseminar wurde. Dieser neue Kollege ist übrigens in den verschiedensten Bildungsgängen unterwegs: von der Berufseinstiegsklasse (SuS ohne Hauptschulabschluss) über die besagte FOS 11, Berufsschulklassen bis zum beruflichen Gymnasium. Das ist bei einer ganzen Reihe unserer KuK so (bei mir übrigens auch).

    Du bist neu, musst dich eh erst einleben, hast tausend neue Klassen und noch nicht viel erstelltes Material.

    Was Material angeht, wird in meiner Abteilung auch den neuen KuK viel zur Verfügung gestellt. Und wir erarbeiten vieles in unseren Teams.

    Der Frust mancher junger Kollegen ist aber gerade groß, weil es nur "saure Gurken-Klassen" für Neulinge gibt und auch für welche, die schon Jahre dabei sind: Sich aber Seilschaften in den begehrten Fächern halten. Ist das überall so?

    Nein, bei uns auch nicht. Beispiel: Der "neueste" Kollege in unserer Abteilung "Wirtschaft und Verwaltung" hat im letzten Sommer eine FOS Kl. 11 als Klassenlehrer bekommen; das sind meist recht pflegeleichte SuS.

    Die Entlastungsstunden in der HBF gibt es dann eben im 2. Jahr, aber nicht nur wegen Praktikumsbetreuung, sondern auch, weil die eine praktische Prüfung mit Themen machen müssen, die wir ebenso betreuen wie die entgültige Abschlussprüfung in allen Lernfeldern.

    Bzgl. Praktikumsbetreuung läuft es bei uns in den einjährigen BFSn (die sind vier Wochen im Praktikum) so, dass wir pro betreuter Schülerin/betreutem Schüler eine Viertelstunde "gutgeschrieben" bekommen; dafür sind dort aber auch die Unterrichtsstunden faktorisiert (sprich: eine Unterrichtsstunde wird nicht mit 1, sondern mit 0,8 (?, glaube ich zumindest) gezählt. Und auch in den einjährigen BFSn haben wir eine schriftliche Prüfung (90 Min., über alle Lernfelder im Theoriebereich) und eine praktische oder mündliche Prüfung. Aber auch hierfür gibt es keine Anrechnungsstunden.

    "Danach" gehe ich dann in die HBF, wo wir erstmal den Raum aufräumen müssen, weil so viele Pommes auf dem Boden liegen.

    Die SuS dürfen an deiner Schule Pommes im Klassenraum essen?!

    Ich ermahne mindestens 5 Leute ständig, nicht dauernd das Handy zu benutzen

    Unsere Lösung in den schwächeren Klassen: Die SuS müssen zu Stundenbeginn ihre Handys abgeben, d. h. in einer "Handygarage" ablegen.

    In NDS heißt die Schulform an den BBSn, die zur Fachhochschulreife führt, übrigens "Fachoberschule". SuS mit gutem Realschulabschluss besuchen zunächst die Klasse 11 der FOS (zwei Tage Schule, drei Tage Betriebspraktkum) und gehen - bei entsprechenden Noten - in die Klasse 12 FOS. Letztere darf auch von SuS besucht werden, die bereits eine Berufsausbildung erfolgreich absolviert haben (ist aber - zumindest an meiner Schule - von diesen jungen Leuten in den letzten ca. 10 Jahren nicht mehr allzu gefragt; ich schätze mal, dass liegt daran, dass sie - wenn sie erst einmal im Berufsleben stehen und in der Ausbildung bereits ein eigenes Einkommen hatten - keine Lust mehr auf ein Jahr Schulbesuch und ein anschließendes Studium an einer FH oder in einem einschlägigen Studiengang an einer Uni haben).

    Nein, das hat nichts mit der einjährigen Berufsfachschule zu tun. Unsere Höhere Berufsfachschule (kurz HBF) ist zweijährig, im ersten Jahr findet Lernfelder- Unterricht statt sowie der sogenannte Fachhochschulreifeunterricht. Im 2. Jahr machen die Lerner an zwei Tagen ganztägig ein Praktikum, die Suche nach demselben, die Betreuung der Lerner in demselben übernehme jetzt auch ich z. B. Dafür gibt es dann im 2. Jahr eine Entlastungsstunde / Woche. Was ein Witz ist bei dem ganzen Gedöns, den ich mit dieser "Klientel" habe. Die sind nämlich meist nur in der HBF, weil sie nicht wussten, was sie nach der BF II oder nach dem Realschulabschluss (entspricht der BF II) machen sollten und / oder keine Lust hatten, sich eine Ausbildung zu suchen oder zu spät dran waren. Betrifft nicht alle, aber viele. Und die sehen die 2 Jahre als (weitere) Möglichkeit, abzuhängen und dafür auch Bafög zu erhalten.

    Bei uns in NDS heißt dieser Bildungsgang aber nunmal "einjährige BFS" ;) . Früher gab es auch bei uns eine "zweijährige Berufsfachschule Wirtschaft (für Hauptschulabsolvent*innen)" - da war ich bis 2009 Klassenlehrerin in der Unterstufe - und eine "einjährige BFS Wirtschaft (für Realschulabsolvent*innen)", auch "Höhere Handelsschule" genannt. Seit dem Schuljahr 2009/10 gibt es in NDS nur noch die "einjährige BFS", z. B. im Bereich "Wirtschaft", mit verschiedenen Schwerpunkten (bspw. Schwerpunkt "Bürodienstleistungen" oder "Industriedienstleistungen" für Realschulabsolvent*innen und "Einzelhandel" für Hauptschulabsolvent*innen) . Zu letzterer gibt es aber noch immer eine "Klasse 2", wo die SuS ihren Realschulabschluss oder den erweiterten Sek. I-Abschluss erreichen können. In der Klasse 2 sind die SuS dann i. d. R. drei Tage im Praktikum und zwei Tage in der Schule.

    Unsere SuS in der BFS sind sehr ähnlich "drauf", wie du es beschreibst: häufig noch orientierungslos, wo ihr späterer Berufsweg hinführen soll, oftmals lernschwach, schlechtes Arbeits- und Sozialverhalten, ...

    Aber nochmal: Für die Lehrkräfte in diesen Bildungsgängen gibt es keine Anrechnungs-/Entlastungsstunden!

Werbung