Beiträge von Humblebee

    Das ist bei uns nicht so. Wir haben ja kein BVJ mehr (diese Klassen heißen bei uns seit einigen Jahren "BES" = "Berufseinstiegsklassen"), aber deren Lehrkräfte "konferieren" genauso häufig - oder selten - wie die aller anderen Bildungsgänge. Teamsitzungen der BES finden - wie in allen anderen Bildungsgangteams auch - einmal pro Halbjahr statt. Wenn in den einzelnen BES-Klassen sonst noch irgendwas abzustimmen ist, erledigen die KuK dies per Mail oder (selten!) in den Pausen.

    ("HBF" sagt mir im Übrigen nichts; wofür steht diese Abkürzung?)

    Ordnungsmaßnahmenkonferenzen finden bei uns nicht nur im BES-Bereich, sondern häufig auch in den Berufsfachschulklassen statt. Die OMK, die wir vor den Herbstferien hatten, betrafen nur in einem Fall einen Schüler aus der BES; in den anderen Fällen waren SuS aus verschiedenen BFS-Klassen, der Fachoberschule Kl. 12 und auch dem Beruflichen Gymnasium Kl. 11 beteiligt.

    Aber du hast absolut recht: Die Fachpraxislehrkräfte - die bei uns in NDS nur A9 erhalten - stehen in der "A 13 für alle"-Diskussion absolut außer vor und es hat sie kaum jemand auf dem Schirm. Und mit der Aussage, dass die GEW im Bereich der beruflichen Schulen schlecht aufgestellt ist, gebe ich dir ebenfalls recht. An meiner Schule sind daher nur wenige KuK Mitglied in der GEW.

    st das bei euch so, dass man eine höhere Pflichtstundenzahl hat, wenn man nicht Oberstufe unterrichtet? Das habe ich noch nie gehört, aber interessant!

    Ist bei uns an den nds. BBS auch so: Lehrkräfte, die hauptsächlich im BG unterrichten, haben eine Pflichtstunde weniger (23,5 - wie die Lehrkräfte am Gym - statt 24,5 Unterrichtsstunden). Das betrifft an meiner Schule aber gerade mal eine Handvoll KuK.

    Dafür hatte ich sowas noch nie. So gleicht sich wohl alles aus...

    Du hattest noch nie eine Ordnungsmaßnahmenkonferenz?! Liegt das daran, dass du nur in Berufsschulklassen unterrichtest? Ich hatte bisher tatsächlich auch fast nur OMK für SuS aus Vollzeitklassen. Nur bei einer OMK vor etlichen Jahren war auch ein Schüler aus einer Berufsschulklasse beteiligt (Schlägerei).

    Das finde ich jetzt nicht so viel. Wir haben jeden Montag mehrere solcher Konferenzen.

    Jede Woche Ordnungsmaßnahmenkonferenzen?!? Das finde ich schon viel. Aber wenn das an deiner Schule "normal" ist, tja... Für meine Schule ist es defintiv ein Rekord. Wir kamen bisher auf nicht mehr als sechs bis acht OMK pro Halbjahr; da finde ich fünf in einem Vierteljahr schon sehr viel. Unsere SuS sind im Allgemeinen aber auch eher pflegeleicht (liegt vielleicht am ländlichen Einzugsgebiet) und spätestens nach der Verhängung von Erziehungsmaßnahmen/-mitteln ist bei den meisten "Ruhe im Karton". Dieses Schuljahr ist aber das Arbeits- und insbesondere das Sozialverhalten von so manchem echt unterirdisch; da helfen Erziehungsmittel allein nicht mehr.

    Ich habe eher gerade das Gefühl mit einer Generation, die sehr ich-bezogen ist (nicht i. S. v. "Ich bin großartig", sondern eher "Nach mir die Sintflut"), zu tun zu haben. Auch einige KuK, mit denen ich darüber gesprochen habe, meinen, das sei Corona und dem langen Distanzunterricht geschuldet, weil die Jugendlichen einfach weniger soziale Kontakte hatten. Wir haben den Eindruck, viele unserer SuS interessieren sich nicht mehr besonders für ihre Mitmenschen, zeigen wenig Empathie, Respekt, Verantwortungsbewusstsein, ...

    Das hat wohl mit dazu geführt, dass wir schon zwischen Sommer- und Herbstferien fünf Ordnungmaßnahmenkonferenzen hatten. Neuer, trauriger Rekord :( .

    Bei uns an den BBS findet der Eltern- und Betriebssprechtag dieses Jahr wieder in Präsenz statt (an einem Nachmittag von 16 bis 20 Uhr). Die Termine können nur über die Schulhomepage online gebucht werden (im 15-Minuten-Takt). Erfahrungsgemäß ist aber bei uns nicht so viel los, dass man nicht zwischendurch mal eine Pause machen kann (wie viele Termine man als Lehrkraft hat, hängt u. a. davon ab, ob man Klassenlehrer*in ist, ob man viel in Berufsschulklassen eingesetzt ist (die Ausbilder*innen sind häufig interessierter an dem Sprechtag als so manche Eltern...), wieviele Stunden man in einer Klasse unterrichtet und welches Fach/Lernfeld/... es ist und natürlich, in welchen Bildungsgängen man hauptsächlich eingesetzt ist - Eltern von BG-SuS kommen eher zum Sprechtag als die von SuS in der BFS oder BES).

    Ich frage auch immer zuerst, welches Anliegen die Erziehungsberechtigten oder Ausbilder*innen genau haben. Die meisten wollen "nur" die derzeitigen Notenstände wissen, andere möchten wissen, wie ihre Tochter/ihr Sohn bzw. ihr/e Auszubildende/r in der Klasse und in der Schule allgemein zurechtkommt.

    Ich habe jahrelang einen Besenstiel als Fernbedienung verwendet, klappt hervorragend. :aufgepasst:

    Keinen Besenstiel, aber Zeigestöcke habe ich auch benutzt, als wir noch Beamer an den Decken hatten und mal wieder die Fernbedienung unauffindbar oder aber die Batterie leer war ;) . Mittlerweile sind die Beamer an den verschiebbaren Smart- oder Whiteboards befestigt und lassen sich dadurch auch ohne Fernbedienung ein- und ausschalten.

    Welche Antwort gebt ihr auf obige Frage, wenn ihr mal ausnahmsweise nicht direkt sagen wollt "Ich bin Lehrer"?

    "Ich bin Lehrer" sage ich eh nicht, denn ich bin Lehrerin ;) . Ich könnte natürlich sagen "Ich bin Studienrätin an einer berufsbildenden Schule" oder "Ich bin Diplom-Handelslehrerin"; das klingt auf jeden Fall eine Spur arroganter :D. Aber das habe ich noch nie gesagt, denn normalerweise kommt auf meine Antwort "Ich bin Lehrerin" (und die gebe ich immer auf die Frage nach meinem Beruf!) dann sowieso als nächstes die Frage nach der Schulform, in der ich unterrichte.

    "Gehobene Augenbrauen" habe ich im Übrigen noch nie erlebt, wenn ich sage, dass ich Lehrerin bin. Eher ernte ich Respekt und die Aussage: "Das möchte ich heutzutage nicht mehr machen..."

    Das ist bei uns überhaupt nicht der Fall. Man ist bei allen außerunterrichtlichen Veranstaltungen voll dabei und das wurde auch noch nie in Frage gestellt...

    Sowas finde ich aber auch unfair! Habt ihr denn gar kein Teilzeitkonzept? Bei uns sind z. B. die KuK, die nur 16 (? - glaube ich zumindest) Stunden oder weniger unterrichten, nur in einem Team (wobei sie sich aussuchen dürfen, ob es ihr Bildungsgang- oder das Fachteam sein soll, wo sie Teammitglied sind) und müssen am Eltern- und Betriebssprechtag nur zwei statt der vollen vier Stunden anwesend sein.

    An eurer Schule ist eine Vier-Tage-Woche aufgrund fehlender Abendangebote nicht möglich bei Vollzeit, oder? Ich glaube das hattest du mal erwähnt.

    Doch, es gibt immer mal wiedr KuK, die Vollzeit unterrichten (das sind bei uns 24,5 Stunden) und trotzdem einen unterrichtsfreien Tag haben. Wir haben zwar keinen Abendunterricht, aber viele Klassen - gerade im Berufsschulbereich - haben bis zur 8. oder sogar bis zur 10. Stunde Unterricht. Z. B. hat ein Kollege aus meiner Abteilung jetzt im ersten Halbjahr mittwochs frei und an allen anderen Tagen bis zur 6. Stunde Unterricht und jede zweite Woche dienstags bis zur 8.; insgesamt kommt er also auf 25 Stunden.

    Ich selbst hatte auch ab und zu, als ich noch auf Vollzeit war, einen unterrichtsfreien Tag.

    Das kommt allerdings tatsächlich nicht allzu oft vor. Viele KuK sagen aber auch, dass sie gar keinen freien Tag und stattdessen lieber ein- oder zweimal die Woche einen "kurzen" Tag haben möchten.

    Ich arbeite gerne TZ um mehr Zeit für die Familie zu haben und achte dann aber auch darauf weniger zu arbeiten. Das muss man halt aber auch können/ durchhalten.

    Und ich habe um (derzeit) vier Stunden reduziert um mehr Zeit für mich selbst zu haben. Durch die Reduzierung hatte ich seitdem jedes Schuljahr einen unterrichtsfreien Tag. Den nutze ich für "Privatangelegenheiten" (Termine bei meiner Friseurin, bei Ärzt*innen, "Shopping", manchmal Treffen mit Freund*innen, die ebenfalls frei haben u. ä.). Außerdem arbeite ich an dem Tag auch, denn ich bereite ich z. B. Unterricht vor oder erledige Korrekturen, was ich sonst an anderen (Schul)Tagen nachmittags oder sogar am Wochenende machen müsste.

    Dadurch arbeite ich aber nicht mehr als sonst, sondern weniger, denn ich habe durch die zwei Doppelstunden, die ich weniger unterrichte ja auch weniger Unterricht vor- und nachzubereiten. Für meine Work-Life-Balance finde ich das auf jeden Fall positiv.

    An meiner Schule gab es "vor Corona" gar keine Mülleimer in den Klassenzimmern, sondern in den Fluren "Mülltrennungssysteme". Dabei handelt es sich um Mülleimer mit vier einzelnen Öffnungen und dementsprechend vier Mülltüten (Trennung nach Restmüll, Papier, "gelber Sack" und Altglas; Biomülltonnen bekommt unsere Schule - warum auch immer - nur für den in der Schulküche des Bereichs "Hauswirtschaft"anfallenden Biomüll, wodurch dann der Biomüll in der restlichen Schule mit in den Restmüll wandert :( ).

    Dann kam Corona und neben den vorhandenen Waschbecken wurden Seifen- und Papierhandtuch-Spender angebracht (vorher gab es nur Frotteehandtücher, die alle paar Tage ausgetauscht wurden). Dadurch mussten natürlich auch Mülleimer in den Klassenräumen aufgestellt werden. Dort wandert mittlerweile aber sämtlicher Müll unsortiert/nicht getrennt hinein.

    Ich weiß - ehrlich gesagt - nicht, welches dieser beiden Systeme ich besser finde. Früher musste man die SuS häufig zum Ende der Unterrichtsstunden auffordern ihren Müll mitzunehmen und halt außerhalb des Klassenraums zu entsorgen (wobei ich schätze, dass viele sich auch da nicht an die Mülltrennung gehalten und einfach das meiste in den Restmüll geworfen haben). Jetzt gehen die SuS doch eher in der Stunde oder zum Stundenende mal eben nach vorne zum Mülleimer, aber es wird halt gar nichts mehr getrennt.

    Ein gutes - i. S. v. funktionierendes - System zur Mülltrennung kann ich dir also nicht vorschlagen.

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