Beiträge von Humblebee

    Du hast reduziert, du solltest konsistent darunter sein :(

    Stimmt, um das nochmal zu präzisieren: Ich habe seit einigen Jahren um vier Unterrichtsstunden reduziert und arbeite derzeit nie mehr als 35 Stunden pro Woche. Auch vor meiner Reduzierung kam ich aber sehr gut mit meiner 40-Stundenwoche hin. Ich habe das nämlich über die Jahre immer mal wieder protokolliert, wie ich hier schon mehrfach schrieb.

    Ich weiß, dass das in Lehrerkreisen wenig verbreitet ist: Aber für eine 40-Stundenwoche (mit freiem Wochenende) muss man tatsächlich an 5 Tagen jeweils 8 Stunden arbeiten. Und bevor ich mich am Sonntag hinsetze, bereite ich meinen Unterricht doch lieber am Freitag vor.

    Das ist aber doch auch mal wieder Geschmackssache. Ich persönlich mache oftmals den Freitag Nachmittag frei (und auch einige Nachmittage nach Unterrichtsschluss) und setze mich dann am Samstag oder auch am Sonntag nochmal ein oder zwei Stunden an den Schreibtisch zum Vor- oder Nachbereiten von Unterricht. Mir ist der Sonntag halt nicht so "heilig" wie vielen anderen. Einen Tag am Wochenende halte ich mir aber definitiv komplett "arbeitsfrei" und ich komme so gut wie nie über meine 40 -Stundenwoche (eher bleibe ich darunter)! Zudem hatte ich in den letzten Schuljahren das Glück einen unterrichtsfreien Tag zu haben, an dem ich dann vor- und nachbereiten konnte.

    Da merkt man, dass der privilegierte Beamte spricht: Supermarktmitarbeiter werden völlig fertig gemacht, wenn sie "zu oft krank" sind. Da ist man ganz schnell weg, das ist nicht wie bei Lehrern wo man sich ein halbes Jahr zu vollen Bezügen mal eben krank schreiben lässt.

    Interessant. Wieviele Supermarktmitarbeiter*innen kennst du denn so? ich habe in meinem persönlichen Umfeld eine ganze Reihe von Personen, die im Einzelhandel arbeiten und teilweise schon über längere Zeiträume erkrankt waren. Entlassen oder in irgendeiner Art "fertig gemacht" wurde deshalb aber niemand. Na ja, mal wieder anekdotische Evidenz...

    Ich würde gerne meine dafür zuständigen KuK zu deinen Fragen befragen, aber leider sind die alle für mich derzeit nicht "greifbar" (ein Kollege ist momentan krankgeschrieben, eine weitere Kollegin in Elternzeit und der dritte Kollege, der sich jahrelang damit befasst hat, zum Schuljahresende in Pension gegangen). Tut mir leid!

    Auf dieser Website hast du sicherlich schon geschaut, oder? : https://erasmusplus.schule/service/ansprechpersonen

    Berufsbegleitend ist es, wenn ich als Quereinsteigerin angestellet werde, mehr Stunden an der Schule arbeite und einen unbefristeten Vertrag habe.

    Na ja, dann ist es aber ja nicht "berufsbegleitend", sondern die Lehrtätigkeit ist dein Beruf! ;)

    Ich würde dir auch raten, den Weg über den Vorbereitungsdienst/das Referendariat zu nehmen, auch wenn du bereits eine im Ausland eine Ausbildung als Lehrerin gemacht hast. Du bekommst im Vorbereitungsdienst zwar weniger Geld, wirst aber noch einmal im deutschen Schulsystem ausgebildet und wirst nicht direkt "ins kalte Wasser" geworfen.

    Der Irrglaube man könnte Erwachsene noch erziehen ist unsinn, das geht bei euch ja auch nicht mehr.

    Das sehe ich anders. Erziehen können wir die jungen Menschen vielleicht nicht mehr (die meisten meiner SuS sind übrigens derzeit noch minderjährig, weil ich mit dem Großteil meiner Stunden in BFS- und BES-Klassen, im ersten Ausbildungsjahr und in der Klasse 11 des BG eingesetzt bin), sie sehr wohl aber in Kompetenzen, die den sozialen Umgang miteinander betreffen, fördern. Wir arbeiten schließlich in der Berufsbildung! Und dazu gehört für mich - das schrieb ich ja bereits -, dass wir u. a. die Team- und Kooperationsfähigkeit in Gruppenarbeiten schulen, wo die SuS mit jedem/jeder(!) anderen zusammenarbeiten müssen.

    Dass jemand das Arbeiten mit anderen aus religiösen Gründen verweigert hat, ist in meinem Unterricht auch noch nicht passiert. Wohl aber hatte ich schon SuS, die generell nicht mit anderen zusammenarbeiten wollten. Mit denen habe natürlich ich als Klassen- oder Fachlehrerin zuerst gesprochen, falls das aber nichts gebracht hat, habe ich die Schulsozialarbeit eingeschaltet. Im Endeffekt haben dann bisher doch alle SuS sich nicht weiter gegen das Arbeiten im Team gesperrt.

    Auch wenn es nicht böse gemeint ist, finde ich deine Anmerkung etwas komisch. Meine Eltern leben schon lange beide nicht mehr. Trotzdem weiß ich doch genau, womit ich sie nerven konnte und genervt habe. Keine Ahnung, was du meinst mit unangebracht. Tut mir leid. :weissnicht::ka:

    Entschuldige, ich hatte mich verlesen und hatte "kannst" statt "konntest" gelesen und habe meinen Post gelöscht.

    Trotzdem weiß ich doch genau, womit ich sie nerven konnte und genervt habe.

    Nein, ich persönlich kann mich tatsächlich nicht mehr erinnern, womit/mit welcher Musik ich meine Eltern bzw. meinen Vater früher nerven konnte. Hab' dahingehend wohl ein schlechtes Gedächtnis. Na ja, und meine Mutter ist verstorben ist, als ich erst 9 war; in dem Alter habe ich noch nicht großartig Musik gehört

    Auch Aufregung, wenn jemand nicht mit einer anderen Person zusammenarbeiten will.

    aber auch mit jemandem nicht zusammenarbeiten zu wollen ist in meinen Augen legitim, wenn es – wie der Schüler es tut – nicht gegen die potenziellen Partner geht sondern aus eigener Einschränkung erfolgt.

    Unsere SuS sollen - so steht es in unseren KC - in der Schule Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kooperationsfähigkeit u. a. erwerben. Stichwort "Sozialkompetenz". Und dazu gehört für mich einfach auch, dass jede Schülerin und jeder Schüler bereit ist, mit anderen im Team in Partner- und Gruppenarbeitsphasen zusammenarbeiten. Das müssen sie schließlich später im Berufsleben auch.

    Wie handhabt ihr s3g4 und RosaLaune es denn, wenn ein/e Schüler/in diese Zusammenarbeit in eurem Unterricht verweigert? Sagt ihr dann einfach: "Ok, dann musst du mit den Konsequenzen leben und bekommst eine schlechte Note."? Das kann's ja irgendwie auch nicht sein, dass man als Lehrkraft solch ein Verhalten dann einfach toleriert und gut ist es!

    Darüber hinaus bin ich ein bisschen erschrocken über die hier zu Tage tretende Fremdenfeindlichkeit und Homophobie...

    Die sehe ich in diesem Thread nicht.

    Ich kenne aus NRW nur koedukativen Sportunterricht.

    Ich aus NDS ebenfalls.

    Nehmen wir einfach Sport mal raus und die Weigerung, an einem Tisch mit den Mädchen zu einer Aufgabe zu arbeiten.Ich frage mich nur, wie ein möglciher Umgang sein soll, wenn das so weitergeht.

    Ich finde das auch sehr schwierig und haben einen solchen Fall noch nicht erlebt. Habt ihr eine Schulsozialarbeit, die ihr ansprechen könntet? Die wären für mich an meiner Schule die ersten, die ich einbeziehen würde.

    Verweigert euer Schulträger denn auch anderen Schulen in eurer Stadt/eurem Landkreis die Anschaffung von gewünschtem Mobiliar mit der gleichen Begründung? Das kann ja wohl echt nicht sein! Da sollte sich eure Schulleitung dringend nochmal mit dem Schulträger in Verbindung setzen und das klären.

    Von der Tendenz sicherlich, aber wenn man wie im coronabedingten Wechselunterricht nur fünf SuS hat, ist es auch zäh. So zehn finde ich eine angenehme Größe. Danach merkt man jeden Schüler mehr.

    Entschuldige bitte, dass ich darüber doch ein wenig schmunzeln muss. Ich persönlich habe noch nie in einer Klasse mit 5 oder 10 Schüler*innen unterrichtet (obwohl es ein paar wenige davon bei uns im Berufsschulbereich gibt und wir hatten auch schon mal eine Klasse mit nur 12 SuS in der Berufseinstiegsklasse). Im Wechselunterricht durften wir nur Klassen mit mehr als 16 SuS teilen und auch damals waren die Klassen bei uns so groß, dass es pro Gruppe mind 12 SuS waren.

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