Beiträge von Humblebee

    Hm, nein, bei uns oder zumindest bei mir ist das überhaupt kein Thema. Dienstliche Kommunikation läuft bei uns hauptsächlich über E-Mail, persönliche Gespräche (telefonisch oder in der Schule) und - aber recht selten - über "Signal". "WhatsApp" für schulische Kommunikation zu nutzen, wurde uns schon vor Jahren von der Schulleitung untersagt. Bei "Signal" bin ich in keiner Chatgruppe, sondern ich schreibe über diesen Messenger allenfalls - wie gesagt: eher selten - mit einzelnen KuK.

    Bei "WhatsApp" bin ich tatsächlich nur in einer einzigen Chatgruppe mit Kolleg*innen: nämlich denjenigen, mit denen ich regelmäßig in Fahrgemeinschaft zur Schule und zurück fahre. Das fällt also unter die Kategorie "private Chatgruppe".

    Mit solchem "zur Schau gestellten Perfektionismus" bin ich zum Glück in meiner Schullaufbahn auch noch nicht konfrontiert worden. Kann aber gut nachvollziehen, dass dir das auf die Nerven geht!

    Würdest du so verfahren, wenn du weißt, dass der Vater des Mädchens Verwaltungsrichter ist? Mitnichten. Die blutige Nase und Blamage will sich keiner einhandeln.

    Und das ist hier der Fall? Also, dass der Vater der betreffenden Schülerin Verwaltungsrichter ist?

    Wie viele SuS hast du in deiner Schullaufbahn unterrichtet, deren Eltern (Verwaltungs-)Richter*innen waren? Ich bis jetzt genau null. Und selbst wenn, würde ich mich davon definitiv nicht einschüchtern lassen.

    Ich kann da nur anekdotisch berichten: Eine der besten Freundinnen einer Nichte meines Mannes stottert ziemlich stark. Sie durfte als Nachteilsausgleich damals in der Schule (die sie vor sechs Jahren mit dem Realschulabschluss verließ) mündliche Leistungen teilweise durch schriftliche Ausarbeitungen ersetzen. Statt bspw. ein Referat oder einen PowerPoint-gestützten Vortrag zu halten, musste sie in verschiedenen Fächern eine ausführlichere Ausarbeitung abgeben und ihr wurde der mündliche Vortrag "erlassen". Wie es in den mündlichen Realschulabschlussprüfungen bei ihr gehandhabt wurde, weiß ich leider nicht.

    Hinzu kommt, dass das Thema gut 27 Stunden alt ist und heute Werktag war. Vielleicht wartest du (Markus) noch ein bisschen ab, bevor du schlussfolgerst, dass deine App niemand anschauen will.

    Zudem befinden sich viele Lehrkräfte gerade im "Schuljahresendspurt" mit Abi-Prüfungen, Abschlussprüfungen, letzten Klausuren und Klassenarbeiten etc. pp. Ich schätze, da fehlt so mancher die Zeit, sich mit einer neuen App auseinanderzusetzen.

    ... und die App gibt es nur für Apple, was den Benutzerkreis auch einschränkt.

    Danke für den Hinweis! Dann hat sich das für mich persönlich eh erledigt; ich habe keine Apple-Geräte.

    Ich bin gespannt, ob es drauf noch eine Antwort gibt, vielleicht auch von anderen. Erlernen Polizistinnen und Polizisten oder Verwaltungsfachangestellte ihren Beruf auch nur wegen des Beamtenstatus?

    Verwaltungsfachangestellte werden nicht automatisch verbeamtet ;) . Das hängt von den bundeslandspezifischen Regelungen für die Verbeamtung und von der Laufbahn ab.

    An meiner Schule gehen die Azubis zum/zur Verwaltungsfachangestellten zur Berufsschule, die bei der Stadt oder der Gemeinde oder beim Landkreis arbeiten. Die werden - wenn sie dort nach ihrer Ausbildung übernommen werden - nicht verbeamtet. Es ist aber in NDS bspw. auch möglich, eine Ausbildung zur/zum Verwaltungswirt*in zu machen, bei der es sich um eine beamtenrechtliche Ausbildung handelt.

    Ich kenne übrigens mehrere Personen, die im Fall einer Nicht-Verbeamtung nicht mehr weiter in der Schule hätten arbeiten wollen (laut eigener Aussage) bzw. ihren Lehrkräftejob tatsächlich an den Nagel gehängt haben. Im Bereich des Lehramts BBS ist es aber m. E. einfacher als für andere "Lehrämtler*innen", einen gut bezahlten Job außerhalb der Schule zu finden. Zwei Fälle aus meinem Bekanntenkreis (ehemalige Mitstudis von mir, die nach dem Ref. aus gesundheitlichen Gründen nicht verbeamtet wurden): Die eine Bekannte ist gelernte Bankkauffrau und arbeitet mittlerweile als "hohes Tier" in einer Bank in Hamburg; der andere Bekannter ist in den Managementbereich gegangen. Beide verdienen offensichtlich gut, d. h. sogar mehr als sie mit A13/A14 im Schuldienst verdienen würden und erst recht mehr, als sie als angestellte Lehrkräfte verdienen würden.

    Andere Bekannte von mir sind aber trotz Nicht-Verbeamtung als Lehrkraft tätig geblieben.

    Alleine die Tatsache gar keinen Fahrtweg zu haben und in Trainingsklamotten daheim und unweit der Kaffeemaschine zu arbeiten… ein Traum.

    Fahrtweg: ok (wobei mich persönlich der nicht wirklich stört), aber in Jogginghose und Kaffeemaschinen-Nähe zuhause zu arbeiten, ist für mich nicht unbedingt "traumhaft". Ich mag einfach die Abgrenzung zwischen "Beruf" und "Freizeit" und bevorzuge daher zum Ausüben einer Berufstätigkeit die Anwesenheit an einem Arbeitsplatz weg von zuhause. Als Lehrkraft fiel mir diese Abgrenzung zu Beginn meiner Schultätigkeit sehr schwer.

    Ich weiß nicht wie das bei dir ist, ich kann gediegen auf der Dachterasse arbeiten. Das war während der Schulschließungen (Corona) ein angenehmes Arbeitsumfeld :musik:

    Ich könnte auch auf der Terrasse arbeiten; mache ich allerdings so gut wie nie, ich bevorzuge mein Arbeitszimmer - auch das hat für mich viel mit Abgrenzung zwischen "Beruf" und "privat" zu tun. Und mir hat während der Corona-bedingten Schulschließungen der Vor-Ort-Kontakt zu meinen KuK und SuS tatsächlich sehr gefehlt. Zuhause hocken und nur per "Fernmedium" Kontakt zu anderen Menschen zu haben - sei es Telefon, Videokonferenz or whatever - ist halt echt nicht meins.

    So ist halt auch dahingehend jeder Jeck anders!

    Verpflichtende Präsenz hat immerhin den Vorteil, dass die zugehörige Arbeitszeit auch korrekt erfasst wird...insbesondere auch mit Blick auf ein verbindliches Ende der täglichen Arbeitszeit. Arbeitszeitmodelle ohne Präsenz beinhalten immer auch die vergleichsweise hohe Gefahr der Erwartung unbezahlter Überstunden, die aber unter den Tisch gekehrt werden können. Genau diese Diskussion führen wir doch hier mit Blick auf den ungebundenen Arbeitszeitanteil von Lehrkräften auch regelmäßig.

    Ich muss ganz ehrlich sagen: Würde ich in einem Büro als Angestellte arbeiten, würde ich gar kein HO machen wollen. Mir ist/wäre Präsenzarbeit dort deutlich lieber. Als Lehrerin finde ich es zwar gut, dass ich einen Teil meiner Arbeit zuhause erledigen und mir dort meine Arbeitszeit frei einteilen kann, aber wäre ich in einem anderen Bereich tätig, würde ich lieber "vor Ort" arbeiten; das hat bei mir auch damit zu tun, dass ich einfach nicht so gern allein "vor mich hin arbeite" und lieber am Arbeitsplatz mit Kolleg*innen und Kund*innen Kontakt habe.

    Richtig. In meinem Bekanntenkreis ist aber außer Lehrern auch niemand, der nicht in irgendeiner Form mit IT zu tun hat. Selbst meine Schwester in der Spedition ist zwei Tage zu Hause.

    Eine Freundin von mir und ihr Lebensgefährte, die beide im Bereich Spedition/Logistik arbeiten (sie ist in einem Unternehmen beschäftigt, das sich mit Transporten "auf dem Landweg" beschäftigt, er im Bereich Seeschifffahrtslogistik/See-Containertransporte), arbeiten beide nicht im HO. ^^

    Das Beispiel war, dass man mit 25 Jahren noch als Azubi schulpflichtige sein kann. Ich habe darauf entgegnet, dass man da natürlich auch einfach kündigen kann, was ein normaler Schüler nicht kann. Darauf war Humblebee verwirrt und hat geschrieben, dass er trotzdem noch seine 12 Jahre Schulpflicht nachkommen muss. Aber diese wird er mit 24 erledigt haben.

    Azubi u18 sind auch nicht volljährig. Letztlich habe ich ja verstanden, dass die Situation entstehen kann, dass jemand volljährig wird und trotzdem seine 12 Jahre Schulpflicht noch nicht erfüllt hat. Da gibt es dann im Einzelfall noch eine "echte" Schulpflicht. Aber viele Volljährigen werden die 12 Jahre Schulpflicht erfüllt haben und können somit einfach kündigen und nichts machen. Genauso werden volljährige auf einer Abschlussfahrt im Abi ihre zwölfjährige Schulpflicht in der Regel erfüllt haben

    Darauf hatte ich mich ja gar nicht bezogen - ich habe ja überhaupt kein Alter erwähnt - (bitte beachte, welchen deiner Beiträge ich zitiert habe!), sondern auf deine Aussage, dass Azubis, ihre Ausbildung "einfach abbrechen" könnten. Meine Info an dich war, dass sie dann noch schulpflichtig sind und zur Erfüllung ihrer Schulpflicht eine Vollzeitschulform an einer BBS besuchen müssen. Siehe dazu u. a. obiger Link: Wenn junge Menschen 9 Jahre eine allgemeinbildende Schule und noch ein Jahr eine BBS im Vollzeitunterricht besucht haben, endet ihre Schulpflicht vorzeitig.

    Sprich: Wer nach Verlassen der Haupt-, Real-, Oberschule, ... - also nach 9 oder 10 Schuljahren - eine Ausbildung beginnt und diese wieder abbricht, muss halt noch weiter zur Schule gehen, um die Schulpflicht zu erfüllen; i. d. R. erfolgt dieser Schulbesuch an einer BBS in einem Vollzeitbildungsgang. Das gilt auch für diejenigen, die nach 9 oder 10 Schuljahren nicht in ein Ausbildungsverhältnis wechseln.

    Dass viele 18jährige/Volljährige ihre 12 Jahre Schulpflicht bereits erfüllt haben, ist im Übrigen richtig. Allerdings gibt es halt auch so manche, die diese mit ü18 noch nicht erfüllt haben; das begegnet uns an den BBS immer wieder.

    In meinem direkten Umfeld kenne ich NIEMANDEN, der nicht mindestens einen Tag (die meisten mehrere bis quasi ausschließlich) im Home Office arbeitet. Ich bin da weit und breit der einzige, der täglich auf der Arbeit präsent sein muss, offensichtlich.

    Tja, so unterschiedlich ist das... Aber wir hatten dieses Thema hier ja schon häufiger und ich habe festgestellt, dass mein persönliches Umfeld sich von dem so mancher User*innen stark unterscheidet. Ich kenne z. B. im Gegensatz zu dir state_of_Trance niemanden, der im IT-Bereich arbeitet (und diese Personen sind es doch u. a., die in deinem Bekanntenkreis mehrere Tage pro Woche - wenn nicht ausschließlich - im HO arbeiten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, oder?).

    Das sind dann die Arbeitgeber, die sich wundern, warum sie keine Mitarbeiter finden. Es wird dann meist irgendwas von Fachkräftemangel erzählt.

    Nein. Alle diese Unternehmen haben genügend Mitarbeiter*innen. Von "Fachkräftemangel" ist da bei keinem Betrieb die Rede.

    In Niedersachsen wartet man nie länger als ein paar Monate. Niemals 1,5 Jahre. Ich würde nachhaken. Das klingt für mich nach einer Panne.

    Wie kommst du auf 1,5 Jahre? Seit Nov. 2024 sind doch erst sechs Monate vergangen ;) . Ich habe allerdings auch nie länger als max. acht Wochen auf eine Rückerstattung von Fahrkosten warten müssen.

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