Beiträge von Humblebee

    Doch.

    Sehe ich absolut nicht so, denn ich kenne genug Gegenbeispiele, die ich hier jetzt aber nicht im Einzelnen erläutern möchte, da das den Rahmen sprengen würde. Nur soviel: So manche/r, der/die des Öfteren "das Maul aufgemacht" und irgendwas gefordert hat, ist seinen/ihren Job auf irgendeine Weise losgeworden...

    Es bringt aber wohl wenig, das jetzt hier auszudiskutieren, weil scheinbar jede/r von uns dahingehend andere Erfahrungen gemacht hat.

    Und es ist ja schön für dich, dass du in deiner Schule aus deiner Position heraus so viel über deine Arbeitsbedingungen verhandeln kannst. Damit dürftest du aber zu den absoluten Ausnahmen im Schulbereich zählen. In meinem Kollegium - und so kenne ich es von den meisten Schulen - kann man zwar einige Wünsche z. B. hinsichtlich des Stundenplans oder des Unterrichtseinsatzes äußern, muss aber immer damit rechnen, dass diese aus organisatorischen Gründen nicht umgesetzt werden können.

    Das ist jetzt aber auf dich persönlich bezogen, oder? Also nicht der Regelfall (denn das Lehramt BBS hat in NDS eine Regelstudienzeit von 10 Semestern, womit die meisten auch gut hinkommen, und das Ref dauert hier auch nur 18 Monate). Insbesondere, weil es ja schon lange keine Wehrpflicht mehr gibt ;) .

    Das habe ich ja noch nie gehört. In der Wirtschaft hat man immer die Möglichkeit zu verhandeln.

    :rotfl:

    Nein!

    Man kann jederzeit sagen "ich weiß, wie wertvoll ich für euch bin, also gebt mir mehr, oder ich gehe woanders hin".

    Ich glaube, das ist u. a. regional seeehr unterschiedlich, stark davon abhängig, wie flexibel man ist, was Umzug usw. angeht, und natürlich auch vom Alter abhängig. Hier in der Gegend (bitte nicht vom dichtbesiedelten NRW, in dem es viele Jobmöglichkeiten gibt auf alle anderen Regionen in Deutschland schließen!) hat man vielfach nicht die Möglichkeit, mal eben "woanders hinzugehen".

    Bspw. ist der Arbeitgeber meines Lebensgefährten der größte im Landkreis und damit sind die dort Arbeitenden ziemlich abhängig von diesem Betrieb. In seinem Tätigkeitsbereich würde mein Lebensgefährte hier im - sagen wir mal - 100 km Umkreis nicht so einfach einen neuen Job finden. Und auf irgendwelche Verhandlungen bzgl. Gehalt, Urlaub o. ä. geht dieser Arbeitgeber schon seit Jahren nicht mehr ein. Wem die Arbeitsbedingungn nicht passen, der/die kann gerne kündigen, muss sich dann aber - wenn nicht sehr flexibel - leider wirklich darauf einstellen, erstmal nichts neues zu finden...

    Wir Berufsschul-Pauker kommen dank der ganzen Praktika, aufgrund des Studiums und aufgrund des Referendariats erst mit ca. 30 Jahren ans Verdienen.

    Welche "ganzen Praktika" meinst du denn? Hier in NDS braucht man meines Wissens (wenn sich daran nicht irgendwas in letzter Zeit geändert hat) - neben den Schulpraktika, die i. d. R. während der Semesterferien stattfinden - nur eine einjährige berufspraktische Tätigkeit nachzuweisen. Die allermeisten BBS-Lehrkräfte, die ich kenne, haben vor ihrem Studium bereits eine Berufsausbildung absolviert, die dann natürlich anerkannt wird. In diesen drei Jahren haben sie also auch schon Geld verdient (und so manche/r hat vor Studienbeginn auch noch einige Jahre in dem erlernten Beruf gearbeitet). Und die wenigen, die direkt nach dem Abi mit dem Studium Lehramt BBS begonnen haben, waren dementsprechend noch lange keine 30, als sie ihr Ref (in dem man ja auch schon "ans Verdienen kommnt") beendet hatten.

    Der Wahl-o-mat kommt etwas spät. Ich hatte meine Briefwahl schon abgeschickt.

    Das finde ich interessant. Unsere Wahlbenachrichtigungen kamen erst am Dienstag an, also einen Tag vor Freischaltung des Wahl-o-Mat.

    Ich habe es übrigens auch mal wieder "durchgespielt" und - wie fast jedes Mal - sind die ersten Parteien, bei denen über 70% Übereinstimmung herauskommen, welche, die ich gar nicht genauer kenne. Dann folgen aber schon die Grünen und die SPD; von daher passt es halbwegs.

    Ich kenne keinen in meinem Bekanntenkreis, in zig unterschiedlichen Berufen und Wirtschaftszweigen, der nicht auf die ein oder andere Weise über sein Einkommen verhandeln kann.

    What?!? Im Ernst? Bei mir ist das genaue Gegenteil der Fall: Ich kenne so gut wie niemanden in den unterschiedlichsten Berufen, der/die überhaupt über sein/ihr Gehalt bzw. Lohn verhandeln könnte (abgesehen natürlich von gewerkschaftlichen Verhandlungen). Das ist weder im Handwerk noch in der Industrie oder sonstwo in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis der Fall.

    Aber in einem anderen Thread, wo es um das Reiseverhalten u. ä. ging (und du m. E. schriebst, du kennest kaum jemanden, der/die nicht mehrmals im Jahr Urlaub macht), habe ich schon festgestellt, dass wir beide scheinbar ein sehr unterschiedliches privates Umfeld haben... :weissnicht:

    Auch das sind nur Anekdoten.

    Ganz richtig. Ich schrieb aber explizit in allen meinen Sätzen, dass diese Erfahrungen sich auf mich persönlich beziehen und habe daher nicht solche pauschalen Äußerungen getätigt wie du z. B. hier:

    Das Ansehen Beamter ist so schlecht in der Gesellschaft, dass man gefühlt sich permanent dafür rechtfertigen muss, dass man "ja alles in den Hintern geschoben bekommt",

    Das entspricht bspw. überhaupt nicht meinen Beobachtungen und auch nicht der mehrerer anderer Beamt*innen in meinem Umfeld (die im Finanzamt, bei der Polizei, beim Landgericht und beim Zoll tätig sind). Von daher finde ich solcherlei Pauschalisierungen einfach unangebracht.

    Nicht zuletzt hat der verbeamtete Lehrerberuf auch deswegen ein Nachwuchsproblem, weil er zunächst Mal ein Imageproblem hat.

    Das wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Schokozwerg : Deine Schilderungen sind doch sehr anekdotisch.

    Um nur mal ein paar Punkte herauszugreifen: Ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit der Beihilfestelle gemacht (es wurde noch nie etwas nicht anerkannt; die Beihilfe war meist wenige Tage nach Einreichung der Rechnung auf meinem Konto; ...). Die selbstständigen Handwerker, die ich kenne (u. a. ein Dachdeckermeister, ein Malermeister und eine Bäckermeisterin), haben laut ihren Angaben kein höheres Einkommen als ich. Ich musste mich als Beamtin auch noch nie dafür rechtfertigen, dass ich Beamtin bin (du bist ja der Ansicht, das Ansehen von Beamt*innen in der Gesellschaft sei schlecht; vielleicht liegt es an meinem Umfeld, aber da sind Beamt*innen genauso hoch angesehen wie jeder andere Berufsbereich). Und mein Lebensgefährte hat seit Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen; Neu-Verhandlungen mit dem Chef über das Gehalt sind bei ihm nicht drin.

    Na, wenn die Kraft in TVL 10 eingruppiert werden soll (siehe Ausgangsposting), dann würde das schon i.d.R. ein FH-Studium voraussetzen (Schulsekretärinnen haben gängigerweise TVöD 6)

    Ich habe mich tatsächlich nicht auf den Ausgangspost und die dort genannte Eingruppierung bezogen, sondern von den Schulassistenten an unserer Schule berichtet. Die haben - wie wohl die meisten in diesem "Posten" hier in NDS (es ging mir auch gar nicht um NRW; da kenne ich mich logischerweise nicht aus!) - nicht unbedingt ein Studium absolviert, sondern häufig eine technische Ausbildung gemacht. Unser derzeitiger Schulassistent ist gelernter Informationselektroniker (das ist oder war ein dualer Ausbildungsberuf). Wie er eingruppiert ist, weiß ich nicht.

    Habt ihr auch solche "Tricks", um euch schnell Namen zu merken?

    Nein. Ich kann mir Namen am besten mit Namensschildern und dem Sitzplan merken. Aber trotzdem dauert es bei mir meist bis zu den Herbstferien, bis ich die Namen aller meiner SuS weiß. Das liegt insbesondere daran, dass ich einige Klassen nur eine Doppelstunde pro Woche im Unterricht habe, zum anderen aber auch daran, dass sich die Schülerzusammensetzung in den ersten Wochen des Schuljahres oft noch ändert (einge SuS verlassen die Klasse wieder, andere kommen hinzu). Zudem habe ich jedes Schuljahr mind. sieben bis acht Klassen mit durchschnittlich ca. 24 SuS; so viele Namen kann ich mir definitiv nicht innerhalb von vierzehn Tagen merken (abgesehen von meiner eigenen Klasse, die ich neun Stunden pro Woche habe).

    Manchmal mache ich in Klassen in der ersten Unterichtsstunde noch ein Namensspiel, aber dazu haben die SuS meist nicht mehr wirklich Lust, wenn diverse KuK solch ein Spiel mit ihnen durchführen. ;)

    Wie gesagt, wenn man ihn auch wieder loswerden kann, wenn es nicht passt, würde ich es machen, wenn nicht, dann nie wieder!

    Na ja, wenn es nicht gepasst hätte (unser vorheriger Schulassistent, der dann in Rente gegangen ist, war auch nicht so toll), hätten wir als Schule wenig Einfluss auf's "Loswerden". Der/Die Schulassistent*in wird über den Landkreis als Schulträger eingestellt, genau wie die Hausmeister, die Schulsekretär*innen usw. Da müsste es wohl schon gewichtige Gründe geben, um dem-/derjenigen zu kündigen.

    Bei uns leitet das Sekretariat die Anfragen vom Bafög-Amt und von der Familienkasse einfach nur weiter.

    Welcherart Anfragen sind denn das? Bei uns kommen überhaupt keine Anfragen vom BAFöG-Amt oder der Familienkasse, sondern wir sind angehalten, SuS mit unentschuldigten Fehlzeiten (mit entschuldigten natürlich nicht!) ans jeweilige Amt zu melden. Wie gesagt: Besonders zeitaufwändig ist das aber nicht.

    Auf den Mahnungen, die als Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gemäß §53 Schulgesetz NRW verschickt werden, sind neben den Versäumten ganzen Fehlstunden auch die Verspätungen (also die Fehlminuten) zusätzlich gesondert auszuweisen.

    Boah! Nee, das brauchen wir glücklicherweise nicht. In die Mahnschreiben kommen i. d. R. nur die unentschuldigten Fehltage. Verspätungen oder Fehlstunden - wenn bspw. jemand die letzte Doppelstunde schwänzt - schlagen sich negativ in der Bewertung des Sozialverhaltens nieder. Prinzipiell dürfen wir aber ebenfalls Mahnschreiben verschicken, wenn jemand ständig nicht komplette Tage sondern nur in einzelnen Unterrichtsstunden fehlt. Das kommt ja leider auch immer mal wieder vor.

    Ich schrieb ja neulich in einem anderen Thread schon, dass es bei uns keine Konferenzen wegen unentschuldigten Fehlens gibt und dass wir schulpflichtige Schüler*innen auch nicht ausschulen dürfen. Wenn sich das Verhalten nach dem dritten/vierten Mahnschreiben nicht ändert, wird der "Fall" an das Schulamt abgegeben und wir sind als Schule "raus aus der Nummer" (bzw. müssen lediglich dem Amt noch nachmelden, ob die/der betreffende Schüler*in weiterhin fehlt oder doch wieder in der Schule aufgetaucht ist).

    Als Klassenlehrer einer Vollzeitklasse verbringe ich mehr Zeit mit der Verwaltung der Fehlzeiten meiner SuS als mit dem Unterrichten (inkl. Vor- und Nachbereitung). Bei meinen Kollegen ist es das gleiche Spiel. Mahnungen, Teilkonferenzen, Briefe an die Familienkasse und ans Bafögamt, ... das ist Wahnsinn.

    Stimmt, das ist wirklich Wahnsinn! Wir Klassenlehrkräfte der Vollzeitklassen haben natürlich auch einen gewissen Verwaltungsaufwand, aber so viel Zeit wie du verbringen wir definitiv nicht mit der Fehlzeitenverwaltung (durchschnittlich max. eine halbe bis eine Stunde pro Woche, würde ich mal schätzen). Das liegt aber auch daran, dass die Infos über Fehlzeiten z. B. ans BAFöG-Amt über das Sekretariat laufen: der dafür zuständigen Sekretärin schreiben wir einmal monatlich eine Mail, in der wir die Fehlzeiten der BAFöG-Empfänger*innen (bei uns sind das übrigens gar nicht so viele) auflisten, und diese wird von dort ans zuständige BAFöG-Amt weitergeleitet.

    Wir haben aber auch den Vorteil, dass wir nur komplette Fehltage und keine Fehlstunden melden müssen und auch nur ganze Tage auf dem Zeugnis erscheinen (wie es m. E. in NRW der Fall ist, oder?). Das erspart doch 'ne Menge Rechnerei.

    Einen "Gesamtelternabend" gibt's bei uns auch nicht. Allerdings gibt es ein oder zwei Wochen nach der Wahl der Klassenelternvertreter*innen (nur in Klassen, wo nicht mehr als die Hälfte der SuS schon volljährig ist!) - die während des von mir oben erwähnten Elternabends ca. vier Wochen nach Schuljahresbeginn stattfinden - eine Versammlung der Klassenelternvertreter*innen zur Wahl der Schulelternvertreter*innen.

    Bis wann gehen denn eure Elternabende, dass da keine 11 Stunden zwischen sind?

    Das wollte ich auch gerade fragen. Elternabend (findet ja bei uns "schulformbedingt" nur einmal zu Beginn des Schuljahres statt) geht von 18:30-19:30 Uhr, Elternsprechtag von 16-20 Uhr. Da bei uns die erste Stunde erst um 8:10 Uhr beginnt, liegen also genug "Ruhestunden" dazwischen.

    Unsere Sekretärin schlägt dich tot, wenn du wegen dem Kram ins Sekretariat kommst. :engel:

    Klassenlehrer sammelt alle Schülerausweise ein und dann gehen die gestapelt und vom Klassenlehrer fürs neue Schuljahr unterzeichnet zum Stempeln ins Sekretariat, wo der Klassenlehrer dann unter Aufsicht das Stempeln übt. :victory:

    Das Sekretariat ist mit der Erfassung der Schülerzahlen voll ausgelastet. Die Ausbildungsbetriebe melden noch fleißig Azubis nach und am 13. September müssen die Zahlen die Bezirksregierung gehen, anhand derer unserer Lehrer-Stellen berechnet werden.

    Unsere würden es auch nicht so toll finden (milde gesagt), wenn dauernd SuS wegen eines Stempels o. ä. bei ihnen ins Sekretariat kämen.

    Bei uns läuft es so: Die Klassenlehrkräfte verteilen zu Schuljahresbeginn vorgestempelte Schülerausweise- für die SuS, die einen haben möchten -, in denen wir als Klassenlehrer*innen das laufende Schuljahr eintragen und unterschreiben müssen. Die SuS selbst tragen ihre Adresse etc. ein. Fotos müssen dort nicht eingeklebt werden; es steht der Hinweis drin, dass der Schülerausweis nur bei Vorlage des Personalausweises gültig ist. Wenn SuS mehrere Jahre an unserer Schule sind, können sie sich den Schülerausweis jeweils zu Schuljahresbeginn wieder von der Klassenlehrkraft verlängern lassen (einfach in die nächste Zeile das neue Schuljahr plus Unterschrift einfügen).

    Bus-/Zugfahrkarten erhalten unsere SuS auch separat, denn es bekommt ja nicht jede/r eine Fahrkarte für den ÖPNV (diejenigen, die am Schulort wohnen, nicht, und diejenigen, die aus einem anderen Landkreis kommen, müssen die Karte über ihren LK beantragen).

    Ich liebe Rosen, aber auch andere Blumen im Garten. Hingegen finde ich Bäume, Kakteen und andere "nur grüne" Pflanzen nicht so interessant.

    Von dem Rosarium in Sangerhausen hatte ich schon mal gelesen, war aber noch nicht dort. Würde ich aber gerne mal besuchen!

Werbung