Beiträge von Humblebee

    Wie gesagt: So genau weiß ich das als Niedersächsin nicht. Habe aber jetzt nochmal gegoogelt und muss feststellen, dass ich diese vielen verschiedenen Bildungsgänge sehr kompliziert finde! Viel komplizierter als in NDS meines Erachtens (bin der Ansicht, dass wir hier längst nicht so viele vollzeitschulische Bildungsgänge haben).8)

    Die zweijährige BFS, die zu einem Berufsabschluss führt, gehört wohl demnach zu Anlage B und die zweijährige höhere BFS zu Anlage C: https://www.berufsbildung.nrw.de/cms/bildungsga…schreibung.html

    Wikipedia sagt Folgendes: https://de.wikipedia.org/wiki/Berufskol…rhein-Westfalen

    Hier wird der Unterschied kurz dargestellt:

    http://www.berufskolleg-troisdorf.de/unterschiede-z…ildungsgaengen/

    Die höherer Berufsfachschule endet mit einem Berufsabschluss.

    Ich arbeite ja nicht in NRW, aber bist du da sicher? Das betrifft meines Wissens - nach dem, was mir eine an einem BK tätige Bekannte erzählt hat - die dreijährige BFS und auch einige zweijährige BFS (z. B. diejenige, die zum Berufsabschluss "staatlich geprüfte/r Sozialassistent/in" führt), aber nicht die zweijährige "höhere Berufsfachschule".

    Dazu können sicherlich andere User*innen, die an einem BK in NRW tätig sind, noch etwas beitragen; yestoerty beispielsweise.

    Von den anderen 12 haben wir 9 Schüler im Laufe des Schuljahrs aufgrund von Fehlzeiten leider entlassen oder in die Ausbildungsvorbereitung versetzen müssen.

    Hohe Fehlzeiten haben wir bei vielen SuS in den Vollzeitbildungsgängen ebenfalls. Die nicht mehr Schulpflichtigen werden dann bei uns auch ausgeschult. Aber die noch schulpflichtigen SuS in einen "niedrigen" Bildungsgang versetzen, können wir nicht. Das würde z. B. bedeuten, dass SuS aus meiner BFS-Klasse, die alle mind. einen Hauptschulabschluss haben, in die Berufseinstiegsschule versetzt würden. Diese ist aber zum einen nur für SuS ohne Hauptschulabschluss offen, zum anderen sind die Klassen voll, so dass dort keine weiteren SuS aufgenommen werden können.

    Wie ist eine Versetzung in die Ausbildungsvorbereitung denn bei euch so problemlos möglich?

    Nebenbei habe ich dann noch die Aufgabe bekommen mich um die Schüler zu "kümmern", die am ersten Schultag nach den Sommerferien ohne Attest (oder ganz ohne Entschuldigung) gefehlt haben. An wen muß ich mich da beim Ordnungsamt, beim Jugendamt bzw. bei der Familienkasse wenden bzgl. etwaiger Strafen für die Ferienverlängerung.

    Wegen eines unentschuldigten Fehltages kontaktiert ihr schon diese ganzen Ämter? Da muss bei uns schon mehr an Fehlzeiten "auflaufen", bevor die tätig werden. Wir versuchen erstmal, die nach den Sommerferien nicht in der Schule erschienenen SuS telefonisch zu kontaktieren und es wird per Post ein Mahnschreiben verschickt; wenn da keine Antwort kommt, wird unsere Schulsozialarbeit tägig und erst dann (ab dem 5. unentschuldigten Fehltag) werden Schulamt und Jugendamt eingeschaltet und ggf. die Familienkasse oder das BAföG-Amt informiert.

    So verfahren wir schon seit Jahren in Absprache mit den Ämtern und es klappt i. d. R. gut. Häufig haben die nicht erschienenen SuS uns auch einfach vergessen zu informieren, dass sie den Schulplatz doch gar nicht haben wollen, weil sie eine Ausbildung begonnen haben, das letzte Schuljahr wiederholen o. ä. (darüber fordern wir dann natürlich eine Bestätigung der Schule, des Ausbildungsbetriebs, ... ein).

    Normalerweise ist die Beratung zumindest an meiner Schulform relativ umfangreiche und unter Einbeziehung der BKs.

    Die haben wir als BBS mit den Zubringerschulen auch. Unsere KuK fahren in diese Schulen und stellen die BBS vor und zusätzlich haben wir Anfang Februar noch einen informationsabend in unserer Schule. Nichtsdestotrotz gehen bei vielen SuS leider diese infos wohl zu einem Ohr 'rein und gleich zum anderen wieder 'raus (außer bei den Bewerber*innen für's BG, die FOS und die Fachschulen).

    Ich habe es heute bei den Einschulungen wieder erlebt, daß viele Vollzeit-Schüler zu uns gekommen sind, die gar keine Ahnung hatten für welchen Bildungsgang sie sich angemeldet hatten und welcher Schulabschluß in diesem Bildungsgang erreicht werden soll.

    Deshalb machen wir die Einschulungsveranstaltungen schon vor den Sommerferien. Das erleben wir dabei auch immer wieder. Echt erschreckend!

    Wo ist der Unterschied zwischen Oberschulen und IGS, Humblebee ?

    Wo da im Einzelnen der Unterschied ist, musst du mich nicht fragen! Woher soll ich das wissen? Ich bin doch - wie du wissen solltest - an einer BBS; da kenne ich mich wohl kaum mit dem Unterricht an einer allgemein bildenden Schule aus!

    Hier gibt es halt teilweise keine eigenständigen Hauptschulen und Realschulen mehr, sondern die wurden aufgrund sinkender Schülerzahlen in den letzten zehn Jahren in vielen Orten zu"Oberschulen" zusammengefasst. Die IGS und KGS, die auch z. T. eine Oberstufe haben, gab es halt vorher schon und sie werden weiterhin geführt.

    Wenn du dich näher einlesen möchtest:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschule_(Niedersachsen)

    https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…hule-91352.html

    https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/sch…chule-6424.html

    Ansonsten müsstest du bitte deine Frage jemandem stellen, der/die in NDS an einer Gesamtschule oder einer Oberschule tätig ist!

    Modell 5, das sich vielfach in NDS findet:

    1. Oberschulen (Zusammenschluss der früheren Hauptschulen und Realschulen; Verkursung in z. B. Mathe und Deutsch ab 7. Klasse)

    2. Gesamtschulen (IGS und KGS)

    3. Gymnasien

    Bisher habe ich den Eindruck, dass diese drei eigentlich ganz gut "nebeneinanderherleben" (ich selbst bin aber ja nicht im allgemeinbildenden Bereich tätig).

    Mir ging es darum ob es Sinn macht, Hoffnung auf eine Berufliche Fachrichtung zu setzen, obwohl mich der Beruf nicht begeistert und ich mich allgemein in der Klinik unwohl fühle.

    Wie ich bereits schrieb, wirst du doch nicht ausschließlich Azubis in dem einen Beruf unterrichten (und somit auch nicht nur junge Leute, die in einer Klinik arbeiten). Andererseits finde ich, dass ein gewisses Interesse am Bereich "Gesundheit/Pflege/Soziales" auf jeden Fall Voraussetzung ist, wenn du dein ganzes restliches Berufsleben in diesem Schwerpunkt unterrichten willst.

    Es macht aber bisher keinen Sinn, wie ich feststellen konnte.

    Das verstehe ich jetzt nicht wirklich. Was genau macht keinen Sinn?

    Ich finds einfach erschreckend, dass es einem so schwer gemacht wird.

    Auch das kann ich nicht nachvollziehen. Wo und was wird "einem so schwer gemacht"?

    Humblebee: Wenn ein 18-jähriger sagt, dass er Berufsschullehrer (Da ich nicht gendere, ist eine Frau auch ein Berufsschullehrer.) werden möchte, müsste er aber nach deinem Vorschlag Ausbildung + Bachelor + Master + Referendariat absolvieren, an der Ausbildung käme er nicht vorbei, somit wäre es eine 10-jährige Ausbildungsdauer mit insgesamt 4 Phasen. Wenn die Ausbildungsdauer verlängert wird, die Vergütung jedoch nicht steigt, dürfte das Interesse hieran eher sinken als steigen, ist das L4-Lehramt jetzt schon dasjenige, das am längsten zur Ausübung der Lehrtätigkeit dauert.

    1. Auch wenn ich ein Mann wäre, wäre ich kein "Berufsschullehrer"! Die Berufsschule ist nur ein Teilbereich der beruflichen/berufsbildenden Schulen. Das solltest du hier im Forum eigentlich langsam mitbekommen haben...

    2. Ich habe bereits oben geschrieben, dass ich kaum jemanden kenne, der vor Studienbeginn keine dreijährige Berufsausbildung im dualen System absolviert hat. Nicht, weil das Pflicht war, sondern weil diejenigen zunächst mal praktische Erfahrungen in der "freien Wirtschaft" sammeln wollten oder aber weil sie sich erst während bzw. nach der Ausbildung überlegt haben, das Lehramt BBS zu studieren (einige eben sogar erst nach mehrjähriger Berufstätigkeit). Von daher scheint es wohl schon jetzt nur relativ wenige 18jährige zu geben, die direkt nach dem Abi das Studium Lehramt BBS starten und ihre erforderliche 52wöchige berufspraktische Tätigkeit(en) während des Studiums "zusammenklauben". Und es scheint die meisten auch gar nicht zu "stören", dass ihre Ausbildungsdauer im Endeffekt 9,5 Jahre dauert (in NDS ist das Ref nur 18 Monate lang) - was Kiggie ja auch schon bestätigt hat.

    Es wird in Hessen auch als Mangelfach ausgewiesen, aber es gibt immer reichlich Bewerber. Klar gibt es einen Bedarf, ich erzähle nur von dem was ich erlebt habe bzw. mitbekomme. Es haben einige Refs im Gesundheitsbereich Probleme mit einer Planstelle im Anschluss gehabt.

    Hm, in NDS kenne ich niemanden, der in den letzten Jahren Probleme gehabt hätte, im Bereich "Gesundheit" eine Planstelle zu bekommen. Auch an meiner Schule haben wir weiterhin Bedarf dort.

    Ich will ja an sich fertig werden, unterrichten und Geld verdienen. Werde jetzt am 1.Oktober 22 Jahre alt und kann dann erst ins Ref starten, wenn ich 30 Jahre alt bin.

    Wie oben bereits geschrieben: Gerade im BBS-Bereich beginnen relativ viele erst in einem späteren Alter mit dem Studium. Während meines Refs war kein/e einzige/r, die/der das Ref im Bereich "Gesundheit" gemacht hat, unter 30.

    Auch unsere derzeitigen Referendarinnen - beide mit der beruflichen Fachrichtung "Wirtschaft" und dem Fach "Sozialpädagogik" - waren schon 30 bzw. 31, als sie mit dem Ref begonnen haben. Beide hatten eine dreijährige Berufsausbildung gemacht und anschließend noch einige Jahre in dem jeweiligen Beruf gearbeitet. Die ältere der beiden war nach dem Studium zudem noch zwei Jahre wegen ihrer beiden Kinder zuhause.

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