Beiträge von Humblebee

    Es würde mich aber wirklich ärgern, wenn ich die Arbeiten parallel zu anderen schreiben müsste, im Wissen, dass der Unterricht ganz anders verläuft.

    In den von mir genannten Bildungsgängen werden von den Kolleg*innen die Unterrichtseinheiten natürlich so zusammen geplant, dass in allen Klassen/Kursen dieselben Unterrichtsinhalte durchgenommen werden (in der Oberstufe des BG ist das ja eh durch die vom MK vorgegebenen Themen und Materialien gar nicht anders möglich). Demensprechend verläuft auch der Unterricht nicht ganz anders, sondern im Gegenteil recht ähnlich (es werden z. B. in Englisch dieselben Einheiten im Buch durchgenommen, dieselben Arbeitsblätter verteilt, dieselben Hörverstehensübungen gemacht usw.). Dann ist es überhaupt kein Problem, parallele Klausuren zu schreiben. Die Prüfungen sind ja dann für diese Klassen/Kurse am Ende auch dieselben. Allzuviele Klassen bzw. Kurse betrifft das bei uns im Übrigen nicht; i. d. R. maximal drei.

    Ich kenne es gar nicht anders, als dass man sich mit den KuK, die im selben Bildungsgang dasselbe Fach oder Lernfeld unterrichten (wenn es denn in diesem Bildungsgang mehr als eine Klasse gibt) zusammensetzt und den Unterricht gemeinsam plant. Das erleichtert die Vorbereitungsarbeit für die Lehrkräfte enorm (ebenso, wenn man eine Klausur zusammen erstellt). Macht ihr das in der GS nicht?

    angesetzte schulübergreifende Konferenz der Fachkonferenzleitungen)

    So etwas gibt es bei uns - vermutlich ebenfalls schulformbedingt - nicht.

    Das sieht zumindest die stiko so. Aufgrund dessen haben sie keine Impfempfehlung für diese Gruppe herausgegeben.

    Ich habe den Eindruck, du hast die Begründung der Stiko dafür, dass sie für Kinder und Jugendliche keine Impfempfehlung gibt, anders verstanden als ich. Meines Wissens ist die Begründung nicht, dass eine Impfung gegen das Covid19-Virus Kinder und Jugendliche in irgendeiner Weise gefährden könne, sondern dass Infektionen bei Jüngeren häufig mild oder asymptomatisch verlaufen, sie selten ins Krankenhaus oder auf die Intensivstation müssten und Todesfälle ebenfalls eher selten seien.

    Korrigier' mich gerne, wenn ich falsch liege! Ich berufe mich u. a. auf das RKI und dessen Infoblatt: https://www.rki.de/DE/Content/Inf…publicationFile

    Ich wusste gar nicht, dass es diese Stadt überhaupt gibt. Noch nie was von gehört.

    Liegt vielleicht auch daran, dass ich noch nie Lotto gespielt habe.

    Verstehe ich jetzt nicht... Was hat die Stadt Biedenkopf mit Lotto-Spielen zu tun?

    Ich kenne die Stadt übrigens aus den späten 80er Jahren, als wir mal mit dem Wohnmobil an der Lahn unterwegs waren.

    Na, kleiner gruener frosch , hast du noch ein schönes Ratebild für uns?

    Das machen wir auch, in NDS, und auch Elternbriefe mit Schulbriefkopf müssen zuvor gezeigt werden.

    Dabei finde ich meine SL nicht sonderlich kontrollierend, aber rechtlich gut aufgestellt.

    Das kommt sicherlich auf die Schulform und wahrscheinlich auch auf die Schulleitung an. Ich habe mich gestern mal mit meinem Nachbarn unterhalten (Lehrer an einer IGS) und an seiner Schule muss - genau wie an meiner - keine Lehrkraft Klassenarbeiten o. ä. bei der SL einreichen.

    Wie ich bereits schrieb: Wenn meine SL jede Klausur/Klassenarbeit, Elternbriefe und andere schriftliche Unterlagen, die wir mit Schulbriefkopf 'rausgeben, vorgelegt bekäme, bräuchte ihr Tag wohl 30 Stunden. Ich denke, das ist auch eine Frage des Vertrauens gegenüber den Lehrkräften der eigenen Schule. Bisher hat zumindest bei uns noch niemand damit "Schindluder getrieben", noch haben sich Erziehungsberechtigte oder Betriebe beschwert.

    Parallele Klausuren werden übrigens bei uns auch in einigen Bildungsgängen geschrieben, z. B. im BG oder der FOS.

    Und was die "pädagogische Freiheit" bei den Zeugnisnoten angeht, bin ich sehr froh, dass es diese gibt!

    Fatal wird es mMn dann, wenn in der Folge die Anforderungen immer weiter heruntergeschraubt werden und am Ende ggf. ein Schulabschluss vergeben wird, der den Namen nicht mehr wert ist.

    Darauf möchte ich nochmal kurz eingehen. Also, wir unterrichten schon gemäß der Rahmenlehrpläne und dadurch werden m. E. den SuS auch keine Schulabschlüsse "geschenkt"; die Durchfallquote ist in einigen Bildungsgängen auch gar nicht mal so niedrig (was aber trotzdem nicht heißt, dass fast alle Klassenarbeiten "unter'm Strich" ausfallen!). In den BFSn bspw. werden den SuS die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres des jeweiligen Ausbildungsberufs vermittelt und in meiner Klasse ist es schon seit Einführung dieses Bildungsgangs (Schuljahr 2009/2010) so, dass jedes Jahr mind. ein Viertel der Klasse keinen erfolgreichen Abschluss erreicht.

    Na dann sind deine Erfahrungen offenbar genau dieselben.

    Äh, nein. Meine Erfahrungen sind ja nicht, dass nur ehemalige Förderschüler*innen ins BBW gehen, die aus mittelständischen Familien kommen und deren Geschwister alle auf's Gymnasium gehen... Die mir bekannten jungen Leute, die nach dem erfolglosen Besuch unserer Schule ins BBW gingen, kommen allesamt aus "einfachen" Familien (Eltern arbeiten im Handwerk, als Tagesmutter, als Friseurin, bei "Mercedes " im Schichtbetrieb am Band, ...; in zwei Fällen bezogen die Familien Hartz 4) und von den Geschwistern gingen meines Wissens alle entweder auf die Hauptschule oder ebenfalls auf die Förderschule.

    Das trifft auch auf den Bruder und die Schwägerin meiner Freundin zu, deren jüngerer Sohn ja auch im BBW eine Ausbildung gemacht hat - siehe mein Post von gestern (sein älterer Bruder war auf der Hauptschule, seine jüngere Schwester geht nun im letzten Schuljahr auf die Förderschule "Lernen", die dieser junge Mann ebenfalls besucht hatte). In dem Fall war bisher übrigens eher meine Freundin diejenige, die sich um ihre Neffen und Nichten gekümmert bzw. sie in schulischen und beruflichen Dingen unterstützt hat als ihre Eltern (die sind/waren oftmals mit den Kids überfordert)!

    Ich finde daran vor allem so schade, dass es oft nicht an Schlauheit mangelt, sondern an sozialen Kompetenzen, der Arbeitshaltung, Ehrgeiz.... um wieder auf das Thema zurückzukommen: Für diese Klassen erstelle ich keinen Erwartungshorizont, weil ich die Arbeiten natürlich nachbespreche und sie eigentlich nur die letzen ABs/Tafelbilder daneben legen müssen, um die Lückentexte zu füllen

    Einen EWH braucht man dafür m. E. nicht zu erstellen, aber eine Musterlösung erstelle ich trotzdem, damit ich für mich selber weiß, wofür ich wieviele Punkte verteile (ok, für Lückentexte nicht, da gibt es halt für jede korrekt gefüllte Lücke einen Punkt; aber Lückentexte machen bei mir höchstens mal einen kleinen Teil von Englisch- oder Wirtschaftsklassenarbeiten aus) .Nachbesprechung plus Berichtigung gibt's dennoch.

    So genau kenne ich mich mit den BBW nicht aus, weiß aber, dass z. B. in das nach Bremen auch manchmal junge Leute aus NDS gehen. Wir hatten schon einige SuS im damaligen BVJ, die nach dem (erfolglosen) Schuljahr bei uns dorthin gegangen sind. Auch der Neffe einer Freundin von mir ist nach Beendigung der Förderschule Lernen zum BBW in Bremen gegangen. Aber du hast recht: In allen diesen Fällen hatten die jungen Menschen den "Support" ihrer Familien (wobei das aber in allen Fällen definitiv keine mittelständischen Familie sind, deren andere Kinder auf's Gymnasium gehen!!! - Was dich zu dieser Aussage bringt, dass nur deren Kinder zu einem BBW gehen, weiß ich wirklich nicht). Wie deine Schülerklientel dahingehend "aufgestellt" ist, weiß ich natürlich nicht.

    Wir haben aber auch ab und zu ehemalige Förderschüler*innen in den BFS-Klassen, die in der Förderschule in der 10. Klasse ihren Hauptschulabschluss erworben haben. Die sind meiner Erfahrung nach i. d. R. motivierter als SuS, die aus der Hauptschule zu uns kommen. Sie müssen zwar meist mehr für ihren Abschluss tun als andere SuS, aber bei diesen ehemaligen Förderschüler*innen habe ich bisher kaum jemanden erlebt, der/die die BFS nicht erfolgreich abgeschlossen hat.

    Oops, nun sind wir aber seeeehr weit im Offtopic :rotwerd:...

    Oh, da lag ich ja mal richtig! Leider schaffe ich es erst morgen, ein neues Rätselfoto einzustellen. Also müsst ihr euch bitte entweder so lange gedulden oder es springt jemand anderes für mich ein ( Avantasia : Wie wäre es? Hast du ein Foto zur Hand?)

    Nochmals OT:

    Ich denke, es ist schon wichtig zu differenzieren. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn es in einer schwachen BVJ-Klasse schlechte Noten hagelt? (Natürlich unabhängig von der Auswirkung, die das auf das Selbstwertgefühl der SuS hat!!)

    In solchen Klassen geht es doch gar nicht vorrangig darum, fachliches Wissen zu vermitteln.

    Genau aus dem Grund wurde bei uns ja die Berufseinstiegsschule in zwei Niveaustufen aufgeteilt (siehe mein Post von heute Nachmittag). In der BES Kl. 1 geht es eben nicht vorrangig um die Vermittlung fachlichen Wissens, aber da man in dieser Schulform gar keinen Schulabschluss erwerben kann (auch nicht den Hauptschulabschluss) ist das Niveau auch entsprechend niedrig angesetzt und es hagelt daher nicht unbedingt schlechte Noten.

    Unsere Fachmittelschule ist ja das Pendant zur deutschen Realschule und die schliesst automatisch mit der Fachhochschulreife ab (sind dann analog zum Gymnasium auch 13 Schuljahre). Wenn ich richtig informiert bin, muss man ja in Deutschland dann noch an die FOS weiterziehen, oder? Ist man dafür mit dem Realschulabschluss automatisch qualifiziert?

    Die FHR erwirbt man hier in NDS mit entsprechenden Noten u. a. auch am Gymnasium nach der 12. Klasse (also wenn man ein Jahr vor dem Abi von der Schule abgeht). Eine weitere Möglichkeit - da spreche ich aber auch nur für NDS - wäre es, nach dem Realschulabschluss die Klassen 11 und 12 der FOS zu besuchen, um die FHR zu erwerben. Für die Kl. 11 FOS ist hier der RSA Eingangsvoraussetzung; mit dem erweiterten Sek. I-Abschluss (den man ebenfalls auf der Realschule oder sogar auf der Hauptschule in Klasse 10 erwerben kann), kann man sich auch am allgemein bildenden oder beruflichen Gymnasium bewerben.

    Hartz 4.

    Die etwas stärkeren kommen oft in integrativen Einrichtungen unter und arbeiten z.B. als Küchenhilfe.

    Wenige machen eine Ausbildung im z.B. handwerklichen Bereich.

    Meistens kriegt man aber nicht mit, ob sie bis zum Ende durchhalten.

    Wie gesagt: Diejenigen, die wirklich nicht "können", gehen z. T. auch ins Berufsbildungswerk und machen dort eine begleitete Ausbildung, was @samu ja oben auch schon erwähnte. Ich verlinke hier mal die Seite vom BBW Bremen, wo ihr bei Interesse mal 'reinschauen könnt: https://www.bbw-bremen.de/startseite.html

    Von denjenigen, die bei uns den Hauptschulabschluss oder auch den Abschluss des jeweiligen Bildungsgangs nicht schaffen, weiß ich bei vielen leider nicht, wie es weitergegangen ist (großartigen Kontakt habe ich zu ehemaligen SuS nicht). Teilweise bleiben sie bei ihren Eltern wohnen und beziehen dann wohl - wie Susi Sonnenschein schon schrieb - Sozialleistungen, gehen irgendwo jobben (bei uns in der Gegend teilweise im landwirtschaftlichen Bereich, in geflügelverarbeitenden Betrieben, in der Gastronomie, ...). Einige ergattern aber tatsächlich einen Ausbildungsplatz, z. B. im Handwerk, als Fachlagerist*in oder als Verkäufer*in. Meist handelt es sich dabei um zweijährige Ausbildungsberufe.

    habe z.B. einige meiner KuK mit Familie in der Türkei so gemacht: drei Wochen zu Beginn der Ferien, sicherheitshalber mit dem Auto, falls es wieder Probleme mit Flügen gäbe und genügend Luft nach hinten für eine erforderliche Quarantäne

    So hat es ein Kollege meines Lebensgefährten auch gemacht. Der fährt allerdings mit seiner Familie (Frau und zwei Kinder) immer mit dem Auto zum Verwandtenbesuch in die Türkei :huh:. Dieses Jahr sind sie gleich am ersten Ferientag losgefahren, um eben auch ggf. nach Urlaubsende noch in Quarantäne gehen zu können.

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