Beiträge von Humblebee

    Der russische Arbeitgeber organisiert Privatflugzeuge, Poliklinikbesuch und Quarantäne. Die Arbeit findet während Covid auf größeren Geländen statt, wo nur Leute aus der Quarantäne hinkommen. Etwas isoliert aber extrem sicher eben: ansteckungstechnisch und ohne Arbeitsausfall.

    Das klingt ziemlich gruselig... Irgendwie nach "Arbeitslager" und als sei man dem Arbeitgeber komplett "ausgeliefert". Aber vielleicht habe ich auch nur zu viele Krimis gelesen ;) .

    Allerdings bin ich bisher (seit letztem Frühjahr) immer mal wieder zurück zum Besuchen/Kurzarbeiten und jetzt gerade wieder länger - ist eine gesundheitlich und finanziell gute Option, durch die Covid-Monate/Jahre zu kommen.

    Was ich nicht verstehe: Wiese findest du, dass Reisen nach Russland eine "gesundheitlich gute Option" sind während der Corona-Zeit? Meines Wissens gab es dort bisher über 2 Millionen Fälle und gerade in der letzten Zeit steigen auch dort die Zahlen rasant.

    Außerdem frage ich mich, wie es dir möglich war, "immer mal wieder" nach Russland zu fliegen. Denn auch dort gibt es ja ein strenges Einreiseverbot, oder?

    Ganz andere Frage - rein interessehalber und off topic: An was für einer Art von Schule unterrichtest du in Schottland?

    Eben. Insofern mutet es schon komisch an, wenn man hört, dass woanders, die Erkältungsfälle zugenommen hätten. Das passt mit einer Einhaltung der Corona-Regeln nicht überein.

    Hat irgendjemand gesagt, dass die Erkältungsfälle zugenommen haben? Wollsocken und ich jedenfalls nicht. Ich schrieb lediglich, dass wir in etwa denselben Krankenstand haben wie in den Vorjahren, bei Wollsocken ist er etwas höher.

    Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum du meinst, dass man wohl die Corona-Regeln nicht eingehalten haben muss, um sich mit einer Erkältung anzustecken... Könnte ja tatsächlich auch sein, dass man sich im privaten Bereich, wo man keine MNB trägt, ansteckt, gell?!

    Ich hatte auch noch nie so wenig Vertretung wie diesen Herbst (und bei drei von vier Klassenarbeiten/Klausuren waren alle anwesend).

    Wow! Ich hatte noch keine einzige Klassenarbeit in diesem Schuljahr, wo alle SuS anwesend waren! Es gab in meiner Klasse überhaupt seit Schuljahresbeginn nur einen einzigen Schultag, wo alle 28 SuS da waren ;) .

    Und was Vertretungen angeht: siehe oben. Auch da ist bei uns alles wie immer.

    ist ein bisschen OT, aber uns ist neulich aufgefallen, dass im Vergleich mit den Novembern der letzten Jahre, in diesem Corona-November viel weniger KollegInnen und SchülerInnen fehlen. (wegen Masken und Lüften ist Risikogruppe 1 bei uns per Definition ausgeschlossen, so dass Corona selbst nicht für Fehlen sorgt.) Unser Vertretungsplan ist quasi nicht mehr existent und mit Vertretungen kann ich mir dieses Jahr wohl kein Weihnachtsgeld dazuverdienen. Ich führe das auf weniger Stress wegen ausfallender Extratermine, Maskentragen und "ich bleib einfach mal zu Hause, wenn ich erkältet bin" zurück. (Will damit nicht sagen, dass kalte Klassenzimmer angenehm sind, nur, dass die Erkältungen deswegen wohl zu vernachlässigen sind.)

    Ui! Bei uns ist bei den SuS ist der Krankenstand sogar höher als sonst (aber nicht aufgrund von Coronafällen, sondern wegen Erkältungen - mit denen man ja auf jeden Fall daheim bleiben soll - und anderer Erkrankungen) und es sind auch immer mal wieder KuK (oder deren Kinder) krank. Der Vertretungsplan ist nicht weniger "voll" als sonst.

    Ich selbst war in diesem Schuljahr auch schon dreimal krank (Migräne, Magen-Darm-Infekt und Erkältung).

    Sinnvoll wäre, zumindest bei den Schülern, die älter als 14 Jahre sind, bis 31. März 2021 komplett auf digitalen Unterricht umzustellen. Alles andere ist Flickschusterei, weil immer wieder Lehrer und Schüler in Quarantäne sind.

    Das ist aber nicht an jeder Schule so. Also bitte nicht pauschalisieren! Wir hatten seit Beginn der "Corona-Krise" nur zwei Kollegen in Quarantäne und bei den SuS sind es auch nicht viele (derzeit bei über 1500 SuS nur zwei Corona-positiv getestete SuS und 16 in Qurantäne).

    Für viele - wenn nicht sogar die allermeisten - meiner SuS wäre ein erfolgreicher Abschluss definitiv nicht erreichbar, wenn sie nun über vier Monate lang nur digitalen Unterricht hätten. Ohne Präsenzunterricht, der m. E. auch im Wechselmodell möglich wäre, wären sehr viele meiner SuS "verloren".

    Sorry, aber ich verstehe die Frage nicht wirklich. Was meinst du mit "abklären"?

    Wenn ich das Gefühl habe, dass ich den Schultag nicht "packen" werde (weil ich z. B. starke Kopf- oder Halsschmerzen habe, ziemlich erkältet oder heiser bin, Magen-Darm-Probleme habe,...), melde ich mich krank. An solchen Tagen schleppe ich mich garantiert nicht zur Schule, denn damit würde ich weder mir selbst noch meinen SuS, die ich dann eh nicht vernünftig unterrichten könnte, einen Gefallen tun.

    EDIT: Und wenn's mir sehr schlecht geht, gehe ich selbstverständlich zum Arzt.

    Weil Kollegen noch verfrorener sind als Schüler (und ich mich ggü. Schülern besser durchsetzen kann).

    Meine KuK nicht! Eher im Gegenteil: In der letzten Zeit ist es bei uns im Lehrerzimmer manchmal kälter als in den Klassenräumen, weil irgendwer mehrere Fenster aufmacht und dann in den Unterricht geht. Kommt man dann in der nächsten Pause ins Lehrerzimmer, ist es dort ganz schön kühl...

    In NRW ist die Teilnahme an Klassenarbeiten jedenfalls Pflicht, da gibt es keine Ausnahmeregelung.

    Im niedersächsischen Leitfaden "Schulen in Corona-Zeiten - Update" für die berufsbildenden Schulen (Stand 13.11.20) heißt es:

    "Leistungsfeststellungen in Form von Klassenarbeiten oder Klausuren finden in der Regel im Präsenzunterricht statt, können aber ebenfalls auf im Distanzunterricht erworbenen oder weiterentwickelten Kompetenzen aufbauen.

    Bei entsprechenden technischen Voraussetzungen ist es möglich, schriftliche Leistungen im Distanzunterricht zu erbringen, wenn die Lernenden individuelle Erklärungen zur eigenständigen Erbringung der Leistungen unterschrieben haben. Zusätzlich sollte die schriftliche Bearbeitung der Aufgaben-, Frage- bzw. Problemstellungen mittels Kamera einsehbar sein und das Ergebnis muss unmittelbar eingescannt und an die Lehrkraft versandt werden."

    Ich weiß allerdings nicht, ob dasselbe auch für allgemeinbildende Schulen gilt und an welcher Schulform du FrauTeacherin nun eigentlich tätig bist, da du "Sek I" wie auch "FOS" und "BFS" in deinem Profil angegeben hast.

    An meiner Schule wurden schon SuS, die vom Präsenzunterricht als Risikopatient*innen freigestellt sind, sowohl nachmittags zum "Nachschreiben" von Klassenarbeiten einbestellt als auch per Kamera dazugeschaltet.

    An welcher Oberschule in Niedersachsen ist das denn umgesetzt?

    Von Bekannten weiß ich, dass es an der OBS in Garrel im Landkreis Cloppenburg schon seit einigen Jahren einen gymnasialen Zweig gibt.

    Gemäß dieser Liste https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/service/schulen/oberschulen/ haben aber noch zehn andere niedersächsische Oberschulen ein gymnasiales Angebot (was - gemessen an der Gesamtzahl der OBSn - aber nicht wirklich viele sind; ich meine aber, diese Liste ist nicht vollständig, denn ich kenne weitere Oberschulen, die dort nicht aufgeführt sind)

    Aber ansonsten gebe ich dir recht: die meisten SuS wechseln nach Klasse 10 eher an die BBS um dort im BG ihr Abi zu machen.

    Humblebee

    Ich unterrichte ja im zweiten Bildungsweg, nicht am Regelgymnasium. Ich vermute, dass unsere Schüler mit Fachabi das Fachabi am Berufskolleg in einem zweijährigen Bildungsgang absolviert haben, ohne konkretes Ziel und dann merken, dass das, was sie möchten, doch nur mit Vollabi studierbar ist. Dann kommen sie zu uns.

    Entschuldige bitte, ich hatte nicht mehr daran gedacht, dass du ja gar nicht im allgemeinbildenden Schulsystem tätig bist!

    Wie gesagt, mir ist kein Fall bekannt, wo ein/e Fachabiturient/in nach Erwerb der Fachhochschulreife bei uns noch irgendwo das "normale" Abi nachgeholt hat. Aber ich bekomme natürlich i. d. R. auch nicht mit, was aus unseren ehemaligen SuS wird (von SuS aus meiner eigenen Klasse mal abgesehen, da hört man immer mal wieder von dem einen oder der anderen).

    state_of_Trance : Ok, dann scheint es bei euch mit dem Fachabi tatsächlich einfacher zu sein als bei uns. Ich würde mal behaupten, dass ca. 25-35% unserer SuS, die in der FOS 12 starten, ihr Fachabi nicht schaffen oder aber schon im Laufe des Schuljahres abbrechen. Ich muss dazu sagen, dass - zumindest an unserer Schule - diese Schulform, die explizit zur Fachhochschulreife führt (also die FOS 12), zunehmend weniger gefragt ist, d. h. die SuS-Zahlen sinken in den letzten Jahren. In der FOS Wirtschaft Kl. 12 hatten wir bspw. vor einigen Jahren noch zwei Klassen mit 24/25 SuS pro Klasse, dieses Jahr sind es 18 in der einen und 14 in der anderen Klasse (dort haben seit Schuljahresbeginn schon 3 SuS das Handtuch geworfen). Unsere FOS Technik steht kurz vor dem "Einstampfen", weil es sowohl für die Klasse 11 als auch die 12 kaum noch Bewerber*innen gibt (derzeit haben wir in beiden Jahrgängen nur noch 14 SuS). Einzig die FOS Sozialpädagogik besuchen momentan noch über 20 SuS.

    Ich finde es übrigens interessant, dass ihr so viele SuS des BK habt, die nach Erreichen des Fachabis noch zu euch ans Gymnasium kommen! Das habe ich von unseren Absolventen*innen der FOS 12 noch nie gehört (also dass sie im Anschluss wieder an eine allgemeinbildende Schule wechseln oder auch auf's BG). Ich verstehe auch die Intention dahinter nicht. Wenn jemand sein Fachabi macht, plant er doch normalerweise ein Studium an einer Fachhochschule oder ein "einschlägiges" Studium an der Uni, oder? (Wobei mittlerweile etwa die Hälfte unserer Absolvent*innen der FOS 12 im Anschluss eine Ausbildung machen und gar nicht ins Studium gehen). Warum wechseln diese SuS bei euch denn nicht gleich nach der 10. Klasse Realschule in die 11. des Gymnasiums und gehen stattdessen noch ins BK?

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