Beiträge von Humblebee

    Natürlich bin ich auch nicht böse drum, wenn ich nicht so viele Elterngespräche führen muss. Aufsichten machen mir hingegen nichts aus. Es bleibt bei mir aber nicht bei so wenigen Elterngesprächen wie bei dir, Hannelotti . Es sind schon durchschnittlich 6-8 Gespräche, die ich pro Schuljahr mit Erziehungsberechtigten führe, z. T. allerdings mit denselben Eltern, und teilweise auch mit den Betreuer*innen von Einrichtungen (Jugendwohngruppen), in denen die SuS wohnen. Klar lässt sich auch vieles mit den SuS selber regeln, aber manchmal muss man eben auch die Eltern anrufen oder zum Gespräch in die Schule einladen.

    Hinzu kommen bei uns noch der Elternabend zur Wahl der Klassenelternvertreter*innen am Schuljahresanfang und der Eltern- und Ausbildersprechtag Ende November / Anfang Dezember, bei dem ich immer vier Stunden Anwesenheitspflicht habe, auch wenn ich kaum Anmeldungen habe ;-).

    Ich denke, dass es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede gibt.

    Hannelotti schrieb oben, dass viele KuK den Weg über das Gymnasiallehramt an eine BBS gegangen seien. Das kann ich z. B. für meine Schule nicht bestätigen; bei uns sind derzeit nur 3 von ca. 140 KuK ursprünglich Gymnasiallehrer*innen. Das mag aber an anderen Schulen anders sein. Von daher schätze ich, dass du als Gymnasiallehrer*in durchaus Chancen hättest an einer BBS unterzukommen.

    Auch ist bei uns die Klientel zwischen starken SuS, z. B. am BG, stärkeren SuS mit Realschulabschluss (z. B. in der FOS oder vielen Berufsschulklassen) und schwächeren bis ganz schwachen SuS (z. B. im BVJ, also ohne Hauptschulabschluss, oder einigen einjährigen Berufsfachschulen mit Eingangsvoraussetzung Hauptschulabschluss) recht gut "durchmischt".

    Zudem schrieb Hannelotti: "Manche Schulen haben kaum Duales System, manche fast ausschließlich. Mit PoWi bist du in sehr vielen verschiedenen Bildungsgängen unterwegs, mit Ernährung und Hauswirtschaft möglicherweise nur am Kochen mit HS9 SuS ohne Deutschkenntnisse." Auch ersteres scheint BL-spezifisch zu sein: bei uns im Umkreis gibt es keine BBS, an der es fast nur Berufsschulklassen (also nur duales System) oder fast nur Vollzeitklassen gibt sondern jeweils beides. Bzgl. ihres zweiten Punktes muss ich Hannelotti teilweise rechtgeben. Zwar haben wir momentan so gut wie keine SuS komplett ohne Deutschkenntnisse, aber oftmals gibt es im Bereich "Ernährung und Hauswirtschaft" einjährige Berufsfachschulen mit dem Hauptschulabschluss als Eingangsvoraussetzung (andererseits ist in meinem Heimatort aber auch eine Fachoberschule mit diesem Schwerpunkt).

    Ich denke, du musst für dich persönlich herausfinden, ob dir die Schwerpunkte "Ernährung und Hauswirtschaft" oder "Wirtschaftswissenschaften" wirklich zusagen würden, denn du wirst halt einen Großteil deiner Stunden später in dem jeweiligen Schwerpunkt unterrichten. Wenn ich mir da mal mein Englischteam an der Schule anschaue, so unterrichten die meisten meiner KuK etwa die Hälfte ihrer Stunden Englisch, die andere Hälfte eben im Schwerpunkt.

    Ach, eines noch:

    Hinzu kommen Sachen wie Aufsicht und Elterngespräche bzw. -abende, worauf ich auch keinen besonders großen Wert lege.

    Ich hoffe, hier handelt es sich nur um eine unglückliche Formulierung deinerseits! Denn wie man als Lehrkraft keinen "besonders großen Wert" auf Kontakt zu den Erziehungsberechtigten legen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Dieser gehört zu unserem Job doch dazu!? Falls du damit allerdings meinst, dass viele SuS an BBSn ja schon volljährig sind und Elterngespräche, -abende und -sprechtage somit nicht so häufig anfallen wie bei jüngeren SuS, dann hast du natürlich recht. Und was die Aufsicht angeht: das ist eine deiner Dienstpflichten als Lehrer*in, auch wenn du an einer beruflichen Schule wohl weniger häufig Pausenaufsicht haben wirst als an einer Grundschule (an meiner Schule haben alle Lehrkräfte max. zweimal pro Woche Pausenaufsicht oder einmal Frühaufsicht - also vor der 1. Stunde -, da diese eine halbe Stunde dauert).

    Ich hasse es, von unfreundlichen Kassiererinnen bedient zu werden, sie verderben mir mindestens die nächste halbe Stunde.

    Vielleicht hat eine unfreundliche Kassiererin doch einfach nur einen schlechten Tag, gerade Kopfschmerzen, Stress oder der Kunde vor dir war ein Stiesel oder oder... Du bist also nie unfreundlich, wenn es dir mal nicht so gut geht? Klar versuche ich immer freundlich zu meinen Mitmenschen zu sein, aber offen gesagt, gelingt mir das beim besten Willen nicht immer. Und von einer unfreundlichen Kassiererin lasse ich mir bestimmt nicht die Laune verderben!

    Sehr schön, ich sende dir dann mal die Adresse meiner Ausbildungsschule, damit du das meiner SL schreibst, die es wichtig fand im SL-Gutachten zu vermerken, dass ich immer angemessen und korrekt gekleidet war (Unterpunkt "Dienstliche Pflichten und Schulkunde"), als würde das etwas Relevantes über mich als Lehrkraft besagen bzw. als sollte dies bewertungsrelevant sein. Ein Mitanwärter von mir wurde während des Refs dann auch mal von seinem SL zum Friseur geschickt, weil der SL der Ansicht war, dass junge Männer einen ordentlichen Kurzhaarschnitt benötigen und keine halblangen Haare tragen sollten, wenn sie als Lehrkraft ernst genommen werden wollen (oder ein wenigstens halbwegs faires SL-Gutachten am Ende erhalten möchten).

    Ernsthaft?!? :autsch: Unglaublich, dass es sowas im 21. Jahrhundert noch gibt...

    Uiii! So große Klassen haben wir nicht (in einigen zwar mit 28 SuS gestartet, aber - traditionsgemäß - mittlerweile doch so einige SuS im Laufe des Schuljahres "verloren"). Bei uns dürfen laut Vorgabe des KuMi max. 16 SuS in einen Raum, es sei denn, es gibt kleinere oder größere Klassenräume in einer Schule. Bei uns passen in die meisten Räume 10-14 SuS mit genügend Abstand, aber wir haben zum Glück auch ein paar große Räume, wo wir bis zu 22 SuS unterbringen können.

    Kiggie : Ok, dann ist es ja ähnlich wie bei uns. Hier kamen zwar erst in dieser Woche die letzten Vollzeitschulformen wieder in die BBS (die einjährigen Berufsfachschulklassen und die Grundstufen in der Berufsschule), aber da laut Erlass auch schon für die Vollzeitklassen, die bereits ihre Abschlussprüfungen hatten (u. a. FOS Kl. 12 und Fachschulen), der Unterricht für dieses Schuljahr beendet ist und die Abschlussklassen der Berufsschule, also die Fachstufe 2, die in den nächsten Wochen ihre IHK- oder HWK-Prüfungen haben, nun bis zu selbigen im Homeschooling sind, ist es gar nicht so voll bei uns. Zudem haben wir ja die Vollzeitklassen mit über 16 SuS geteilt haben (sie kommen im zweitägigen Wechsel in die Schule).

    Tja, es ist schon schwierig. Viele, auch viele meiner Kolleg*innen, sagen, dass sie ihre Kinder schnellstmöglich wieder in der Schule haben möchten, damit sie nicht noch länger zuhause sitzen, andere möchten dies - aus den von Tazz genannten Gründen - auf gar keinen Fall.

    Hier in Niedersachsen soll übrigens ab dem 22.06. - natürlich unter Auflagen - zum Teil auch der Sportuntericht an den Schulen wieder aufgenommen werden.

    Na ja, ich bin ja auch an einer BBS und bis vor einigen Jahren hatten wir im Schulvertrag (der natürlich auch von der Schülervertretung mit unterschrieben wurde) ebenfalls stehen, dass SuS im Unterricht ihre Caps oder andere Mützen abnehmen wie auch Jacken ausziehen sollten. Das war zwar kein direktes Verbot, aber eben eine Vereinbarung, der die SuS auch nachgekommen sind. Mittlerweile haben wir diesen Punkt aber aus dem Vertrag 'rausgenommen.

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