Beiträge von Gruenfink

    Vielleicht auch Einstellungssache???

    Sicher sogar!

    Verzeiht die treudoofe Frage:

    Was kann ich tun, damit sich meine Einstellung "6 Stunden mit Maske vor durchschnittlich 30 Schülern finde ich scheiße!" pfeilschnell in "Ah geh, ist doch alles halb so wild!" ändert? :weissnicht: Bin zwar schon etwas älter, lerne aber immer gerne dazu.

    Nur ernstgemeinte Zuschriften, bitte.

    Ich bin aus der Schule raus und war so voller Adrenalin. Ich war ganz erschlagen. Aber positiv.

    Bei meiner jetzigen Schule hatte ich selbst bei der Einstellung nicht solch ein Gefühl.

    Nochmal ich, sorry.

    Dein Thema triggert mich halt ohne Ende und löst Lawinen von Erinnerungen aus...

    Nach nur einer Woche an der MS letztes Jahr hab ich gesagt: "Jawoll, die isses! Hier bleibe ich gerne bis zur Rente!"

    Nach nur einer Woche an meiner jetzigen RS hab ich gesagt: "Never ever!"

    Ich will damit sagen, dass man freilich sachliche, möglichst objektive Argumente bei seiner Entscheidung berücksichtigen sollte, dass man aber andererseits sein "Bauchgefühl" auch nicht komplett ignorieren sollte. :super:

    Ich finde deine letzten beiden Beiträge super, samu, du sprichst mir 100%ig aus der Seele! :rose:

    Aber egal, die Frage war ja, was man tun sollte, damit einem die Entscheidung nicht leidtut ab Mitte 40. Und da bin ich wohl ratlos. Rechtzeitig Hilfe suchen auf alle Fälle, bevor man in der Klinik sitzt. Und sonst... Schule wechseln? :weissnicht:

    Ich hab das Experiment letztes Jahr gemacht, an meiner damaligen Schule (Realschule) gekündigt und anschließend ein Jahr an der Mittelschule unterrichtet. Meine Erfahrungen dort waren - für mich - bahnbrechend. So durfte ich erleben, dass dort der pädagogische Umgang mit den Schülern an erster Stelle steht, der Leistungsgedanke erst an zweiter Stelle kommt. Ich hatte z.B. eine extrem unruhige 7. Klasse, vor der ich gerade nachmittags fassungslos stand und teilweise froh war, wenn zumindest niemand zu Schaden kam. An "fachfremd Kunst" war zu der Uhrzeit nimmer zu denken. Trotzdem habe ich eine Beziehung zu den Schülern aufbauen können, es war für sie (wie für mich) irgendwann normal, dass sie vormittags komplett anderes drauf waren als nachmittags.

    Es ging aber eben nicht um Leistung.

    Irgendwie habe ich es geschafft, dass sie ein (technisch verfremdetes) Porträt von sich malen und ab Januar mit mir Vogelnistkästen bemalen. Ich habe diese Klasse sehr gemocht, obwohl ich so manches Mal schweißgebadet da rausgewankt bin.

    Und jetzt?

    In den Sommerferien bin ich ungeduldig geworden, weil sich die Regierung so lange Zeit gelassen hat mit einem erneutet Angebot für das laufende Schuljahr. War blöd und überstürzt, ich weiß, aber mei, ich hatte Angst, im September evtl. komplett ohne Schule dazustehen. Also habe ich auf eigene Faust eine unserer beiden Realschulen kontaktiert, bin mit 18 Stunden (und mit Kusshand) sofort genommen worden... und genauso unglücklich, wie in den letzten Jahren zuvor an meiner alten RS.

    Fazit?

    Ich habe in diesem einen Jahr an der MS den Glauben an mich und meinen Beruf wiedergefunden. Es ist nicht der Beruf an sich, der mich unglücklich macht, absolut nicht. Statt dessen hadere ich mit der Schulform, die mich fertig macht, mit den merkwürdigen Eltern - und in meinem aktuellen Fall noch zusätzlich mit der SL an der neuen RS, an der ich jetzt bin. Deshalb kann ich mich samus rhetorischer Frage nur anschließen. Ein Schulwechsel oder sogar ein Schulformwechsel kann helfen, die Weichen neu zu stellen. Ich habe (ähnlich wie Zauberwald) noch Jahre im zweistelligen Bereich bis zur Rente, und die werde ich nicht auf den Knien oder auf dem Zahnfleisch oder sonstwo verbringen.

    DAs sagst du, sehen aber einige anders, die Mitschüler meiner Tochter haben sich bei uns in der Kreisstadt bei der infizierten Famiie vors Fenster gestellt und sie übelst beschimpft und lautstark über die hergezogen, also sowas muss dann wirklich nicht sein und genau deshalb gibt es eben Datenschutz. (Klar hatte es sich auch rumgesprochen, wer es ist, ohne das die Schulleitung das Kind benannt hatte).

    Gut, derart hirnloses Assigetue hätten meine KuK auch nicht vorgehabt.

    Plus der Gedanke Datenschutz vs. Fürsorgepflicht des Dienstherrn... :weissnicht:

    Oh Himmel, bin ich froh, das zu lesen! :super:

    Ich freue mich so dermaßen mit dir mit! :party:

    Ich bin froh einen lieben Partner zur Seite zu haben, der mich in allem unterstützt.

    Sollst sehen, dein Leben wird sich um 180° drehen.

    Nette Schule, lieben Partner, und dann vielleicht auch noch halbwegs gesund - Herz, was willst du mehr? :rose:

    Es lässt die Infektionsgefahr besser einschätzen.

    Ja, ich finde, das muss man wissen, um sein Risiko abschätzen zu können.

    Vielen Dank für eure Einschätzungen - genau so argumentieren nämlich auch meine KuK.

    Es geht doch überhaupt nicht um Stigmatisierung, sondern um Verantwortung.

    "Hey ich hab's und ich sage dir Bescheid, damit du für dich überlegen kannst, wie du dich schützen kannst."

    Aber das sieht unsere - in der Tat merkwürdige - SL wie gesagt anders. :neenee:

    Ich hätte mal'ne allgemeine Frage, wie das bei euch an euren Schulen gehandhabt wird:

    Ein Schüler der 10. Klasse wird positiv getestet und meldet dies der SL bzw. wird diese vom GA informiert.

    Sämtliche Mitschüler/Eltern in dieser Klasse werden per eMail informiert, gehen in Quarantäne und die betroffenen KuK halten in genau ihren Stunden Videoschalten ab, so dass die Klasse von zu Hause aus weiterhin am Unterricht teilnehmen kann.

    Die KuK werden aber nicht darüber informiert, welcher Schüler genau das denn nun war (die Umstände der Infektionen interessieren die KuK sowieso nicht), so dass sie nicht einschätzen können, wie intensiv der Kontakt mit dem betreffenden Schüler evtl. war. Ein ruhiger Schüler in der letzten Reihe ist ja nun tatsächlich etwas anderes als ein lebhafter in der ersten Reihe, der vielleicht auch noch viel spricht.

    Die SL begründet dies mit dem Datenschutz und unterstellt den KuK, dass "bestimmt sowieso wieder jemand quatschen würde".

    Und das würde man dem betreffenden Schüler ersparen wollen.

    Mich betrifft es nicht, da ich aktuell nur in 5 - 8 unterrichte, aber irgendwie verstehe ich meine KuK, die sich darüber empören.

    Wie seht ihr das?

    Seit gestern Nachmittag ist Nürnberg auch Risikogebiet mit den entsprechenden Maßnahmen.

    Mal schauen, wann die Welle Richtung Norden schwappt.

    Spätestens zu oder nach den Herbstferien erwarte ich auch hier eklatante Veränderungen.

    An meiner aktuellen Schule ist der sog. Hygieneplan absolut nicht umzusetzen.

    Hybridunterricht können die nicht, weil kein Teams, nur mebis - und das kackt pro Stunde 3x ab.

    Bleibt spannend.

    Sorry, aber ich nehme die reinrassige Zucht ernst.

    Rassismus bei der Einhornzucht- so fängt es an, gell. :heul:

    Nee nee du, das mit der Reinrassigkeit ist schon viel älter!

    "Wir wünschen keine weiteren Samariter bei dieser Kreuzigung!"

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    :weissnicht:

    Mein gegenwertiger Schulleiter möchte aber nun, dass auch alle Nachschreiber, die eine komplett andere Arbeit geschrieben haben, ebenfalls in diese Kategorie der "abgelieferten schriftlichen Arbeiten" fallen.

    Bei einer Inhaltsangabe kann man ihnen z.B. aber nicht den komplett gleichen Text geben, weshalb der vorherige Schulleiter die Arbeiten immer getrennt gewertet hatte.

    Mich ärgert das natürlich. Nicht nur, weil es die doppelte Korrekturzeit ist (und die Schüler es wohl planmäßig auf Wiederholen der Arbeit angelegt hatten), sondern weil ein Rechtstext unterschiedlich ausgelegt wird.

    Das kenne ich gar nicht anders.

    Natürlich werden die Nachschreiber mit in den Gesamtschnitt eingerechnet, was den Gesamtschnitt der Klasse entweder ruiniert oder rettet. :weissnicht:

    Was ich allerdings auch nicht kenne, ist das Nachholen von Arbeiten.

    Da hatte ich wohl die letzten 23 Jahre immer coole Socken am Start, die kaltherzig jede 5 und jede 6 haben gelten lassen.

    Klar, ich habe als Fachlehrerin schon mit der SL gesprochen und versucht rauszufinden, woran das denn nun gelegen haben könnte.

    Aber nachholen?

    Und meine ganze bisherige Arbeit ad absurdum führen?

    Never.

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