Beiträge von Gruenfink

    Schaltet Mal einen Gang runter, ihr schreibt einer Person, die offenbar psychisch derzeit sehr angegriffen ist. Das ist NICHT der Moment, indem man grundsätzlich über berufliche Eignung oder Perspektiven nachdenkt.

    Nichts anderes wurde hier geschrieben.

    Sinngemäß: Werde erst einmal in Ruhe gesund, und dann kannst du immer noch überlegen.

    Ich finde es sehr wohl angebracht, diese Punkte zumindest anzusprechen. Wenn es Ihr(?) tatsächlich so schlecht geht, wie es rüber kommt, dann sollte man sie auch davor schützen, einen falschen Weg (Lehrer sein / die Therapie zu verzögern) aus den falschen Gründen (Beamter sein) zu gehen.

    Genau.

    Mich beschleicht nämlich der Verdacht, dass hier jemand auf Deibel komm raus einen sicheren Job haben will (Beamter) - und der eigentliche Beruf (Lehrer) ist eher Nebensache. Da können einem die späteren Schüler jetzt schon leid tun. :_o_(

    Meine Frage ist nun:

    Angenommen, ich würde es finanziell gestemmt bekommen, jede Sitzung aus eigener Tasche zu zahlen und es somit an der Krankenkasse und anderen aktensammelnden Behörden vorbeigeschmuggelt bekommen, wäre ich dann verpflichtet, diese selbstgezahlte Therapie immer noch bei der Verbeamtung anzugeben und falls ich lügen würde, wie sollte so eine selbstgezahlte Therapie denn jemals ans Licht kommen, wenn sie nirgends aktenkundig ist aufgrund der Selbstzahlung?

    Hallo Kreacher,

    auch ich möchte dir erst einmal zu diesem Schritt gratulieren, der dir sicher schwer gefallen ist - aber mindestens genauso sicher überfällig war!

    Denn sieh mal: Dass du psychosomatische Beschwerden hast (und das auch nicht erst seit gestern), bedeutet doch, dass dein Körper darauf aufmerksam machen will, dass in Wirklichkeit deine Seele nach Hilfe schreit. Ich würde mich an deiner Stelle auf jeden Fall intensiv behandeln lassen, nicht nur, damit dieser unangenehme und sicher auch schmerzhafte Reizdarm endlich kuriert wird, sondern auch, damit du die Ruhe hast, über deinen bisherigen Weg, deinen Ist-Zustand und deine Zukunft nachzudenken. Dass du gerade körperliche Beschwerden hast, passiert ja nicht, obwohl du gerade dein Studium beendest, sondern weil.

    Möchtest du denn wirklich deine berufliche Zukunft auf einer Lüge aufbauen?

    Damit bereitest du nur den Boden für dauerhaftes Unglücklichsein und Gehetztsein.

    Es mag gemein klingen (aber ich meine das keineswegs so!), aber wenn dir das Studium schon so im Magen liegt (sic!) und der Gedanke ans Ref dich noch unruhiger macht... warum um Himmels Willen willst du diesen Weg dann weitergehen? Du bist bereits erkrankt, und glaube mir - das wird im Ref nicht besser, ganz im Gegenteil.

    Ich sage ja nicht, du sollst deine Pläne komplett abblasen.

    Ich gebe nur zu bedenken, dass du im angeschlagenen Zustand überall Schiffbruch erleiden wirst.

    Deshalb würde ich an deiner Stelle das Studium abschließen und mir dann psychiatrisch helfen lassen.

    Alles andere findet sich dann.

    Ich wünsche dir alles Gute! :_o_)

    Lass dich doch mal von deiner Gewrkschaft bzw. deinem PR beraten diesbezüglich, der Sprung ist schließlich ziemlich gewaltig, vor allem, da er komplett "von oben" angeordnet wurde und nicht von dir eine Aufstockung gewünscht bzw. eingeplant war.

    Von 14 auf 24/25... meine Fresse, wie soll das zu schaffen sein?

    Das ist doch schon so absurd, dass man nur mehr hysterisch auflachen möchte! :staun:

    Auch ich drücke dir, MoSo, die Daumen, dass es eine für dich passende Lösung gibt!

    Redest du von einem freien Träger? Bei uns stellt der Schulleiter gar niemanden ein:weissnicht:

    Naja. Einstellen tut das Land, das stimmt.

    Aber der SL führt - ggf mit Konrektor oder wen auch immer er/sie dafür als quaifiziert erachtet - Bewerbungsgespräche.

    Hier auch nicht.

    Hier stellt das Schulamt ein - der SL hat nicht einmal den Hauch eines Mitspracherechtes.

    Empfehlungen ja vielleicht, Wünsche nein.

    Sobald sich da nur einer mit StEx und passenden Fächern meldet, ist dieser vorzuziehen (ob er was taugt ist da leider sekundär, da ist das Gesetz mal wieder "typisch deutsch", ein Schein - in dem FallStEx - bescheinigt, dass du etwas kannst. Ob das auch wirklich so ist...)

    Ich weiß nicht, ob das "typisch deutsch" ist, jemanden einzustellen, der das Gewünschte studiert hat und statt dessen einen motivierten Autodidakten abzulehnen. Und das StEx besteht meines Wissens auch nicht aus "nur einem Schein".

    Sämtliche Abschlüsse bescheinigen überall (!), dass man etwas kann.

    Ob man geeignet ist, ist überall (!) eine ganz andere Frage.

    "Typisch deutsch" ist für mich eher, Dinge, die nun einmal so sind und das möglicherweise auch nicht ohne Grund, als "typisch deutsch" zu diskreditieren. :_o_)

    Das steht in der GSO so nirgends, die Behauptung hält sich aber hartnäckig. In der GSO steht nur, dass du schriftliche und mündliche Noten machen musst. Es ist auch keine verbindliche Anzahl an Leistungsnachweisen vorgeschrieben und es steht auch nirgends, dass du von allen Schülern die gleiche Anzahl an Leistungsnachweisen erheben musst.

    Ich vermute mal, dass das jede Schule intern klärt.

    Bei uns hing das vom Umfang des Faches ab.

    In Englisch musste ich pro Halbjahr 2 Schulaufgaben, 2 Exen und eine mündliche mit Datum nachweisen.

    In einem Lernfach wie Geschichte mussten wir 2 Exen und eine mündliche mit Datum nachweisen.

    Fehlte eine Ex, hast du den Schüler einfach nochmal abgefragt.

    Fing der allerdings an, sich wegzuducken, kam es entweder zu der mündlichen "Zaubernote" oder - besonders in ein-/zweistündigen Lernfächern - zur schriftlichen Feststellungsprüfung. Die aber eben erst, wenn der Schüler gleich mehrere Leistungsnachweise versäumt hat, weil man dann nun wirklich nicht mehr zaubern kann.

    Wie streng werden denn bei dir "mündliche Mitarbeitsnoten" kontrolliert?

    Ich habe an der RS nicht lange gefackelt und die o.g. Mitarbeitsnoten gemacht, auch wenn ich sie nicht eindeutig mit Datum belegen konnte oder dem Schüler nicht demonstrativ vor der ganzen Klasse gesagt habe, dass ich ihn ab jetzt besonders beobachten werde - was rein juristisch gesehen nicht ok ist. Aber an meiner alten Schule ist es tatsächlich derartig eingerissen, dass die Schüler sich pünktlich zum Notenschluss weggeduckt haben, so dass alle Kollegen so reagieren mussten, egal ob Haupt- oder Nebenfach.

    In 20 Jahren habe ich es nicht einmal erlebt, dass sich jemand über diese "nicht eindeutig belegbare" mündliche Note aufgeregt hätte. Allerdings war ich auch geschickt genug, mit dieser "Zaubernote" keinen Schnitt nach unten zu drücken. Das finden die natürlich nicht so prima, wenn die rein rechnerisch auf 3 stünden, von dir aber noch eine mündliche Note bekommen, mit der sie plötzlich auf 4 stehen.

    Im 2. Halbjahr habe ich mir dieses Versäumnis freilich dick hinter die Löffel geschrieben und darauf geachtet, dass mir vor allem die Spezialisten nimmer durch die Lappen gehen.

    Als die gleiche Maßnahme vor zehn Jahren die Lehrer und Lehrerinnen am Gymnasium betraf, war das nicht so. Es gab auch keine Petition.

    Das mag ja sein, auch an der Mittelschule hat es wohl (laut meiner KuK) dieses "Arbeitszeitkonto" schon einmal gegeben.
    Allerdings ist das 10 Jahre her, die KuK waren 10 jünger und belastbarer, und die SuS waren anders drauf.
    Mein ja nur. :huh:

    Ja, genau so ist es. Hat man Kinder unter 18 Jahren, kann man weiterhin auch weniger Stunden arbeiten...(Die Frage ist, was passiert, wenn man feststellt, dass das auch nicht ausreicht, weil z. B. die älteren Lehrkräfte, die jetzt plötzlich mehr arbeiten sollen oder nicht wie geplant in Pension gehen können, gesundheitsbedingt ausfallen, ...)

    Das ist der Punkt:
    Wer keine kleinen Kinder oder einen pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause hat und trotzdem Teilzeit arbeitet, wird ja seine Gründe dafür haben.
    Wenn nun die Antragsteilzeit auf 24 Stunden hochgesetzt wird, wird der Krankenstand ins Unermessliche gehen.
    Das betrifft vorerst nur die Beamten... bleibt abzuwarten, wann man auch die Angestellten versucht zu erpressen. :/

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