Beiträge von Miss Miller

    Die Besuchstermine sind schwer zu bekommen, weil ich nur einen Praxistag habe und viele Besuche machen muss, also viele SuS besuche. Zudem sind die Einrichtungen echt unflexibel, so dass es wirklich schwierig ist.

    Das ist zwar total lieb von der Bewohnerin, aber das ist ja ein völlig unrealistisches Szenario. Die Schülerin soll eine Aktivität planen, die nachmittags stattfinden kann. So wie im beruflichen Alltag auch.

    Das ist in diesem Fall nicht von Bedeutung, weil die Praxisaufgabe nicht vorsieht, dass der Besuch im Alltag stattfindet. Es geht um eine Einzelförderung, daher ist die Situation bzw. das setting morgen so wie gewünscht.

    Nabend,


    ich bin unfit, keine Ahnung, ob da was im Anflug ist oder es einfach miese Tagesform ist. Morgen habe ich 4 Stunden Unterricht und danach einen Praxisbesuch (nicht einfach nur besuchen, sondern vergleichbar mit einem UB bei Refs, also Planung lesen, zugucken, Reflexionsgespräch). Der Besuch ist in einem Wohnheim für behinderte Menschen und der Schüler hat mit dem Bewohner besprochen, dass er an diesem Tag frei nimmt, also nicht in der Werkstatt arbeiten, nur für den Besuch. Angesichts dessen, und auch der Tatsache, dass es extrem schwierig wäre, einen Nachholtermin zu finden, überlege ich, mich krank zu melden, falls es mir morgen schlechter geht, und dazuzuschreiben, dass ich aber den Praxisbesuch machen muss. Eine Kollegin hat das mal ohne Vorabinfo gemacht, SL hats erfahren und es gab ein Donnerwetter.

    Wie würdet ihr das handhaben? Die 4 Stunden irgendwie rumkriegen und dann zum Besuch? Wenn ich richtig fett krank bin, bleibe ich natürlich ganz zuhause. Aber wenn es mir so geht wie hetzt, würde ich ungerne den Besuch verschieben, würde dann mit Maske hin. Habe ME/CFS, und wenn ich dazu noch erkältet bin, wird das ein ganz harter Tag, wenn ich Unterricht und Besuch mache. Freitag habe ich übrigens auch noch einen Besuch und Unterricht. Den Besuch habe ich aber VOR dem Unterricht, so dass ich mich nach dem Besuch, falls ich keine Energie habe, krankmelden und nach Hause fahren könnte.

    Es ist echt ein Kreuz mit den Besuchen, wir haben so viele KuK, die krank hinfahren, weil es extrem schwierig ist, diese Termine zu machen. Und wenn man mal mehrere nach hinten schieben muss, dann wird es manchmal sehr knapp mit der Zeit.


    Was würdet ihr machen? Was ist im rechtlichen Rahmen für mich möglich?

    Dann ist das neu. Denn bis vor kurzem hatte ich ja Kinder unter 18, musste aber mindestens 50 % arbeiten, auch in NRW. Das Ganze ist aber natürlich schon vor vielen Jahren passiert, also vielleicht ist es jetzt anders.

    Hat deine 14-jährige einen Pflegegrad? Dann liegt es vielleicht auch daran. Meines Wissens geht das bei gesunden Kindern nicht.

    Ich mache das, seit ich aus der Elternzeit der Kleinen raus bin , also seit 13 Jahren. Die Kleine hat (bisher) keinen Pflegegrad.

    Ja, das gilt. Ich habe es nur traurigerweise seit dem Vorhandensein meines GdB nicht geschafft, 12,75 Std zu machen:-( Ich habe zwei kids, die Kleine ist 14 und hat eine leichte Behinderung, wenn die mal selbstständiger wird, werde ich es wahrscheinlich eher schaffen, endlich mal 12,75 zu machen und von der GdB-Stunde und evtl einer weiteren Stunde zu profitieren.

    Im Moment kann ich noch unterhälftig arbeiten, weil die Kleine halt noch nicht 18 ist.

    so funktioniert es nicht. Du kannst nicht sagen "bitte jetzt Voll-DU, aber noch 6 Stunden sofort im Angestellenstatus".
    Die TE hat ja selbst geschrieben, sie könnte die Stundenzahl weiter reduzieren (im Beamtenstatus).
    Die Frage, ob es sich lohnt (körperlich, vom Aufwand und finanziell).
    Was soll sie mit 600 Euro im Monat machen?

    Ich verdiene mit 12 Stunden 3000,- Euro netto, das finde ich jetzt nicht schlecht.

    Ein Minijob in der Dienstunfähigkeit wird beim LBV zumindest in NRW nur angezeigt, nicht genehmigt. Einkommen ist natürlich nachzuweisen, bis zu bestimmten Grenzen ist es anrechnungsfrei.

    Viele Minijobs in der Schule gibt es bestimmt nicht, und ich glaube auch nicht, dass der Dienstherr dann jemanden aus der Dienstunfähigkeit einstellen würde. Stelle ich mir ein bisschen schwierig vor.

    Ich möchte auch keinen Minijob, ich möchte die nächsten Jahre unterhälftig arbeiten und dann wieder mindestens halbe Stelle machen.

    Miss Miller

    Du hast hoffentlich einen Gdb

    Ja, 50, und evtl. erhöht er sich durch das Me/Cfs, wobei man mit meiner milden Variante eigentlich nix kriegt.


    Ferner solltest Du prüfen, ob Du in den zurückliegenden 12 Monaten schon mehr als sechs Wochen krank zusammen bekommst.

    Hab ich, und das BEM wird mit meiner SL stattfinden. Ich werde darum bitten, einen ruhigen Raum für meine Pausen zu bekommen.

    Ich möchte eigentlich weiterhin als Lehrerin arbeiten, und ich hoffe, dass mir das gelingt. Ich werde ggf dieses Schuljahr schon mit den Stunden runtergehen, spätestens nächstes. Ich werde pacen, wann immer es geht und ich die Notwendigkeit (körperlich) sehe. Vielleicht gönne ich mir auch mal 6 oder 12 Monate "frei", finanziell würde das wahrscheinlich gehen. Ich habe das ME/CFS leider schon seit 30 Jahren. Ich habe einen Immundefekt und war/ bin viel krank, und irgendwann noch vor dem Abi ging das los mit der Müdigkeit. Ich habe mich dann jahrelang überpaced, Studium, Hobby, Ref, Familiengründung, und so wurde die Belastbarkeit immer geringer, und nun muss ich die Reißleine ziehen, bevor ich noch weniger belastbar werde. Für mich war Corona ein Glücksfall, denn nun ist die Erkrankung präsent und es wird geforscht. Vor allem bin ich jetzt endlich mal umfangreich diagnostiziert und nehme sogar ein off label-Medikament, das wahrscheinlich nie für ME/CFSler angewendet würde, wenn es Corona nicht gegeben hätte. Vorher war die Erkrankung wirklich unbeachtet.

    Meine Hoffnung ist, dass ich halbe Stelle arbeiten kann, wenn mein jüngstes Kind (aktuell 14) volljährig ist, denn unter halber Stelle zu bleiben, würde dann schwierig werden. Naja, in 4 Jahren kann sich viel ändern. Warten wir`s ab.

    Für Schüler mit dieser Krankheit gibt es das AST-Programm. (Videounterricht für Schüler in Abschlussklassen, die nicht in Präsenz am Unterricht teilnehmen können.)

    Vielleicht wäre das auf der anderen Seite etwas für dich, also als Lehrkraft. Ich könnte mir vorstellen, dass das Pacing damit vielleicht leichter umsetzbar ist, als im regulären Schulbetrieb.

    Wir haben tatsächlich Klassen, die einen Tag pro Woche im online-Unterricht sind. Das wäre toll, aber da habe ich natürlich das schlechte Gewissen, weil alle KuK scharf darauf sind, vor allem bei langen Anfahrtswegen. Ich werde mal drüber nachdenken.

    Zu deiner ersten Frage: Fordern kannst du weiter gar nichts, sondern darum bitten. Das größte Problem sehe ich in deiner langen Fahrtstrecke, d.h. hier weiter die Versetzung forcieren oder alternativ umziehen. Für den Fahrtweg kann die Schule ja nichts. Und dass alle BKs in deiner Nähe voll sind, kann ich mir nur schwer vorstellen.

    Das ist aber leider wirklich so. Unsere SL ist ein ziemlicher Besen, und als sie neu war, haben nach und nach etliche KuK Versetzungsanträge gestellt, und so sind 14 Kuk an die umliegenden BKs gegangen - alles rappelvoll, nur wir haben LehrerInnenmangel. Ich komme Gottseidank gut mit der SL aus, andere nicht, kommen aber nicht in der Nähe unter. Einige Frauen sind schwanger geworden und bekommen jetzt ein Kind nach dem nächsten bis SL in Pension geht (2 oder 3 Jahre noch), andere sind tatsächlich umgezogen, um an einer anderen Schule unterzukommen.

    Bzgl. der Teildienstfähigkeit:

    Wie sieht denn euer Teilzeitkonzept aus? Habt ihr eine Frauenvertreterin oder Schwerbehindertenvertrauensperson, die dich beraten kann? (Ich weiß nicht, wie das in anderen Bundesländern geregelt ist.)

    Ja, und da habe ich bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Leider 3 Tage Schule bei meinen Stunden. Ich bin nur einem Bildungsgang zugeordnet, also nur Lehrerkonferenzen und Bildungsgangkonferenzen, und die sind so gut wie nie in einer Woche. Kommende Woche ist es einfach ungünstig, dass es zwei volle Tage hintereinander sind.

    Ich werde den 1.Hilfe-Kurs durchziehen und den pädagogischen Tag am nächsten Tag evtl. abbrechen, wenn es mir nicht gut geht und das Pacing in dem Rahmen nicht umsetzbar ist.

    Ansonsten stimme ich Bolzbold zu.

    Im Moment denke ich auch, dass ich mal über andere Maßnahmen nachdenken muss, also z.B. die eingeschränkte Dienstfähigkeit. Wie sich die Krankheit weiterentwickelt, kann mir leider niemand sagen. Aktuell dosiere ich ein off label-Medikament ein.

    Versetzung wäre eine Maßnahme, aber es ist schwierig, die Schulen in meiner Nähe sind alle voll. Ich habe es schon mehrere Male mit Versetzung versucht, erfolglos. Zudem bin ich an meiner Schule eigentlich sehr glücklich. Aber die Fahrerei schlaucht massiv, mit ME/CFS ist ja auch wirklich ALLES anstrengend.

    Ich muss mit meiner Schule Kompromisse aushandeln, anders geht es nicht. Und wenn ich schlecht dran bin, hilft nur zuhause bleiben.

    Hallo!


    Ich habe eine relativ "milde" Form von ME/CFS. Meine Belastbarkeit liegt zwischen 50% und 70%, je nach Tagesform. Ich habe auch noch andere Erkrankungen, weshalb ich einen GdB von 50 habe. Durch die Me/CFS-Diagnose erhöht sich der GdB evtl. noch etwas.

    Ich arbeite seit Jahren unter halber Stelle, weil ich einfach nicht mehr schaffe. Meine Schule kommt mir sehr entgegen, ich habe z.B. jetzt das 3. Jahr keine Klassenleitung, obwohl meine SL dazu nicht verpflichtet ist. Im Rahmen des GdB muss ich keine Vertretungsstunden und keine Pausenaufsicht machen.

    Nun ist mein Gesundheitszustand aktuell nicht gut und ich muss Energiemanagement ("Pacing") betreiben, also z.B. nach den 50 Minuten Fahrt erst mal in einen ruhigen Raum in der Schule und ein paar Minuten mit Kopfhörern und Schlafbrille "pacen" , ebenso in der 1. Pause, der 2. Pause, vor der Heimfahrt etc. Ich bekomme immer nur maximal 6 Stunden am Stück, weil mehr für mich nicht machbar ist. Konferenzen schaffe ich mit viel Vorbereitung (viel Schonung an den Tagen davor und danach, Kinder müssen kochen etc.), wenn es nicht mehrere in einer Woche sind, viele haben wir Gott sei Dank online.


    Nun meine Fragen:

    Was kann ich darüber hinaus fordern? Ich habe z.B. 3 Tage Schule und an zweien davon nur eine Doppelstunde - also fast 90-100 Minuten Fahrt für 90 Minuten Unterricht. Kann ich die Bitte anbringen, dass man da noch mal drüberguckt, ob man da zwei Tage draus macht? Eigentlich muss man mit knapp halber Stelle drei Tage in der Schule sein, aber der dritte Tag (an dem ich nur 2 Stunden habe) ist mein Praxistag, da muss ich mich im Falle eine Praxisbesuchs (16 Stück im Schuljahr) um diese beiden Stunden rumbasteln.

    Nächste Woche habe ich 1.Hilfe-Kurs und den Tag danach pädagogischen Tag, also 2x acht Stunden, und das ist trotz Pacing schon eine Herausforderung für mich. Was für Erfahrungen habt ihr mit sowas gemacht? Soll ich von vorneherein sagen, dass ich einen dieser Tage nur halb schaffen weder? Läuft das unter "Krank"?


    Ich möchte einfach dafür sorgen, dass ich gute Bedingungen habe, damit ich nicht wieder so viel crashe und dann krankgeschrieben werde.

    Moin.


    Ich habe Ferien und vorher alle Klausuren wegkorrigiert (uff), könnte also mal einem Hobby frönen und die freie Zeit genießen (muss nur noch ein bisschen Unterricht vorbereiten). Aber seit Sonntag träume ich schon wieder von Schule und der ganze Ärger der Zeit vor den Ferien kommt wieder hoch.


    1. Ich nehme seit diesem Schuljahr an einer 2-jährigen Fortbildung (verschiedene Termine im Schuljahr, online und in Präsenz) teil, die mich dazu befähigen wird, Lehrer*innen fortzubilden. Dafür soll es pro Schuljahr zwei Entlastungsstunden geben. Das Projekt läuft bundesweit, doch meine Bezirksregierung ist die einzige, die es nicht geschafft hat, diese Stunden ins aktuelle Deputat einzubauen (wir sind drei KuK hier, bundesweit hat es sonst überall funktioniert). Seit Monaten schlagen wir Alarm. Ergebnis: Im Januar wurde angewiesen, dass wir im zweiten Halbjahr eine (!) Entlastungsstunde erhalten. Da ich keine Stunden abgeben kann, habe ich mit meiner Schulleitung vereinbart, erst im kommenden Schuljahr 0,5 Entlastungsstunden zu bekommen. Andere erhalten seit diesem Schuljahr zwei Stunden, wir nur 0,5. Auf meinen Wunschzettel habe ich daher mein Deputat minus 0,5 plus zwei Stunden gesetzt und bin gespannt, ob der Dezernent die zwei Stunden fürs nächste Schuljahr anweist oder ob meine Schulleitung wieder mehrfach nachhaken muss. Eine Auszahlung der fehlenden 1,5 Stunden hätte ich fair gefunden, aber die Stunden scheinen im Orbit verschwunden zu sein. Kann man sich irgendwie dagegen wehren?
    2. Ich betreue SuS in der Praxis, dafür habe ich den Montag unterrichtsfrei. In der Berechnung, wie viele SuS man besucht, sind aber Feiertage etc. nicht eingerechnet, so dass ich (wie andere KuK Stress bekommen, wenn mal ein Montag keine Besuche gemacht werden können (dieses Schuljahr: Pädagogischer Tag, Rosenmontag, Sprechtag). Damit fallen im Extremfall 9 Besuchstermine weg. Den Sprechtag war Anwesenheitspflicht, da durfte man keine Besuche machen. Noch schlimmer ist es bei den KuK, bei denen der Donnerstag der Besuchstag ist... Manchmal kommt es hart auf hart und dann muss jemand anderes einen oder mehrere Besuche übernehmen, was von der SL natürlich nicht gerne gesehen wird, v.a. muss man sich um einen Ausgleich kümmern, denn so ein Besuch entspricht 3,5 U-Stunden und die möchte man natürlich gerne zurückgeben, indem man z.B. das Schj. darauf einen besuch von dem Kollegen übernimmt - natürlich auch nicht gerne gesehen. Verständnis von Seiten der SL: Null. Bereitschaft, solche Tage in die Berechnung einzubeziehen: Null.
    3. Ich arbeite TZ und bin trotz TZ-Konzept trotzdem permanent an meinen freien Tagen in der Schule: Klausuraufsicht Abschlussprüfung, Konferenzen (ich muss zu jeder LK, zu jeder Dienstbesprechung - BGK sind Gott sei Dank geregelt, mit TZ muss man nur zu einem BG). Einsatz in Prüfungen am freien Tag, während bei VZ-KuK dann einfach der Unterricht ausfällt. Ich habe das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden.


    2 und 3 sind Dauerthemen bei uns an der Schule und ich habe wenig Hoffnung, dass sich da etwas ändern wird. Auch Punkt 1 ist etwas, das ich wohl einfach schlucken muss.


    Tut mir leid, dass ich mich hier in den Ferien so ausheule. Bei mir wächst gerade einfach der Frust, da sich ja auch sonst alles verschlechtert im Lehrerjob (Dokumentation, Arbeitszeit, Anspruch, Umgangston von oben, ...) hier zumindest) und ich manchmal meinen Mann beneide, der in seinem Job einfach viel bessere Bedingungen hat.

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